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Verkaufsveranstaltungen

Rückgaberecht?

Bei einem Besuch in einer Teppichfabrik in der Türkei ließ sich ein Ehepaar zwei Teppiche für EURO 45.000 andrehen. Zuhause schätzte ein Sachverständiger den tatsächlichen Wert auf EURO 7.000. Daraufhin verlangte das Ehepaar das Geld zurück. Da zwischen dem Reiseveranstalter und dem Teppichhersteller enge Geschäftsbeziehungen bestanden, gab das Gericht der Klage statt (Landgericht Tübingen, AZ: 5 O 45/03).  

Versicherungspflicht?

Sturz vor Hoteldisko

Eine Urlauberin war auf der Treppe zwischen der Terrasse und der Tanzfläche gestürzt, weil die letzten beiden Stufen nicht beleuchtet gewesen waren. Daraufhin wollte sie den Reisepreis mindern und verlangte vom Veranstalter Schmerzensgeld. Doch die Richter sahen diesen Unfall als »allgemeines Lebensrisiko« und nicht als Folge einer Verletzung der Verkehrssicherungspflicht des Veranstalters (Landgericht Düsseldorf, AZ: 16 0 5/04).

Ungesichertes Absaugrohr

Schmerzensgeld bei Badeunfall

Ein elfjähriger Junge war in einem Hotelschwimmbad mit Wasserrutsche in Griechenland ertrunken, weil er von einem ungesicherten Absaugrohr unter Wasser gezogen worden war. Das Kölner Landgericht sprach nun seiner Familie mehr als € 70.000 Schmerzensgeld und Schadensersatz zu. Ein Veranstalter müsse für Sicherheitsmängel an sämtlichen Freizeiteinrichtungen der von ihm angebotenen Hotels haften (Landgericht Köln, AZ: 8 O 264/04).

Trotz Ankündigung

Fehlender deutschsprachiger Guide

Fünf Prozent des Reisepreises können Urlauber zurückverlangen, wenn trotz Ankündigung keine deutschsprachige Reiseleitung vor Ort ist. Das gilt auch auf Kreuzfahrtschiffen, selbst wenn die Reiseleitung hauptsächlich für organisatorische Fragen wie Landausflüge zuständig ist und die Reisenden kaum Bedarf an einem Guide haben (Landgericht Frankfurt, AZ: Az.: 2/24 S 377/01).

Fall vom Gepäckwagen

Veranstalter haftet nicht für Sturz

Ein Urlauber war nach Ankunft in seinem Hotel in Mexiko auf einem Gepäckwagen mitgefahren, der sein Gepäck zum Zimmer brachte. Dabei fiel er vom Wagen und verletzte sich. Schmerzensgeld vom Veranstalter erhielt er dafür jedoch nicht. Der Gepäcktransport sei nicht Teil des Reisevertrages, befanden die Richter, außerdem sei ein Gepäckwagen nicht für den Personentransport vorgesehen (Amtsgericht Bad Homburg, AZ: 2 C 297/04 [15]).

Giftschlange in Unterkunft

Allgemeines Lebensrisiko

Das vereinzelte Auftreten einer Giftschlange in einer Unterkunft in Afrika stellt keinen Reisemangel dar, sondern die Verwirklichung des allgemeinen Lebensrisikos.strong (LG Frankfurt, AZ 2/24 S 195/96).  

Kein Reisemangel

Insekten in der Natur

In einem Ferienhaus auf einem Naturgrundstück begründet das Auftreten von Insekten und Ameisen keinen Reisemangel. (AG Kiel, Az: 108 C 79/96).

Verkehrsunfall

Landesüblicher Sicherheitsstandard

Passiert beim Transfer vom Flughafen zum Hotel ein Verkehrsunfall, muss der Zustand des Fahrzeuges am landesüblichen Sicherheitsstandard und nicht am deutschen Standard gemessen werden. (AG Frankfurt/M., AZ 29 C 193/98-68).  

Ersatzbeförderung

Bus statt Flieger

Wird ein Reisender statt per Inland-Transfer-Flug mit einem klimatisierten Reisebus befördert, liegt kein Reisemangel vor.  Solange die Ersatzbeförderung lediglich drei Stunden dauert und damit nicht wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als ein Flug inkl. Einchecken und Gepäckabfertigung (AG Bonn, AZ 18 C 140/96).

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