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Flugsicherheit

Am Boden steigt das Risiko

Zwar schrumpfte der Luftverkehr in Deutschland 2012 um 2,2 Prozent auf exakt 2.993.866 Flüge. Doch am Boden ging es - so zeigen Zahlen der Deutschen Flugsicherung (DFS) – vergleichsweise hoch her: 78 Mal hatten startende oder landende Flugzeuge keine freie Bahn - 2011 gab es 66 und 2010 lediglich 52 Vorfälle dieser Art.

Die meisten der so genannten »Runway Incursions« – dabei befindet sich ein Flugzeug, ein Fahrzeug oder ein Mensch im Schutzbereich der für Start oder Landung bestimmten Fläche – gingen wieder auf das Konto der Piloten: Die Flugzeugführer verursachten 77 Prozent aller Vorfälle, nachdem sie 2011 für 68 Prozent und im Jahr davor für 60 Prozent des Kollisionsrisikos verantwortlich waren.
Über dem deutschen Luftraum bestand im vergangenen Jahr drei Mal die akute Gefahr eines Zusammenstoßes von Jets – genau so oft wie 2011. Doch 2010 hatte es nur eine gefährliche Flugzeugannäherung dieser heiklen Kategorie A (»unmittelbare Gefährdung«) gegeben. Ein Beinahe-Crash der nicht ganz so dramatischen Kategorie B (»Sicherheit nicht gewährleistet«) blieb im vergangenen Jahr aus – einen hatte es 2011 und zwei 2010 gegeben.
Dass die Sicherheitslage stabil ist, verdeutlicht vor allem die Kategorie A: 2001 etwa wurden noch zehn Vorfälle registriert – neben fünf weiteren der Kategorie B. Auch im langfristigen Trend sind die Werte äußerst positiv: 1975 wurden 104 »Near Misses« der Kategorie A und 106 der Kategorie B gezählt – aber erst 744.000 Flüge.

(29.07.13, tdt)

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