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Visumfragen

Informationspflicht

Eine in Deutschland lebende Frau aus Nicaragua hatte einen Sprachurlaub auf Malta gebucht. Die Reise endete jedoch am Düsseldorfer Flughafen, da sie kein Visum für die Insel hatte. Sie verlangte daraufhin den Reisepreis von rund EURO 4.300 zurück, da weder das Reisebüro noch der Reiseveranstalter sie über die Visumpflicht aufgeklärt hätten. Doch die Richter wiesen die Klage ab. Reiseveranstalter seien grundsätzlich nicht für solche Auskünfte haftbar (Landgericht München, AZ: 6 S 578/04).

Abflugzeiten

Mitteilung bei Änderung erforderlich

Ein Reisender ist über jede Abweichung der Abflugzeiten von den Angaben in der Reisebestätigung mit einer besonderen Mitteilung zu informieren. Im konkreten Fall war der Abflugtermin um drei Stunden vorverlegt worden. Das ausgehändigte Ticket enthielt zwar die neue Abflugzeit, die Kunden wurden aber nicht ausdrücklich darauf hingewiesen und verpaßten ihr Flugzeug. Das Landgericht Kleve verurteilte den Veranstalter zu Schadenersatz, weil die kommentarlose Übersendung des Flugtickets, trotz der darin enthaltenen neuen Abflugzeiten, keine besondere Mitteilung ist (

Günstigerer Flughafen

Informationspflicht des Reisebüros

Liegt der Wohnort eines Pauschalreisenden von zwei möglichen Abflugorten gleich weit entfernt, muss das Reisebüro ungefragt den preislich günstigeren Flughafen nennen. Im vorliegenden Fall buchte ein Ehepaar eine Pauschalreise mit Abflugort Frankfurt für insgesamt  2.059,- Euro. Von Nürnberg aus hätte die Reise nur  1.668,- gekostet. Nach Ansicht des Amtsgerichts Bad Homburg v.d.H. hat das Reisebüro seine Informationspflicht verletzt und ist in Höhe der Differenz von  364,- schadenersatzpflichtig (AZ 2 C 431/97-19).

Versicherungsbedingungen

Der Kunde muss sich selbst informieren

Ein prozesswütiger Reisender hat sein Reisebüro wegen 25,– Euro verklagt. Der Kunde hatte eine Reiserücktrittskostenversicherung abgeschlossen. Das Reisebüro hatte ihn nicht auf den Selbstbehalt in Höhe von 25,– Euro aufmerksam gemacht. Als der Versicherungsfall eintrat, musste der Kunde 25,– Euro aus eigener Tasche bezahlen und verlangte Schadenersatz. Das Gericht wies die Klage ab, der Reisende hätte sich selbst um die Versicherungsbedingungen kümmern müssen. Außerdem ist der Selbstbehalt branchenüblich (AG Köln,

Reklamation

Katalogangaben gehen vor

Reisebürokunden können sich im Zweifelsfalle bei Reklamationen nicht auf die mündlichen Angaben des Reiseverkäufers berufen. Ein Kunde verklagte den Reiseveranstalter, weil ein vom Reisebüro als »Hotel in ruhiger Lage« empfohlenes Hotel zu laut war. Der Veranstalterkatalog hatte jedoch ausdrücklich auf eine 50 m vom Hotel entfernte Ski-Bushaltestelle hingewiesen und nicht behauptet, es handele sich um ein ruhiges Haus. Klage abgewiesen (LG Frankfurt a. M., 2-24 S 290/97).

Hurrikans

Reiseveranstalter muss über Wahrscheinlichkeit informieren

Ein Reiseveranstalter ist verpflichtet, über die Gefahren eines Hurrikans im Urlaubsgebiet aufzuklären, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hurrikan auftritt, über dem langjährigen statistischen Mittel liegt. (AG Kleve, AZ: 3 C 288/99).

Autovermieter haftet

Überfall auf Touristen in Miami

< > Weil sie bei der Wagenausgabe nicht vor Miamis gefährlichen Vierteln gewarnt wurde, muss Autovermieter Alamo Wiedergutmachung in Höhe von umgerechnet mehr als 5,2 Millionen Mark an eine holländische Familie zahlen. Die Touristen waren 1996 irrtümlich auf der Fahrt zum Flughafen in eine solche Gegend geraten und überfallen worden. Die Angreifer erschossen dabei die Mutter. Die Mietwagenfirma hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Verkaufsveranstaltungen

Rückgaberecht?

Bei einem Besuch in einer Teppichfabrik in der Türkei ließ sich ein Ehepaar zwei Teppiche für EURO 45.000 andrehen. Zuhause schätzte ein Sachverständiger den tatsächlichen Wert auf EURO 7.000. Daraufhin verlangte das Ehepaar das Geld zurück. Da zwischen dem Reiseveranstalter und dem Teppichhersteller enge Geschäftsbeziehungen bestanden, gab das Gericht der Klage statt (Landgericht Tübingen, AZ: 5 O 45/03).  

Versicherungspflicht?

Sturz vor Hoteldisko

Eine Urlauberin war auf der Treppe zwischen der Terrasse und der Tanzfläche gestürzt, weil die letzten beiden Stufen nicht beleuchtet gewesen waren. Daraufhin wollte sie den Reisepreis mindern und verlangte vom Veranstalter Schmerzensgeld. Doch die Richter sahen diesen Unfall als »allgemeines Lebensrisiko« und nicht als Folge einer Verletzung der Verkehrssicherungspflicht des Veranstalters (Landgericht Düsseldorf, AZ: 16 0 5/04).

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