Die schönsten Reiseziele weltweit Reisetipps von Insidern. Reisepreisvergleiche, objektive Flug- und Hotelbewertungen von Reisejournalisten empfohlen + getestet. 2017-09-19T23:49:40Z Joomla! 1.5 - Open Source Content Management Meditative Mondlandschaften: Ein Fahrradtrip durchs südliche Afrika 2017-09-12T08:25:32Z 2017-09-12T08:25:32Z http://www.reise-preise.de/reisetipps/afrika/meditative-mondlandschaften-ein-fahrradtrip-durchs-suedliche-afrika.html Administrator webmaster@reise-preise.de <h3> Meditative Mondlandschaften</h3> <h2> Ein Fahrradtrip durchs s&uuml;dliche Afrika</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Trockene Schönheit: der Fish River Canyon bei Hobas. Unten fließt der »Fischfluss«." class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/suedafrika-hobas-fish-river-canyon.jpg" title="Trockene Schönheit: der Fish River Canyon bei Hobas. Unten fließt der »Fischfluss«. ##Foto: Christian Selz/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Die karge Sch&ouml;nheit des Grenzgebiets zwischen Namibia und S&uuml;dafrika im &raquo;/Ai/Ais-Richtersveld Transfrontier Park&laquo; erschlie&szlig;t sich nicht auf den ersten Blick &ndash; auf einer sechst&auml;gigen Radtour bei Vollmond aber ganz sicher. Eine Reise im Rhythmus der W&uuml;ste.</strong></p> <p> Die Zahlen, die Pieter Van Wyk vor der Kulisse des Fish River Canyons herunterbetet, sind unvorstellbar. Vor zwei Milliarden Jahren haben Vulkanausbr&uuml;che die Berge geschaffen, die hier im S&uuml;dwesten Namibias noch immer am Horizont thronen.</p> <div> Der Biologe, 28, spricht von 2.000 Millionen Jahren, so als w&auml;re diese ungeheure Zeit damit greifbarer &ndash; was nat&uuml;rlich nicht stimmt. Erosion lie&szlig; im Laufe der Zeit die bis zu 550 Meter tiefen Canyons entstehen. Schon morgens brennt die Sonne unerbittlich &uuml;ber der kargen Steinw&uuml;ste, nur vereinzelt str&auml;uben sich B&uuml;sche mit kleinsten, knochenharten Bl&auml;ttern gegen das Vertrocknen. Die Landschaft geh&ouml;rt zu einem Nationalpark mit dem etwas sperrigen Namen &raquo;/Ai/Ais-Richtersveld Transfrontier Park&laquo;.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Einzigartigkeit der Region erschlie&szlig;t sich auf einer kurzen Stippvisite per Auto oder Reisebus kaum. Deshalb gibt es eine entschleunigte Variante: Desert Knights, eine Fahrradtour von Namibias S&uuml;den &uuml;ber den Grenzfluss Oranje in den s&uuml;dafrikanischen Norden. Zweimal j&auml;hrlich, wenn die Temperaturen im April und September einigerma&szlig;en ertr&auml;glich sind, durchqueren bis zu 100 moderne Abenteurer die fast unheimliche Stille der W&uuml;ste. Ohne Stoppuhr, jeder in seinem Tempo.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> &raquo;Die Absicht war, die touristischen H&ouml;hepunkte des Transfrontier Parks in eine Tour zu packen&laquo;, erkl&auml;rt deren Erfinder Roland Vorwerk, Marketing-Manager bei der Agentur Boundless Southern Africa. Doch es sind l&auml;ngst nicht nur die hervorstechenden Landmarken, der Blick in den Canyon oder das Bad in den hei&szlig;en Thermalquellen von &raquo;/Ai/Ais&laquo;, die diese Tour ausmachen. Auf den 300 Kilometern, 20 davon per Kayak auf dem Oranje, ist vielmehr der Weg das Ziel.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nach einem Warmfahren am ersten Tag f&uuml;hrt die Etappe am n&auml;chsten Abend von Hobas nahe des Canyons nach &raquo;/Ai/Ais&laquo;. &raquo;Hei&szlig; wie Feuer&laquo; bedeutet der Name in der Sprache der Nama, der das 65 Grad warme Quellwasser meint.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Kaum k&uuml;hler f&uuml;hlt es sich in den sp&auml;ten Nachmittagsstunden jedoch auf der Schotterstra&szlig;e an, die sich von Hobas aus gen S&uuml;den durch die welligen Weiten zieht. Ein erbarmungsloser, staubtrockener Gegenwind l&auml;sst selbst dann den Schwei&szlig; laufen, wenn es einmal leicht bergab geht. Im Westen fallen Sonnenstrahlen durch die Wolken. So lila-rot sind die Farben, dass das Panorama fast schon kitschig wirkt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Sonst ist Ruhe, 68 lange Kilometer. Unterbrochen wird sie nur von drei Verpflegungsstationen, an denen die Radler Wasser und Energie tanken, letztere in Form von Datteln, Keksen und Biltong, dem in Namibia und S&uuml;dafrika allgegenw&auml;rtigen Trockenfleisch.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Bei der Durchquerung der verlassenen Farm Kanabeam treibt tiefer Sand in der einzigen Jeep-Spur die Radfahrer zur Verzweiflung. Ein US-amerikanisches Paar hatte die Farm einst in dem Glauben gekauft, dort Zink f&ouml;rdern zu k&ouml;nnen. Doch die ersten Funde waren fingiert. Von den entt&auml;uschten Hoffnungen auf einen Zink-Boom zeugen heute nur noch die rostigen Minenger&auml;tschaften, die aus der sandigen Ebene ragen &ndash; und die weitgehend intakte W&uuml;stenvegetation.</div> <div> &nbsp;</div> <div> So schiebt sich der runde Mond in fast gespenstischer Stille &uuml;ber die steilen Felsw&auml;nde der Gamkab-Schlucht, die nur zweimal j&auml;hrlich zu den Fahrradtouren von Menschen betreten wird.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Bedroht sind die &Ouml;kosysteme des Parks dennoch. Am Grund des Oranje, dem einzigen ganzj&auml;hrig Wasser f&uuml;hrenden Fluss der Region, wimmelt es inzwischen vor exotischen Schnecken, deren Vorfahren vermutlich von Aquariumbesitzern stromaufw&auml;rts &raquo;entsorgt&laquo; worden sind. Der d&uuml;nne gr&uuml;ne Uferstreifen leidet zudem unter der &Uuml;berweidung durch die Ziegenherden der &ouml;rtlichen Bev&ouml;lkerung.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die f&uuml;r ganz Afrika so charakteristischen Hirtenb&auml;ume k&ouml;nnen im Park locker 1.500 Jahre alt werden. Hier trifft man auch Pieter Van Wyk, der sonst in der G&auml;rtnerei des Parks arbeitet, auf einer seiner morgendlichen Botanikwanderungen. Von den einst 2.000 Kilometern Auenwald ist aber nur noch ein Zehntel erhalten.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Auch weiter weg vom Ufer sieht es nicht besser aus. Infolge der seit vier Jahren anhaltenden D&uuml;rre sind 40 Prozent der Pflanzen im Park abgestorben. Insbesondere bei den K&ouml;cherb&auml;umen ist ein wahres Massensterben zu beobachten. Woran genau das liegt, kann auch Van Wyk nicht erkl&auml;ren, denn l&auml;ngere Trockenperioden sind in der Gegend eigentlich normal. &raquo;Es muss mit dem Klimawandel zu tun haben.&laquo;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nach einer langen Vollmondfahrt &uuml;ber enge, steinige Pfade wartet schlie&szlig;lich das Ziel der sechst&auml;gigen Radtour am Grenz&uuml;bergang Sendelingsdrift mit einem Gl&uuml;hwein. Wer hier ankommt und dann noch auf die Suche nach den 22 Gecko-Arten des Parks geht, der hat nicht einfach nur Urlaub gemacht. &raquo;Es ist die M&ouml;glichkeit, in einer der gro&szlig;artigsten Landschaften der Welt zu meditieren&laquo;, sagt Raymond Siebrits, ein Teilnehmer aus Kapstadt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <b>Anreise:</b> Der vom Startpunkt in Hobas n&auml;chstgelegene erreichbare Flughafen ist Upington im Norden S&uuml;dafrikas (400 Kilometer entfernt). Die Fl&uuml;ge in die Kleinstadt sind jedoch meist recht teuer, hinzu kommt, dass die Mietwagenanbieter f&uuml;r Fahrten nach Namibia in der Regel eine Grenz&uuml;bertrittsgeb&uuml;hr verlangen. G&uuml;nstiger ist daher die Anreise &uuml;ber Namibias Hauptstadt Windhuk (650 Kilometer entfernt). Hobas ist nur per Mietwagen zu erreichen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <b>Einreise: </b>F&uuml;r die Einreise sowohl nach S&uuml;dafrika als auch Namibia reicht f&uuml;r EU-B&uuml;rger ein Reisepass, der bei Reisebeginn noch sechs Monate lang g&uuml;ltig sein sollte.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <b>Kosten:</b> 15.000 s&uuml;dafrikanische Rand (etwa 1.100 Euro) pro Person f&uuml;r die gesamte Tour mit Vollverpflegung und &Uuml;bernachtung in Zelten. In Namibia gelten sowohl der s&uuml;dafrikanische Rand als auch der daran gekoppelte Namibia-Dollar, in S&uuml;dafrika jedoch nur der Rand. Die jeweilige Landesw&auml;hrung kann in allen St&auml;dten am Geldautomaten abgehoben werden, nicht jedoch in den Camps des Parks.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <b>Informationen:</b> South African Tourism, Friedensstra&szlig;e 6-10, 60311 Frankfurt, Tel. 069-92912950, E-Mail: info.de@southafrica.net</div> <div> &nbsp;</div> <div> (12.09.2017, dpa)</div> <h3> Meditative Mondlandschaften</h3> <h2> Ein Fahrradtrip durchs s&uuml;dliche Afrika</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Trockene Schönheit: der Fish River Canyon bei Hobas. Unten fließt der »Fischfluss«." class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/suedafrika-hobas-fish-river-canyon.jpg" title="Trockene Schönheit: der Fish River Canyon bei Hobas. Unten fließt der »Fischfluss«. ##Foto: Christian Selz/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Die karge Sch&ouml;nheit des Grenzgebiets zwischen Namibia und S&uuml;dafrika im &raquo;/Ai/Ais-Richtersveld Transfrontier Park&laquo; erschlie&szlig;t sich nicht auf den ersten Blick &ndash; auf einer sechst&auml;gigen Radtour bei Vollmond aber ganz sicher. Eine Reise im Rhythmus der W&uuml;ste.</strong></p> <p> Die Zahlen, die Pieter Van Wyk vor der Kulisse des Fish River Canyons herunterbetet, sind unvorstellbar. Vor zwei Milliarden Jahren haben Vulkanausbr&uuml;che die Berge geschaffen, die hier im S&uuml;dwesten Namibias noch immer am Horizont thronen.</p> <div> Der Biologe, 28, spricht von 2.000 Millionen Jahren, so als w&auml;re diese ungeheure Zeit damit greifbarer &ndash; was nat&uuml;rlich nicht stimmt. Erosion lie&szlig; im Laufe der Zeit die bis zu 550 Meter tiefen Canyons entstehen. Schon morgens brennt die Sonne unerbittlich &uuml;ber der kargen Steinw&uuml;ste, nur vereinzelt str&auml;uben sich B&uuml;sche mit kleinsten, knochenharten Bl&auml;ttern gegen das Vertrocknen. Die Landschaft geh&ouml;rt zu einem Nationalpark mit dem etwas sperrigen Namen &raquo;/Ai/Ais-Richtersveld Transfrontier Park&laquo;.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Einzigartigkeit der Region erschlie&szlig;t sich auf einer kurzen Stippvisite per Auto oder Reisebus kaum. Deshalb gibt es eine entschleunigte Variante: Desert Knights, eine Fahrradtour von Namibias S&uuml;den &uuml;ber den Grenzfluss Oranje in den s&uuml;dafrikanischen Norden. Zweimal j&auml;hrlich, wenn die Temperaturen im April und September einigerma&szlig;en ertr&auml;glich sind, durchqueren bis zu 100 moderne Abenteurer die fast unheimliche Stille der W&uuml;ste. Ohne Stoppuhr, jeder in seinem Tempo.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> &raquo;Die Absicht war, die touristischen H&ouml;hepunkte des Transfrontier Parks in eine Tour zu packen&laquo;, erkl&auml;rt deren Erfinder Roland Vorwerk, Marketing-Manager bei der Agentur Boundless Southern Africa. Doch es sind l&auml;ngst nicht nur die hervorstechenden Landmarken, der Blick in den Canyon oder das Bad in den hei&szlig;en Thermalquellen von &raquo;/Ai/Ais&laquo;, die diese Tour ausmachen. Auf den 300 Kilometern, 20 davon per Kayak auf dem Oranje, ist vielmehr der Weg das Ziel.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nach einem Warmfahren am ersten Tag f&uuml;hrt die Etappe am n&auml;chsten Abend von Hobas nahe des Canyons nach &raquo;/Ai/Ais&laquo;. &raquo;Hei&szlig; wie Feuer&laquo; bedeutet der Name in der Sprache der Nama, der das 65 Grad warme Quellwasser meint.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Kaum k&uuml;hler f&uuml;hlt es sich in den sp&auml;ten Nachmittagsstunden jedoch auf der Schotterstra&szlig;e an, die sich von Hobas aus gen S&uuml;den durch die welligen Weiten zieht. Ein erbarmungsloser, staubtrockener Gegenwind l&auml;sst selbst dann den Schwei&szlig; laufen, wenn es einmal leicht bergab geht. Im Westen fallen Sonnenstrahlen durch die Wolken. So lila-rot sind die Farben, dass das Panorama fast schon kitschig wirkt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Sonst ist Ruhe, 68 lange Kilometer. Unterbrochen wird sie nur von drei Verpflegungsstationen, an denen die Radler Wasser und Energie tanken, letztere in Form von Datteln, Keksen und Biltong, dem in Namibia und S&uuml;dafrika allgegenw&auml;rtigen Trockenfleisch.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Bei der Durchquerung der verlassenen Farm Kanabeam treibt tiefer Sand in der einzigen Jeep-Spur die Radfahrer zur Verzweiflung. Ein US-amerikanisches Paar hatte die Farm einst in dem Glauben gekauft, dort Zink f&ouml;rdern zu k&ouml;nnen. Doch die ersten Funde waren fingiert. Von den entt&auml;uschten Hoffnungen auf einen Zink-Boom zeugen heute nur noch die rostigen Minenger&auml;tschaften, die aus der sandigen Ebene ragen &ndash; und die weitgehend intakte W&uuml;stenvegetation.</div> <div> &nbsp;</div> <div> So schiebt sich der runde Mond in fast gespenstischer Stille &uuml;ber die steilen Felsw&auml;nde der Gamkab-Schlucht, die nur zweimal j&auml;hrlich zu den Fahrradtouren von Menschen betreten wird.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Bedroht sind die &Ouml;kosysteme des Parks dennoch. Am Grund des Oranje, dem einzigen ganzj&auml;hrig Wasser f&uuml;hrenden Fluss der Region, wimmelt es inzwischen vor exotischen Schnecken, deren Vorfahren vermutlich von Aquariumbesitzern stromaufw&auml;rts &raquo;entsorgt&laquo; worden sind. Der d&uuml;nne gr&uuml;ne Uferstreifen leidet zudem unter der &Uuml;berweidung durch die Ziegenherden der &ouml;rtlichen Bev&ouml;lkerung.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die f&uuml;r ganz Afrika so charakteristischen Hirtenb&auml;ume k&ouml;nnen im Park locker 1.500 Jahre alt werden. Hier trifft man auch Pieter Van Wyk, der sonst in der G&auml;rtnerei des Parks arbeitet, auf einer seiner morgendlichen Botanikwanderungen. Von den einst 2.000 Kilometern Auenwald ist aber nur noch ein Zehntel erhalten.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Auch weiter weg vom Ufer sieht es nicht besser aus. Infolge der seit vier Jahren anhaltenden D&uuml;rre sind 40 Prozent der Pflanzen im Park abgestorben. Insbesondere bei den K&ouml;cherb&auml;umen ist ein wahres Massensterben zu beobachten. Woran genau das liegt, kann auch Van Wyk nicht erkl&auml;ren, denn l&auml;ngere Trockenperioden sind in der Gegend eigentlich normal. &raquo;Es muss mit dem Klimawandel zu tun haben.&laquo;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nach einer langen Vollmondfahrt &uuml;ber enge, steinige Pfade wartet schlie&szlig;lich das Ziel der sechst&auml;gigen Radtour am Grenz&uuml;bergang Sendelingsdrift mit einem Gl&uuml;hwein. Wer hier ankommt und dann noch auf die Suche nach den 22 Gecko-Arten des Parks geht, der hat nicht einfach nur Urlaub gemacht. &raquo;Es ist die M&ouml;glichkeit, in einer der gro&szlig;artigsten Landschaften der Welt zu meditieren&laquo;, sagt Raymond Siebrits, ein Teilnehmer aus Kapstadt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <b>Anreise:</b> Der vom Startpunkt in Hobas n&auml;chstgelegene erreichbare Flughafen ist Upington im Norden S&uuml;dafrikas (400 Kilometer entfernt). Die Fl&uuml;ge in die Kleinstadt sind jedoch meist recht teuer, hinzu kommt, dass die Mietwagenanbieter f&uuml;r Fahrten nach Namibia in der Regel eine Grenz&uuml;bertrittsgeb&uuml;hr verlangen. G&uuml;nstiger ist daher die Anreise &uuml;ber Namibias Hauptstadt Windhuk (650 Kilometer entfernt). Hobas ist nur per Mietwagen zu erreichen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <b>Einreise: </b>F&uuml;r die Einreise sowohl nach S&uuml;dafrika als auch Namibia reicht f&uuml;r EU-B&uuml;rger ein Reisepass, der bei Reisebeginn noch sechs Monate lang g&uuml;ltig sein sollte.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <b>Kosten:</b> 15.000 s&uuml;dafrikanische Rand (etwa 1.100 Euro) pro Person f&uuml;r die gesamte Tour mit Vollverpflegung und &Uuml;bernachtung in Zelten. In Namibia gelten sowohl der s&uuml;dafrikanische Rand als auch der daran gekoppelte Namibia-Dollar, in S&uuml;dafrika jedoch nur der Rand. Die jeweilige Landesw&auml;hrung kann in allen St&auml;dten am Geldautomaten abgehoben werden, nicht jedoch in den Camps des Parks.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <b>Informationen:</b> South African Tourism, Friedensstra&szlig;e 6-10, 60311 Frankfurt, Tel. 069-92912950, E-Mail: info.de@southafrica.net</div> <div> &nbsp;</div> <div> (12.09.2017, dpa)</div> Ein Tag als Schaumschläger: Surfen lernen an der Algarve 2017-09-07T10:28:10Z 2017-09-07T10:28:10Z http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/ein-tag-als-schaumschlaeger-surfen-lernen-an-der-algarve.html Administrator webmaster@reise-preise.de <h3> Ein Tag als Schaumschl&auml;ger</h3> <h2> Surfen lernen an der Algarve</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Standhaft bleiben: Beim Wellenreiten eine gute Figur abzugeben, ist schwieriger, als es aussieht" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/portugal-algarve-surfer.jpg" title="Standhaft bleiben: Beim Wellenreiten eine gute Figur abzugeben, ist schwieriger, als es aussieht ##Foto: Tobias Schormann/dpa" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Die Algarve ist ein perfektes Ziel f&uuml;r Surfer und alle, die es werden wollen. Im Surfcamp k&ouml;nnen Urlauber die richtige Technik f&uuml;r das Wellenreiten lernen und einmal in die Szene eintauchen. Ein Tag im Anf&auml;ngerkurs &ndash; wie weit kommt man da? Ein Selbstversuch.</strong></p> <p> Die Welle hinter mir kommt fauchend an, mit m&auml;chtig Schaum vor dem Mund. Also los, rauf aufs Brett: paddeln, F&uuml;&szlig;e in Position. Platsch! Das hier sieht nicht nach Surfen lernen aus, eher nach Tauchen lernen. Gut, es ist ein Anf&auml;ngerkurs.</p> <div> Irgendwie hatte ich mir diesen Trip an die Algarve anders vorgestellt: Ich als cooler Surfer, ein Mann und sein Brett, sanft &uuml;ber die Wellen gleitend. Das hier ist eher eine unfreiwillige Slapstick-Einlage. War das am Ende doch keine so gute Idee?&nbsp;<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Aber von Anfang an: Ankunft am Amado-Strand am s&uuml;dwestlichen Zipfel Portugals. Hier begr&uuml;&szlig;t einen die Sonne noch, wenn der Sommer in Deutschland l&auml;ngst vorbei ist. Und Surflehrer Nelson. Die Algarve ist ein Dorado f&uuml;r Surfer, erkl&auml;rt er. Warum? Perfekte Wellen, dazu 300 Sonnentage im Jahr. Nelson ist ein Bilderbuch-Surfer: braungebrannt, blonde Wuschellocken, durchtrainiert mit Sixpack. Ich dagegen: blass, untrainiert und mit sichtbarem Bauchansatz. Ob wir zusammenpassen?