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Mein R&P

Platz-Reservierung

Nicht den bezahlten Sitzplatz bekommen

Für einen Langstreckenflug mit Emirates habe ich einen Fensterplatz in der letzten Reihe gegen eine Gebühr reserviert, erhielt dann aber trotz Protests einen Fensterplatz einige Reihen weiter vorne. Emirates weigert sich, die Reservierungsgebühr zu erstatten, da ich ja einen Fensterplatz erhalten hätte. SO IST DIE RECHTSLAGE Emirates lehnt in derartigen Fällen i. d. R. Regel Erstattungen ab, da man nach deren Auffassung eine bestimmten Plätze, sondern nur Platzkategorien reserviere. Fakt ist jedoch, dass Sie einen ganz bestimmten Platz gegen Gebühr reserviert und die bezahlte Leistung letztli

Essen an Bord

Krabbensalat darf nicht ins Handgepäck

Ein Fluggast hatte Büffelmozzarella und Nordseekrabbensalat im Handgepäck. Bei der Sicherheitskontrolle wurde ihm beides weggenommen, da es sich um Flüssigkeiten handele. Der Passagier klagte – und verlor. Das Gericht entschied, dass es sich bei den Lebensmitteln um eine Mischung aus Flüssigkeiten und Feststoffen handele und diese somit wie alle Flüssigkeiten nicht im Handgepäck befördert werden dürften. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 28.03.2017, Az. OVG 6 B 70.1 (4-2017)

Alkoholkonsum

Flugpersonal darf Ausschank verweigern

Um eine Belästigung oder Gefährdung der Sicherheit anderer Fluggäste zu vermeiden, darf Fluggästen den Ausschank und Konsum von Alkohol verweigert werden. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob rein objektiv betrachtet tatsächlich eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Fluges besteht. Ausreichend ist allein der subjektive Anschein einer Gefahr. LG Berlin, Urteil vom 8.9.2014, Az. 84 S 105/13 (2-2016)

Ausgleichszahlung?

Zwischenlandung wegen Schlägerei

Ein Flug musste wegen einer Schlägerei unter alkoholisierten Passagieren zwischenlanden und verspätete sich dadurch um mehr als drei Stunden. Umstritten ist, ob die Airline in diesem Fall eine Ausgleichszahlung leisten muss. Ein Richter wies die Klage von Fluggästen auf Zahlung ab, denn Alkoholkonsum an Bord sei üblich und meist völlig unproblematisch. Ein anderer Richter desselben Gerichts verurteilte die Fluggesellschaft zur Zahlung: Wenn an Bord Alkohol ausgeschenkt werde, sei mit Ausrastern von Passagieren zu rechnen. AG Düsseldorf, Az. 20 C 12957/14 und Az.

Pilot erkrankt

Flugzeug kehrt um

Wenn ein Pilot während eines Fluges an einer Lebensmittelvergiftung erkrankt und das Flugzeug zum Startflughafen zurückkehren muss, handelt es sich nicht um einen außergewöhnlichen Umstand. Es muss eine Ausgleichszahlung geleistet werden. Das Gericht argumentiert, dass die Erkrankung eines Arbeitnehmers einen Umstand darstelle, der sich jederzeit ereignen könne und Risiko eines jeden Arbeitgebers sei. LG Düsseldorf, Urteil vom 22.08.2014, Az. 22 S 31/14. (3-2015)

Betrunkener Passagier

Airline muss nicht befördern

Weigert sich eine Fluggesellschaft, einen alkoholisierten Passagier, der sich auffällig verhält, zu befördern, kann dieser keinen Anspruch auf eine Ausgleichzahlung wegen Nichtbeförderung geltend machen. Amtsgericht Rostock, 9.4.2010, Aktenzeichen: 48 C 292/09

Gepäckverlust

Gepäckverlust - Airline haftet nur bis € 1.135

Airlines haften bei Gepäckverlust nur bis maximal € 1.135. Das hat der Europäische Gerichtshof im Falle eines Fluggastes entschieden, der € 3.200 eingeklagt hatte: € 2.700 für das Gepäck und € 500 für den immateriellen Schaden. Im Montréaler Abkommen sind jedoch € 1.135 festgelegt. Eine höhere Entschädigung komme nur in Betracht, wenn der Fluggast den höheren Wert seines Gepäcks extra versichern lässt. Europäischer Gerichtshof, 6.5.2010, Rechtssache C-63/09.

Warteschlange

Warten vor Bordtoilette verboten

Kurios, aber wahr. Auf Flügen von Deutschland in Richtung USA dürfen keine Warteschlangen mehr vor den Toiletten entstehen. Bei US-amerikanischen Inlandflügen dürfen sich schon länger keine Gruppen mehr im Flugzeug bilden. Dies seien Maßnahmen gegen den Terror, so die US-Behörde für Verkehrssicherheit (FAA).

Ausschluss wegen Trunkenheit

Luftpolizeiliche Angelegenheit

Schließt ein Flugkapitän einen Passagier vor Antritt des Fluges wegen Trunkenheit von der Beförderung aus, so ist dies eine luftpolizeiliche Angelegenheit. Der Reiseveranstalter braucht für diese Maßnahme gegenüber dem Reisenden nicht zu haften (AG Bad Homburg v.d.H., AZ 2 C 879/96-22).

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