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Die chinesische Sonderverwaltungszone wird immer wieder mit Las Vegas verglichen

Die chinesische Sonderverwaltungszone wird immer wieder mit Las Vegas verglichen

MACAU

Fernöstlicher Schmelztigel

Eiertörtchen, Dim Sum, Tempel, Kasinos, Leuchttürme, Luxushotels, Macaus Vielfalt ist unerschöpflich.

Hochkonzentriert und mit ernster Miene sitzen chinesische Touristen an den Baccarat-Tischen in den Kasinos. Junge, schick gemachte Asiatinnen versuchen ihr Glück an einarmigen Banditen. Rund um die Uhr kann man hier sein Geld loswerden – oder reich werden.

Macau hat Las Vegas längst überholt. Das Glücksspiel und die glitzernden Konsumtempel locken vor allem asiatische Besucher. Nur wenige Meter entfernt wandeln Touristen aus Europa auf den Spuren der Kolonialzeit. Und sie schwelgen in kulinarischen Genüssen: Hier werden duftende portugiesische Eiertörtchen angeboten, dort Bambuskörbe mit frisch gedämpften Dim Sum. Garküchen verkaufen Nudelgerichte, kleine Cafés portugiesische Mandelkekse zu günstigen Preisen. In Macau verbinden sich Ost und West eben nicht nur architektonisch. Die Mischung aus chinesischer Geschäftstüchtigkeit und mediterraner Gelassenheit ist einzigartig. Shows und Kunstwelten sind nur wenige Meter entfernt von stillen Parks und Gassen, die zum Bummeln und Flanieren einladen.

Wer die Vielfalt Macaus erleben möchte, kommt nicht auf einen Tagesausflug, sondern bleibt zwei, drei Tage. Die chinesische Sonderverwaltungszone mit rund 640.000 Einwohnern ist nämlich weit mehr als nur ein Las Vegas des Ostens.


Landkarte China

Zocken, Staunen, Essengehen

Das 2007 fertiggestellte, 258 Meter hohe »Grand Lisboa Hotel« in Form einer goldenen Lotosblüte ist für sich schon eine Sehenswürdigkeit. In der Lobby des kultigen Wolkenkratzers prunkt neben anderen wertvollen Ausstellungsstücken ein tennisballgroßer Diamant. Das Kasino nimmt gleich mehrere Etagen ein. Im Mittelpunkt stehen chinesische Spiele wie Sic Bo (Würfelspiel) und Pai Gow (Domino). Beliebt ist auch Baccarat (Kartenspiel). Es werden aber auch Blackjack, Poker und Roulette gespielt. Wer mag, kann am vollautomatischen Roulettetisch (ohne Croupier) mit ein paar Hongkong- Dollars sein Glück versuchen. Im Gebäude gibt es 14 Restaurants. Das »Robuchon a Galera« in der Glaskuppel der obersten Etage serviert 3-Sterne-Küche (Hauptgericht für 2 Pers. ab € 146). Günstiger ist es im »Round-The-Clock Noodle & Congee«. Spezialität des Lokals ist eine Nudelsuppe mit einer drei Meter langen Nudel (ab € 7).

Übernachten
€€€€ Wer im Hotel »Grand Lisboa Hotel« übernachtet, zahlt fürs Doppelzimmer ab € 387 (00853-28283838, www.grandlisboahotel.com).

Hier bekommen Sie den Überblick

Fahren Sie mit dem Taxi zum 334 Meter hohen Macau Tower. Von dessen Aussichtsplattform (€ 16) haben Sie einen grandiosen Ausblick übers Perlflussdelta, die Stadt und die vorgelagerten Inseln, bei gutem Wetter sogar bis nach Hongkong. Hungrig? Dann gehen Sie ins »Lua Azul« im unteren Turmbereich (Einzelgerichte € 12–17, Tipp: Dim Sum).

