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Skyways pleite

Schlechte Aussichten für betroffene Kunden

Kunden der schwedischen Fluglinie Skyways dürften es nach deren Insolvenz schwer haben, Geld für gebuchte Flüge zurückzubekommen. Warum Betroffene trotzdem handeln müssen, erklärt eine Reiseexpertin.

Grundsätzlich hätten Fluggäste in diesem Fall zwar Ansprüche, diese rangierten im Insolvenzverfahren aber sehr weit hinten, sagte die Reiseexpertin Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg.
Trotzdem sollten Betroffene sich umgehend an die Fluglinie wenden und entweder die Rückzahlung des Flugpreises oder eine zeitnahe Ersatzbeförderung fordern. Wer im Internet gebucht habe, sollte das per E-Mail machen, ansonsten im Reisebüro oder beim Reiseveranstalter, der den Flug organisiert hat. Auch sollten Kunden verfolgen, ob auf der Webseite des Unternehmens Kontaktdaten oder weitere Informationen bekanntgegeben werden.
Skyways hatte am Dienstag (22. Mai) einen Insolvenzantrag gestellt und sämtliche anstehenden Linienflüge abgesagt. »Es ist sehr traurig für das Unternehmen und die Passagiere, die direkt betroffen sein werden«, bedauerte Unternehmenschef Mikael Wångdahl den Schritt in einer Stellungnahme auf der Webseite von Skyways. »Die Kontaktinformationen werden bald erneuert« hieß es dort zudem. Skyways hatte bisher rund 20 Flughäfen in Schweden und einigen Nachbarländern angeflogen. Auch Verbindungen von Berlin-Tegel ins schwedische Jönköping hatten kurzzeitig auf dem Plan gestanden.

Skyways-Mitteilung zur Insolvenz auf Schwedisch und Englisch

(24.05.12, dpa/tmn)

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