Fernsehprogramm - Das REISE-TV-Programm Reisekataloge kostenlos bestellen Reiserücktrittsversicherungen im Test
Folgen:
Mein R&P

Am Geldautomaten

Besserer Schutz bei Kreditkartenmissbrauch

Hebt ein Dritter am Geldautomaten unter Verwendung der zutreffenden Geheimzahl Geld ab, spreche dies zwar dafür, dass dies nur dadurch möglich wurde, weil Karte und Geheimzahl zusammen verwahrt wurden. Dann müsste allerdings die Originalkarte und nicht etwa eine anderweitig entstandene Kopie benutzt worden sein, was die Bank zu beweisen hätte, wenn sie nicht für den Schaden aufkommen will. Bundesgerichtshof, 29.11.2011 (3-2012)

Fehler durch Veranstalter

Wenn der Veranstalter die Flugbuchung vergisst

Wer wegen eines Fehlers des Reiseveranstalters seinen Urlaub nicht antreten kann, darf Schadenersatz wegen entgangener Urlaubszeit verlangen. 50 Prozent des Reisepreises erhielt eine Familie zugesprochen, die in den Pfingstferien am Flughafen München sitzengeblieben war, weil der Veranstalter die Airline nicht von der Buchung informiert hatte. Die Familie verbrachte statt 14 Tagen in der sonnigen Türkei zwei Wochen im verregneten Bayern. Die Richter wiesen in der Urteilsbegründung auf den hohen Wert der Freizeit hin und darauf, dass die Familie mit schulpflichtigen Kindern den

Ausgefallene Reise

Pauschalreisende schützt der Sicherungsschein

Ein Reisender, der einen Sicherungsschein für Pauschalreisen erhalten hat, ist auch gegen das Risiko abgesichert, dass der Reiseveranstalter insolvent wird, nachdem er selbst die Reise mangels ausreichender Teilnehmerzahl abgesagt hat. Die Insolvenz selbst muss somit nicht der Grund für den Ausfall der Reise sein. Bundesgerichtshof, 2.11.2011, Az: X ZR 43/11 (2-2012)

Ferienhausgentur

Reisevermittler ist nicht gleich Reiseveranstalter

Eine Ferienhausagentur haftet nicht für Mängel, wenn sie das Haus lediglich vermittelt und nicht selbst als Reiseveranstalter auftritt. Die Klage eines Reisenden gegen eine Agentur wurde abgewiesen, denn diese firmierte nicht nur als Vermittlung, sondern wies in ihrem Internetauftritt auch ausdrücklich darauf hin. Amtsgericht Chemnitz, 18.11.2009, Aktenzeichen 16 C 1820/09

Preisminderung

Bartoli ist nicht Netrebko

Urlauber bekamen eine Reisepreisminderung von 40 Prozent zugesprochen. Ihnen war als Höhepunkt einer fünftägigen Toskanareise zum Preis von € 2.286 pro Person ein Konzert mit der Sopranistin Anna Netrebko versprochen. Die Urlauber hörten stattdessen Cecilia Bartoli. Für den Urlauber sei es zentraler Zweck der Reise gewesen, Anna Netrebko einmal in kleinem Rahmen zu hören und persönlich zu treffen. LandgerichtHannover, 23.6.2009,Az:18S 74/08

Zug zum Flug

Eigenes Risiko

Bietet ein Reiseveranstalter in Kooperation mit der Bahn einen »Zug zum Flug« an, kann ihn der Reisende nicht dafür haftbar machen, wenn er wegen einer Zugverspätung seinen Flug  verpasst. Im vorliegenden Fall hatte der Veranstalter ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es bei öffentlichen Verkehrsmitteln zu Verspätungen kommen könne und der Reisende selbst für seine pünktliche Ankunft am Flughafen verantwortlich sei. Landgericht Hannover, 2.10.2009, Az: 4 S 21/09

Kreuzfahrt

Schiff läuft Hafen nicht an

Läuft bei einer Kreuzfahrt das Schiff in einen bestimmten Hafen nicht ein, kann der Reisende den Reisepreis mindern. Im konkreten Fall ging das Schiff 60 Kilometer vor Stockholm vor Anker und die Passagiere mussten mit dem Bus in die Stadt fahren. Die Minderung betrug 25 Prozent. Amtsgericht München, 1.4.09, Az.: 262 C 1373/09

Abfindungsvergleich

Scheck nur unter Vorbehalt einlösen

Wer nach einer Reise Mängel geltend macht und zur Abgeltung aller Ansprüche vom Reiseveranstalter einen Scheck erhält, sollte aufpassen. Löst der Reisende den Scheck ohne Vorbehaltserklärung ein, kommt ein Abfindungsvergleich zustande. Der Reisende kann dann keine weiteren Ansprüche geltend machen. Landgericht Frankfurt a. M., 8.11.07, Az.: 2-24 S 149/07

Timesharing

EU verbessert Schutz

Die EU hat die Rechte von Verbrauchern beim Timesharing gestärkt. Am 23. Februar 2009 ist die neue Time-Share-Richtlinie in Kraft getreten. Sie umfasst neben den bisherigen klassischen Ferienimmobilien nun auch neue, timesharingähnliche Produkte wie Hausboote, Campingwagen und Kreuzfahrtschiffe sowie sogenannte Holiday Discount Clubs und schließt damit die Regelungslücke der alten Richtlinie. Die Mitgliedsstaaten haben bis zum 23.2.2011 Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Toogle Right