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Lärmpegel

Einheimische sind kein Reisemangel

Es stellt keinen Reisemangel dar, am Strand des Urlaubsortes auf Einheimische zu treffen. Auch dann nicht, wenn diese beim Feiern einen gewissen Lärmpegel erzeugen. (AG Aschaffenburg, AZ 13 C 3517/95).  

Kein Reisemangel

Überqueren einer Straße

Wird in einem Katalog die Entfernung des Hotels vom Strand mit 350 m angegeben, kann der Reisende nicht davon ausgehen, dass er keine Straße überqueren muss, um zum Strand zu kommen. Besonders in den dichtbesiedelten Küstenstreifen der Mittelmeerländer ist mit stark befahrenen Straßen zu rechnen. (AG Düsseldorf, AG 231 C 17715/96).

Cluburlaub

Unerlaubt umquartiert

Die Unterbringung in einem normalen Hotel statt in einem Club stellt einen Mangel dar, der eine Minderung von 40 % rechtfertigt. Clubunterbringung erfolgt normalerweise in einem von Stadt und Verkehr abgegrenzten Gebiet mit unmittelbarem Zugang zum Meer und einem vielfältigen Sport- und Unterhaltungsprogramm (AG Düsseldorf, AZ 25 C 11961/96).

Tauglichkeit einer Reise

Reisemangel trotz Luxusunterkunft

Die Unterbringung in einem 5-Sterne-Hotel mit 1.100 Betten statt in einem 3-Sterne-Hotel mit 95 Betten stellt einen Reisemangel dar und rechtfertigt eine Preisminderung von 20 %. Danach kann die Tauglichkeit einer Reise grundsätzlich auch dann beeinträchtigt sein, wenn der Veranstalter eine höherwertige Leistung erbringt. Im vorliegenden Fall kamen Minderungen hinzu. Zum einen, weil der Strand aus groben Steinen bestand und nicht, wie beim vorgesehenen kleineren Hotel, aus Sand und Kieseln. Zum anderen wegen Lärmbelästigung bis 24:00 Uhr, die von der hoteleigenen Show

Erstattung

Kein deutschsprachiger Reiseführer

Wird in einem Prospekt ein deutschsprachiger Reiseführer versprochen, spricht der Führer vor Ort tatsächlich jedoch kein Deutsch, begründet dies einen Reisemangel. Im konkreten Fall musste der Veranstalter 20 Prozent des Reisepreises erstatten (AG Frankfurt a.M., AZ 32 C 1201/97-19).

Arztbesuche

Geld nur gegen Originalrechnung

Wer sich im Ausland ärztlich behandeln lässt, muss zwecks Kostenerstattung der Reisekrankenversicherung auf jeden Fall eine Originalrechnung des Arztes oder des Krankenhauses einreichen. Das Risiko, eine Originalrechnung nicht vorlegen zu können, geht allein zu Lasten des Versicherten (AG München, AZ 113 C 1653/97).

Gewisse Toleranz erforderlich

Kein Geld für murrende Pauschareisende

Für einen um 45 Minuten verspäteten Hoteltransfer und eine Stechmückenplage am Hotelstrand in der Dom. Republik wollte eine Familie ein Schmerzensgeld in Höhe von 4.750 Euro einklagen. Dies waren über 50 Prozent mehr als sie für die Reise bezahlt hatte. In der ersten Instanz wurde ihr 900,– Euro zugebilligt. In der Berufung bekam sie gar nichts mehr zugesprochen: Bei Verspätungen müsse eine gewisse Toleranz erwartet werden können. Und Mücken seien erst Recht kein Reisemangel, sondern schlicht »Naturgegebenheiten, die hinzunehm

Kenia

Urlaub unter Soldaten

Wie zu Zeiten des Somalia-Krieges fühlte sich eine Kenia-Urlauberin und klagte. Während des kompletten zweiwöchigen Urlaubs waren in der von ihr gebuchten Ferienanlage in Mombasa fast 1.000 Marine-Soldaten einquartiert, die an einer militärischen Übung teilnahmen. Die Landser patrouillierten auch am Strand mit ihren Waffen. Die Klägerin erhielt eine Reisepreisminderung von 40 Prozent zugesprochen. In der Urteilsbegründung heißt es, dass Reisende erwarten könnten, in einem Urlaubshotel Gleichgesinnte oder Geschäftsleute anzutreffen. (AG Kö

Getränke nur gegen Trinkgeld

Hand aufhalten bringt Geld

Zwei Urlauber mussten in ihrer All-inclusive-Ferienanlage immer erst ein Trinkgeld auf den Tresen legen, um Getränke serviert zu bekommen. Das Gericht fand es unerhört, dass Personal für bereits bezahlte Leistungen zusätzlich Trinkgeld haben wollte. Die Kellner hätten damit den Hotelservice »in unzumutbarer Weise verschlechtert«. Die Reisenden erhielten eine Reisepreisminderung von fünf Prozent. (AG Köln, AZ 122 C 171/00)

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