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Meilen verfallen

Unwirksame Klausel in Flugmeilenprogramm

Stellt eine Fluggesellschaft ihr Prämienprogramm ein und kündigt dem Kunden, dürfen die bis dahin gesammelten Punkte nicht innerhalb eines halben Jahres verfallen. Der Kläger hatte bereits 54.000 Meilen gesammelt und eigentlich fünf Jahre Zeit gehabt, diese abzufliegen. Die AGB der Airline sahen allerdings vor, dass die Meilen bei einer Kündigung nur sechs Monate Gültigkeit behalten sollten. Zu Unrecht. Diese Klausel benachteilige den Fluggast unangemessen und sei daher unwirksam. Bundesgerichtshof, 28.1.2010, Aktenzeichen: Xa ZR 37/09

Gepäckverlust

Gepäckverlust - Airline haftet nur bis € 1.135

Airlines haften bei Gepäckverlust nur bis maximal € 1.135. Das hat der Europäische Gerichtshof im Falle eines Fluggastes entschieden, der € 3.200 eingeklagt hatte: € 2.700 für das Gepäck und € 500 für den immateriellen Schaden. Im Montréaler Abkommen sind jedoch € 1.135 festgelegt. Eine höhere Entschädigung komme nur in Betracht, wenn der Fluggast den höheren Wert seines Gepäcks extra versichern lässt. Europäischer Gerichtshof, 6.5.2010, Rechtssache C-63/09.

Sturz im Hotel

Veranstalter haftet für Stolperfalle

Stürzt ein Hotelgast über eine vier bis fünf Zentimeter hohe, zwischen Zimmerflur und Hotelzimmer befindliche Stufe, die nicht besonders kenntlich gemacht ist, haftet der  Reiseveranstalter für die entstandenen Verletzungen. Oberlandesgericht Hamm 23.6.2009, Az: I-9 U 192/08

Billigreise

Keine hohen Ansprüche stellen

Urlauber, die eine zweiwöchige Reise für € 589 pro Person in ein türkisches All-inclusive-Hotel mit drei Sternen (Landeskategorie) buchen, müssen gewisse Abstriche bei Komfort und Hygiene in Kauf nehmen. So sei es entschädigungslos hinzunehmen, dass das Badezimmer »geringfügige Schimmelstellen« aufweise, »kleine Flecken von Kaffee« auf der Tischdecke zu sehen und die Stühle aus Plastik seien. Landgericht Düsseldorf, 21.8.2009, Az: 22 S 93/09

Preisminderung

Bartoli ist nicht Netrebko

Urlauber bekamen eine Reisepreisminderung von 40 Prozent zugesprochen. Ihnen war als Höhepunkt einer fünftägigen Toskanareise zum Preis von € 2.286 pro Person ein Konzert mit der Sopranistin Anna Netrebko versprochen. Die Urlauber hörten stattdessen Cecilia Bartoli. Für den Urlauber sei es zentraler Zweck der Reise gewesen, Anna Netrebko einmal in kleinem Rahmen zu hören und persönlich zu treffen. LandgerichtHannover, 23.6.2009,Az:18S 74/08

Zug zum Flug

Eigenes Risiko

Bietet ein Reiseveranstalter in Kooperation mit der Bahn einen »Zug zum Flug« an, kann ihn der Reisende nicht dafür haftbar machen, wenn er wegen einer Zugverspätung seinen Flug  verpasst. Im vorliegenden Fall hatte der Veranstalter ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es bei öffentlichen Verkehrsmitteln zu Verspätungen kommen könne und der Reisende selbst für seine pünktliche Ankunft am Flughafen verantwortlich sei. Landgericht Hannover, 2.10.2009, Az: 4 S 21/09

Konditions-/Trittschwächen

Kritische Selbsteinschätzung gefragt

Wer an einer mehrtägigen Trekkingtour auf einer Vulkaninsel im Indischen Ozean teilnehmen will, sollte fit sein. Entscheidet ein erfahrener Reiseleiter, einen Reisenden wegen Konditions- und Trittschwächen nicht mitzunehmen, hat der Traveler keinen Anspruch auf Rückerstattung des Reisepreises. Das Leistungshindernis kommt ausschließlich aus dem Bereich des Reisenden, der Reiseveranstalter behält seinen Anspruch auf den Reisepreis. Landgericht Kempten, 4.9.09, Az: 53 S244/09

Verlust beweisen

Aufpassen bei der Sicherheitskontrolle

Gehen bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen teure Wertgegenstände verloren, hat der Fluggast nur dann einen Anspruch auf Schadensersatz, wenn er den Verlust beweisen kann. So ging ein Passagier leer aus, der seine Rolex zum Durchleuchten in eine Schale gelegt, aber nicht wieder erhalten hatte. Er verklagte die Bundespolizei, in deren Auftrag die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma arbeiteten. Doch leider hatte niemand gesehen, wie er die Uhr abgelegt hatte. Da die Richter nicht ausschließen konnten, dass ein anderer Passagier lange Finger gemacht hatte, wiesen sie die Klage ab. Ob

Irreführende Preisangaben

Bußgelder werden fällig

Airlines und Reiseveranstaltern, die mit undurchsichtig gestalteten Flugschnäppchen locken, droht künftig eine saftige Strafe. Der Bundesrat hat am 18.9.2009 einer Änderung der Luftverkehrs- Zulassungs-Ordnung zugestimmt, die für irreführende Preisangaben Bußgelder von bis zu 25.000 Euro vorsieht. Demnach müssen künftig neben dem Endpreis auch die Steuern, Flughafengebühren und sonstige Zuschläge gesondert ausgewiesen werden.

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