Die Festung Guia, die 1637/38 auf dem höchsten Punkt der Halbinsel zum Schutz vor den Holländern errichtet wurde, bietet ebenfalls einen schönen Blick auf die Stadt. Anfahrt: Guia Hill Cable Car (ab Avenida Sidónio Pais, € 0,25). Sehenswert ist der Leuchtturm Farol da Guia. Nicht allzu weit ist es von hier zum Lou-Lim- Ieoc-Garten, einer grünen Oase. Hier können Sie die Einheimischen beim Tai Chi beobachten und chinesische Opernklänge hören.

Auch Macau hat einen Badestrand

Auf Coloane, einer ehemaligen Pirateninsel, gibt es die schönsten Strände Macaus. Insbesondere der schwarzsandige Hac-Sa-Strand an der Ostküste ist gut zum Schwimmen geeignet. Pousadas in mediterranem Stil bieten eine Übernachtungsalternative zur Glitzerwelt. Beim Eiertörtchenhersteller Lord Stow's können Sie ein Teilchen für einen Euro probieren (www.lordstow.com). Auf der Insel ragt ferner die größte A-Ma-Statue der Welt gen Himmel (20 m), nicht weit davon entfernt steht ein sehenswerter Tempel, in dem sich vor allem Frauen regelmäßig zum Beten treffen. Wie die A-Ma-Statue wurde er von Taiwan finanziert. Wer knuddelige Pandabären sehen möchte, besucht den Seac-Pai-Van-Park, wo die beiden Bärchen Kai Kai und Xin Xin bewundert werden können (www.macaupanda.org.mom, € 1,20, Montag geschlossen). Zu dem gibt es sehr gute portugiesische Restaurants auf Coloane – etwa das »Espaço Lisboa« (Rua das Gaivotas, Pasteis de Bacalhau € 10,50 Gambas € 14, reichhaltiger Meeresfrüchteeintopf für 2 Pers. € 46).

Übernachten
€€€€ Die Zimmer der charmanten kleinen »Pousada de Coloane« haben zum Großteil Meerblick (Praia de Cheoc Van, 00853-28882143, www.hotelpcoloane.com.mo, EZ/DZ ab € 88 ÜF).

Die portugiesische Altstadt erkunden

Alt-Macau gehört seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe und das hat seinen Grund! Von der Ruine der St.-Pauls-Kathedrale, einst die größte christliche Kathedrale Asiens, geht’s ins Fortaleza do Monte, Macaus größtes Fort, das einst zum Schutz vor Piraten erbaut wurde (heute Museum zur Stadtgeschichte, € 1,70). Es folgt ein Bummel durch die Fußgängerzone Richtung Largo do Senado mit historischer Bibliothek im 2. Stock des Senatsgebäudes. Auf dem Weg werfen Sie einen Blick in die Barockkirche Igreja de São Domingos aus dem 16. Jh. Ist Ihnen nach einer Pause zumute, gehen Sie auf einen Snack oder einen Kaffee ins »Ou Mun Cafe« (12 Travessa de Sao Domingos). Gesehen haben muss man den imposanten Tempel der Meeresgöttin A-Ma am Barra-Platz mit Kopfsteinpflaster im portugiesischen Wellen-Stil.

Die Glitzerwelt des Cotai-Strip

Für den Abend empfiehlt sich die Glitzerwelt auf dem Cotai-Strip auf der Insel Taipa, gleich neben dem Macau International Airport. Die City of Dreams präsentiert jeden Abend die Show »House of Dancing Waters«, eine spektakuläre Akrobatikshow auf elf hydraulischen Bühnen (Ticket € 67–114, www.cityofdreamsmacau.com). Alternative ist der 2015 eröffnete Kino-Themenpark Studio City, unter anderem mit Konzerthalle und Disco (www.studiocity-macau.com), zu dem auch das Riesenrad Golden Reel gehört (Fahrt € 12). Wer will, geht danach noch einmal ins Kasino. Für die nötige Bettschwere sorgt dann ein Absacker in der Bar des Luxushotels »Ritz Carlton«, die für ihre Auswahl an Gin Tonics berühmt ist (€ 16).

Autor: Rainer Heubeck, REISE & PREISE 4-2016

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 4-2016. Mit vielen praktischen Infos, tollen Fotos und detaillierten Preisangaben für die Reiseplanung.

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