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Fluggastrechte

EU will die Fluggäste künftig schlechter stellen

Die EU will Fluggäste schlechter stellen. Darauf weist die European Passengers Federation (EPF) hin, die europäische Dachorganisation von derzeit 30 nationalen und regionalen Fahrgastverbänden aus 19 Ländern.

Danach verliert durch die geplante Revision der EU-Fluggastrechte-Verordnung jeder zweite betroffene Passagier in Zukunft seine Ansprüche.

»Bislang entsteht ein Anrecht auf Entschädigung ab einer Flugverspätung von drei Stunden«, so Reiserechtler Professor Ronald Schmid. »Künftig soll die Obergrenze auf fünf Stunden oder mehr angehoben werden«. Auch wolle die EU-Kommission die Länge der Flugstrecke, von der die Höhe der Entschädigung abhängt, »deutlich anheben«.

In der Politik regt sich allerdings Kritik. »Es ist inakzeptabel, dass die Revision für den Ausverkauf der bereits bestehenden Verbraucherrechte missbraucht wird«, sagt beispielsweise Michael Cramer, EU-Parlamentarier und verkehrspolitischer Sprecher der Grünen. Anstatt sich für eine bessere Einhaltung der bestehenden Regelungen einzusetzen, knicke die Kommission vor der Airline-Lobby ein. Cramer fordert in diesem Zusammenhang eine bessere Informationspolitik und die Einrichtung unabhängiger Schlichtungsstellen.

(11.09.13, tdt)

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