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Mein R&P

Anspruch auf Verspätungsgrund

Auskunftspflicht der Fluggesellschaft

Behauptet eine Fluggesellschaft pauschal, dass eine Verspätung ihre Ursache in einem außergewöhnlichen Umstand im Sinne der Fluggastrechteverordnung hat und daher keine Ausgleichszahlung geleistet werden müsse, hat der Fluggast Anspruch darauf, den tatsächlichen Verspätungsgrund zu erfahren. Denn nur so kann er nachvollziehen, ob tatsächlich ein außergewöhnlicher Umstand vorliegt. AG Rüsselheim, Urteil vom 20.01.2015, Az. 3 C 3644/14 (31). (3-2015)

Hotelbuchung

Portal bucht ein falsches Hotel

Meine Freundin hat über das Portal Holidaycheck bei Neckermann Reisen für drei Tage ein Hilton-Hotel in Istanbul gebucht. Sie hat eine Buchungsbestätigung erhalten und bezahlt, aber keinen Voucher bekommen. Vor Ort konnte die Hotelbuchung nicht gefunden werden und sie musste nochmals ca. € 500 bezahlen. Es stellte sich heraus, dass ein anderes Hotel gebucht worden war. Holidaycheck verwies darauf, dass der Kunde verpflichtet sei, die Reisebestätigung auf Korrektheit zu prüfen. Wie ist hier die Rechtslage? Alle Reiseunterlagen, die meine Freundin erhielt, sind auf

Keine Entschädigung

30 Stunden Verspätung

Bei einem Flug mit Etihad von Abu Dhabi nach Düsseldorf saßen die Passagiere 13 Stunden (!) wegen unerwarteten Nebels auf dem Flughafen in der Maschine fest. Auf dem Flug gab es dann einen medizinischen Notfall, der eine Zwischenlandung und Übernachtung in Wien erforderlich machte. Am Ende landete die Maschine in Deutschland mit 30 Stunden Verspätung. Welche Entschädigungsmöglichkeiten gibt es in einem solchen Fall? SO IST DIE RECHTSLAGE Die auf dem Flug von Abu Dhabi nach Düsseldorf aufgetretene Verspätung ist zwar sehr ärgerlich und für die

Wieviel Anzahlung rechtens?

Veranstalter muss Auslagen beweisen

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Reiseveranstalter nur dann eine höhere Anzahlung als die üblichen 20 % des Reisepreises verlangen kann, wenn er darlegen kann, dass er selbst für diese Reisen entsprechende Aufwendungen vorab zu leisten hat. SO IST DIE RECHTSLAGE Die Regelung, dass der Gesamtpreis 30 Tage vor Reiseantritt zu zahlen ist, hielt der BGH für (noch) angemessen. BGH, 9. Dezember 2014, X ZR 85/12, X ZR 13/14 und X ZR 147/13 (1-2015)

Vorwarnung weitergeben

Bei Hurrikan Geld zurück

Regionen wie beispielsweise die Dom. Republik werden oft von verheerenden Stürmen heimgesucht. Wie die ARAG-Rechtsschutzversicherung mitteilt, müssen Reiseveranstalter eine Hurrikan-Vorwarnung an ihre Kunden weitergeben, damit diese von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen können. Im konkreten Fall war eine Urlauberin aus der Karibik zurückgeflogen und klagte erfolgreich den Reisepreis und Schadensersatz für nutzlos aufgebrachte Urlaubszeit ein (BGH, AZ: XZR 147/01).  

Kostenloser Rücktritt?

Keine Kündigung wegen Terroranschlägen

Auch wenn im Urlaubsland Terroranschläge auf Touristen verübt werden, können Pauschalreisende nicht ohne Stornokosten von einer gebuchten Reise zurücktreten. Wer trotzdem kurzfristig stornieren will, muß mit Gebühren von 60-100 % des Reisepreises rechnen. Einige Veranstalter stornieren kostenlos auf dem Kulanzweg oder buchen auf andere Ziele um. Nach einem Urteil des Landgerichts Stuttgart ist ein kostenloser Rücktritt von einer Pauschalreise nur bei amtlich bestätigten Kriegswirren, politischen Krisen und höherer Gewalt möglich. Das ist der

Höhere Gewalt

Schäden durch Hurrikan

Reisemängel, die in Folge höherer Gewalt (Hurrikan) auftreten, bedingen keinen Minderungsanspruch (AG Kleve, AZ: 3 C 288/99).

Karibikurlaub

Wirbelsturm schluckt Strand

»Wo ist denn hier der Strand?« fragte sich ein Urlauberpaar, das einen 8.000 Euro teuren Karibikurlaub in einer Hotelanlage mit Privatstrand gebucht hatte. Dem im Prospekt abgebildeten traumhaften Sandstreifen hatte ein Wirbelsturm den Garaus gemacht. Für das ausgebliebene Stranderlebnis musste der Veranstalter 30 Prozent des Reisepreises zurückzahlen. (LG Frankfurt, AZ: 2/21 O 189/00)

Höhere Gewalt

Ersatzreise muss nicht akzeptiert werden

Sagt ein Veranstalter eine Reise beispielsweise wegen politischer Unruhen, Naturkatastrophen oder Epidemien am Zielort ab, muss er den verhinderten Urlaubern die Kosten erstatten. Eine Ersatzreise müssen die Betroffenen nicht akzeptieren. Darauf wies die Verbraucherzentrale Sachsen hin. Im Fall höherer Gewalt sind nämlich sowohl Reisende als auch Veranstalter zur Stornierung berechtigt. Möchten die Urlauber unterwegs die Reise abbrechen, erhalten sie nur noch die Resttage erstattet. Zusatzkosten wie für einen teuren Rückflug müssen die Veranstalter zu 50 Pro

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