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Aceh, die Provinz mit touristischem Potenzial auf Sumatra, Indonesien

Aceh, die Provinz mit touristischem Potenzial auf Sumatra, Indonesien (Foto: Wikimedia Commons, Vanina W. bonbongirl)

Indonesien-Reisen

Nord-Sumatra - Geheimtipp für Traveller

Bei Reisen nach Sumatra in Indonesien gilt sie als das ungeschliffene Juwel: Die Provinz Aceh am Nordzipfel Sumatras ist ein Ziel für Abenteurer und Entdecker. In der vom Tourismus bisher kaum wahrgenommenen Region kann man in dichtem Dschungel den Spuren von Orang-Utan und Tiger folgen, an einsamen Stränden relaxen und im türkisfarbenen Meer Barracudas und Mantas bewundern. Ein Reisebericht über Nord-Sumatra in Indonesien.

Aceh, die westlichste Provinz des Insel-Archipels Indonesien, ist eine Art Rohdiamant, ein ungeschliffenes Juwel. Die landschaftliche Schönheit der abgelegenen Region sucht ihresgleichen: 1.500 Kilometer wilde Küste zum Indischen Ozean und zur Straße von Malakka, lange unberührte Sandstrände, Traum-Insel-Archipele, Korallen-Riffe, Urwälder, Sümpfe, Berge und bis zu 3.500 Meter hohe Vulkane laden ein, auf Reisen nach Sumatra entdeckt zu werden. Angebaut werden in der fruchtbaren Provinz Kaffee und Kakao, Ananas, Rambutan, Mango und Sirsak, Gewürze wie Nelken, Vanille, Muskatnuss, Chili und Pfeffer.

Aceh ist mit 55.400 Quadratkilometern etwas größer als Niedersachsen. Der Vergleich hinkt jedoch ein wenig, denn Entfernungen werden hier nicht in Kilometern, sondern in Stunden und Tagen gemessen. Die 4,3 Millionen Einwohner, zu 95 Prozent Muslime, besiedeln im Wesentlichen die Küstenstreifen. Die Korallenriffe vor Pulau Weh ziehen Taucher und Schnorchler aus aller Welt an, die Unterwasserwelt zählt zu den artenreichsten in Indonesien. 60 Prozent der Landfläche sind mit primärem Regenwald bedeckt. Das Waldgebiet Ulu Masen und der Gunung Leuser National Park sind die letzten Urwälder auf der Erde, wo Orang-Utan, Tiger, Elefant und Nashorn gemeinsam leben. In den zentralen Gayo Highlands wird im Umfeld von Millionen Jahre altem Urwald und an Vulkanhängen edler Kaffee angebaut.

Dass trotz der landschaftlichen Schönheit kaum Touristen in die Provinz kommen, liegt zum einen an dem früheren Konflikt zwischen der indonesischen Zentralregierung und islamischen Separatisten. Zum anderen war Aceh vom Tsunami besonders stark betroffen und erholte sich nur langsam. Die touristische Infrastruktur ist als Folge noch recht rudimentär. Abenteuerlust und Improvisationstalent sollte daher mitbringen, wer die Provinz auf eigene Faust erkunden möchte. Die sehr offenen und aufgeschlossenen Acehnesen werden den Reisenden, der ihre Kultur respektiert, nach Kräften unterstützen.

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