&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Hinter dem Surfstand fallen einem die VW-Bullis und Wohnmobile ins Auge, die hier wild campen. Die M&auml;nner tragen Hipsterb&auml;rte, die Frauen Cowboyboots &ndash; so wild und ungez&auml;hmt wie die zerkl&uuml;ftete Steilk&uuml;ste f&uuml;hlen sich auch die Leute hier. Surfen ist eben kein Sport, es ist ein Kult. Wenn man den Surfern hier zusieht, gehen im Kopf gleich die Beach Boys an: Fun, Fun, Fun &ndash; genau, darum geht es.</div> <div> &nbsp;</div> <div> F&uuml;r Einsteiger geht es aber auch eine Nummer komfortabler, als hier wild zu campen. Im Surfcamp k&ouml;nnen Urlauber mit Gleichgesinnten &uuml;bernachten und einen Kurs im Paketpreis buchen, zum Beispiel ein paar H&uuml;gel weiter in Ingrina in der N&auml;he von Sagres.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Eine Lodge mitten im gr&uuml;nen Hinterland, nichts als Natur und Surfer unter sich. Drau&szlig;en ein Pool zum Entspannen und einige H&auml;ngematten zum Abh&auml;ngen. In einiger Entfernung das Meer, eine Projektionsfl&auml;che f&uuml;r die Sehns&uuml;chte aller, die hier das Abenteuer suchen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Am Abend sitzen alle um den Esstisch und erz&auml;hlen: von den Wellen des Tages, von den besten Surfspots. Uli kocht Nudeln f&uuml;r alle, das gibt Kraft f&uuml;r den n&auml;chsten Tag. Auf den Tischen liegen Magazine, in denen die Helden der Szene auf Riesenwellen surfen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Realit&auml;t als Einsteiger sieht anders aus: Am n&auml;chsten Morgen steht am Amado Strand erstmal Trockenschwimmen an. Surflehrer Nelson l&auml;sst die Gruppe zum Aufw&auml;rmen Fangen spielen und Hampelmann machen. Dann erkl&auml;rt er die Grundfigur beim Surfen, einen Dreischritt. Eins &ndash; rechten Fu&szlig; aufstellen, zwei &ndash; linken Fu&szlig; aufs Brett, drei &ndash; aufstehen und lossurfen. Klingt doch ganz einfach, oder?</div> <div> &nbsp;</div> <div> Also ab ins Wasser. Ich lerne, was Wei&szlig;wasser ist: der flache Bereich, wei&szlig; vom Schaum der Wellen. Hier sind sie kleiner, weil sie sich schon gebrochen haben. Nelson ruft: Eins, zwei, drei, dann &uuml;bert&ouml;nt die Welle ihn, und ich werde unfreiwillig zum Schaumschl&auml;ger im Wei&szlig;wasser. Einigen anderen aus dem Kurs geht es auch so. Nur die Kinder sausen an mir vorbei und stehen dabei sicher auf dem Board. Frechheit! F&uuml;r mich geht dagegen die Salzwasser-Verkostung weiter.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Dieser Kurs ist eine Lektion in Demut. Und im Auf-sich-allein-gestellt-sein. Da ist nichts au&szlig;er der Welle, deinem Brett und dir. Existenzialismus pur. Und die H&ouml;lle, das sind die anderen. Die einem vom Strand aus zuschauen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Eine gro&szlig;e Welle rollt heran, &ouml;ffnet ihr Maul und verschlingt mich. Happs. Im Bauch der Welle unter Wasser ist es ganz still. Hat was von Jonas und der Wal. Jetzt hilft nur noch beten.</div> <div> &nbsp;</div> <div> In Gedanken sehe ich mich schon als untergegangenen Schiffbr&uuml;chigen auf dem Meeresgrund treiben. Ich stelle mir vor, wie ein Fisch elegant vorbeigleitet. &raquo;Was machst du denn hier?&laquo; &ndash; &laquo;Ich wollte surfen lernen.&laquo; &ndash; &raquo;Typisch, diese Touristen!&laquo;, sagt der Fisch und schwimmt weiter. Dann ist der Spuk zum Gl&uuml;ck vorbei, die Welle spuckt mich wieder aus, und ich japse nach Luft.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Also kurze Pause, so wird das nichts. Ich will zu schnell zu viel. Surfen lernen hei&szlig;t Geduld lernen. Nicht das Brett beherrschen wollen, sondern sich einfach von der Welle treiben lassen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Da kommt eine gute Welle. Also los: paddeln, rechter Fu&szlig;, linker Fu&szlig; &ndash; platsch! Geht das schon wieder los? Nein, diesmal nicht. Nach gef&uuml;hlt 50 Versuchen endlich: anpaddeln, rechter Fu&szlig;, linker Fu&szlig;, und dann passiert es: Die Welle tr&auml;gt mich zum Strand hin. Gleiten, schweben.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Hinterher geht es zur Imbissbude &uuml;ber der Bucht, wo die Surfer mit einem Bier in der Hand in den Sonnenuntergang schauen. Mein Tag als Schaumschl&auml;ger l&auml;uft noch einmal vor meinen Augen ab: Eine kleine Wei&szlig;wasserwelle lang durfte ich auf der gro&szlig;en Surfwelle mitreiten. Ein Erlebnis war es allemal. Ein kleiner Schritt f&uuml;r echte Surfer wie Nelson, ein gro&szlig;er Schritt f&uuml;r einen M&ouml;chtegern-Surfer wie mich.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Surfcamps an der Algarve</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>&nbsp;Puresurfcamps:</strong> Camps bei Sagres in Ingrina (M&auml;rz bis Oktober) und Raposeira (ganzj&auml;hrig), Zimmer f&uuml;r 2 bis 6 Personen, au&szlig;erdem kleine Holzkabinen. Preise beginnen bei 299 Euro f&uuml;r eine Woche in der Kabine mit 2-Tage-Kurs inklusive Fr&uuml;hst&uuml;ck.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Algarve Adventure:</strong> Camp in Arrifana an der Westk&uuml;ste, nur 850 Meter vom Strand. Ganzj&auml;hrig buchbar, Zimmer f&uuml;r 2 bis 4 Personen, 7 N&auml;chte mit 5-Tage-Kurs ab 359 Euro.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Wave Culture:</strong> Lodge in Burgau an der S&uuml;dk&uuml;ste, Zimmer f&uuml;r 2 bis 4 Personen am Meer, 7 N&auml;chte im Vierbettzimmer ab 230 Euro in der Nebensaison, 3 Tage Surfkurs ab 150 Euro.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Amado Surfcamp: </strong>Camp in Carrapateira n&ouml;rdlich vom Amado-Strand (M&auml;rz bis Oktober). Zelte, Bungalows und ein Holzhaus f&uuml;r bis zu 5 Personen. Au&szlig;erdem ein Surfhaus in Sagres (ganzj&auml;hrig). 6 Tage mit t&auml;glichem Kurs und Fr&uuml;hst&uuml;ck ab 255 Euro.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Mission to Surf: </strong>Villa bei Arrifana (Mitte April bis Ende Oktober) mit Doppel- und Mehrbettzimmern. Eine Woche mit 5 Tagen Unterricht ab 370 Euro, im Zelt ab 300 Euro.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Anreise:</strong> Von mehreren deutschen Flugh&auml;fen gibt es Direktverbindungen nach Faro. Neben der portugiesischen TAP und Lufthansa haben auch einige Billigflieger das Ziel im Programm.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Reisezeit:</strong> Im Hochsommer erreichen die Temperaturen mehr als 30 Grad. Daher sind die Monate M&auml;rz bis Juni und September bis Oktober f&uuml;r Sporturlauber gut geeignet. Auch im Oktober kann man noch baden.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Informationen: </strong>Portugiesisches Fremdenverkehrsamt, Zimmerstra&szlig;e 56, 10117 Berlin, Tel. 030-25410671, E-Mail: info.germany@turismodeportugal.pt</div> <div> &nbsp;</div> <div> Algarve Tourism Bureau, Avenida 5 de Outubro, 18, P-8000-076 Faro Tel.: 00351-289-800466, E-Mail: ata@atalgarve.pt</div> <div> &nbsp;</div> <div> (07.09.2017, dpa)<br /> &nbsp;</div> <div> {module=[1036]}</div> <h3> Ein Tag als Schaumschl&auml;ger</h3> <h2> Surfen lernen an der Algarve</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Standhaft bleiben: Beim Wellenreiten eine gute Figur abzugeben, ist schwieriger, als es aussieht" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/portugal-algarve-surfer.jpg" title="Standhaft bleiben: Beim Wellenreiten eine gute Figur abzugeben, ist schwieriger, als es aussieht ##Foto: Tobias Schormann/dpa" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Die Algarve ist ein perfektes Ziel f&uuml;r Surfer und alle, die es werden wollen. Im Surfcamp k&ouml;nnen Urlauber die richtige Technik f&uuml;r das Wellenreiten lernen und einmal in die Szene eintauchen. Ein Tag im Anf&auml;ngerkurs &ndash; wie weit kommt man da? Ein Selbstversuch.</strong></p> <p> Die Welle hinter mir kommt fauchend an, mit m&auml;chtig Schaum vor dem Mund. Also los, rauf aufs Brett: paddeln, F&uuml;&szlig;e in Position. Platsch! Das hier sieht nicht nach Surfen lernen aus, eher nach Tauchen lernen. Gut, es ist ein Anf&auml;ngerkurs.</p> <div> Irgendwie hatte ich mir diesen Trip an die Algarve anders vorgestellt: Ich als cooler Surfer, ein Mann und sein Brett, sanft &uuml;ber die Wellen gleitend. Das hier ist eher eine unfreiwillige Slapstick-Einlage. War das am Ende doch keine so gute Idee?&nbsp;<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Aber von Anfang an: Ankunft am Amado-Strand am s&uuml;dwestlichen Zipfel Portugals. Hier begr&uuml;&szlig;t einen die Sonne noch, wenn der Sommer in Deutschland l&auml;ngst vorbei ist. Und Surflehrer Nelson. Die Algarve ist ein Dorado f&uuml;r Surfer, erkl&auml;rt er. Warum? Perfekte Wellen, dazu 300 Sonnentage im Jahr. Nelson ist ein Bilderbuch-Surfer: braungebrannt, blonde Wuschellocken, durchtrainiert mit Sixpack. Ich dagegen: blass, untrainiert und mit sichtbarem Bauchansatz. Ob wir zusammenpassen?&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Hinter dem Surfstand fallen einem die VW-Bullis und Wohnmobile ins Auge, die hier wild campen. Die M&auml;nner tragen Hipsterb&auml;rte, die Frauen Cowboyboots &ndash; so wild und ungez&auml;hmt wie die zerkl&uuml;ftete Steilk&uuml;ste f&uuml;hlen sich auch die Leute hier. Surfen ist eben kein Sport, es ist ein Kult. Wenn man den Surfern hier zusieht, gehen im Kopf gleich die Beach Boys an: Fun, Fun, Fun &ndash; genau, darum geht es.</div> <div> &nbsp;</div> <div> F&uuml;r Einsteiger geht es aber auch eine Nummer komfortabler, als hier wild zu campen. Im Surfcamp k&ouml;nnen Urlauber mit Gleichgesinnten &uuml;bernachten und einen Kurs im Paketpreis buchen, zum Beispiel ein paar H&uuml;gel weiter in Ingrina in der N&auml;he von Sagres.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Eine Lodge mitten im gr&uuml;nen Hinterland, nichts als Natur und Surfer unter sich. Drau&szlig;en ein Pool zum Entspannen und einige H&auml;ngematten zum Abh&auml;ngen. In einiger Entfernung das Meer, eine Projektionsfl&auml;che f&uuml;r die Sehns&uuml;chte aller, die hier das Abenteuer suchen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Am Abend sitzen alle um den Esstisch und erz&auml;hlen: von den Wellen des Tages, von den besten Surfspots. Uli kocht Nudeln f&uuml;r alle, das gibt Kraft f&uuml;r den n&auml;chsten Tag. Auf den Tischen liegen Magazine, in denen die Helden der Szene auf Riesenwellen surfen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Realit&auml;t als Einsteiger sieht anders aus: Am n&auml;chsten Morgen steht am Amado Strand erstmal Trockenschwimmen an. Surflehrer Nelson l&auml;sst die Gruppe zum Aufw&auml;rmen Fangen spielen und Hampelmann machen. Dann erkl&auml;rt er die Grundfigur beim Surfen, einen Dreischritt. Eins &ndash; rechten Fu&szlig; aufstellen, zwei &ndash; linken Fu&szlig; aufs Brett, drei &ndash; aufstehen und lossurfen. Klingt doch ganz einfach, oder?</div> <div> &nbsp;</div> <div> Also ab ins Wasser. Ich lerne, was Wei&szlig;wasser ist: der flache Bereich, wei&szlig; vom Schaum der Wellen. Hier sind sie kleiner, weil sie sich schon gebrochen haben. Nelson ruft: Eins, zwei, drei, dann &uuml;bert&ouml;nt die Welle ihn, und ich werde unfreiwillig zum Schaumschl&auml;ger im Wei&szlig;wasser. Einigen anderen aus dem Kurs geht es auch so. Nur die Kinder sausen an mir vorbei und stehen dabei sicher auf dem Board. Frechheit! F&uuml;r mich geht dagegen die Salzwasser-Verkostung weiter.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Dieser Kurs ist eine Lektion in Demut. Und im Auf-sich-allein-gestellt-sein. Da ist nichts au&szlig;er der Welle, deinem Brett und dir. Existenzialismus pur. Und die H&ouml;lle, das sind die anderen. Die einem vom Strand aus zuschauen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Eine gro&szlig;e Welle rollt heran, &ouml;ffnet ihr Maul und verschlingt mich. Happs. Im Bauch der Welle unter Wasser ist es ganz still. Hat was von Jonas und der Wal. Jetzt hilft nur noch beten.</div> <div> &nbsp;</div> <div> In Gedanken sehe ich mich schon als untergegangenen Schiffbr&uuml;chigen auf dem Meeresgrund treiben. Ich stelle mir vor, wie ein Fisch elegant vorbeigleitet. &raquo;Was machst du denn hier?&laquo; &ndash; &laquo;Ich wollte surfen lernen.&laquo; &ndash; &raquo;Typisch, diese Touristen!&laquo;, sagt der Fisch und schwimmt weiter. Dann ist der Spuk zum Gl&uuml;ck vorbei, die Welle spuckt mich wieder aus, und ich japse nach Luft.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Also kurze Pause, so wird das nichts. Ich will zu schnell zu viel. Surfen lernen hei&szlig;t Geduld lernen. Nicht das Brett beherrschen wollen, sondern sich einfach von der Welle treiben lassen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Da kommt eine gute Welle. Also los: paddeln, rechter Fu&szlig;, linker Fu&szlig; &ndash; platsch! Geht das schon wieder los? Nein, diesmal nicht. Nach gef&uuml;hlt 50 Versuchen endlich: anpaddeln, rechter Fu&szlig;, linker Fu&szlig;, und dann passiert es: Die Welle tr&auml;gt mich zum Strand hin. Gleiten, schweben.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Hinterher geht es zur Imbissbude &uuml;ber der Bucht, wo die Surfer mit einem Bier in der Hand in den Sonnenuntergang schauen. Mein Tag als Schaumschl&auml;ger l&auml;uft noch einmal vor meinen Augen ab: Eine kleine Wei&szlig;wasserwelle lang durfte ich auf der gro&szlig;en Surfwelle mitreiten. Ein Erlebnis war es allemal. Ein kleiner Schritt f&uuml;r echte Surfer wie Nelson, ein gro&szlig;er Schritt f&uuml;r einen M&ouml;chtegern-Surfer wie mich.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Surfcamps an der Algarve</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>&nbsp;Puresurfcamps:</strong> Camps bei Sagres in Ingrina (M&auml;rz bis Oktober) und Raposeira (ganzj&auml;hrig), Zimmer f&uuml;r 2 bis 6 Personen, au&szlig;erdem kleine Holzkabinen. Preise beginnen bei 299 Euro f&uuml;r eine Woche in der Kabine mit 2-Tage-Kurs inklusive Fr&uuml;hst&uuml;ck.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Algarve Adventure:</strong> Camp in Arrifana an der Westk&uuml;ste, nur 850 Meter vom Strand. Ganzj&auml;hrig buchbar, Zimmer f&uuml;r 2 bis 4 Personen, 7 N&auml;chte mit 5-Tage-Kurs ab 359 Euro.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Wave Culture:</strong> Lodge in Burgau an der S&uuml;dk&uuml;ste, Zimmer f&uuml;r 2 bis 4 Personen am Meer, 7 N&auml;chte im Vierbettzimmer ab 230 Euro in der Nebensaison, 3 Tage Surfkurs ab 150 Euro.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Amado Surfcamp: </strong>Camp in Carrapateira n&ouml;rdlich vom Amado-Strand (M&auml;rz bis Oktober). Zelte, Bungalows und ein Holzhaus f&uuml;r bis zu 5 Personen. Au&szlig;erdem ein Surfhaus in Sagres (ganzj&auml;hrig). 6 Tage mit t&auml;glichem Kurs und Fr&uuml;hst&uuml;ck ab 255 Euro.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Mission to Surf: </strong>Villa bei Arrifana (Mitte April bis Ende Oktober) mit Doppel- und Mehrbettzimmern. Eine Woche mit 5 Tagen Unterricht ab 370 Euro, im Zelt ab 300 Euro.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Anreise:</strong> Von mehreren deutschen Flugh&auml;fen gibt es Direktverbindungen nach Faro. Neben der portugiesischen TAP und Lufthansa haben auch einige Billigflieger das Ziel im Programm.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Reisezeit:</strong> Im Hochsommer erreichen die Temperaturen mehr als 30 Grad. Daher sind die Monate M&auml;rz bis Juni und September bis Oktober f&uuml;r Sporturlauber gut geeignet. Auch im Oktober kann man noch baden.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Informationen: </strong>Portugiesisches Fremdenverkehrsamt, Zimmerstra&szlig;e 56, 10117 Berlin, Tel. 030-25410671, E-Mail: info.germany@turismodeportugal.pt</div> <div> &nbsp;</div> <div> Algarve Tourism Bureau, Avenida 5 de Outubro, 18, P-8000-076 Faro Tel.: 00351-289-800466, E-Mail: ata@atalgarve.pt</div> <div> &nbsp;</div> <div> (07.09.2017, dpa)<br /> &nbsp;</div> <div> {module=[1036]}</div> Italien: Mit Vatikan-Botschafterin in Trastevere 2017-09-05T11:27:05Z 2017-09-05T11:27:05Z http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/italien-mit-vatikan-botschafterin-in-trastevere.html Administrator webmaster@reise-preise.de <h3> Italien</h3> <h2> Mit Vatikan-Botschafterin in Trastevere</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Ort zum Verweilen: der Brunnen auf der Piazza Santa Maria in Trastevere am Nachmittag" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/italien-trastevere-brunnen.jpg" title="Ort zum Verweilen: der Brunnen auf der Piazza Santa Maria in Trastevere am Nachmittag ##Foto: Christoph Driessen/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Annette Schavan ist die erste Frau als st&auml;ndige Vertreterin Deutschlands beim Papst. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Ex-Ministerin in Rom viele Lieblingsorte erschlossen. Einer aber hat es ihr ganz besonders angetan.</strong></p> <p> Morgens um 10:00 Uhr ist die Piazza Santa Maria in Trastevere leer gefegt wie ein italienischer Dorfplatz. Auf den Stufen des Brunnens steht eine einzelne Frau und blinzelt in die Sonne. Schwarzes Poloshirt, schlohwei&szlig;e Haare.</p> <div> Kaum ein deutscher Tourist d&uuml;rfte in ihr noch die fr&uuml;here Bundesbildungsministerin Annette Schavan erkennen, die 2013 nach Plagiatsvorw&uuml;rfen zur&uuml;cktrat und von der Berliner Bildfl&auml;che verschwand.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Ein Jahr sp&auml;ter ging Schavan als Vatikan-Botschafterin nach Rom, als erste Frau an der Spitze der st&auml;ndigen Vertretung Deutschlands beim Papst. Mittlerweile ist sie eine kundige R&ouml;merin mit vielen pers&ouml;nlichen Lieblingspl&auml;tzen in der Stadt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Wenn sie sich aber f&uuml;r einen entscheiden muss, dann ist es dieser Platz in Trastevere, dem einstigen Arbeiterviertel &raquo;jenseits des Tibers&laquo;, so die Bedeutung des Namens. &raquo;F&uuml;r mich ist es gleichsam das Dorf in der Stadt&laquo;, sagt sie. &raquo;Ein Dorf mit einer besonderen Botschaft.&laquo;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die 62 Jahre alte Rheinl&auml;nderin erz&auml;hlt im Gehen. &raquo;Wenn wir heute Abend durch Trastevere gehen, dann wimmelt es hier von Touristen&laquo;, sagt sie. &raquo;Trastevere ist Kult. Ein wunderbares Fleckchen &ndash; auch f&uuml;r den klassischen Touristen. Aber so wie jetzt &ndash; ganz still und leer &ndash; mag ich es besonders.&laquo; Es liegt etwas sehr Friedliches &uuml;ber dem Viertel. Aus einem offenen Fenster erklingt Musik, ein Hund bellt.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Als Theologin und praktizierende Katholikin erlebt Schavan nun aus n&auml;chster N&auml;he, wie Papst Franziskus die Kirche umkrempelt. Unter den S&auml;ulenkolonnaden des Petersplatzes sp&uuml;rt man davon als Au&szlig;enstehender allerdings wenig. In Trastevere schon mehr.