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Entspanntes Badeleben am nur über eine Treppe erreichbaren Laem Sing Beach, der zwischen den Stränden Surin und Kamala liegt

Entspanntes Badeleben am nur über eine Treppe erreichbaren Laem Sing Beach, der zwischen den Stränden Surin und Kamala liegt

PHUKET, THAILANDS FERIENINSEL NR 1

Die guten Seiten der alten Diva

Thailands Ferieninsel Nr. 1 ist mit schönen Stränden und ansprechender Hotelerie gesegnet.

Phuket? Geht doch gar nicht: fest in russischer Hand, viel zu voll, alles zugebaut, dreckiges Meer und teuer ist es auch noch. Was ist dran an den Vorurteilen?

Am Airport warten wir am chaotischen Baggage Claim mit Hunderten Asiaten und Langnasen aus aller Welt auf unser Gepäck. Schon wenig später geht es auf die Suche nach den schönsten Plätzen der hügeligen Insel von der Größe Ibizas, die sich auf dem Weg nach Süden tropisch grün gibt und Appetit auf die zwei Wochen Inselrecherche macht. Der Taxifahrer beklagt sich über das hohe Verkehrsaufkommen und darüber, dass immer mehr vom Dschungel weichen muss, weil Luxusvillen mit Seaview gefragt sind. Für ihn ist es unverständlich, dass die Militärregierung nur für die Nutzung der Strände eine Regelung eingeführt hat, nicht aber für die Bebauung allgemein. Nur zehn Prozent eines Strandes dürfen gewerblich genutzt werden. Gebäude, die auf öffent - lichem Land am Strand errichtet waren, wurden ohne Entschädigung abgerissen. Es gibt wirklich schreckliche Bausünden auf der Insel – umso positiver empfinden wir die Strandregelung. Man kann Matten, Liegen und Schirme mieten, muss sich aber nicht mehr durch Tische und Stühle einen Weg ins Wasser bahnen. Am Strand wird wieder Volleyball gespielt und Strandverkäufer nerven auch nicht mehr – vielerorts ist es gemütlicher geworden.

So sehen es auch die meisten der überwiegend pensionierten Wahl-Phuketaner, die hier den größten Teil des Jahres verbringen. Sie sehen die »Russenschwemme« gelassen, dass die Speisekarten und Werbeschilder auf Russisch übersetzt sind, finden sie normal, denn schließlich gibt’s die auf Deutsch, Englisch und Chinesisch auch. Außerdem sind in dieser und der letzten Wintersaison deutlich weniger Flieger aus Russland gelandet, die schlechte Wirtschaftslage in Russland zeigt Auswirkungen. Die Hoteliers beklagen leere Betten und hoffen, dass in der kommenden Saison wieder mehr Westeuropäer nach Phuket kommen. Gründe gibt es genug: Wo in Europa kann man im Urlaub für drei bis vier Euro essen gehen und wo auf der Welt eine ärztliche Behandlung für 15 Euro bekommen? Das günstige Preisniveau, die gute medizinische Versorgung, das Klima, die Strände und die gute Infrastruktur, all das macht für Wahl- Phuketaner die Insel lebenswert. Besorgt allerdings zeigen sie sich über den anhaltenden Bauboom.

Wer Phuket nach all den Jahren wieder einmal besucht, der findet auch heute noch unberührte Natur. Und Individualreisende landen an Stränden, deren Namen sie zuvor meist noch nie gehört haben. Die ehemals beliebten Urlaubsorte Patong, Kamala, Karon und Kata haben eine Entwicklung genommen, für die die meisten europäischen Touristen kein Verständnis aufbringen. Bleibt zu hoffen, dass die Inselregierung endlich das Abwassersystem saniert, das zum Unmut der Urlauber immer wieder kollabiert.

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