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Zubringerflug

BGH stärkt Rechte von Flugreisenden

Fluggästen, die wegen der Streichung ihres Zubringerfluges den Anschlussflug mit der gleichen Airline verpassen, steht eine Entschädigung nach der EU-Fluggastrechteverordnung für die gesamte Strecke zu. Nicht nur für den Zubringerflug. Geklagt hatte ein Reisender, der wegen der Annullierung seines Fluges von Berlin nach Amsterdam den Weiterflug nach Curaçao verpasste und dort erst einen Tag später ankam. Die Richter bestätigten einen Anspruch auf € 600. Bundesgerichtshof, 14.10.2010, Aktenzeichen: Xa ZR 15/10

Flugzeug beschädigt

Airline haftet für Verspätung

Wird ein Flugzeug beim Schleppen zum Abfluggate beschädigt, muss die Airline für eine dadurch resultierende Verspätung haften. Die Vorbereitung des Flugzeugs ist kein außergewöhnlicher Umstand, der die Haftung für Verspätungen ausschließt. Amtsgericht Frankfurt am Main, 3.2.2010, Aktenzeichen: 29 C 2088/09

Meilen verfallen

Unwirksame Klausel in Flugmeilenprogramm

Stellt eine Fluggesellschaft ihr Prämienprogramm ein und kündigt dem Kunden, dürfen die bis dahin gesammelten Punkte nicht innerhalb eines halben Jahres verfallen. Der Kläger hatte bereits 54.000 Meilen gesammelt und eigentlich fünf Jahre Zeit gehabt, diese abzufliegen. Die AGB der Airline sahen allerdings vor, dass die Meilen bei einer Kündigung nur sechs Monate Gültigkeit behalten sollten. Zu Unrecht. Diese Klausel benachteilige den Fluggast unangemessen und sei daher unwirksam. Bundesgerichtshof, 28.1.2010, Aktenzeichen: Xa ZR 37/09

Rücklflugprobleme

Airline haftet

Ein Pauschalurlauber erfuhr in der Dominikanischen Republik, dass der Rückflug überbucht sei. Mit einem Ersatzflug kam er zehn Stunden später als vorgesehen zu Hause an und klagte gegen die Airline. Das Gericht sprach ihm 600 Euro Schadenersatz zu, da er trotz gebuchtem und bestätigtem Flug nicht befördert worden war (Amtsgericht Düsseldorf, AZ: 39 C 9179/06).

Flugausfall

Veranstalter kontaktieren

Eine Pauschalurlauberin erfuhr am Flughafen, dass ihr Flug nach Korsika nicht stattfinden könne, da die Airline Konkurs gegangen sei. Statt zum Reiseveranstalter Kontakt aufzunehmen, buchte sie eigenmächtig einen Flug, dessen Kosten sie dem Reiseveranstalter in Rechnung stellte. Ohne Erfolg, denn der Veranstalter hatte drei Stunden später einen Flug inklusive Bustransfer organisiert (Amtsgericht Neuwied, AZ: Az.: 16 U 41/044 C 700/04).  

Preisminderung

Andere Fluggesellschaft

Wird der Flug mit einer anderen als in der Buchungsbestätigung angegebenen Fluggesellschaft durchgeführt, ist der Reisende zur Minderung berechtigt AG Bonn, AZ 4 C 396/96).

Entschädigung

Überbuchungen

Airlines müssen für Überbuchungen zahlen, auch wenn sie ihren Firmensitz außerhalb der EU haben. Kann ein Passagier nicht mitfliegen, weil die Airline überbucht hat, steht ihm in jedem Falle eine Entschädigung zu. Im konkreten Fall ging es um eine tunesische Fluggesellschaft, die einige Passagiere erst mit der nächsten Maschine befördern konnte und keine Entschädigung zahlen wollte (LG Frankfurt a. M., AZ 21 S 45/96).

Flughafen wurde gewechselt

Rücktritt, wenn der Flughafen wechselt

Pauschalurlauber haben grundsätzlich das Recht, vom gebuchten Flughafen aus in die Ferien zu starten. Ändert der Reiseveranstalter kurz vor dem Reisetermin ohne wichtigen Grund den Flughafen, kann der Kunde kostenlos vom Reisevertrag zurücktreten (LG Kleve, AZ 4S 128/97).

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