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Santa Maria, die uralte Basilika im Zentrum des Viertels, ist ein Ort, den Franziskus mehrfach besucht hat. Hier hat er die wachsende Armut in Europa angeprangert. Die &auml;lteste Marienkirche Roms ist Sitz der Laienbewegung Sant&#39;Egidio, begr&uuml;ndet von dem Karlspreistr&auml;ger Andrea Riccardi und bekannt f&uuml;r ihre Friedensarbeit und ihr Engagement f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Jeden Abend um 20:30 Uhr treffen sich hier Menschen aus aller Welt zu einem Friedensgebet der Laienbewegung Sant&#39;Egidio, die von Andrea Riccardi gegr&uuml;ndet wurde und f&uuml;r ihre Friedensarbeit und ihr Engagement f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge bekannt ist.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Von der Piazza aus kann man einfach in eine der krummen Gassen abbiegen &ndash; welche, ist egal. Hitzegetr&auml;nkte Fassaden br&ouml;ckeln malerisch vor sich hin. Zitronenb&auml;umchen in Terrakotta-T&ouml;pfen verstr&ouml;men balsamische D&uuml;fte. Glockent&ouml;ne wehen durch die Luft. In den Caf&eacute;s r&uuml;hren vereinzelte G&auml;ste wie in Trance im Cappuccino.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Piazza Sant&#39;Egidio. Wieder so ein Pl&auml;tzchen, das auf fast kitschige Art malerisch ist &ndash; w&auml;ren da nicht die beiden Soldaten mit ihrem Panzerwagen und ihren Maschinenpistolen vor der zierlichen Kirche.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Das ehemalige Karmeliten-Kloster Sant&#39;Egidio wirkt von au&szlig;en unscheinbar und ist doch seit Jahrzehnten Treffpunkt von Politikern, Aktivisten und den Kirchenleuten von Sant&#39;Egidio rund um Andrea Riccardi. 1992 wurde hier der Friedensvertrag von Mosambik abgeschlossen, der 16 Jahre B&uuml;rgerkrieg beendete. Auch im Libanon, in Guatemala und im Kosovo vermittelten die &raquo;Friedensstifter von Trastevere&laquo; wichtige Abkommen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Im Inneren wirkt die Kirche mit ihren wei&szlig; get&uuml;nchten W&auml;nden unr&ouml;misch n&uuml;chtern, fast protestantisch. &raquo;Es gibt hier in Trastevere viele kleine Kirchen und Kreuzg&auml;nge&laquo;, schw&auml;rmt Schavan. &raquo;Orte der totalen Stille mitten in der l&auml;rmenden Stadt.&laquo; &Uuml;ber die Geschichte Roms aus Sicht der kleinen Leute erz&auml;hlt das ebenfalls an der Piazza gelegene Museo di Roma in Trastevere.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Schavan empfiehlt die &raquo;Trattoria degli Amici&laquo;, das Lokal der Freunde. &raquo;Ein inklusives Restaurant, seit vielen Jahren arbeiten dort Menschen mit Behinderungen&laquo;, erz&auml;hlt sie. &raquo;In dieser Trattoria kann man nicht nur lecker essen und guten italienischen Wein bekommen, man unterst&uuml;tzt auch noch eine tolle Idee.&laquo;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Reiseziel: Der Stadtteil und das einstige Arbeiterviertel Trastevere liegt westlich des Tiber.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Anreise: Rom ist von Deutschland aus &uuml;ber zahlreiche Direktfl&uuml;ge von mehreren deutschen St&auml;dten erreichbar.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Informationen: Italienische Zentrale f&uuml;r Tourismus, Barckhausstra&szlig;e 10, 60325 Frankfurt, Tel. 069-237434, E-Mail: frankfurt@enit.it</div> <div> <br /> (05.09.2017, dpa)<br /> &nbsp;</div> <div> {module=[1036]}</div> <h3> Italien</h3> <h2> Mit Vatikan-Botschafterin in Trastevere</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Ort zum Verweilen: der Brunnen auf der Piazza Santa Maria in Trastevere am Nachmittag" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/italien-trastevere-brunnen.jpg" title="Ort zum Verweilen: der Brunnen auf der Piazza Santa Maria in Trastevere am Nachmittag ##Foto: Christoph Driessen/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Annette Schavan ist die erste Frau als st&auml;ndige Vertreterin Deutschlands beim Papst. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Ex-Ministerin in Rom viele Lieblingsorte erschlossen. Einer aber hat es ihr ganz besonders angetan.</strong></p> <p> Morgens um 10:00 Uhr ist die Piazza Santa Maria in Trastevere leer gefegt wie ein italienischer Dorfplatz. Auf den Stufen des Brunnens steht eine einzelne Frau und blinzelt in die Sonne. Schwarzes Poloshirt, schlohwei&szlig;e Haare.</p> <div> Kaum ein deutscher Tourist d&uuml;rfte in ihr noch die fr&uuml;here Bundesbildungsministerin Annette Schavan erkennen, die 2013 nach Plagiatsvorw&uuml;rfen zur&uuml;cktrat und von der Berliner Bildfl&auml;che verschwand.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Ein Jahr sp&auml;ter ging Schavan als Vatikan-Botschafterin nach Rom, als erste Frau an der Spitze der st&auml;ndigen Vertretung Deutschlands beim Papst. Mittlerweile ist sie eine kundige R&ouml;merin mit vielen pers&ouml;nlichen Lieblingspl&auml;tzen in der Stadt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Wenn sie sich aber f&uuml;r einen entscheiden muss, dann ist es dieser Platz in Trastevere, dem einstigen Arbeiterviertel &raquo;jenseits des Tibers&laquo;, so die Bedeutung des Namens. &raquo;F&uuml;r mich ist es gleichsam das Dorf in der Stadt&laquo;, sagt sie. &raquo;Ein Dorf mit einer besonderen Botschaft.&laquo;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die 62 Jahre alte Rheinl&auml;nderin erz&auml;hlt im Gehen. &raquo;Wenn wir heute Abend durch Trastevere gehen, dann wimmelt es hier von Touristen&laquo;, sagt sie. &raquo;Trastevere ist Kult. Ein wunderbares Fleckchen &ndash; auch f&uuml;r den klassischen Touristen. Aber so wie jetzt &ndash; ganz still und leer &ndash; mag ich es besonders.&laquo; Es liegt etwas sehr Friedliches &uuml;ber dem Viertel. Aus einem offenen Fenster erklingt Musik, ein Hund bellt.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Als Theologin und praktizierende Katholikin erlebt Schavan nun aus n&auml;chster N&auml;he, wie Papst Franziskus die Kirche umkrempelt. Unter den S&auml;ulenkolonnaden des Petersplatzes sp&uuml;rt man davon als Au&szlig;enstehender allerdings wenig. In Trastevere schon mehr.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Santa Maria, die uralte Basilika im Zentrum des Viertels, ist ein Ort, den Franziskus mehrfach besucht hat. Hier hat er die wachsende Armut in Europa angeprangert. Die &auml;lteste Marienkirche Roms ist Sitz der Laienbewegung Sant&#39;Egidio, begr&uuml;ndet von dem Karlspreistr&auml;ger Andrea Riccardi und bekannt f&uuml;r ihre Friedensarbeit und ihr Engagement f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Jeden Abend um 20:30 Uhr treffen sich hier Menschen aus aller Welt zu einem Friedensgebet der Laienbewegung Sant&#39;Egidio, die von Andrea Riccardi gegr&uuml;ndet wurde und f&uuml;r ihre Friedensarbeit und ihr Engagement f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge bekannt ist.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Von der Piazza aus kann man einfach in eine der krummen Gassen abbiegen &ndash; welche, ist egal. Hitzegetr&auml;nkte Fassaden br&ouml;ckeln malerisch vor sich hin. Zitronenb&auml;umchen in Terrakotta-T&ouml;pfen verstr&ouml;men balsamische D&uuml;fte. Glockent&ouml;ne wehen durch die Luft. In den Caf&eacute;s r&uuml;hren vereinzelte G&auml;ste wie in Trance im Cappuccino.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Piazza Sant&#39;Egidio. Wieder so ein Pl&auml;tzchen, das auf fast kitschige Art malerisch ist &ndash; w&auml;ren da nicht die beiden Soldaten mit ihrem Panzerwagen und ihren Maschinenpistolen vor der zierlichen Kirche.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Das ehemalige Karmeliten-Kloster Sant&#39;Egidio wirkt von au&szlig;en unscheinbar und ist doch seit Jahrzehnten Treffpunkt von Politikern, Aktivisten und den Kirchenleuten von Sant&#39;Egidio rund um Andrea Riccardi. 1992 wurde hier der Friedensvertrag von Mosambik abgeschlossen, der 16 Jahre B&uuml;rgerkrieg beendete. Auch im Libanon, in Guatemala und im Kosovo vermittelten die &raquo;Friedensstifter von Trastevere&laquo; wichtige Abkommen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Im Inneren wirkt die Kirche mit ihren wei&szlig; get&uuml;nchten W&auml;nden unr&ouml;misch n&uuml;chtern, fast protestantisch. &raquo;Es gibt hier in Trastevere viele kleine Kirchen und Kreuzg&auml;nge&laquo;, schw&auml;rmt Schavan. &raquo;Orte der totalen Stille mitten in der l&auml;rmenden Stadt.&laquo; &Uuml;ber die Geschichte Roms aus Sicht der kleinen Leute erz&auml;hlt das ebenfalls an der Piazza gelegene Museo di Roma in Trastevere.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Schavan empfiehlt die &raquo;Trattoria degli Amici&laquo;, das Lokal der Freunde. &raquo;Ein inklusives Restaurant, seit vielen Jahren arbeiten dort Menschen mit Behinderungen&laquo;, erz&auml;hlt sie. &raquo;In dieser Trattoria kann man nicht nur lecker essen und guten italienischen Wein bekommen, man unterst&uuml;tzt auch noch eine tolle Idee.&laquo;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Reiseziel: Der Stadtteil und das einstige Arbeiterviertel Trastevere liegt westlich des Tiber.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Anreise: Rom ist von Deutschland aus &uuml;ber zahlreiche Direktfl&uuml;ge von mehreren deutschen St&auml;dten erreichbar.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Informationen: Italienische Zentrale f&uuml;r Tourismus, Barckhausstra&szlig;e 10, 60325 Frankfurt, Tel. 069-237434, E-Mail: frankfurt@enit.it</div> <div> <br /> (05.09.2017, dpa)<br /> &nbsp;</div> <div> {module=[1036]}</div> Fluss, Land, Stadt: Kreuz und quer über den Mississippi 2017-08-30T08:04:32Z 2017-08-30T08:04:32Z http://www.reise-preise.de/reisetipps/nordamerika/fluss-land-stadt-kreuz-und-quer-ueber-den-mittleren-mississippi.html Administrator webmaster@reise-preise.de <h3> Fluss, Land, Stadt</h3> <h2> Kreuz und quer &uuml;ber den Mississippi</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Die größte Stadt im US-Bundesstaat Missouri: Die Aussichtskanzel des Gateway Arch bietet einen guten Blick herunter auf St. Louis." class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/missouri-st-louis.jpg" title="Die größte Stadt im US-Bundesstaat Missouri: Die Aussichtskanzel des Gateway Arch bietet einen guten Blick herunter auf St. Louis##Foto: Christian Röwekamp/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Fr&uuml;her war der Mississippi eine Grenze, politisch wie psychologisch. Dahinter begann der Wilde Westen, den sich die USA im Laufe des 19. Jahrhunderts langsam eroberten. Von der Grenze ist nichts mehr zu sp&uuml;ren. Doch auch heute erleben Besucher eine Region der Gegens&auml;tze.</strong></p> <p> &Uuml;ppig sprie&szlig;en Petunien aus kniehohen Pflanzk&uuml;beln. &Auml;ltere Paare schlendern &uuml;ber den Boulevard. Im Hintergrund flie&szlig;t tr&auml;ge der Mississippi.</p> <div> Ein Frachtschiff stemmt sich gegen den Strom, doch es ist zu weit entfernt, um Motorenl&auml;rm bis ans Westufer des bekanntesten Flusses der USA zu werfen. Ein wenig landeinw&auml;rts funkelt die Kuppel des County-Verwaltungsgeb&auml;udes im Licht des Sonnenuntergangs. Es ist die reinste Idylle, die der Riverwalk von Dubuque im Osten von Iowa an diesem Sommerabend verstr&ouml;mt. Kleinstadt-Amerika von seiner sch&ouml;nsten Seite.&nbsp;<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Szenen wie diese bleiben im Kopf nach einer Reise an den Mittellauf des Mississippi, in die US-Bundesstaaten Iowa, Illinois und Missouri. Ebenso aber bleiben Erinnerungen an leerstehende Lagerh&auml;user, zugenagelte L&auml;den und eingest&uuml;rzte Wohngeb&auml;ude.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Der Mississippi ist noch immer ein wichtiger Transportweg vor allem f&uuml;r Agrarprodukte aus dem Mittleren Westen. Doch manche St&auml;dte an seinen Ufern haben bessere Zeiten gesehen. Einige sind so einladend wie Dubuque. Andere wie Cairo im &auml;u&szlig;ersten S&uuml;den von Illinois wirken in Teilen so, als seien sich selbst &uuml;berlassen worden.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Es ist die Great River Road, die dabei hilft, links und rechts des Mississippi ein in vielerlei Hinsicht widerspr&uuml;chliches Amerika zu erkunden. Im Range eines &raquo;National Scenic Byway&laquo; schl&auml;ngelt sich die gut ausgeschilderte Route durch die meist flache Landschaft, vorbei an endlos erscheinenden Mais- und Sojabohnenfeldern, ab und zu durch kleine W&auml;lder und nicht immer mit direktem Blick auf den Fluss.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Genutzt wird die Touristenroute vor allem von Einheimischen, wie man leicht feststellt, wenn man abends im Diner miteinander ins Gespr&auml;ch kommt. Urlauber aus &Uuml;bersee sind &ndash; anders als in New York, Florida oder Kalifornien &ndash; eher selten anzutreffen am mittleren Mississippi. Und das, obwohl die Region genau jene Eindr&uuml;cke bietet, die viele Menschen auf Reisen so gerne suchen: authentischen Alltag.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Eine Reise zwischen Dubuque im Norden und Cairo im S&uuml;den f&uuml;hrt einmal die komplette Westgrenze von Illinois entlang, die der Mississippi bildet. Auf Highways abseits des Flusses w&auml;ren das acht Stunden. Auf der Great River Road sind dagegen drei bis vier Tage ein angemessener Zeitraum. Sonst bliebe keine Zeit f&uuml;r die kleinen Attraktionen am Wegrand. Immer wieder geht es dabei kreuz und quer &uuml;ber den Fluss.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Einer der sch&ouml;nsten Orte an der Great River Road ist Galena in Illinois, nur eine kurze Distanz von Dubuque entfernt. Kurz vor dem US-B&uuml;rgerkrieg erlebte die Stadt ihren Boom &ndash; noch heute zu erkennen an den vielen Rotziegelgeb&auml;uden und bunten Holzh&auml;usern. Damals kamen manchmal gut 500 Reisende am Tag in Galena an, auf Durchreise zu den St&auml;dten im Norden und Westen des Landes, die damals neu entstanden. Heute sehen sich gut eine Million Besucher im Jahr die Stadt an.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Zur&uuml;ck an den Fluss: Viele Lagerh&auml;user in St&auml;dten wie Davenport, Burlington und Keokuk in Iowa oder Moline in Illinois stehen heute leer oder sind in B&uuml;ros verwandelt worden. Die St&auml;dte haben Teile ihrer Flussufer in Parks verwandelt. An der Riverfront in Davenport treffen sich die Angler, Entenf&uuml;tterer und Jogger. Kleinstadt-Amerika von seiner ganz allt&auml;glichen Seite.</div> <div> &nbsp;</div> <div> S&uuml;dlich der Grenze von Iowa und Missouri liegt Hannibal. Es ist der Ort der Kindheit von Samuel Langhorne Clemens, der unter dem Namen Mark Twain weltber&uuml;hmt wurde und dessen Verbundenheit mit Hannibal in klingende M&uuml;nze verwandelt wird. Vom Hotel bis zur Besucherh&ouml;hle: Viele Pl&auml;tze locken mit Twains Namen, ein Museum zu Ehren des Schriftstellers gibt es nat&uuml;rlich auch.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Zur&uuml;ck ans Ostufer des Flusses: Bei Grafton und Alton f&uuml;hrt die Great River Road mal f&uuml;r einige Meilen unmittelbar am Mississippi entlang. Etwas weiter s&uuml;dlich l&auml;dt der knapp 55 Meter hohe Lewis &amp; Clark Confluence Tower mit seinen drei Aussichtsplattformen zu einem Stopp ein. Zu sehen gibt es von dort &ndash; allerdings aus einiger Distanz &ndash; die M&uuml;ndung des Missouri River in den Mississippi.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nach der langen &Uuml;berlandfahrt am Fluss entlang wartet etwas s&uuml;dlich die gr&ouml;&szlig;te Stadt am Mittellauf des Mississippi: St. Louis. Einst wichtigster Ort auf dem Weg in den Westen &uuml;berhaupt, ist sie in den vergangenen Jahrzehnten ziemlich in Verruf gekommen, wegen der Kriminalit&auml;t. All das erscheint allerdings weit weg, wenn man unter der gr&ouml;&szlig;ten Attraktion in St. Louis steht: dem 192 Meter hohen Gateway Arch, der 1963 bis 1965 als Teil des Jefferson National Expansion Memorials gebaut wurde. Der gewaltige Bogen symbolisiert das Tor zum Westen, das sich mit der Expedition von Meriwether Lewis und William Clark &ouml;ffnete. Sie drangen im Auftrag von US-Pr&auml;sident Jefferson von 1804 bis 1806 von St. Louis aus bis zum Pazifik vor und legten damit den Grundstein f&uuml;r die Eroberung des Wilden Westens.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Wie nahe Verfall und Wohlstand am Old Man River beieinander liegen k&ouml;nnen, zeigt sich auch, wenn man von St. Louis aus weiter nach S&uuml;den f&auml;hrt. Cape Girardeau pr&auml;sentiert sich als schmuckes St&auml;dtchen mit lebhaftem Zentrum. Nur 40 Autominuten weiter s&uuml;d&ouml;stlich folgt mit Cairo in Illinois wieder ein Ort mit viel Vergangenheit und wohl nur wenig Zukunft. Die meisten Gesch&auml;fte haben ihre Schaufenster mit Tapeten oder Zeitungen zugeklebt. Keine Petunien, keine schlendernden Paare. Kleinstadt-Amerika mal von seiner nicht ganz so sch&ouml;nen Seite.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Great River Road am Mississippi</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Fluss und Route:</strong> Der Mississippi ist etwa 3.770 Kilometer lang, flie&szlig;t &uuml;berwiegend in Nord-S&uuml;d-Richtung und ber&uuml;hrt zehn US-Staaten. Die Great River Road gibt es seit 1938. In Minnesota, wo die Quelle des Mississippi liegt, kreuzt sie mehrfach den Fluss. S&uuml;dlich davon verl&auml;uft sie &ndash; zum Teil mit einigem Abstand &ndash; entlang beider Ufer.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Anreise:</strong> Ein guter Ausgangspunkt f&uuml;r eine Reise zum Mittellauf des Mississippi ist Chicago. Nonstopfl&uuml;ge dorthin gibt es von mehreren deutschen Flugh&auml;fen aus. Von Chicago aus sind es per Auto etwa 270 Kilometer nach Dubuque in Iowa, etwa 480 Kilometer nach St. Louis in Missouri und etwa 620 Kilometer nach Cairo im S&uuml;den von Illinois. Umsteigeverbindungen nach St. Louis gibt es von vielen US-Flugh&auml;fen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Einreise: </strong>Deutsche Urlauber brauchen kein Visum, m&uuml;ssen sich online aber eine elektronische Einreiseerlaubnis (Esta) besorgen. Sie kostet 14 US-Dollar und gilt zwei Jahre lang.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Reisezeit:</strong> Kalte Winter und hei&szlig;e, oft schw&uuml;le und regnerische Sommer bestimmen das Klima in der Region. Die Tagesh&ouml;chsttemperatur liegt in St. Louis von Mitte Juni bis August meist bei mehr als 30 Grad. Gute Reisezeiten sind September/Oktober sowie Ende April bis Mitte Juni.