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Entgangene Urlaubsfreuden

Balkonien statt Mombasa

Großes Pech hatten Passagiere, die von München über Frankfurt nach Mombasa reisen wollten. Am Flughafen München hatten Mitarbeiter die Einstiegstreppe am Flugzeug so verkeilt, dass es zu größeren Reparaturen kam. Der nächste Flug von Frankfurt nach Mombasa ging erst in drei Tagen – bei einer Gesamtreisedauer von einer Woche inakzeptabel. Der Veranstalter erstattete den Reisepreis, Schadensersatz für entgangene Urlaubsfreuden gab es jedoch nicht. Landgericht Frankfurt am Main, 17.6.2010, Aktenzeichen: 24 S 243/09

Falscher Kraftstoff

Wasser statt Diesel im Tank

Eine böse Überraschung erlebte eine Familie bei ihrer Wohnmobilreise durch Australien. Bei der Fahrzeugübergabe war ihnen ein Kanister ausgehändigt worden, in dem sich laut Auskunft der Autovermietung Kraftstoff befinden sollte, der aber tatsächlich Wasser enthielt. Die Tankauffüllung führte zu einem Motorschaden und Kosten von € 2.700. Den Schaden musste der Reiseveranstalter ersetzen, der sich das Verhalten des Fahrzeugvermieters zuzurechnen hatte. Landgericht Frankfurt am Main, 26.7.2010, Aktenzeichen: 2-24 S 141/09

Barzahlungen?

Keine Gebühren für Kartenzahlung

Eine Airline darf zwar in ihren Allgemeinen Beförderungsbedingungen regeln, dass sie keine Barzahlungen für Flugscheine oder die Beförderung von Übergepäck und Sportausrüstung akzeptiert. Sie darf dann aber für Kartenzahlungen keine Gebühren verlangen. Bundesgerichtshof, 28.5.2010, Aktenzeichen: Xa ZR 68/09

Betrunkener Passagier

Airline muss nicht befördern

Weigert sich eine Fluggesellschaft, einen alkoholisierten Passagier, der sich auffällig verhält, zu befördern, kann dieser keinen Anspruch auf eine Ausgleichzahlung wegen Nichtbeförderung geltend machen. Amtsgericht Rostock, 9.4.2010, Aktenzeichen: 48 C 292/09

Flugzeitänderung

Kunde muss sich selbst informieren

Wer Monate im Voraus über ein Reisebüro einen Flug bucht, muss sich selbst über eventuelle Flugzeitänderungen informieren. Zwar ist ein Reisebüro verpflichtet, Flugzeitänderungen an den Kunden weiterzugeben. Verpasst der Reisende seinen Flug, muss er sich allerdings ein Mitverschulden von 30 % anrechnen lassen, wenn er sich nicht selbst schlaugemacht hat. Amtsgericht Hamburg-Altona, 19.1.2010, Aktenzeichen: 316 C 151/09

Zubringerflug

BGH stärkt Rechte von Flugreisenden

Fluggästen, die wegen der Streichung ihres Zubringerfluges den Anschlussflug mit der gleichen Airline verpassen, steht eine Entschädigung nach der EU-Fluggastrechteverordnung für die gesamte Strecke zu. Nicht nur für den Zubringerflug. Geklagt hatte ein Reisender, der wegen der Annullierung seines Fluges von Berlin nach Amsterdam den Weiterflug nach Curaçao verpasste und dort erst einen Tag später ankam. Die Richter bestätigten einen Anspruch auf € 600. Bundesgerichtshof, 14.10.2010, Aktenzeichen: Xa ZR 15/10

Kleiderordnung

Verpflichtung zu langer Hose kein Reisemangel

Wird ein Reisender in einem gehobenen Hotel aufgefordert, zum Abendessen statt einer dreiviertellangen Hose eine lange zu tragen, stellt das keinen Reisemangel dar, entschied das Amtsgericht München. Dies sei zur Schonung des ästhetischen Empfindens anderer Gäste üblich, im Reisekatalog müsse nicht extra darauf hingewiesen werden. Amtsgericht München, 16.6.2010, Aktenzeichen: 223 C 5318/10

Flexible Preisangaben

Im Katalog zulässig?

Ein tagesaktuelles Preissystem, bei dem sich der Reiseveranstalter im Katalog für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge und -abschläge bis zu € 50 je Strecke vorbehält, verstößt nicht gegen geltendes Preisrecht. Bundesgerichtshof, 29.4.2010, Aktenzeichen: I ZR 23/08

Flugzeug beschädigt

Airline haftet für Verspätung

Wird ein Flugzeug beim Schleppen zum Abfluggate beschädigt, muss die Airline für eine dadurch resultierende Verspätung haften. Die Vorbereitung des Flugzeugs ist kein außergewöhnlicher Umstand, der die Haftung für Verspätungen ausschließt. Amtsgericht Frankfurt am Main, 3.2.2010, Aktenzeichen: 29 C 2088/09

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