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Reisepreisminderung

Baulärm auf Malediveninsel

Erheblicher, durch massive Bauarbeiten verursachter Lärm auf einer lediglich 300 x 180 m großen Hotelinsel auf den Malediven rechtfertigt eine Reisepreisminderung um 50 Prozent. Landgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 07.04.2016, Az. 2-24 S O 51/15 (4-2016)

Lärmbelästigung

Lärm durch abfließendes Poolwasser

Bei einer Kreuzfahrt auftretende Geräusche, die von ablaufendem Wasser durch die Entleerung von Pools bzw. Whirlpools verursacht werden und nachts in der Kabine zu einer Belästigung führen, sind als schiffstypische Geräusche ersatzlos hinzunehmen. AG Rostock, Urteil vom 13.04.2016, Az. 47 C 340/15 (4-2016)

Animationsprogramm

Muss der Lärm hingenommen werden?

Reisende ärgern sich oft über lautes Animationsprogramm und spätabendliche Open-Air-Veranstaltungen auf dem Hotelgelände. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat nun entschieden, dass hoteleigene Unterhaltungsprogramme und der durch sie verursachte Lärm hinzunehmen sind, wenn im Prospekt auf entsprechendes Animationsprogramm und Veranstaltungen hingewiesen wird und diese Veranstaltungen nicht über Mitternacht hinausgehen. OLG Düsseldorf, Urteil vom 10.2.2015, Az. I-21 U 149/14 (4-2015)

Schiffstypische Geräusche?

Lärm in der Kreuzfahrtkabine

Bei einer Kreuzfahrt erhielten wir eine Kabine, in der wir andauernd durch extrem laute Geräusche aus der Bordwand gestört wurden. Es hörte sich an, als ob permanent etwas gegen die Wand hämmert und schlägt. An erholsamen Schlaf war nicht zu denken. Natürlich haben wir den Mangel unverzüglich gemeldet. Der Bordmechaniker konnte die Ursache nicht finden, eine andere Kabine haben wir nicht erhalten. Nach der Reise haben wir eine Minderung verlangt. Nun schreibt der Reiseveranstalter, dass wir kein Geld bekommen, da es sich um schiffstypische Geräusche handele. Stimmt das? SO IST DIE RECHTSLAGE

Baulärm

Geld für »Hämmer-Reise«

Ein Ehepaar fand während eines Bali-Urlaubs im Hotel Bauarbeiter vor, die jeden Tag von 8:30 bis 17:30 Uhr bohrten, sägten und hämmerten. Beschwerden vor Ort brachten nichts. Mit den 4500 des Veranstalters gaben die beiden nicht zufrieden. Vom Gericht erhielten sie eine Reisepreisminderung von zwei Dritteln auf den Hotelaufenthalt zugesprochen, weitere  1.070 Euro  (Amtsgericht Köln, AZ 133 C 640/05).

Preisminderung

Nächtlicher Baulärm

Ein Tourist hat seinen Reiseveranstalter verklagt, weil der ihn nicht auf die sogar nächtliche Baulärm- und Staubbelästigung im Urlaubsort hingewiesen hatte. Die Richter gaben im Prinzip dem Veranstalter recht, denn er hatte in der Ortsbeschreibung auf die Unannehmlichkeiten hingewiesen. Nichtsdestotrotz erhielt der Tourist eine 30-prozentige Reisepreisminderung zuerkannt - zum einen wegen des Lärms und zum anderen wegen des nicht nutzbaren Strandes (Oberlandesgericht Celle, AZ: 11 U 268/04).

Viele Mängel

Sofort abreisen

Ein Urlauber hatte nach Ruhestörung, verschmutztem Strand, defektem Kühlschrank, altersschwacher Klimaanlage und begrenzter Duschzeit die Nase voll und brach seinen Urlaub ab. Der Veranstalter wollte nicht zahlen, da der Mann den Veranstalter nicht zur Behebung der Mängel aufgefordert hatte. Das Gericht befand jedoch, dass Urlauber bei zu vielen Mängeln sofort abreisen dürfen, da sie nicht zu beheben seien (OLG Frankfurt, AZ: 16 U 41/04).

Zimmer am Hoteleingang

Ruhig gelegen und trotzdem laut

Auch wenn ein Reiseveranstalter in seinem Katalog angibt, das Hotel befände sich in ruhiger Lage, so schließt dies nicht aus, dass ein Reisender ein Zimmer in der Nähe des Hoteleingangs erhält. Insofern hat der Reisende mit an- und abfahrenden Reisebussen auch zur Nachtzeit zu rechnen. Es entspricht dem allgemeinen Lebensrisiko, dass ein Reisender insbesondere in der Hochsaison ein Zimmer erhält, welches eine nicht ganz so ruhige Lage innerhalb des Hotelkomplexes aufweist (AG Düsseldorf, 13. 6. 2003 - 230 C 5432/03, RRa 2003, 239).

Im Reisekatalog hingewiesen

Lärm in der Bar

Lärm ist hinzunehmen, wenn im Reisekatalog darauf hingewiesen wird, dass die Hotelanlage eine Bar hat und Unterhaltungsprogramme anbietet. (AG Kleve, AZ: 3 C 109/99).

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