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>&Uuml;bernachtung: </strong>In den gr&ouml;&szlig;eren Orten beiderseits des Flusses sind in der Regel mehrere Hotels bekannter Ketten wie Hampton Inn, Days Inn, Holiday Inn, Super 8 Motel oder Best Western vertreten. Auch in der Hochsaison sind Zimmer in der Regel auch kurzfristig zu bekommen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Geld: </strong>F&uuml;r einen Euro bekommen Reisende etwa 1,18 US-Dollar (Stand: August 2017). Das Bezahlen mit Kreditkarten ist sehr weit verbreitet.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Informationen:</strong> Die US-Staaten, die der Mississippi ber&uuml;hrt, betreiben gemeinsam die Info-Website. Weiterf&uuml;hrende Informationen im Netz unter Great Rivers Country f&uuml;r Illinois c/o Wiechmann Tourism Service, Scheidswaldstra&szlig;e 73, 60385 Frankfurt/Main, Tel. &nbsp;069-25538280, E-Mail: illinois@wiechmann.de sowie f&uuml;r Missouri und f&uuml;r Iowa.</div> <div> <br /> (30.08.2017, dpa)<br /> &nbsp;</div> <div> {module=[1036]}</div> <h3> Fluss, Land, Stadt</h3> <h2> Kreuz und quer &uuml;ber den Mississippi</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Die größte Stadt im US-Bundesstaat Missouri: Die Aussichtskanzel des Gateway Arch bietet einen guten Blick herunter auf St. Louis." class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/missouri-st-louis.jpg" title="Die größte Stadt im US-Bundesstaat Missouri: Die Aussichtskanzel des Gateway Arch bietet einen guten Blick herunter auf St. Louis##Foto: Christian Röwekamp/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Fr&uuml;her war der Mississippi eine Grenze, politisch wie psychologisch. Dahinter begann der Wilde Westen, den sich die USA im Laufe des 19. Jahrhunderts langsam eroberten. Von der Grenze ist nichts mehr zu sp&uuml;ren. Doch auch heute erleben Besucher eine Region der Gegens&auml;tze.</strong></p> <p> &Uuml;ppig sprie&szlig;en Petunien aus kniehohen Pflanzk&uuml;beln. &Auml;ltere Paare schlendern &uuml;ber den Boulevard. Im Hintergrund flie&szlig;t tr&auml;ge der Mississippi.</p> <div> Ein Frachtschiff stemmt sich gegen den Strom, doch es ist zu weit entfernt, um Motorenl&auml;rm bis ans Westufer des bekanntesten Flusses der USA zu werfen. Ein wenig landeinw&auml;rts funkelt die Kuppel des County-Verwaltungsgeb&auml;udes im Licht des Sonnenuntergangs. Es ist die reinste Idylle, die der Riverwalk von Dubuque im Osten von Iowa an diesem Sommerabend verstr&ouml;mt. Kleinstadt-Amerika von seiner sch&ouml;nsten Seite.&nbsp;<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Szenen wie diese bleiben im Kopf nach einer Reise an den Mittellauf des Mississippi, in die US-Bundesstaaten Iowa, Illinois und Missouri. Ebenso aber bleiben Erinnerungen an leerstehende Lagerh&auml;user, zugenagelte L&auml;den und eingest&uuml;rzte Wohngeb&auml;ude.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Der Mississippi ist noch immer ein wichtiger Transportweg vor allem f&uuml;r Agrarprodukte aus dem Mittleren Westen. Doch manche St&auml;dte an seinen Ufern haben bessere Zeiten gesehen. Einige sind so einladend wie Dubuque. Andere wie Cairo im &auml;u&szlig;ersten S&uuml;den von Illinois wirken in Teilen so, als seien sich selbst &uuml;berlassen worden.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Es ist die Great River Road, die dabei hilft, links und rechts des Mississippi ein in vielerlei Hinsicht widerspr&uuml;chliches Amerika zu erkunden. Im Range eines &raquo;National Scenic Byway&laquo; schl&auml;ngelt sich die gut ausgeschilderte Route durch die meist flache Landschaft, vorbei an endlos erscheinenden Mais- und Sojabohnenfeldern, ab und zu durch kleine W&auml;lder und nicht immer mit direktem Blick auf den Fluss.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Genutzt wird die Touristenroute vor allem von Einheimischen, wie man leicht feststellt, wenn man abends im Diner miteinander ins Gespr&auml;ch kommt. Urlauber aus &Uuml;bersee sind &ndash; anders als in New York, Florida oder Kalifornien &ndash; eher selten anzutreffen am mittleren Mississippi. Und das, obwohl die Region genau jene Eindr&uuml;cke bietet, die viele Menschen auf Reisen so gerne suchen: authentischen Alltag.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Eine Reise zwischen Dubuque im Norden und Cairo im S&uuml;den f&uuml;hrt einmal die komplette Westgrenze von Illinois entlang, die der Mississippi bildet. Auf Highways abseits des Flusses w&auml;ren das acht Stunden. Auf der Great River Road sind dagegen drei bis vier Tage ein angemessener Zeitraum. Sonst bliebe keine Zeit f&uuml;r die kleinen Attraktionen am Wegrand. Immer wieder geht es dabei kreuz und quer &uuml;ber den Fluss.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Einer der sch&ouml;nsten Orte an der Great River Road ist Galena in Illinois, nur eine kurze Distanz von Dubuque entfernt. Kurz vor dem US-B&uuml;rgerkrieg erlebte die Stadt ihren Boom &ndash; noch heute zu erkennen an den vielen Rotziegelgeb&auml;uden und bunten Holzh&auml;usern. Damals kamen manchmal gut 500 Reisende am Tag in Galena an, auf Durchreise zu den St&auml;dten im Norden und Westen des Landes, die damals neu entstanden. Heute sehen sich gut eine Million Besucher im Jahr die Stadt an.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Zur&uuml;ck an den Fluss: Viele Lagerh&auml;user in St&auml;dten wie Davenport, Burlington und Keokuk in Iowa oder Moline in Illinois stehen heute leer oder sind in B&uuml;ros verwandelt worden. Die St&auml;dte haben Teile ihrer Flussufer in Parks verwandelt. An der Riverfront in Davenport treffen sich die Angler, Entenf&uuml;tterer und Jogger. Kleinstadt-Amerika von seiner ganz allt&auml;glichen Seite.</div> <div> &nbsp;</div> <div> S&uuml;dlich der Grenze von Iowa und Missouri liegt Hannibal. Es ist der Ort der Kindheit von Samuel Langhorne Clemens, der unter dem Namen Mark Twain weltber&uuml;hmt wurde und dessen Verbundenheit mit Hannibal in klingende M&uuml;nze verwandelt wird. Vom Hotel bis zur Besucherh&ouml;hle: Viele Pl&auml;tze locken mit Twains Namen, ein Museum zu Ehren des Schriftstellers gibt es nat&uuml;rlich auch.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Zur&uuml;ck ans Ostufer des Flusses: Bei Grafton und Alton f&uuml;hrt die Great River Road mal f&uuml;r einige Meilen unmittelbar am Mississippi entlang. Etwas weiter s&uuml;dlich l&auml;dt der knapp 55 Meter hohe Lewis &amp; Clark Confluence Tower mit seinen drei Aussichtsplattformen zu einem Stopp ein. Zu sehen gibt es von dort &ndash; allerdings aus einiger Distanz &ndash; die M&uuml;ndung des Missouri River in den Mississippi.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nach der langen &Uuml;berlandfahrt am Fluss entlang wartet etwas s&uuml;dlich die gr&ouml;&szlig;te Stadt am Mittellauf des Mississippi: St. Louis. Einst wichtigster Ort auf dem Weg in den Westen &uuml;berhaupt, ist sie in den vergangenen Jahrzehnten ziemlich in Verruf gekommen, wegen der Kriminalit&auml;t. All das erscheint allerdings weit weg, wenn man unter der gr&ouml;&szlig;ten Attraktion in St. Louis steht: dem 192 Meter hohen Gateway Arch, der 1963 bis 1965 als Teil des Jefferson National Expansion Memorials gebaut wurde. Der gewaltige Bogen symbolisiert das Tor zum Westen, das sich mit der Expedition von Meriwether Lewis und William Clark &ouml;ffnete. Sie drangen im Auftrag von US-Pr&auml;sident Jefferson von 1804 bis 1806 von St. Louis aus bis zum Pazifik vor und legten damit den Grundstein f&uuml;r die Eroberung des Wilden Westens.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Wie nahe Verfall und Wohlstand am Old Man River beieinander liegen k&ouml;nnen, zeigt sich auch, wenn man von St. Louis aus weiter nach S&uuml;den f&auml;hrt. Cape Girardeau pr&auml;sentiert sich als schmuckes St&auml;dtchen mit lebhaftem Zentrum. Nur 40 Autominuten weiter s&uuml;d&ouml;stlich folgt mit Cairo in Illinois wieder ein Ort mit viel Vergangenheit und wohl nur wenig Zukunft. Die meisten Gesch&auml;fte haben ihre Schaufenster mit Tapeten oder Zeitungen zugeklebt. Keine Petunien, keine schlendernden Paare. Kleinstadt-Amerika mal von seiner nicht ganz so sch&ouml;nen Seite.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Great River Road am Mississippi</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Fluss und Route:</strong> Der Mississippi ist etwa 3.770 Kilometer lang, flie&szlig;t &uuml;berwiegend in Nord-S&uuml;d-Richtung und ber&uuml;hrt zehn US-Staaten. Die Great River Road gibt es seit 1938. In Minnesota, wo die Quelle des Mississippi liegt, kreuzt sie mehrfach den Fluss. S&uuml;dlich davon verl&auml;uft sie &ndash; zum Teil mit einigem Abstand &ndash; entlang beider Ufer.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Anreise:</strong> Ein guter Ausgangspunkt f&uuml;r eine Reise zum Mittellauf des Mississippi ist Chicago. Nonstopfl&uuml;ge dorthin gibt es von mehreren deutschen Flugh&auml;fen aus. Von Chicago aus sind es per Auto etwa 270 Kilometer nach Dubuque in Iowa, etwa 480 Kilometer nach St. Louis in Missouri und etwa 620 Kilometer nach Cairo im S&uuml;den von Illinois. Umsteigeverbindungen nach St. Louis gibt es von vielen US-Flugh&auml;fen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Einreise: </strong>Deutsche Urlauber brauchen kein Visum, m&uuml;ssen sich online aber eine elektronische Einreiseerlaubnis (Esta) besorgen. Sie kostet 14 US-Dollar und gilt zwei Jahre lang.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Reisezeit:</strong> Kalte Winter und hei&szlig;e, oft schw&uuml;le und regnerische Sommer bestimmen das Klima in der Region. Die Tagesh&ouml;chsttemperatur liegt in St. Louis von Mitte Juni bis August meist bei mehr als 30 Grad. Gute Reisezeiten sind September/Oktober sowie Ende April bis Mitte Juni.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>&Uuml;bernachtung: </strong>In den gr&ouml;&szlig;eren Orten beiderseits des Flusses sind in der Regel mehrere Hotels bekannter Ketten wie Hampton Inn, Days Inn, Holiday Inn, Super 8 Motel oder Best Western vertreten. Auch in der Hochsaison sind Zimmer in der Regel auch kurzfristig zu bekommen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Geld: </strong>F&uuml;r einen Euro bekommen Reisende etwa 1,18 US-Dollar (Stand: August 2017). Das Bezahlen mit Kreditkarten ist sehr weit verbreitet.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Informationen:</strong> Die US-Staaten, die der Mississippi ber&uuml;hrt, betreiben gemeinsam die Info-Website. Weiterf&uuml;hrende Informationen im Netz unter Great Rivers Country f&uuml;r Illinois c/o Wiechmann Tourism Service, Scheidswaldstra&szlig;e 73, 60385 Frankfurt/Main, Tel. &nbsp;069-25538280, E-Mail: illinois@wiechmann.de sowie f&uuml;r Missouri und f&uuml;r Iowa.</div> <div> <br /> (30.08.2017, dpa)<br /> &nbsp;</div> <div> {module=[1036]}</div> Städtetrips Deutschland: Die besten Locations und Geheimtipps 2017-08-30T07:22:29Z 2017-08-30T07:22:29Z http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/staedtetrips-deutschland-die-besten-locations-und-geheimtipps.html Administrator webmaster@reise-preise.de <h3> St&auml;dtetrips Deutschland</h3> <h2> Die besten Locations und Geheimtipps</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Städtereisen sind beliebt" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/staedtereisen-deutschland-1.jpg" title="Städtereisen sind beliebt##Foto: fotolia.de © michaeljung" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>St&auml;dtereisen sind beliebt wie selten zuvor: <a href="http://www.n-tv.de/reise/Starke-Nachfrage-bei-Staedtereisen-article17184791.html" style="text-decoration: none" target="_blank">31,7 Millionen Kurzurlaubsreisende gab es 2015 in Deutschland</a> - eine riesige Menge. Besonders beliebt sind zum Beispiel M&uuml;nchen, Hamburg, Dresden und K&ouml;ln.&nbsp;</strong></p> <p> Doch oft zieht es die Touristen stets auf die gleichen, ausgelatschten Orte. Dieser Artikel verr&auml;t, warum St&auml;dtereisen &uuml;berhaupt so interessant sind und welche Dinge man in den St&auml;dten gesehen haben sollte, die nicht alle Touristen kennen.</p> <p> <strong>Warum St&auml;dtereisen so beliebt sind</strong></p> <div> St&auml;dtereisen passen einfach perfekt zu dem dynamischen Lebensgef&uuml;hl, das viele Menschen beim Reisen haben wollen. Denn anders als bei Fernreisen m&uuml;ssen sie nicht viel planen - ein freies Wochenende, ein paar Zugtickets, eine Unterkunft, schon kann es losgehen. Kein &nbsp;Und ganz sicher spielt auch die finanzielle Planungssicherheit eine Rolle, denn die Kosten kann man wesentlich besser im &Uuml;berblick behalten - die W&auml;hrung ist stets die gewohnte, die Preise m&ouml;gen sich zwar geringf&uuml;gig unterscheiden, aber im Gro&szlig;en und Ganzen bleiben sie &uuml;bersichtlicher.</div> <div> Und klar: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diese Frage stellte schon Goethe, und die deutschen St&auml;dte bieten mehr als genug Anreize, um sie zu erkunden.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>K&ouml;ln - Die Stadt am Rhing</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> K&ouml;ln ist eine Stadt mit ganz besonderem Lokalkolorit. Schlie&szlig;lich sind die Einwohner K&ouml;lns nicht umsonst ganz besonders stolz auf ihre Stadt und pflegen vielmehr als nur einen eigenen Dialekt. Kein Wunder, dass sich Eigenheiten entwickelt haben, denn die Geschichte der Stadt ist alt und reicht bis in die R&ouml;merzeit zur&uuml;ck. Im Mittelalter war K&ouml;ln mit etwa 40.000 Einwohnern die gr&ouml;&szlig;te Stadt Deutschlands - heute ist es eine gute Million von Menschen, die den K&ouml;lner Raum ihre Heimat nennen d&uuml;rfen.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Doch zwischen all den gro&szlig;en Sehensw&uuml;rdigkeiten der Stadt gehen oft sch&ouml;ne Pl&auml;tze v&ouml;llig unter. Ein gutes Beispiel ist etwa <a href="http://www.roemisch-germanisches-museum.de/Startseite" target="_blank">das r&ouml;misch-germanische Museum der Stadt</a>, das direkt neben dem Dom liegt und doch oft von Touristen &uuml;bersehen wird. Der Reiz besteht vor allem darin, sich zahlreiche Funde aus dem r&ouml;mischen Alltagsleben ansehen zu k&ouml;nnen und somit eine Reise in das ganz normale Leben der R&ouml;mer zu unternehmen. Wer keinen Cent daf&uuml;r zu zahlen bereit ist, kann sich auch neben dem Museum die gut erhaltene Hafenstra&szlig;e aus der r&ouml;mischen Zeit ansehen. Es handelt sich um die einzig begehbare r&ouml;mische Stra&szlig;e in einer deutschen Gro&szlig;stadt - also ab daf&uuml;r!</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nicht nur der Dom ist eine sehr bedeutende Kirche in K&ouml;ln. Ein Ausflug zur eindrucksvollen Gro&szlig; Sankt Martin lohnt sich nicht nur aufgrund ihrer sch&ouml;nen Architektur. Vor der Kirche stehen zwei Statuen. Diese hei&szlig;en T&uuml;nnes und Sch&auml;l und sind Karikaturen auf k&ouml;lsche Kleinb&uuml;rger, die urspr&uuml;nglich vom Lande stammen - sie werden bis heute zum Beispiel bei B&uuml;ttenreden gerne gespielt. Ein Griff an die Nase von T&uuml;nnes soll &uuml;brigens Gl&uuml;ck bringen, also keine falsche Scheu!</div> <div> &nbsp;</div> <div> Des Abends sollte man einen sch&ouml;nen Abstecher sollte man auf jeden Fall in die zahlreichen Brauh&auml;user machen, um ein K&ouml;lsch zu trinken. Achtung: F&uuml;r einen fr&ouml;hlichen Aufenthalt sollte man <a href="https://www.hotel.de/blog/koeln-guide/" target="_blank">zum Beispiel im Umgang mit dem K&ouml;bes</a>, dem Brauhaus-Kellner beachten, denn dieser ist in aller Regel nicht auf den Mund gefallen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Dresden - Das Elbflorenz</strong></div> <div> &nbsp;</div> <img alt="Blick auf die Frauenkirche in Dresden" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/staedtereisen-deutschland-2.jpg" title="Blick auf die Frauenkirche in Dresden##Foto: fotolia.de © eyetronic" width="293" /> <div> Dresden geh&ouml;rt zu den sehenswertesten St&auml;dten in den neuen Bundesl&auml;ndern. Das liegt nicht &quot;nur&quot; an den Klassikern, wie der Semperoper oder dem Zwinger, die die Stadt so bietet, sondern auch daran, dass es einige Geheimtipps gibt, die man sich beim Besuch nicht entgehen lassen sollte.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Zu den absolut sch&ouml;nsten und bemerkenswertesten Sehensw&uuml;rdigkeiten Dresdens geh&ouml;rt das sogenannte Blaue Wunder. Dabei handelt es sich um eine Elbbr&uuml;cke. Zu ihrem besonderen Namen kam sie durch die Tatsache, dass ihre Spannweite in der Zeit des Baus ohne Strompfeiler ein technisches Novum war. Der hellblaue Anstrich komplettiert dann den Namen. Wer sich also auch nur ann&auml;hernd f&uuml;r eine technische Meisterleistung, die vom Ende des neunzehnten Jahrhunderts stammt, interessiert und sich ins Bewusstsein ruft, dass das weitere Schicksal der Br&uuml;cke unklar ist, sollte die Gelegenheit unbedingt nutzen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <a href="https://www.festung-dresden.de/de/festung-dresden-bruehlsche-terrasse-stallhof/" target="_blank">Die Br&uuml;hlsche Terrasse</a> ist &uuml;brigens sehr zu empfehlen, denn bei einem Spaziergang am Albertinum und der Hochschule f&uuml;r Bildende K&uuml;nste kann man genial ins Elbtal hinabsehen und das Stadtpanorama bewundern - &nbsp;zehn Meter &uuml;ber der Elbe kein Problem.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Kulinarisch wird es im Rauschenbach-Deli. Dabei handelt es sich um ein klasse Caf&eacute; und Restaurant, das insgesamt 170 Kaffeespezialit&auml;ten, Weine und internationale Speisen anbietet. Das Viertel, zu dem das Rauschenach-Deli geh&ouml;rt, kann man f&uuml;r Gourmets ohnehin sehr empfehlen. Die sogenannte Wei&szlig;e Gase, die Tapas-Bars, Griechen und vieles mehr beherbergt, bietet etwas f&uuml;r jeden Geschmack.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Es lohnt sich, <a href="https://www.lonelyplanet.de/magazin/miniguides/geheimtipps-in-dresden.html" target="_blank">weitere Tipps zum Feiern, Bummeln und Entdecken</a> anzusehen, bevor man den Trip an die Elbe beginnt.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Hamburg hinter den Kulissen</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> Elbphilharmonie, Fischmarkt, der Michel, der Hafen und Co.: Klassische Adressen f&uuml;r einen St&auml;dtetrip nach Hamburg. Aber es geht auch anders!