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Mein R&P

Keine Reisepreisminderung

Wechsel der Fluggesellschaft

Der Wechsel von einer deutschen zu einer anderen deutschen Fluggesellschaft bedingt bei einer Pauschalreise keine Reisepreisminderung (AG Kleve, AZ: 3 C 456/98).

Falsche Unterbringung

Kleineres Zimmer

Die Unterbringung in einem 1-Zimmer-Apartment statt wie gebucht in zwei Zimmern rechtfertigt eine Reisepreisminderung um 25 % (AG Bad Homburg, AZ: 2 C 182/98).

Fehlerhafte Angaben

Reisebüros haften nicht immer

Ein Reiseveranstalter haftet nicht für fehlerhafte Angaben eines Reisebüros, wenn diese im offenen Widerspruch zu den Beschreibungen im Reisekatalog stehen. (LG Hannover, AZ 8 S 189/95).

Reiserücktrittsversicherung

Reise unverzüglich stornieren

Wer vor Beginn der Reise erkrankt und eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hat, sollte unverzüglich stornieren. Ansonsten kann der Versicherungsschutz verfallen. Ein Kunde musste sechs Wochen vor einer geplanten Kreuzfahrt ins Krankenhaus, die Reise aber erst drei Wochen vor dem Reisetermin stornierte. Zu spät, urteilten die Richter. Der Kunde musste die Stornokosten deshalb selbst tragen (AG Koblenz, AZ 14 C 1798/96).  

Billigreisen

Abstriche bei Komfort und Pünktlichkeit

Bei einer Pauschalreise für 325,– Euro in die Türkei seien selbst ein um sechs Stunden verspäteter Abflug und das Fehlen jeglichen Services an Bord kein Reisemangel.  Es sind hinzunehmende Unzulänglichkeiten (AG Düsseldorf, AZ 46 C 548/97).

Schnellere Abwicklung

Dringende Faxbuchung darf nicht liegenbleiben

Bucht ein Reisender per Fax in einem Reisebüro und bittet um schnellstmögliche Antwort, muss das Reisebüro binnen vier Tagen reagieren. Ansonsten kann die Agentur keine Stornogebühren verlangen, auch wenn nach den Allgemeinen Reisebedingungen das Reisebüro zehn Tage Zeit zur Bestätigung hat. Sei es dem Kunden dringlich, könne er eine schnellere Abwicklung erwarten, so die Richter (AG Frankfurt a.M., AZ 31 C 2672/88).

Reiseabbruchversicherung

Eingeschränkte Aufklärungspflicht

Die Informationspflicht des Reisebüros umfaßt nur die Aufklärung über die Reiserücktrittskosten- und Reisekrankenversicherung. Ein Reisebüro hatte einen Kunden nicht über eine Reiseabbruchversicherung informiert.Wegen einer Verletzung wurde der Urlaub abgebrochen. Die Versicherung zahlte nur den vorzeitigen Rückflug. Der Kunde verklagte daraufhin das Reisebüro auf Zahlung des Differenzbetrages zum vollen Reisepreis. Die Klage wurde abgewiesen. Das Reisebüro sei seiner Informationspflicht nachgekommen. Eine weitergehende Pflicht bestehe nur, w

Insolvenz des Schuldners

Ehepartner haftet nicht für Stornokosten

Ein Unternehmer hatte für sich und seine Frau eine Reise auf die Malediven gebucht. Er ging pleite, stornierte die Reise und konnte die Stornokosten nicht zahlen. Der Reiseveranstalter versuchte nun, sein Geld bei der Ehefrau einzutreiben, scheiterte aber vor Gericht. Gläubiger können sich nur bei »Geschäften zur Deckung des täglichen Lebensbedarfs« ohne weiteres an den Ehepartner des Schuldners wenden (OLG Köln, AZ 2 U 86/90).  

Frankfurter Tabelle

Keine gleichen Schadensersatzansprüche

Die Frankfurter Tabelle ist nicht immer massgeblich für die Höhe von Schadensersatzansprüchen. Wer im Reisebüro eine Reise bucht, bei der die Auswahl des Hotels dem Veranstalter überlassen bleibt, hat bei einem vorliegenden Reisemangel nicht die gleichen Schadensersatzansprüche nach der sogenannten »Frankfurter Tabelle« wie beim Kauf eines regulären Katalogangebotes. Bei diesen Sonderangeboten könnten an die Unterkunft nicht die gleichen Anforderungen gestellt werden bei Angeboten, bei denen das Hotel von vornherein feststeht und im Katalog

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