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Urlaubssouvenirs

Zoll warnt vor Fröschen und Schlangen

Lebende Frösche aus dem Regenwald, eingelegte Schlangen und Elfenbein-Schnitzereien: Zum Start der Urlaubssaison warnen Zoll und Umweltschützer vor illegalen Mitbringseln. Ein App hilft, unerlaubte Souvenirs zu erkennen.

Vorsicht mit exotischen Mitbringseln aus dem Ausland: Souvenirs von bedrohten Tier- oder Pflanzenarten können für Reisende teuer werden. Außerdem gefährden sie den Bestand zusätzlich, warnen Zoll und Umweltschützer. »Mit der Nachfrage in den Urlaubsländern werden die Händler animiert, diese Souvenirs weiterhin anzubieten und der perfide Handel geht weiter«, sagte Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk in München. Oft griffen Touristen aus Unwissenheit zu solchen Mitbringseln, erläutert WWF-Sprecher Jörn Ehlers. Das schütze sie aber nicht vor Strafe. Eine kostenlose Smartphone-App soll vor illegalen Souvenirs warnen. Das vom Zoll konzipierte Programm funktioniert auch ohne Internetverbindung.
Zollbeamte finden bei Urlaubsheimkehrern immer wieder verbotene Mitbringsel. 2012 wurden den Angaben zufolge rund 4000 Waren sichergestellt, in denen unerlaubte Tierteile enthalten waren, darunter Rheumapflaster mit Affenhoden und Kobras in Reisschnaps.
Neben Artenschutzverstößen bereitet dem Zoll die Markenpiraterie immer größere Sorgen. 2012 seien allein in München 235.000 gefälschte Artikel im Warenwert von vier Millionen Euro sichergestellt worden.
Info-Broschüre vom Zoll
Mehr zum Thema vom WWF

(04.07.13, dpa/tmn)

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