</div> <div> &nbsp;</div> <div> Wer sich zum Beispiel f&uuml;r die lange, subkulturelle Geschichte der Stadt interessiert, sollte unbedingt mal die Hafenstra&szlig;e besuchen. Hier gab es Anfang der 1980er-Jahre Hausbesetzer, die sich gegen den Rauswurf aus ihren H&auml;usern wehrten, die die Stadt abrei&szlig;en wollte, um damit f&uuml;r teurere Geb&auml;ude Platz zu machen - ein fr&uuml;hes Beispiel f&uuml;r die Gentrifizierung. Es lohnt sich &uuml;brigens, mal <a href="http://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Der-Kampf-um-die-besetzten-Haeuser,hafenstrasse155.html" target="_blank">die ganze Geschichte</a> zu lesen. Mittlerweile ist die Hafenstra&szlig;e zwar schicker, aber viele der ehemaligen Studenten wohnen immer noch dort und bewahren das originale Flair der Gegend.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Hamburg eignet sich auch genial zum Shoppen - und zwar weitab der gro&szlig;en Ketten von Unternehmen, die es &uuml;berall gibt. So gibt es im Karoviertel ein buntes Allerlei aus Gesch&auml;ften, das f&uuml;r jeden Geschmack etwas bietet. Dazu geh&ouml;rt zum Beispiel ein Plattenladen, der in der Tat das Paradies f&uuml;r Vinyl-Liebhaber und -Sammler darstellt. Genauso empfehlenswert ist der Sneaker-Laden &quot;Hot Dogs&quot;, der Sneaker auch aus vergangenen Zeiten anbietet und nicht nur die Massenware der Gegenwart. Im Karoviertel gibt es nat&uuml;rlich noch viele weitere Chancen, in Designer-L&auml;den ein individuelles Textil abzustauben, das nicht alle Menschen schon haben k&ouml;nnen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Fans des Autors Heinz Strunk, die seinen Roman &quot;Der Goldene Handschuh&quot; gelesen haben, sollten &uuml;brigens die Chance nutzen, der gleichnamigen Kneipe mal einen Besuch abzustatten. Die fr&uuml;here Stammkneipe des Serienm&ouml;rders Fritz Honka hat das ganze Jahr, jede Woche und jeden Tag die ganze Zeit auf. Nur ist das Milieu mittlerweile nicht mehr so extrem wie zu Honkas Zeiten, das Publikum ist wesentlich bunter, und, begr&uuml;&szlig;enswerterweise, auch erheblich gesitteter.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <img alt="Die Münchener Altstadt mit der Frauenkirche - im Hintergrund die Alpen" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/staedtereisen-deutschland-3.jpg" title="Die Münchener Altstadt mit der Frauenkirche - im Hintergrund die Alpen##Foto: fotolia.de © davis" width="293" /> <div> <strong>Isarmetropole M&uuml;nchen - das Herz von Bayern</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> M&uuml;nchen ist nicht nur die Hauptstadt Bayerns, die Heimat des Olympiastadions, der Frauenkirche und der Wiesn, sondern auch perfekt f&uuml;r Fans von Besichtigungen abseits ausgelatschter Pfade. Wer zum Beispiel einen &uuml;berragenden Blick &uuml;ber die Stadt haben will, sollte den Olympiaberg hinaufsteigen. Der Aufstieg ist zwar ziemlich steil, lohnt sich aber, denn von oben hat man nicht nur einen genialen &Uuml;berblick &uuml;ber die Stadt, sondern kann bei guter Sicht sogar bis zu den Alpen blicken.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Wenig geheim, aber trotzdem genial ist ein Besuch auf dem Viktualienmarkt. Hat man sich dort mit ein paar Leckereien eingedeckt, kann man sich bequem auf den Sankt-Jakobs-Platz setzen, und dann auf einer Bank seine leckeren, frischen Oliven oder andere K&ouml;stlichkeiten essen.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Richtig klasse ist &uuml;brigens der sogenannte &quot;Barroom&quot;. Dort kann man Cocktails schl&uuml;rfen - so weit, so gew&ouml;hnlich. Dazu gibt es aber eine einzigartige Atmosph&auml;re, die einen in die Welt der 1920er-Jahre versetzt - gerade f&uuml;r Reisende, die mal eine Auszeit nehmen wollen vom Touri-M&uuml;nchen, das sich noch bayrischer macht als es das ohnehin schon ist, eine ideale Idee.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Einfach selbst schauen!</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> Die beste Idee ist es, neben den Geheimtipps im Internet einfach auf eigene Faust durch die St&auml;dte zu ziehen. Wer sich abseits der &uuml;blichen Routen bewegt, kann einfach besser das wirkliche Flair und die Besonderheiten der St&auml;dte genie&szlig;en. So erlebt man die jeweilige Metropole viel intensiver und authentischer - wie die meisten Reisenden es auch wirklich haben wollen!&nbsp;</div> <br /> (30.08.2017, rp)<br /> <br /> {module=[1036]} <h3> St&auml;dtetrips Deutschland</h3> <h2> Die besten Locations und Geheimtipps</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Städtereisen sind beliebt" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/staedtereisen-deutschland-1.jpg" title="Städtereisen sind beliebt##Foto: fotolia.de © michaeljung" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>St&auml;dtereisen sind beliebt wie selten zuvor: <a href="http://www.n-tv.de/reise/Starke-Nachfrage-bei-Staedtereisen-article17184791.html" style="text-decoration: none" target="_blank">31,7 Millionen Kurzurlaubsreisende gab es 2015 in Deutschland</a> - eine riesige Menge. Besonders beliebt sind zum Beispiel M&uuml;nchen, Hamburg, Dresden und K&ouml;ln.&nbsp;</strong></p> <p> Doch oft zieht es die Touristen stets auf die gleichen, ausgelatschten Orte. Dieser Artikel verr&auml;t, warum St&auml;dtereisen &uuml;berhaupt so interessant sind und welche Dinge man in den St&auml;dten gesehen haben sollte, die nicht alle Touristen kennen.</p> <p> <strong>Warum St&auml;dtereisen so beliebt sind</strong></p> <div> St&auml;dtereisen passen einfach perfekt zu dem dynamischen Lebensgef&uuml;hl, das viele Menschen beim Reisen haben wollen. Denn anders als bei Fernreisen m&uuml;ssen sie nicht viel planen - ein freies Wochenende, ein paar Zugtickets, eine Unterkunft, schon kann es losgehen. Kein &nbsp;Und ganz sicher spielt auch die finanzielle Planungssicherheit eine Rolle, denn die Kosten kann man wesentlich besser im &Uuml;berblick behalten - die W&auml;hrung ist stets die gewohnte, die Preise m&ouml;gen sich zwar geringf&uuml;gig unterscheiden, aber im Gro&szlig;en und Ganzen bleiben sie &uuml;bersichtlicher.</div> <div> Und klar: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diese Frage stellte schon Goethe, und die deutschen St&auml;dte bieten mehr als genug Anreize, um sie zu erkunden.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>K&ouml;ln - Die Stadt am Rhing</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> K&ouml;ln ist eine Stadt mit ganz besonderem Lokalkolorit. Schlie&szlig;lich sind die Einwohner K&ouml;lns nicht umsonst ganz besonders stolz auf ihre Stadt und pflegen vielmehr als nur einen eigenen Dialekt. Kein Wunder, dass sich Eigenheiten entwickelt haben, denn die Geschichte der Stadt ist alt und reicht bis in die R&ouml;merzeit zur&uuml;ck. Im Mittelalter war K&ouml;ln mit etwa 40.000 Einwohnern die gr&ouml;&szlig;te Stadt Deutschlands - heute ist es eine gute Million von Menschen, die den K&ouml;lner Raum ihre Heimat nennen d&uuml;rfen.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Doch zwischen all den gro&szlig;en Sehensw&uuml;rdigkeiten der Stadt gehen oft sch&ouml;ne Pl&auml;tze v&ouml;llig unter. Ein gutes Beispiel ist etwa <a href="http://www.roemisch-germanisches-museum.de/Startseite" target="_blank">das r&ouml;misch-germanische Museum der Stadt</a>, das direkt neben dem Dom liegt und doch oft von Touristen &uuml;bersehen wird. Der Reiz besteht vor allem darin, sich zahlreiche Funde aus dem r&ouml;mischen Alltagsleben ansehen zu k&ouml;nnen und somit eine Reise in das ganz normale Leben der R&ouml;mer zu unternehmen. Wer keinen Cent daf&uuml;r zu zahlen bereit ist, kann sich auch neben dem Museum die gut erhaltene Hafenstra&szlig;e aus der r&ouml;mischen Zeit ansehen. Es handelt sich um die einzig begehbare r&ouml;mische Stra&szlig;e in einer deutschen Gro&szlig;stadt - also ab daf&uuml;r!</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nicht nur der Dom ist eine sehr bedeutende Kirche in K&ouml;ln. Ein Ausflug zur eindrucksvollen Gro&szlig; Sankt Martin lohnt sich nicht nur aufgrund ihrer sch&ouml;nen Architektur. Vor der Kirche stehen zwei Statuen. Diese hei&szlig;en T&uuml;nnes und Sch&auml;l und sind Karikaturen auf k&ouml;lsche Kleinb&uuml;rger, die urspr&uuml;nglich vom Lande stammen - sie werden bis heute zum Beispiel bei B&uuml;ttenreden gerne gespielt. Ein Griff an die Nase von T&uuml;nnes soll &uuml;brigens Gl&uuml;ck bringen, also keine falsche Scheu!</div> <div> &nbsp;</div> <div> Des Abends sollte man einen sch&ouml;nen Abstecher sollte man auf jeden Fall in die zahlreichen Brauh&auml;user machen, um ein K&ouml;lsch zu trinken. Achtung: F&uuml;r einen fr&ouml;hlichen Aufenthalt sollte man <a href="https://www.hotel.de/blog/koeln-guide/" target="_blank">zum Beispiel im Umgang mit dem K&ouml;bes</a>, dem Brauhaus-Kellner beachten, denn dieser ist in aller Regel nicht auf den Mund gefallen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Dresden - Das Elbflorenz</strong></div> <div> &nbsp;</div> <img alt="Blick auf die Frauenkirche in Dresden" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/staedtereisen-deutschland-2.jpg" title="Blick auf die Frauenkirche in Dresden##Foto: fotolia.de © eyetronic" width="293" /> <div> Dresden geh&ouml;rt zu den sehenswertesten St&auml;dten in den neuen Bundesl&auml;ndern. Das liegt nicht &quot;nur&quot; an den Klassikern, wie der Semperoper oder dem Zwinger, die die Stadt so bietet, sondern auch daran, dass es einige Geheimtipps gibt, die man sich beim Besuch nicht entgehen lassen sollte.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Zu den absolut sch&ouml;nsten und bemerkenswertesten Sehensw&uuml;rdigkeiten Dresdens geh&ouml;rt das sogenannte Blaue Wunder. Dabei handelt es sich um eine Elbbr&uuml;cke. Zu ihrem besonderen Namen kam sie durch die Tatsache, dass ihre Spannweite in der Zeit des Baus ohne Strompfeiler ein technisches Novum war. Der hellblaue Anstrich komplettiert dann den Namen. Wer sich also auch nur ann&auml;hernd f&uuml;r eine technische Meisterleistung, die vom Ende des neunzehnten Jahrhunderts stammt, interessiert und sich ins Bewusstsein ruft, dass das weitere Schicksal der Br&uuml;cke unklar ist, sollte die Gelegenheit unbedingt nutzen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <a href="https://www.festung-dresden.de/de/festung-dresden-bruehlsche-terrasse-stallhof/" target="_blank">Die Br&uuml;hlsche Terrasse</a> ist &uuml;brigens sehr zu empfehlen, denn bei einem Spaziergang am Albertinum und der Hochschule f&uuml;r Bildende K&uuml;nste kann man genial ins Elbtal hinabsehen und das Stadtpanorama bewundern - &nbsp;zehn Meter &uuml;ber der Elbe kein Problem.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Kulinarisch wird es im Rauschenbach-Deli. Dabei handelt es sich um ein klasse Caf&eacute; und Restaurant, das insgesamt 170 Kaffeespezialit&auml;ten, Weine und internationale Speisen anbietet. Das Viertel, zu dem das Rauschenach-Deli geh&ouml;rt, kann man f&uuml;r Gourmets ohnehin sehr empfehlen. Die sogenannte Wei&szlig;e Gase, die Tapas-Bars, Griechen und vieles mehr beherbergt, bietet etwas f&uuml;r jeden Geschmack.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Es lohnt sich, <a href="https://www.lonelyplanet.de/magazin/miniguides/geheimtipps-in-dresden.html" target="_blank">weitere Tipps zum Feiern, Bummeln und Entdecken</a> anzusehen, bevor man den Trip an die Elbe beginnt.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Hamburg hinter den Kulissen</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> Elbphilharmonie, Fischmarkt, der Michel, der Hafen und Co.: Klassische Adressen f&uuml;r einen St&auml;dtetrip nach Hamburg. Aber es geht auch anders!</div> <div> &nbsp;</div> <div> Wer sich zum Beispiel f&uuml;r die lange, subkulturelle Geschichte der Stadt interessiert, sollte unbedingt mal die Hafenstra&szlig;e besuchen. Hier gab es Anfang der 1980er-Jahre Hausbesetzer, die sich gegen den Rauswurf aus ihren H&auml;usern wehrten, die die Stadt abrei&szlig;en wollte, um damit f&uuml;r teurere Geb&auml;ude Platz zu machen - ein fr&uuml;hes Beispiel f&uuml;r die Gentrifizierung. Es lohnt sich &uuml;brigens, mal <a href="http://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Der-Kampf-um-die-besetzten-Haeuser,hafenstrasse155.html" target="_blank">die ganze Geschichte</a> zu lesen. Mittlerweile ist die Hafenstra&szlig;e zwar schicker, aber viele der ehemaligen Studenten wohnen immer noch dort und bewahren das originale Flair der Gegend.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Hamburg eignet sich auch genial zum Shoppen - und zwar weitab der gro&szlig;en Ketten von Unternehmen, die es &uuml;berall gibt. So gibt es im Karoviertel ein buntes Allerlei aus Gesch&auml;ften, das f&uuml;r jeden Geschmack etwas bietet. Dazu geh&ouml;rt zum Beispiel ein Plattenladen, der in der Tat das Paradies f&uuml;r Vinyl-Liebhaber und -Sammler darstellt. Genauso empfehlenswert ist der Sneaker-Laden &quot;Hot Dogs&quot;, der Sneaker auch aus vergangenen Zeiten anbietet und nicht nur die Massenware der Gegenwart. Im Karoviertel gibt es nat&uuml;rlich noch viele weitere Chancen, in Designer-L&auml;den ein individuelles Textil abzustauben, das nicht alle Menschen schon haben k&ouml;nnen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Fans des Autors Heinz Strunk, die seinen Roman &quot;Der Goldene Handschuh&quot; gelesen haben, sollten &uuml;brigens die Chance nutzen, der gleichnamigen Kneipe mal einen Besuch abzustatten. Die fr&uuml;here Stammkneipe des Serienm&ouml;rders Fritz Honka hat das ganze Jahr, jede Woche und jeden Tag die ganze Zeit auf. Nur ist das Milieu mittlerweile nicht mehr so extrem wie zu Honkas Zeiten, das Publikum ist wesentlich bunter, und, begr&uuml;&szlig;enswerterweise, auch erheblich gesitteter.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <img alt="Die Münchener Altstadt mit der Frauenkirche - im Hintergrund die Alpen" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/staedtereisen-deutschland-3.jpg" title="Die Münchener Altstadt mit der Frauenkirche - im Hintergrund die Alpen##Foto: fotolia.de © davis" width="293" /> <div> <strong>Isarmetropole M&uuml;nchen - das Herz von Bayern</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> M&uuml;nchen ist nicht nur die Hauptstadt Bayerns, die Heimat des Olympiastadions, der Frauenkirche und der Wiesn, sondern auch perfekt f&uuml;r Fans von Besichtigungen abseits ausgelatschter Pfade. Wer zum Beispiel einen &uuml;berragenden Blick &uuml;ber die Stadt haben will, sollte den Olympiaberg hinaufsteigen. Der Aufstieg ist zwar ziemlich steil, lohnt sich aber, denn von oben hat man nicht nur einen genialen &Uuml;berblick &uuml;ber die Stadt, sondern kann bei guter Sicht sogar bis zu den Alpen blicken.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Wenig geheim, aber trotzdem genial ist ein Besuch auf dem Viktualienmarkt. Hat man sich dort mit ein paar Leckereien eingedeckt, kann man sich bequem auf den Sankt-Jakobs-Platz setzen, und dann auf einer Bank seine leckeren, frischen Oliven oder andere K&ouml;stlichkeiten essen.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Richtig klasse ist &uuml;brigens der sogenannte &quot;Barroom&quot;. Dort kann man Cocktails schl&uuml;rfen - so weit, so gew&ouml;hnlich. Dazu gibt es aber eine einzigartige Atmosph&auml;re, die einen in die Welt der 1920er-Jahre versetzt - gerade f&uuml;r Reisende, die mal eine Auszeit nehmen wollen vom Touri-M&uuml;nchen, das sich noch bayrischer macht als es das ohnehin schon ist, eine ideale Idee.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Einfach selbst schauen!</strong></div> <div> &nbsp;</div> <div> Die beste Idee ist es, neben den Geheimtipps im Internet einfach auf eigene Faust durch die St&auml;dte zu ziehen. Wer sich abseits der &uuml;blichen Routen bewegt, kann einfach besser das wirkliche Flair und die Besonderheiten der St&auml;dte genie&szlig;en. So erlebt man die jeweilige Metropole viel intensiver und authentischer - wie die meisten Reisenden es auch wirklich haben wollen!&nbsp;</div> <br /> (30.08.2017, rp)<br /> <br /> {module=[1036]} Spannung am Affenfelsen: Gibraltars Tourismus und der Brexit 2017-08-24T09:55:52Z 2017-08-24T09:55:52Z http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/spannung-am-affenfelsen-gibraltars-tourismus-und-der-brexit.html Administrator webmaster@reise-preise.de <h3> Spannung am Affenfelsen</h3> <h2> Gibraltars Tourismus und der Brexit</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Wie in die Landschaft geworfen: Gibraltars imposanter Kalksteinfelsen" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/gibraltar-kalkfelsen.jpg" title="Wie in die Landschaft geworfen: Gibraltars imposanter Kalksteinfelsen ##Foto: Manuel Meyer/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Shopping-Paradies, Neandertalerh&ouml;hlen, rotzfreche Berber-Affen &ndash; und ein politischer Zankapfel: Gibraltar, das britische &Uuml;berseegebiet an der S&uuml;dspitze Spaniens, ist so einzigartig wie umstritten. Was passiert touristisch, wenn der Brexit kommt?</strong></p> <p> Bei den Brexit-Verhandlungen um den Austritt Gro&szlig;britanniens aus der EU gibt es viele Stolpersteine. Einer von ihnen ist sehr massiv, im w&ouml;rtlichen Sinne. Der Stein ist 426 Meter hoch, sechseinhalb Quadratkilometer gro&szlig; und liegt fernab der britischen Insel im S&uuml;den Spaniens: Gibraltar.</p> <div> Bereits 1704 nahm Gro&szlig;britannien den strategisch wichtigen Felsen an der Meerenge zwischen Europa und Afrika in Besitz. Seit Jahrhunderten fordert Spanien ihn zur&uuml;ck. Die Brexit-Verhandlungen haben den Streit um Gibraltar neu entfacht. Vor allem die &ouml;rtliche Tourismusbranche zittert vor den m&ouml;glichen Folgen.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Mehrere Millionen Urlauber besuchen j&auml;hrlich den sogenannten Affenfelsen. Die meisten kommen &uuml;ber die Landgrenze. Werden sie das immer noch tun, sollte Spanien die Grenzkontrollen nach einem Brexit versch&auml;rfen? &raquo;Ich bin mir sicher. Gibraltar hat viel zu bieten&laquo;, sagt Nicky Guerrero, Gibraltars Tourismus-Direktor.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Mit Blick auf die geringe Landfl&auml;che hat er objektiv gesehen nicht Unrecht: Gibraltar ist klein und sicher. Das macht das britische &Uuml;berseegebiet vor allem f&uuml;r Kreuzfahrtschiffe attraktiv.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Besonders beliebt ist Gibraltar als Shopping-Paradies. Es gibt hier keine Mehrwertsteuer. So decken sich die meisten Urlauber mit Tabak, Alkohol, Parf&uuml;m, Uhren, Schmuck und elektronischen Ger&auml;ten ein. Mit Eastern Beach, Catalan und Sandy Bay erwarten drei Mittelmeerstr&auml;nde die Besucher. In der Stra&szlig;e von Gibraltar stehen Wracktauchen, Segeln und Delfin-Beobachtung auf dem Programm.