Fernsehprogramm - Das REISE-TV-Programm Reisekataloge kostenlos bestellen Reiserücktrittsversicherungen im Test
Folgen:
Mein R&P

Absteige

Geld zurück!

Eine fünfköpfige Gruppe hatte eine Reise nach Helsinki gebucht und eine Unterkunft aus der Kategorie »Hotels und Apartments« gewählt. Dahinter verbarg sich eine Jugendherberge, in der es zwei Sanitärräume für 27 Zimmer gab. Wegen der »unklaren Bezeichnung« musste der Veranstalter 20 Prozent des Reisepreises von 4.831 Euro, zurückzahlen (Landgericht Arnsberg, AZ: 5 S 115/06).

Weckanruf

Geld für verpatzten Weckdienst

Urlauber verpassten einen Rückflug von den Kanaren, weil der Weckanruf des Hotels zu spät kam. Da ein unzuverlässiger Weckdienst einen Reisemangel darstellt, musste der Reiseveranstalter die neugekauften Tickets ersetzen. Allerdings nur zur Hälfte, denn die Urlauber hätten sich zusätzlich einen Wecker stellen müssen (Amtsgericht Duisburg, AZ: 51 C 6214/05).

Bustransfer

Koffer weg

Geht auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel ein Koffer verloren, muss der Reiseveranstalter dafür einen Schadensersatz zahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gepäckstück unterwegs gestohlen oder vom Busfahrer am Flughafen stehen gelassen worden ist (Landgericht Frankfurt, AZ:2-24 S 286/05).

Reisemangel

Unterkunft belegt

Weil die Unterkunft in Hurghada durch ein Politiker-Treffen belegt war, wurde eine Tauchergruppe in einem 2-Sterne-Hotel in der Innenstadt untergebracht. Nachdem die Reiseleitung auch am folgenden Tag keine adäquate Unterbringung gefunden hatte, reiste die Gruppe ab und klagte auf Erstattung des Reisepreises. Das AG Frankfurt sah einen gravierenden Reisemangel vorliegen und verurteilte den Veranstalter, den vollen Reisepreis zu erstatten (AG Frankfurt, AZ 29 C 363/97).  

Israelischer Einreisestempel

Urlauber in die Wüste geschickt

Wird einem Urlauber die Einreise in ein arabisches Land wegen eines israelischen Einreisestempels im Reisepass verweigert, trägt er Mitschuld. Ein Ärzteehepaar hatte für eine Sahara-Reise von der libyschen Botschaft Visa erhalten, scheiterte aber an der Immigration vor Ort. Da die Reise geplatzt war, zahlte der Veranstalter den vollen Reisepreis von rund EURO 5.112 plus einer Entschädigung in Höhe von EURO 930 zurück. Das war dem Mann aber nicht genug, er zog für einen zusätzlichen »Schadensersatz für die vertane Urlaubszeit« vor Gerich

Ungeziefer

Unerwünschte Hotelgäste

Eine Familie verbrachte ihren Malaga-Urlaub im Hotelzimmer mit übermäßig vielen Ameisen und Kakerlaken und bekam eine Reisepreisminderung von 15 Prozent zugesprochen. Die Plage konnte trotz Beschwerde bei der Reiseleitung nicht eingedämmt werden (Amtsgericht Baden-Baden, AZ: 16 C 89/04). Diebstähle aus dem Hotelzimmer hingegen gehören zum »allgemeinen Lebensrisiko«, urteilte das Landgericht Duisburg (AZ: 12 S 23/05).

Lebensrisiko

Sturz in Hotelhalle

Eine Urlauberin war in der Hotelhalle gestürzt, weil das durch Regenfälle in die Lobby gelaufene Wasser nicht aufgewischt worden war. Sie zog sich einen komplizierten Fußknöchelbruch zu und verklagte den Veranstalter auf Vernachlässigung der Verkehrssicherungspflicht. Die Richter wiesen die Klage ab, weil eine solche Sturzgefahr zu den allgemeinen Lebensrisiken gehöre und den Veranstalter kein Verschulden treffe (Landgericht Duisburg, AZ: 4 O 228/04).

Schadensersatz und Schmerzensgeld?

Knöchelbruch am Pool

Ein stark angetrunkener Hotelgast brach am Pool in ein defektes Ablaufgitter ein und brach sich den Knöchel. Wegen des alkoholbedingten Mitverschuldens wollte der Veranstalter weder Schadensersatz noch Schmerzensgeld zahlen. Das sahen die Richter an-ders, weil der Urlauber auch nüchtern hätte einbrechen können. Wenn ein derartiger Schaden nicht behoben werde, sei der Veranstalter verantwortlich (Landgericht Köln, AZ: 11 S 81/04).

Badezimmer teilen

Urlauber müssen diesen Umstand nicht hinnehmen

Ein Ehepaar hatte ein Doppelzimmer mit Badezimmer zur Alleinbenutzung gebucht. Das Hotel brachte es jedoch in einer Suite unter, in der es das Badezimmer mit den Gästen des zweiten Zimmers teilen musste. Die Richter waren der Ansicht, dass Urlauber, die ein Doppelzimmer gebucht hätten, es nicht hinnehmen müssten, das Bad mit anderen zu teilen (Landgericht Düsseldorf, AZ: 22 S 185/03).

Toogle Right