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Gibraltars touristische H&ouml;hepunkte findet man aber weiter oben, im Naturschutzgebiet Upper Rock, wo rund 300 Berberaffen ihr Unwesen treiben. Es sind die einzigen freilebenden Affen Europas. Vor allem aber sind sie rotzfrech. Der Besuch der alten Araber-Burg und die Sicht nach Marokko sind beeindruckend. Auf einen Blick sieht man drei L&auml;nder, zwei Kontinente und zwei Weltmeere. Das ist einzigartig, aber auch gef&auml;hrlich. Denn die kleinen Affen warten nur darauf, Brillen, Taschen, Geldb&ouml;rsen und Essen zu klauen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Der Kalksteinfelsen beherbergt Dutzende gigantischer Tropfsteinh&ouml;hlen wie die St. Michael&#39;s Cave. Der Gorham-H&ouml;hlenkomplex wurde 2016 sogar zum Unesco-Weltkulturerbe erkl&auml;rt. Hier lebten die letzten Neandertaler Europas. Geschichtlich ist Gibraltar hoch interessant: Im Altertum soll der Ort eine der S&auml;ulen des Herakles gewesen sein. Danach siedelten sich hier Ph&ouml;nizier und R&ouml;mer an. 711 wurde Gibraltar von den muslimischen Berbern eingenommen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> In der Stadt selber wei&szlig; man auch nicht so recht, ob man nun in Spanien oder Gro&szlig;britannien ist. Auf dem Casemates Square servieren Kellner Fish and Chips und Paellas, britisches Bier und spanischen Rotwein. Die typischen britischen Telefonzellen stehen neben Palmen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> &raquo;Gibraltar ist geschichtlich, sprachlich, architektonisch und kulturell eine Mischung aus Gro&szlig;britannien, Spanien, Portugal, Malta, Italien und Marokko. Wir haben uns einfach das Beste aus jeder Kultur genommen&laquo;, erkl&auml;rt Touristenf&uuml;hrer Tito Vallejo. &raquo;Hier haben Juden, Christen, Muslime und Menschen aus den verschiedensten Regionen der Welt immer friedlich zusammengelebt.&laquo; Doch war der strategisch begehrte Affenfelsen stets bedroht, wie die omnipr&auml;senten Kanonen und Verteidigungstunnel zeigen. Die helfen aber nicht gegen den Brexit.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Anreise: </strong>Von Deutschland aus gibt es keine Direktfl&uuml;ge nach Gibraltar. Die n&auml;chsten spanischen Flugh&auml;fen, die man von Deutschland aus anfliegen kann, sind Malaga und Sevilla. Da Gibraltar nicht zum Schengen-Raum geh&ouml;rt, finden Ausweiskontrollen statt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Geld: </strong>Offizielle W&auml;hrung ist zwar das Gibraltar-Pfund, es kann aber &uuml;berall in Euro bezahlt werden.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Informationen: </strong>Fremdenverkehrsamt Gibraltar, 13 John Mackintosh Square, Gibraltar, Tel.00350-20045000</div> <div> <br /> (24.08.2017, dpa)<br /> <br /> {module=[1036]}</div> <h3> Spannung am Affenfelsen</h3> <h2> Gibraltars Tourismus und der Brexit</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Wie in die Landschaft geworfen: Gibraltars imposanter Kalksteinfelsen" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/gibraltar-kalkfelsen.jpg" title="Wie in die Landschaft geworfen: Gibraltars imposanter Kalksteinfelsen ##Foto: Manuel Meyer/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Shopping-Paradies, Neandertalerh&ouml;hlen, rotzfreche Berber-Affen &ndash; und ein politischer Zankapfel: Gibraltar, das britische &Uuml;berseegebiet an der S&uuml;dspitze Spaniens, ist so einzigartig wie umstritten. Was passiert touristisch, wenn der Brexit kommt?</strong></p> <p> Bei den Brexit-Verhandlungen um den Austritt Gro&szlig;britanniens aus der EU gibt es viele Stolpersteine. Einer von ihnen ist sehr massiv, im w&ouml;rtlichen Sinne. Der Stein ist 426 Meter hoch, sechseinhalb Quadratkilometer gro&szlig; und liegt fernab der britischen Insel im S&uuml;den Spaniens: Gibraltar.</p> <div> Bereits 1704 nahm Gro&szlig;britannien den strategisch wichtigen Felsen an der Meerenge zwischen Europa und Afrika in Besitz. Seit Jahrhunderten fordert Spanien ihn zur&uuml;ck. Die Brexit-Verhandlungen haben den Streit um Gibraltar neu entfacht. Vor allem die &ouml;rtliche Tourismusbranche zittert vor den m&ouml;glichen Folgen.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Mehrere Millionen Urlauber besuchen j&auml;hrlich den sogenannten Affenfelsen. Die meisten kommen &uuml;ber die Landgrenze. Werden sie das immer noch tun, sollte Spanien die Grenzkontrollen nach einem Brexit versch&auml;rfen? &raquo;Ich bin mir sicher. Gibraltar hat viel zu bieten&laquo;, sagt Nicky Guerrero, Gibraltars Tourismus-Direktor.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Mit Blick auf die geringe Landfl&auml;che hat er objektiv gesehen nicht Unrecht: Gibraltar ist klein und sicher. Das macht das britische &Uuml;berseegebiet vor allem f&uuml;r Kreuzfahrtschiffe attraktiv.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Besonders beliebt ist Gibraltar als Shopping-Paradies. Es gibt hier keine Mehrwertsteuer. So decken sich die meisten Urlauber mit Tabak, Alkohol, Parf&uuml;m, Uhren, Schmuck und elektronischen Ger&auml;ten ein. Mit Eastern Beach, Catalan und Sandy Bay erwarten drei Mittelmeerstr&auml;nde die Besucher. In der Stra&szlig;e von Gibraltar stehen Wracktauchen, Segeln und Delfin-Beobachtung auf dem Programm.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Gibraltars touristische H&ouml;hepunkte findet man aber weiter oben, im Naturschutzgebiet Upper Rock, wo rund 300 Berberaffen ihr Unwesen treiben. Es sind die einzigen freilebenden Affen Europas. Vor allem aber sind sie rotzfrech. Der Besuch der alten Araber-Burg und die Sicht nach Marokko sind beeindruckend. Auf einen Blick sieht man drei L&auml;nder, zwei Kontinente und zwei Weltmeere. Das ist einzigartig, aber auch gef&auml;hrlich. Denn die kleinen Affen warten nur darauf, Brillen, Taschen, Geldb&ouml;rsen und Essen zu klauen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Der Kalksteinfelsen beherbergt Dutzende gigantischer Tropfsteinh&ouml;hlen wie die St. Michael&#39;s Cave. Der Gorham-H&ouml;hlenkomplex wurde 2016 sogar zum Unesco-Weltkulturerbe erkl&auml;rt. Hier lebten die letzten Neandertaler Europas. Geschichtlich ist Gibraltar hoch interessant: Im Altertum soll der Ort eine der S&auml;ulen des Herakles gewesen sein. Danach siedelten sich hier Ph&ouml;nizier und R&ouml;mer an. 711 wurde Gibraltar von den muslimischen Berbern eingenommen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> In der Stadt selber wei&szlig; man auch nicht so recht, ob man nun in Spanien oder Gro&szlig;britannien ist. Auf dem Casemates Square servieren Kellner Fish and Chips und Paellas, britisches Bier und spanischen Rotwein. Die typischen britischen Telefonzellen stehen neben Palmen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> &raquo;Gibraltar ist geschichtlich, sprachlich, architektonisch und kulturell eine Mischung aus Gro&szlig;britannien, Spanien, Portugal, Malta, Italien und Marokko. Wir haben uns einfach das Beste aus jeder Kultur genommen&laquo;, erkl&auml;rt Touristenf&uuml;hrer Tito Vallejo. &raquo;Hier haben Juden, Christen, Muslime und Menschen aus den verschiedensten Regionen der Welt immer friedlich zusammengelebt.&laquo; Doch war der strategisch begehrte Affenfelsen stets bedroht, wie die omnipr&auml;senten Kanonen und Verteidigungstunnel zeigen. Die helfen aber nicht gegen den Brexit.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Anreise: </strong>Von Deutschland aus gibt es keine Direktfl&uuml;ge nach Gibraltar. Die n&auml;chsten spanischen Flugh&auml;fen, die man von Deutschland aus anfliegen kann, sind Malaga und Sevilla. Da Gibraltar nicht zum Schengen-Raum geh&ouml;rt, finden Ausweiskontrollen statt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Geld: </strong>Offizielle W&auml;hrung ist zwar das Gibraltar-Pfund, es kann aber &uuml;berall in Euro bezahlt werden.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Informationen: </strong>Fremdenverkehrsamt Gibraltar, 13 John Mackintosh Square, Gibraltar, Tel.00350-20045000</div> <div> <br /> (24.08.2017, dpa)<br /> <br /> {module=[1036]}</div> Bosnien-Herzegowina: Sarajevos »Tunnel des Lebens« 2017-08-22T09:48:12Z 2017-08-22T09:48:12Z http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/bosnien-herzegowina-erinnerung-sarajevos-rtunnel-des-lebensl.html Administrator webmaster@reise-preise.de <h3> Bosnien-Herzegowina</h3> <h2> Sarajevos &raquo;Tunnel des Lebens&laquo;</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Blick auf die Kaisermoschee in Sarajevo: Die Stadt ist muslimisch geprägt, doch pflegt einen entspannten und liberalen Lebensstil" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/sarajevo-kaisermoschee.jpg" title="Blick auf die Kaisermoschee in Sarajevo: Die Stadt ist muslimisch geprägt, doch pflegt einen entspannten und liberalen Lebensstil. ##Foto:Philipp Laage/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Scharfsch&uuml;tzen zielten auf Zivilisten: Im Bosnienkrieg wurde Sarajevo fast vier Jahre belagert. Die einzige Verbindung nach drau&szlig;en war ein Tunnel unter dem Flughafen. Der Ausgang ist heute ein Museum. Die Erinnerung an den Krieg zieht Touristen in die Stadt.</strong></p> <p> Wo einmal der Tod durch Scharfsch&uuml;tzen lauerte, h&auml;ngen heute Blumenk&auml;sten vor den Fenstern. S&uuml;dlich des Flughafens von Sarajevo sind viele H&auml;user frisch gestrichen, Rosen bl&uuml;hen in den Vorg&auml;rten. Schuppen, Gew&auml;chsh&auml;user, W&auml;scheleinen: die beschauliche Idylle der Peripherie.</p> <div> Die schmale Stra&szlig;e f&uuml;hrt zu einem unscheinbaren Ort, ohne den es Sarajevo heute so nicht geben w&uuml;rde. Der &raquo;Tunnel des Lebens&laquo; war w&auml;hrend der Belagerung Sarajevos durch bosnisch-serbische Milizen die einzige Verbindung der muslimischen Bev&ouml;lkerung zur Au&szlig;enwelt. Er f&uuml;hrte unter dem Flughafen hindurch. Auf diesem Weg gelangten Waffen, Munition, Medizin und Lebensmittel in die Stadt. Soldaten und Bewohner kamen hinein und wieder hinaus.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Der Eingang zum Tunnel jenseits des Belagerungsrings lag im Keller eines Privathauses im Vorort Butmir. Heute befindet sich dort ein kleines Museum.</div> <div> &nbsp;</div> <div> &raquo;F&uuml;r vier Stangen Zigaretten konnte man in der Stadt ein Fahrrad kaufen&laquo;, erinnert sich Jasmin Hasanovic, der Touristen f&uuml;hrt und die &uuml;berschaubare Ausstellung mit Anekdoten belebt. Glatze, schwarzes T-Shirt, ein geduldiger Typ. Als die offizielle Blockade der Stadt im Mai 1992 begann, war er zw&ouml;lf. Der Tunnel erlaubte gute Gesch&auml;fte. Vorrangig aber bewahrte er Sarajevo vor dem Fall.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Der Horror in nackten Zahlen: Im Schnitt feuerten die Milizen t&auml;glich 329 Granaten auf die Stadt, an einem Tag sogar 3.777. Heckensch&uuml;tzen t&ouml;teten gezielt Zivilisten. Identifiziert wurden 11.541 Tote, davon rund 1.600 Kinder. Sarajevo war 1.425 Tage eingekesselt, die l&auml;ngste Belagerung einer Stadt im 20. Jahrhundert.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Im Museum informiert ein Film &uuml;ber den Schrecken jener Tage. Er zeigt Gesch&auml;ftsleute mit Anzug und Aktentasche, die &uuml;ber Stra&szlig;en spurten, um nicht erschossen zu werden. Kriegsalltag, surrealer Irrsinn.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Als die Blockade begann, gab es noch keinen Tunnel. Der Flughafen als schw&auml;chster Punkt des Belagerungsrings war der einzige Korridor nach drau&szlig;en. Wollten Menschen aus der Stadt oder wieder hinein, mussten sie &uuml;ber das 450 Meter breite Flugfeld rennen. Das wurde &raquo;fast zu einer sportlichen Disziplin&laquo;, hei&szlig;t es auf einer Museumstafel.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Im Juli 1992 &uuml;bernahmen die Vereinten Nationen (UN) den Flughafen. Die Bewohner der Stadt wurden fortan aus der Luft versorgt. Doch der Transit von Zivilisten und bosnischen Soldaten &uuml;ber das Flugfeld blieb streng verboten. Griffen die Blauhelme jemanden auf, setzten sie ihn wieder dort ab, wo er losgerannt war. &raquo;Also haben die Menschen einen Trick angewandt&laquo;, erz&auml;hlt Hasanovic. &raquo;Sie sind bewusst in entgegengesetzter Richtung geflohen. Die UN hat sie dann dorthin gebracht, wo sie hinwollten.&raquo; Ein &raquo;Gratis-Taxi&laquo;, sagt der 37-J&auml;hrige am&uuml;siert. Zeiten der Not haben ihre eigene absurde Komik.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Derartige Man&ouml;ver waren riskant und keine Dauerl&ouml;sung, um Sarajevo verteidigungsf&auml;hig zu halten. Also begannen die Bosniaken mit dem Tunnelbau, unter gr&ouml;&szlig;ter Geheimhaltung. Von beiden Seiten wurde gegraben. Wer heute &uuml;ber das weite Flugfeld schaut, wundert sich: Wie war es m&ouml;glich, sich in der Mitte zu treffen? Funk habe man nicht nutzen k&ouml;nnen, erkl&auml;rt Hasanovic. Zu gef&auml;hrlich. Also schob man immer wieder Stangen durch den Boden nach oben, zur Orientierung.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Vier Monate und vier Tage schufteten die Bosniaken unter Tage, im Juli 1993 wurde der Tunnel er&ouml;ffnet. Ein Meter Breite, H&ouml;he 1,60 Meter, 800 Meter L&auml;nge. Noch 25 Meter des Tunnels sind heute f&uuml;r Touristen ge&ouml;ffnet.</div> <div> &nbsp;</div> <div> In den ersten Monaten wurde der Tunnel nur vom Milit&auml;r genutzt, dann auch von Privatpersonen. Allerdings brauchte man eine Erlaubnis von der Polizei in Sarajevo. Einmal aus der Stadt gelangt, brachte ein Fahrer die Geflohenen mit einem Laster in die Berge. Nachts, ohne Scheinwerfer. Hasanovic nennt den Mann deshalb nur &raquo;crazy driver&laquo;, den verr&uuml;ckten Fahrer. Das schrottreife Fahrzeug rostet heute im Garten des Tunnel-Museums vor sich hin.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Allzu lange dauerte es nicht, bis die bosnisch-serbischen Milizen von der Existenz des Tunnels wussten und den Ausgang unter Feuer nahmen &ndash; doch die Verbindung wurde nie gekappt. Im Gegenteil: Der Tunnel wurde noch ausgebaut. Die bosnische Armee legte Schienen durch den Schacht und nutzte Lorenwagen. Au&szlig;erdem wurden eine Starkstrom- und eine Treibstoffleitung durch den Tunnel gelegt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Auf die UN ist Hasanovic nicht gut zu sprechen. &raquo;Wir haben sie nur United Nothing genannt&laquo;, sagt er. Statt United Nations. Vereintes Nichts also &ndash; auf Deutsch geht das Wortspiel nicht auf. Wieder so ein trockener Kriegswitz. Tats&auml;chlich war die UN lange hilflos.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nachdem der Marktplatz von Markale im Lauf der Belagerung wiederholt schwer beschossen wurde und Dutzende Menschen dabei starben, drehte die Stimmung. Die Nato nahm serbische Stellungen unter Feuer. Im Dezember 1995 wurde der Dayton-Friedensvertrag unterzeichnet, die Blockade wenig sp&auml;ter beendet. Die Stadt wurde wieder aufgebaut.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Geschichte des Krieges ist heute eine S&auml;ule des Tourismus in Sarajevo, es gibt F&uuml;hrungen und Ausstellungen. Historisch hat die Stadt aber auch sonst viel zu bieten: die osmanische Altstadt mit dem Basar Bascarsija, Gottesh&auml;user aller Weltreligionen auf engstem Raum, Flaniermeilen aus der Zeit der &ouml;sterreichisch-ungarischen Monarchie.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Sarajevo wirkt auf Reisende einladend und weltoffen. Doch die Bosnier leiden unter hoher Arbeitslosigkeit und der Korruption in der Politik. &raquo;Es gab viele Versprechungen auf ein besseres Leben nach dem Krieg&laquo;, sagt Hasanovic. &raquo;Nichts davon wurde eingehalten.&laquo;</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Reiseziel: </strong>Sarajevo ist die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Der Staat besteht aus der F&ouml;deration Bosnien und Herzegowina und der Republik Srpska.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Anreise und Formalit&auml;ten: </strong>Direktfl&uuml;ge von Deutschland nach Sarajevo gibt es nur mit Lufthansa ab M&uuml;nchen. Viele Umstiegsverbindungen gibt es etwa mit Austrian Airlines &uuml;ber Wien.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>&Uuml;bernachtung:</strong> Die meisten Touristen in Sarajevo w&auml;hlen ein Hotel in der Altstadt oder deren Umgebung. Gro&szlig;e internationale Hotelketten sind vor Ort, es gibt Herbergen aller Preisklassen. In einem guten Vier-Sterne-Hotel kostet das Doppelzimmer ab etwa 80 Euro pro Nacht.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Geld:</strong> Die W&auml;hrung ist die konvertible Mark, die in einem festen Wechselkurs an den Euro gekoppelt ist. 1 Euro sind 1,96 Mark. In Sarajevo l&auml;sst sich die Landesw&auml;hrung am Bankautomaten abheben.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Sicherheit:</strong> Sarajevo ist eine verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig sichere Stadt, in der sich Touristen frei bewegen k&ouml;nnen. Im Zweifel vor Ort informieren, welche Gegenden nachts zu meiden sind.</div> <div> <br /> (22.08.2017, dpa)<br /> <br /> {module=[1036]}</div> <h3> Bosnien-Herzegowina</h3> <h2> Sarajevos &raquo;Tunnel des Lebens&laquo;</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Blick auf die Kaisermoschee in Sarajevo: Die Stadt ist muslimisch geprägt, doch pflegt einen entspannten und liberalen Lebensstil" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/sarajevo-kaisermoschee.jpg" title="Blick auf die Kaisermoschee in Sarajevo: Die Stadt ist muslimisch geprägt, doch pflegt einen entspannten und liberalen Lebensstil. ##Foto:Philipp Laage/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Scharfsch&uuml;tzen zielten auf Zivilisten: Im Bosnienkrieg wurde Sarajevo fast vier Jahre belagert. Die einzige Verbindung nach drau&szlig;en war ein Tunnel unter dem Flughafen. Der Ausgang ist heute ein Museum. Die Erinnerung an den Krieg zieht Touristen in die Stadt.</strong></p> <p> Wo einmal der Tod durch Scharfsch&uuml;tzen lauerte, h&auml;ngen heute Blumenk&auml;sten vor den Fenstern. S&uuml;dlich des Flughafens von Sarajevo sind viele H&auml;user frisch gestrichen, Rosen bl&uuml;hen in den Vorg&auml;rten. Schuppen, Gew&auml;chsh&auml;user, W&auml;scheleinen: die beschauliche Idylle der Peripherie.</p> <div> Die schmale Stra&szlig;e f&uuml;hrt zu einem unscheinbaren Ort, ohne den es Sarajevo heute so nicht geben w&uuml;rde. Der &raquo;Tunnel des Lebens&laquo; war w&auml;hrend der Belagerung Sarajevos durch bosnisch-serbische Milizen die einzige Verbindung der muslimischen Bev&ouml;lkerung zur Au&szlig;enwelt. Er f&uuml;hrte unter dem Flughafen hindurch. Auf diesem Weg gelangten Waffen, Munition, Medizin und Lebensmittel in die Stadt. Soldaten und Bewohner kamen hinein und wieder hinaus.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Der Eingang zum Tunnel jenseits des Belagerungsrings lag im Keller eines Privathauses im Vorort Butmir. Heute befindet sich dort ein kleines Museum.</div> <div> &nbsp;</div> <div> &raquo;F&uuml;r vier Stangen Zigaretten konnte man in der Stadt ein Fahrrad kaufen&laquo;, erinnert sich Jasmin Hasanovic, der Touristen f&uuml;hrt und die &uuml;berschaubare Ausstellung mit Anekdoten belebt. Glatze, schwarzes T-Shirt, ein geduldiger Typ. Als die offizielle Blockade der Stadt im Mai 1992 begann, war er zw&ouml;lf. Der Tunnel erlaubte gute Gesch&auml;fte. Vorrangig aber bewahrte er Sarajevo vor dem Fall.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Der Horror in nackten Zahlen: Im Schnitt feuerten die Milizen t&auml;glich 329 Granaten auf die Stadt, an einem Tag sogar 3.777. Heckensch&uuml;tzen t&ouml;teten gezielt Zivilisten. Identifiziert wurden 11.541 Tote, davon rund 1.600 Kinder. Sarajevo war 1.425 Tage eingekesselt, die l&auml;ngste Belagerung einer Stadt im 20. Jahrhundert.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Im Museum informiert ein Film &uuml;ber den Schrecken jener Tage. Er zeigt Gesch&auml;ftsleute mit Anzug und Aktentasche, die &uuml;ber Stra&szlig;en spurten, um nicht erschossen zu werden. Kriegsalltag, surrealer Irrsinn.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Als die Blockade begann, gab es noch keinen Tunnel. Der Flughafen als schw&auml;chster Punkt des Belagerungsrings war der einzige Korridor nach drau&szlig;en. Wollten Menschen aus der Stadt oder wieder hinein, mussten sie &uuml;ber das 450 Meter breite Flugfeld rennen. Das wurde &raquo;fast zu einer sportlichen Disziplin&laquo;, hei&szlig;t es auf einer Museumstafel.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Im Juli 1992 &uuml;bernahmen die Vereinten Nationen (UN) den Flughafen. Die Bewohner der Stadt wurden fortan aus der Luft versorgt. Doch der Transit von Zivilisten und bosnischen Soldaten &uuml;ber das Flugfeld blieb streng verboten. Griffen die Blauhelme jemanden auf, setzten sie ihn wieder dort ab, wo er losgerannt war. &raquo;Also haben die Menschen einen Trick angewandt&laquo;, erz&auml;hlt Hasanovic. &raquo;Sie sind bewusst in entgegengesetzter Richtung geflohen. Die UN hat sie dann dorthin gebracht, wo sie hinwollten.&raquo; Ein &raquo;Gratis-Taxi&laquo;, sagt der 37-J&auml;hrige am&uuml;siert. Zeiten der Not haben ihre eigene absurde Komik.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Derartige Man&ouml;ver waren riskant und keine Dauerl&ouml;sung, um Sarajevo verteidigungsf&auml;hig zu halten. Also begannen die Bosniaken mit dem Tunnelbau, unter gr&ouml;&szlig;ter Geheimhaltung. Von beiden Seiten wurde gegraben. Wer heute &uuml;ber das weite Flugfeld schaut, wundert sich: Wie war es m&ouml;glich, sich in der Mitte zu treffen? Funk habe man nicht nutzen k&ouml;nnen, erkl&auml;rt Hasanovic. Zu gef&auml;hrlich. Also schob man immer wieder Stangen durch den Boden nach oben, zur Orientierung.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Vier Monate und vier Tage schufteten die Bosniaken unter Tage, im Juli 1993 wurde der Tunnel er&ouml;ffnet. Ein Meter Breite, H&ouml;he 1,60 Meter, 800 Meter L&auml;nge. Noch 25 Meter des Tunnels sind heute f&uuml;r Touristen ge&ouml;ffnet.</div> <div> &nbsp;</div> <div> In den ersten Monaten wurde der Tunnel nur vom Milit&auml;r genutzt, dann auch von Privatpersonen. Allerdings brauchte man eine Erlaubnis von der Polizei in Sarajevo. Einmal aus der Stadt gelangt, brachte ein Fahrer die Geflohenen mit einem Laster in die Berge. Nachts, ohne Scheinwerfer. Hasanovic nennt den Mann deshalb nur &raquo;crazy driver&laquo;, den verr&uuml;ckten Fahrer. Das schrottreife Fahrzeug rostet heute im Garten des Tunnel-Museums vor sich hin.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Allzu lange dauerte es nicht, bis die bosnisch-serbischen Milizen von der Existenz des Tunnels wussten und den Ausgang unter Feuer nahmen &ndash; doch die Verbindung wurde nie gekappt. Im Gegenteil: Der Tunnel wurde noch ausgebaut. Die bosnische Armee legte Schienen durch den Schacht und nutzte Lorenwagen. Au&szlig;erdem wurden eine Starkstrom- und eine Treibstoffleitung durch den Tunnel gelegt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Auf die UN ist Hasanovic nicht gut zu sprechen. &raquo;Wir haben sie nur United Nothing genannt&laquo;, sagt er. Statt United Nations. Vereintes Nichts also &ndash; auf Deutsch geht das Wortspiel nicht auf. Wieder so ein trockener Kriegswitz. Tats&auml;chlich war die UN lange hilflos.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nachdem der Marktplatz von Markale im Lauf der Belagerung wiederholt schwer beschossen wurde und Dutzende Menschen dabei starben, drehte die Stimmung. Die Nato nahm serbische Stellungen unter Feuer. Im Dezember 1995 wurde der Dayton-Friedensvertrag unterzeichnet, die Blockade wenig sp&auml;ter beendet. Die Stadt wurde wieder aufgebaut.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Geschichte des Krieges ist heute eine S&auml;ule des Tourismus in Sarajevo, es gibt F&uuml;hrungen und Ausstellungen. Historisch hat die Stadt aber auch sonst viel zu bieten: die osmanische Altstadt mit dem Basar Bascarsija, Gottesh&auml;user aller Weltreligionen auf engstem Raum, Flaniermeilen aus der Zeit der &ouml;sterreichisch-ungarischen Monarchie.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Sarajevo wirkt auf Reisende einladend und weltoffen. Doch die Bosnier leiden unter hoher Arbeitslosigkeit und der Korruption in der Politik. &raquo;Es gab viele Versprechungen auf ein besseres Leben nach dem Krieg&laquo;, sagt Hasanovic. &raquo;Nichts davon wurde eingehalten.&laquo;</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Reiseziel: </strong>Sarajevo ist die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Der Staat besteht aus der F&ouml;deration Bosnien und Herzegowina und der Republik Srpska.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Anreise und Formalit&auml;ten: </strong>Direktfl&uuml;ge von Deutschland nach Sarajevo gibt es nur mit Lufthansa ab M&uuml;nchen. Viele Umstiegsverbindungen gibt es etwa mit Austrian Airlines &uuml;ber Wien.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>&Uuml;bernachtung:</strong> Die meisten Touristen in Sarajevo w&auml;hlen ein Hotel in der Altstadt oder deren Umgebung. Gro&szlig;e internationale Hotelketten sind vor Ort, es gibt Herbergen aller Preisklassen. In einem guten Vier-Sterne-Hotel kostet das Doppelzimmer ab etwa 80 Euro pro Nacht.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Geld:</strong> Die W&auml;hrung ist die konvertible Mark, die in einem festen Wechselkurs an den Euro gekoppelt ist. 1 Euro sind 1,96 Mark. In Sarajevo l&auml;sst sich die Landesw&auml;hrung am Bankautomaten abheben.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Sicherheit:</strong> Sarajevo ist eine verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig sichere Stadt, in der sich Touristen frei bewegen k&ouml;nnen. Im Zweifel vor Ort informieren, welche Gegenden nachts zu meiden sind.</div> <div> <br /> (22.08.2017, dpa)<br /> <br /> {module=[1036]}</div> Venedig-Filmfestival: Auf den Spuren der Hollywood-Stars 2017-08-17T07:36:52Z 2017-08-17T07:36:52Z http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/venedig-filmfestival-auf-den-spuren-der-hollywood-stars.html Administrator webmaster@reise-preise.de <h3> Venedig - Filmfestival</h3> <h2> Auf den Spuren der Hollywood-Stars</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Venedig ist sehr romantisch: Mit der Gondel können sich Besucher durch die Wasserstraßen fahren lassen" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/italien-venedig-gondel.jpg" title="Venedig ist sehr romantisch: Mit der Gondel können sich Besucher durch die Wasserstraßen fahren lassen ##Foto:Andrea Warnecke/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Vorhang auf, Film ab: Die Lagunenstadt Venedig wirkt wie eine gigantische Kulisse. Damit liefert sie w&auml;hrend der Filmfestspiele die perfekte Showb&uuml;hne f&uuml;r Stars und Sternchen. Wo sich die Filmprominenz in Venedig trifft &ndash; und wo sie sich versteckt.</strong></p> <p> W&auml;hrend der Filmfestspiele wird Venedig zu einer riesigen B&uuml;hne f&uuml;r Kinostars und -sternchen. Gourmet-Restaurants und Luxushotels verwandeln sich in Theaterkulissen f&uuml;r das Schauspiel der Eitelkeiten. Die meisten Stars suchen das Rampenlicht, einige aber auch stille R&uuml;ckzugsorte.</p> <div> Die Filmstars quetschen sich nat&uuml;rlich nicht auf den schwimmenden Linienbussen. Megastars wie Angelina Jolie oder Oscar-Preistr&auml;ger wie Emma Stone und Jeremy Irons lassen sich per privatem Taxiboot &uuml;ber die Kan&auml;le chauffieren. Auf edlen Holzbooten fl&uuml;chten viele Promis vor den Menschenmassen auf eine der vorgelagerten Inseln.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Eine dieser Oasen ist San Clemente. Knapp 15 Minuten dauert die Fahrt im Hotelboot vom Trubel des Markusplatzes in die Ruhe der einstigen Klosterinsel. Hinter der bescheidenen T&uuml;r des &raquo;San Clemente Palace Kempinski&laquo; f&uuml;hrt eine von m&auml;chtigen Muranoglas-L&uuml;stern beleuchtete Freitreppe hinauf zu edlen Zimmern und Suiten. W&auml;hrend der Filmfestspiele 2016 residierte dort Jude Law, zuvor schon Penelope Cruz und Robert De Niro.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Terrasse des Restaurants &raquo;Acquerello&laquo; auf der Piazza vor der 800 Jahre alten Klosterkirche wirkt in der Abendsonne wie das Set f&uuml;r einen Werbefilm. Der Blick schweift &uuml;ber die Lagune hin&uuml;ber nach San Marco. Die K&uuml;che von Vincenzo Di Tuoro ist eine der besten, diejenige von Giancarlo Perbellini und Federico Belluco auf der Nachbarinsel nach Meinung vieler Kritiker derzeit die allerbeste in Venedig.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> &raquo;Dopolavoro&laquo; hei&szlig;t ihr zum &raquo;JW Marriott Hotel&laquo; geh&ouml;rendes Restaurant auf der Isola delle Rose. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Lokal bietet w&auml;hrend der Filmfestspiele eine nahezu hundertprozentige Garantie, Filmstars zu treffen. Das Ambiente ist modern und leger, die K&uuml;che innovativ und mit einem spielerischen Touch.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Zu den kulinarischen Top-Adressen geh&ouml;rt auch das &raquo;Aman Hotel Canal Grande&laquo; ganz in der N&auml;he der Rialto-Br&uuml;cke. Das j&uuml;ngste Luxushotel der Stadt residiert im noblen Palazzo Papadopoli aus dem 16. Jahrhundert. Tennisprofi Ana Ivanovic und Fu&szlig;ball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger haben 2016 ebenso im &raquo;Aman&laquo; ihre Hochzeit gefeiert wie zwei Jahre zuvor George Clooney und Amal Alamuddin.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Clooney, der eine Villa am Comer See besitzt, war in den vergangenen Jahren besonders h&auml;ufig in Venedig. Der Oscar-Preistr&auml;ger logiert dabei gerne auch in der Hotel-Ikone &raquo;Cipriani&laquo;. Das Traditionshaus liegt vis-&agrave;-vis vom Markusplatz, ein Hotspot der Filmpromis.</div> <div> &nbsp;</div> <div> F&auml;hrt man vom &raquo;Cipriani&laquo; aus den Canal Grande Richtung Rialto, tauchen bald auf der rechten Seite zwei weitere Hotspots der feinen venezianischen Gesellschaft auf: die Luxushotels &raquo;Gritti&laquo; und &raquo;Bauer&laquo; mit ihren Restaurantterrassen direkt am Wasser. Filmstars, die dort Platz nehmen, sitzen auf dem Pr&auml;sentierteller. Tausende Touristen z&uuml;cken auf den vorbeifahrenden Vaporetti ihre Smartphones, um Bilder und Videos von den Ber&uuml;hmtheiten zu machen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Auf dem Lido selbst k&ouml;nnen Knipser und Autogrammj&auml;ger ihr Gl&uuml;ck am Filmpalast selbst oder vor dem &raquo;Excelsior&laquo; gegen&uuml;ber versuchen. Das in die Jahre gekommene Luxushotel ist der Geburtsort der &auml;ltesten Filmfestspiele der Welt. Auf den Terrassen des &raquo;Excelsior&laquo; fand der Kinowettbewerb 1932 zum ersten Mal statt. Bis heute trifft man auf der Restaurantterrasse des Hauses mit Blick &uuml;ber die Adria immer wieder mal Filmstars &ndash; sofern einen die immer nerv&ouml;ser werdenden Sicherheitsleute so nah heranlassen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Filmfestival:</strong> Seit 1932 wird die &raquo;Mostra internazionale d&#39;arte cinematografica di Venezia&laquo; veranstaltet. Das &auml;lteste Filmfestival der Welt zieht Hollywood-Stars wie magisch an. In diesem Jahr wird der 74. Wettbewerb in Venedig auf dem Lido ausgetragen. Vom 30. August bis 9. September werden Dutzende Kino-Stars erwartet.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Informationen: </strong>Tourismusverband der Provinz von Venedig, San Marco 2637, 30124 Venedig, Tel. 0039-41-5298711, E-Mail: info@turismovenezia.it</div> <div> <br /> (17.08.2017, dpa)<br /> <br /> {module=[1036]}</div> <h3> Venedig - Filmfestival</h3> <h2> Auf den Spuren der Hollywood-Stars</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Venedig ist sehr romantisch: Mit der Gondel können sich Besucher durch die Wasserstraßen fahren lassen" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/italien-venedig-gondel.jpg" title="Venedig ist sehr romantisch: Mit der Gondel können sich Besucher durch die Wasserstraßen fahren lassen ##Foto:Andrea Warnecke/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Vorhang auf, Film ab: Die Lagunenstadt Venedig wirkt wie eine gigantische Kulisse. Damit liefert sie w&auml;hrend der Filmfestspiele die perfekte Showb&uuml;hne f&uuml;r Stars und Sternchen. Wo sich die Filmprominenz in Venedig trifft &ndash; und wo sie sich versteckt.</strong></p> <p> W&auml;hrend der Filmfestspiele wird Venedig zu einer riesigen B&uuml;hne f&uuml;r Kinostars und -sternchen. Gourmet-Restaurants und Luxushotels verwandeln sich in Theaterkulissen f&uuml;r das Schauspiel der Eitelkeiten. Die meisten Stars suchen das Rampenlicht, einige aber auch stille R&uuml;ckzugsorte.</p> <div> Die Filmstars quetschen sich nat&uuml;rlich nicht auf den schwimmenden Linienbussen. Megastars wie Angelina Jolie oder Oscar-Preistr&auml;ger wie Emma Stone und Jeremy Irons lassen sich per privatem Taxiboot &uuml;ber die Kan&auml;le chauffieren. Auf edlen Holzbooten fl&uuml;chten viele Promis vor den Menschenmassen auf eine der vorgelagerten Inseln.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Eine dieser Oasen ist San Clemente. Knapp 15 Minuten dauert die Fahrt im Hotelboot vom Trubel des Markusplatzes in die Ruhe der einstigen Klosterinsel. Hinter der bescheidenen T&uuml;r des &raquo;San Clemente Palace Kempinski&laquo; f&uuml;hrt eine von m&auml;chtigen Muranoglas-L&uuml;stern beleuchtete Freitreppe hinauf zu edlen Zimmern und Suiten. W&auml;hrend der Filmfestspiele 2016 residierte dort Jude Law, zuvor schon Penelope Cruz und Robert De Niro.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Terrasse des Restaurants &raquo;Acquerello&laquo; auf der Piazza vor der 800 Jahre alten Klosterkirche wirkt in der Abendsonne wie das Set f&uuml;r einen Werbefilm. Der Blick schweift &uuml;ber die Lagune hin&uuml;ber nach San Marco. Die K&uuml;che von Vincenzo Di Tuoro ist eine der besten, diejenige von Giancarlo Perbellini und Federico Belluco auf der Nachbarinsel nach Meinung vieler Kritiker derzeit die allerbeste in Venedig.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> &raquo;Dopolavoro&laquo; hei&szlig;t ihr zum &raquo;JW Marriott Hotel&laquo; geh&ouml;rendes Restaurant auf der Isola delle Rose. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Lokal bietet w&auml;hrend der Filmfestspiele eine nahezu hundertprozentige Garantie, Filmstars zu treffen. Das Ambiente ist modern und leger, die K&uuml;che innovativ und mit einem spielerischen Touch.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Zu den kulinarischen Top-Adressen geh&ouml;rt auch das &raquo;Aman Hotel Canal Grande&laquo; ganz in der N&auml;he der Rialto-Br&uuml;cke. Das j&uuml;ngste Luxushotel der Stadt residiert im noblen Palazzo Papadopoli aus dem 16. Jahrhundert. Tennisprofi Ana Ivanovic und Fu&szlig;ball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger haben 2016 ebenso im &raquo;Aman&laquo; ihre Hochzeit gefeiert wie zwei Jahre zuvor George Clooney und Amal Alamuddin.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Clooney, der eine Villa am Comer See besitzt, war in den vergangenen Jahren besonders h&auml;ufig in Venedig. Der Oscar-Preistr&auml;ger logiert dabei gerne auch in der Hotel-Ikone &raquo;Cipriani&laquo;. Das Traditionshaus liegt vis-&agrave;-vis vom Markusplatz, ein Hotspot der Filmpromis.</div> <div> &nbsp;</div> <div> F&auml;hrt man vom &raquo;Cipriani&laquo; aus den Canal Grande Richtung Rialto, tauchen bald auf der rechten Seite zwei weitere Hotspots der feinen venezianischen Gesellschaft auf: die Luxushotels &raquo;Gritti&laquo; und &raquo;Bauer&laquo; mit ihren Restaurantterrassen direkt am Wasser. Filmstars, die dort Platz nehmen, sitzen auf dem Pr&auml;sentierteller. Tausende Touristen z&uuml;cken auf den vorbeifahrenden Vaporetti ihre Smartphones, um Bilder und Videos von den Ber&uuml;hmtheiten zu machen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Auf dem Lido selbst k&ouml;nnen Knipser und Autogrammj&auml;ger ihr Gl&uuml;ck am Filmpalast selbst oder vor dem &raquo;Excelsior&laquo; gegen&uuml;ber versuchen. Das in die Jahre gekommene Luxushotel ist der Geburtsort der &auml;ltesten Filmfestspiele der Welt. Auf den Terrassen des &raquo;Excelsior&laquo; fand der Kinowettbewerb 1932 zum ersten Mal statt. Bis heute trifft man auf der Restaurantterrasse des Hauses mit Blick &uuml;ber die Adria immer wieder mal Filmstars &ndash; sofern einen die immer nerv&ouml;ser werdenden Sicherheitsleute so nah heranlassen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Filmfestival:</strong> Seit 1932 wird die &raquo;Mostra internazionale d&#39;arte cinematografica di Venezia&laquo; veranstaltet. Das &auml;lteste Filmfestival der Welt zieht Hollywood-Stars wie magisch an. In diesem Jahr wird der 74. Wettbewerb in Venedig auf dem Lido ausgetragen. Vom 30. August bis 9. September werden Dutzende Kino-Stars erwartet.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Informationen: </strong>Tourismusverband der Provinz von Venedig, San Marco 2637, 30124 Venedig, Tel. 0039-41-5298711, E-Mail: info@turismovenezia.it</div> <div> <br /> (17.08.2017, dpa)<br /> <br /> {module=[1036]}</div> Nach der Flut in Prag: Wie aus Karlin ein Trendviertel wird 2017-08-16T11:09:48Z 2017-08-16T11:09:48Z http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/nach-der-flut-in-prag-wie-aus-karlin-ein-trendviertel-wird.html Administrator webmaster@reise-preise.de <h3> Nach der Flut in Prag</h3> <h2> Wie aus Karlin ein Trendviertel wird</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Heute, 15 Jahre nach der Katastrophe, ist Karlin ein angesagtes Viertel" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/prag-karlin-danube-house.jpg" title="Heute, 15 Jahre nach der Katastrophe, ist Karlin ein angesagtes Viertel ##Foto: ŠJu" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Vor 15 Jahren bricht eine Jahrhundertflut &uuml;ber Prag herein. Am schlimmsten trifft es den Stadtteil Karlin. Nach der Katastrophe hat sich der Bezirk verwandelt.</strong></p> <p> Rettungskr&auml;fte fahren mit dem Schlauchboot durch die &uuml;berfluteten Stra&szlig;en. Im Prager Stadtteil Karlin steht das Wasser im August 2002 drei Meter hoch. Die Moldau hat alles &uuml;berschwemmt. Die Feuerwehr rettet bei der Flut &auml;ltere Menschen und Familien mit Kindern, die sich nicht selbst in Sicherheit gebracht hatten.<br /> <br /> Vier Geb&auml;ude st&uuml;rzen ein, ein Dutzend weitere m&uuml;ssen abgerissen werden. Es dauert einen Monat, bis die Einwohner in ihren Stadtteil zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnen.</p> <div> Die Katastrophe begann am 13. August 2002, als die Flutwelle auf der Moldau Prag erreichte. Karlin liegt am Ufer und war der mit Abstand am st&auml;rksten betroffene Stadtteil. Es gab &Auml;ngste, er k&ouml;nnte angesichts der Zerst&ouml;rungen zu einer Geisterstadt werden.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Heute, 15 Jahre sp&auml;ter, ist Karlin zu einem der angesagtesten Viertel der Metropole geworden. In dem fr&uuml;heren Randbezirk tummeln sich Hipster, Jungunternehmer und Gesch&auml;ftsleute genauso wie junge Familien mit Kindern. Es gibt Stra&szlig;encaf&eacute;s, Yoga-Studios, Konzerts&auml;le und Ausstellungsr&auml;ume.</div> <div> &nbsp;</div> <div> David Semerad, Chef des IT-Start-ups STRV, hat seine B&uuml;ros vor einiger Zeit vom Zentrum nach Karlin verlegt. &raquo;Die Lage war sehr zentral, aber das Umfeld war sehr touristisch und entwickelte sich nicht weiter&laquo;, sagt er. In Karlin sei das anders. Praktisch jeden Monat &ouml;ffne ein neues trendiges Bio- oder Superfood-Restaurant. Und weil so viele Technologie-Firmen einziehen, werde Karlin immer mehr zum tschechischen Silicon Valley. &raquo;Man sp&uuml;rt f&ouml;rmlich die Energie der vielen supermotivierten Menschen.&laquo;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Der 31-J&auml;hrige und seine vier Mitgr&uuml;nder wohnen inzwischen auch selbst in dem fr&uuml;heren Industrieviertel, ebenso wie viele der 150 Mitarbeiter. Angst vor einer erneuten Flutkatastrophe haben sie nicht. &raquo;In der Technologie-Branche ist das Tempo so schnell, dass niemand dar&uuml;ber spricht, was letzte Woche geschehen ist &ndash; und schon gar nicht, was im Jahr 2002 war&laquo;, sagt Semerad, dessen Firma Smartphone-Apps nach Kundenwunsch entwickelt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Tats&auml;chlich scheint die Stadtverwaltung ihre Arbeit gemacht zu haben: Am Ufer der Moldau wurde ein Deich errichtet, den im Ernstfall kilometerlange mobile Schutzw&auml;nde erg&auml;nzen. Pumpen sollen das Wasser zudem aus der Kanalisation halten &ndash; auf diesem Weg war es 2002 in dem tiefer gelegenen Stadtteil, der auf Deutsch Karolinenthal hei&szlig;t, gestr&ouml;mt. Von dort bahnte es sich seinen Weg weiter durch Stra&szlig;en sowie in die U-Bahnstation Krizikova und von dort aus in viele weitere Haltestellen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Hochwassersch&auml;den in Prag wurden mit rund 2,8 Milliarden Euro beziffert &ndash; gut ein Zehntel davon entfiel allein auf Karlin. Aus EU-Kassen flossen F&ouml;rdermittel f&uuml;r den damaligen Beitrittskandidaten. Und Immobilienentwickler entdeckten den Charme und die Chancen des Industriestadtteils, in dem im 19. Jahrhundert Dampfschiffe und elektrische Stra&szlig;enbahnen gebaut wurden. Alte Fabriken wurden entkernt und zu Gewerbekomplexen umgebaut.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Vorstadt entstand erst ab 1817 auf einem geometrischen Grundriss, deswegen sind die Stra&szlig;en hier weiter und offener als in der mittelalterlichen Prager Altstadt. Wie sich Tradition und Moderne miteinander verbinden lassen, zeigt zum Beispiel das neue B&uuml;rohaus &raquo;Keystone&laquo; des Schweizer Architektenb&uuml;ros EM2N. Mit seinen polygonalen Fl&auml;chen nimmt es Bezug auf den tschechischen Kubismus des fr&uuml;hen 20. Jahrhunderts mit seinen scharfen Kanten.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nicht alle sahen die Ver&auml;nderungen in Karlin nur positiv: Denkmalsch&uuml;tzer warnten vor einem zu radikalen Umbau &ndash; oft blieben nur die Fassaden der Fabriken stehen. Die urspr&uuml;nglichen Einwohner, meist einfache Arbeiter, f&uuml;hlten sich von zahlungskr&auml;ftigeren Schichten verdr&auml;ngt.</div> <div> <br /> (16.08.2017, dpa)<br /> <br /> {module=[1036]}</div> <h3> Nach der Flut in Prag</h3> <h2> Wie aus Karlin ein Trendviertel wird</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Heute, 15 Jahre nach der Katastrophe, ist Karlin ein angesagtes Viertel" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/prag-karlin-danube-house.jpg" title="Heute, 15 Jahre nach der Katastrophe, ist Karlin ein angesagtes Viertel ##Foto: ŠJu" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Vor 15 Jahren bricht eine Jahrhundertflut &uuml;ber Prag herein. Am schlimmsten trifft es den Stadtteil Karlin. Nach der Katastrophe hat sich der Bezirk verwandelt.</strong></p> <p> Rettungskr&auml;fte fahren mit dem Schlauchboot durch die &uuml;berfluteten Stra&szlig;en. Im Prager Stadtteil Karlin steht das Wasser im August 2002 drei Meter hoch. Die Moldau hat alles &uuml;berschwemmt. Die Feuerwehr rettet bei der Flut &auml;ltere Menschen und Familien mit Kindern, die sich nicht selbst in Sicherheit gebracht hatten.<br /> <br /> Vier Geb&auml;ude st&uuml;rzen ein, ein Dutzend weitere m&uuml;ssen abgerissen werden. Es dauert einen Monat, bis die Einwohner in ihren Stadtteil zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnen.</p> <div> Die Katastrophe begann am 13. August 2002, als die Flutwelle auf der Moldau Prag erreichte. Karlin liegt am Ufer und war der mit Abstand am st&auml;rksten betroffene Stadtteil. Es gab &Auml;ngste, er k&ouml;nnte angesichts der Zerst&ouml;rungen zu einer Geisterstadt werden.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Heute, 15 Jahre sp&auml;ter, ist Karlin zu einem der angesagtesten Viertel der Metropole geworden. In dem fr&uuml;heren Randbezirk tummeln sich Hipster, Jungunternehmer und Gesch&auml;ftsleute genauso wie junge Familien mit Kindern. Es gibt Stra&szlig;encaf&eacute;s, Yoga-Studios, Konzerts&auml;le und Ausstellungsr&auml;ume.</div> <div> &nbsp;</div> <div> David Semerad, Chef des IT-Start-ups STRV, hat seine B&uuml;ros vor einiger Zeit vom Zentrum nach Karlin verlegt. &raquo;Die Lage war sehr zentral, aber das Umfeld war sehr touristisch und entwickelte sich nicht weiter&laquo;, sagt er. In Karlin sei das anders. Praktisch jeden Monat &ouml;ffne ein neues trendiges Bio- oder Superfood-Restaurant. Und weil so viele Technologie-Firmen einziehen, werde Karlin immer mehr zum tschechischen Silicon Valley. &raquo;Man sp&uuml;rt f&ouml;rmlich die Energie der vielen supermotivierten Menschen.&laquo;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Der 31-J&auml;hrige und seine vier Mitgr&uuml;nder wohnen inzwischen auch selbst in dem fr&uuml;heren Industrieviertel, ebenso wie viele der 150 Mitarbeiter. Angst vor einer erneuten Flutkatastrophe haben sie nicht. &raquo;In der Technologie-Branche ist das Tempo so schnell, dass niemand dar&uuml;ber spricht, was letzte Woche geschehen ist &ndash; und schon gar nicht, was im Jahr 2002 war&laquo;, sagt Semerad, dessen Firma Smartphone-Apps nach Kundenwunsch entwickelt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Tats&auml;chlich scheint die Stadtverwaltung ihre Arbeit gemacht zu haben: Am Ufer der Moldau wurde ein Deich errichtet, den im Ernstfall kilometerlange mobile Schutzw&auml;nde erg&auml;nzen. Pumpen sollen das Wasser zudem aus der Kanalisation halten &ndash; auf diesem Weg war es 2002 in dem tiefer gelegenen Stadtteil, der auf Deutsch Karolinenthal hei&szlig;t, gestr&ouml;mt. Von dort bahnte es sich seinen Weg weiter durch Stra&szlig;en sowie in die U-Bahnstation Krizikova und von dort aus in viele weitere Haltestellen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Hochwassersch&auml;den in Prag wurden mit rund 2,8 Milliarden Euro beziffert &ndash; gut ein Zehntel davon entfiel allein auf Karlin. Aus EU-Kassen flossen F&ouml;rdermittel f&uuml;r den damaligen Beitrittskandidaten. Und Immobilienentwickler entdeckten den Charme und die Chancen des Industriestadtteils, in dem im 19. Jahrhundert Dampfschiffe und elektrische Stra&szlig;enbahnen gebaut wurden. Alte Fabriken wurden entkernt und zu Gewerbekomplexen umgebaut.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Die Vorstadt entstand erst ab 1817 auf einem geometrischen Grundriss, deswegen sind die Stra&szlig;en hier weiter und offener als in der mittelalterlichen Prager Altstadt. Wie sich Tradition und Moderne miteinander verbinden lassen, zeigt zum Beispiel das neue B&uuml;rohaus &raquo;Keystone&laquo; des Schweizer Architektenb&uuml;ros EM2N. Mit seinen polygonalen Fl&auml;chen nimmt es Bezug auf den tschechischen Kubismus des fr&uuml;hen 20. Jahrhunderts mit seinen scharfen Kanten.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nicht alle sahen die Ver&auml;nderungen in Karlin nur positiv: Denkmalsch&uuml;tzer warnten vor einem zu radikalen Umbau &ndash; oft blieben nur die Fassaden der Fabriken stehen. Die urspr&uuml;nglichen Einwohner, meist einfache Arbeiter, f&uuml;hlten sich von zahlungskr&auml;ftigeren Schichten verdr&auml;ngt.</div> <div> <br /> (16.08.2017, dpa)<br /> <br /> {module=[1036]}</div> 150 Jahre Kanada: Eisenbahnhotels als Ikonen des Landes 2017-08-15T09:11:28Z 2017-08-15T09:11:28Z http://www.reise-preise.de/reisetipps/nordamerika/150-jahre-kanada-eisenbahnhotels-als-ikonen-des-landes.html Administrator webmaster@reise-preise.de <h3> 150 Jahre Kanada</h3> <h2> Eisenbahnhotels als Ikonen des Landes</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Kanada mit der Bahn erleben: Ende des 19. Jahrhunderts bedeutete die Fertigstellung der Canadian Pacific Railway einen Brückenschlag von Ost nach West und die Einheit des Landes" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/kanada-canadian-pacific-railway.jpg" title="Kanada mit der Bahn erleben: Ende des 19. Jahrhunderts bedeutete die Fertigstellung der Canadian Pacific Railway einen Brückenschlag von Ost nach West und die Einheit des Landes ##Foto: VIA Rail Canada/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Kanada feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag. Besucher k&ouml;nnen sich in den historischen Eisenbahnhotels der Canadian Pacific Railway auf die Spuren der Geschichte und der ersten Touristen des Landes begeben.</strong></p> <p> Es ist ein tr&uuml;ber Herbstmorgen irgendwo in den weiten W&auml;ldern der kanadischen Rocky Mountains. B&auml;rtige M&auml;nner in Anz&uuml;gen und schwarzen Zylinderh&uuml;ten stehen auf matschigem Boden.</p> <div> Einer der M&auml;nner, der Bankier Donald A. Smith, greift zum Hammer und rammt den letzten Nagel in die Holzschwelle. Geschafft. Die transkontinentale Eisenbahn ist fertig.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nach schwierigen Bauarbeiten haben die Arbeiter der Canadian Pacific Railway am Eagle Pass soeben den Br&uuml;ckenschlag von Ost nach West und damit die Einheit des Landes vollendet. Es ist das Jahr 1885, und kaum eine historische Szene ist in Kanada so ber&uuml;hmt wie jene mit dem letzten Nagel.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Roberto Garito erz&auml;hlt die Episode mit einer Inbrunst, als h&auml;tte sie sich erst gestern zugetragen. &raquo;Der letzte Nagel war wie die Geburtsstunde unserer Nation, denn er brachte die Siedler im Westen in den Scho&szlig; der kanadischen Familie&laquo;, erkl&auml;rt er.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Garito arbeitet als G&auml;stef&uuml;hrer im &raquo;Banff Springs Hotel&laquo;. Das Schlosshotel im Banff Nationalpark liegt nur ein paar hundert Kilometer vom Ort des Br&uuml;ckenschlags entfernt und gilt als das ber&uuml;hmteste von mehreren Eisenbahnhotels, mit denen die Canadian Pacific Railway nach der Fertigstellung der transkanadischen Strecke neue Siedler und Touristen in das Land bringen wollte.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Garitos Touren sind gefragt, denn Kanada feiert in diesem Jahr 150. Geburtstag, und die legend&auml;ren Eisenbahnhotels wie das &raquo;Banff Springs&laquo; verk&ouml;rpern die Geschichte des Landes wie nur wenige Monumente. Mehr als ein Dutzend Chalets, Resorts oder Stadthotels hatten die Bahnmanager zwischen Atlantik und Pazifik bauen lassen, um die Vision einer Nation, die von K&uuml;ste zu K&uuml;ste reicht, zu verwirklichen. Manche Hotels wurden geschlossen, viele aber stehen noch und gelten heute als Ikonen Kanadas.</div> <div> &nbsp;</div> <div> In Qu&eacute;bec City im Osten checkten die ersten Trans-Kanada-Reisenden einst im majest&auml;tischen &raquo;Chateau Frontenac&laquo; ein, bevor sie sich auf ihre 5.500 Kilometer lange Bahnfahrt &uuml;ber den Kontinent machten. Das Hotel, 1893 er&ouml;ffnet, thront bis heute wie eine Trutzburg &uuml;ber der historischen Altstadt von Qu&eacute;bec, die zum Weltkulturerbe geh&ouml;rt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Im Hotel selbst r&uuml;hmt man sich der vielen prominenten G&auml;ste, die hier abgestiegen sind. &raquo;Hier wimmelte es nur von VIPs&laquo;, erz&auml;hlt Tourguide David Mendel. Winston Churchill und Theodore Roosevelt stimmten 1943 unter dem ikonischen gr&uuml;nen Hoteldach ihre Strategien im Zweiten Weltkrieg ab. Alfred Hitchcock und Paul McCartney n&auml;chtigten dort.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nach vier Tagen Bahnfahrt in den holzvert&auml;felten Salonwagen der Canadian Pacific Railway &uuml;ber Toronto, Winnipeg und Calgary erreichten Trans-Kanada-Reisende schlie&szlig;lich das andere Ende des Kontinents am Pazifik. Heute bedient die Passagiergesellschaft Via Rail mit ihrem Zug &raquo;The Canadian&laquo; die Strecke bis nach Vancouver &ndash; allerdings auf einer n&ouml;rdlicheren Route &uuml;ber Edmonton und Jasper.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> In Vancouver angekommen wurden G&auml;ste gew&ouml;hnlich von M&auml;nnern wie David Reid empfangen. Reid arbeitet als Concierge im &raquo;Hotel Vancouver&laquo;, dem &auml;ltesten Stadthotel der Canadian Pacific Railway in Kanada. Er&ouml;ffnet wurde es zwei Jahre nach dem historischen Br&uuml;ckenschlag, und nach mehreren Umz&uuml;gen beherbergt es seine G&auml;ste heute in der Innenstadt gegen&uuml;ber der Vancouver Art Gallery.</div> <div> &nbsp;</div> <div> &raquo;Das &raquo;Hotel Vancouver&laquo; geh&ouml;rt zur Identit&auml;t der Stadt wie Chinatown oder der Stanley Park und hat zum Aufstieg Vancouvers beigetragen&laquo;, erz&auml;hlt Reid, w&auml;hrend er seinen G&auml;sten im hauseigenen Restaurant &raquo;Notch 8&laquo; frischen Tee eingie&szlig;t. Hier wird heute ein Klassiker der Bahnreisen von einst serviert: ein britischer Afternoon Tea mit Earl Grey, Scones und feinen Tee-Sandwiches.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Anreise:</strong> Lufthansa, Air Canada und Condor fliegen mehrere Ziele in Kanada direkt an, unter anderem Montr&eacute;al, Toronto und Vancouver.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Einreise:</strong> B&uuml;rger aus den EU-Staaten ben&ouml;tigen zur Einreise nach Kanada die neue elektronische Einreisegenehmigung eTA. Sie muss vor der Reise im Reiseb&uuml;ro oder online beantragt werden.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Via Rail:</strong> Das Unternehmen bietet Fahrten auf Teilen der historischen Trans-Kanada-Route der Canadian Pacific Railway an. Der Zug &raquo;The Canadian&laquo; verbindet Toronto mit Vancouver und f&auml;hrt im Winter zwei Mal, im Sommer drei Mal die Woche. Die Fahrt dauert knapp vier Tage.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Fairmont Hotel &amp; Resorts:</strong> Bahnfans k&ouml;nnen zum 150. Geburtstag Kanadas Sonderreisen mit dem &raquo;Canadian&laquo; inklusive &Uuml;bernachtungen in ehemaligen Eisenbahnhotels buchen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Banff Springs Hotel:</strong> F&uuml;hrungen durch die historischen R&auml;umlichkeiten des &raquo;Banff Springs&laquo; finden jeden Tag um 13:00 Uhr statt und sind f&uuml;r Hotelg&auml;ste kostenlos. Treffpunkt ist die Heritage Hall.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Chateau Frontenac: </strong>Cicerone Tours bietet im Sommer mehrmals t&auml;glich historische Hotelf&uuml;hrungen in Englisch oder Franz&ouml;sisch an. Sie dauern eine Stunde und kosten 17,40 Kanadische Dollar (rund 11,70 Euro) pro Person. Treffpunkt ist die Terrasse Dufferin vor dem Hotel.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Hotel Vancouver:</strong> Im &raquo;Hotel Vancouver&laquo; erinnert unter anderem das Restaurant &raquo;Notch 8&laquo; an die Zeit der gro&szlig;en Eisenbahnreisen. Heute ist es auf Spezialit&auml;ten der Nordwestk&uuml;ste spezialisiert.</div> <div> <br /> (15.08.2017, dpa)<br /> <br /> {module=[1036]}</div> <h3> 150 Jahre Kanada</h3> <h2> Eisenbahnhotels als Ikonen des Landes</h2> <!-- {noSep} //--><img alt="Kanada mit der Bahn erleben: Ende des 19. Jahrhunderts bedeutete die Fertigstellung der Canadian Pacific Railway einen Brückenschlag von Ost nach West und die Einheit des Landes" class="caption" src="http://www.reise-preise.de//images/stories/reisetipps/kanada-canadian-pacific-railway.jpg" title="Kanada mit der Bahn erleben: Ende des 19. Jahrhunderts bedeutete die Fertigstellung der Canadian Pacific Railway einen Brückenschlag von Ost nach West und die Einheit des Landes ##Foto: VIA Rail Canada/dpa-tmn" width="293" /><!-- newsPh //--> <p> <strong>Kanada feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag. Besucher k&ouml;nnen sich in den historischen Eisenbahnhotels der Canadian Pacific Railway auf die Spuren der Geschichte und der ersten Touristen des Landes begeben.</strong></p> <p> Es ist ein tr&uuml;ber Herbstmorgen irgendwo in den weiten W&auml;ldern der kanadischen Rocky Mountains. B&auml;rtige M&auml;nner in Anz&uuml;gen und schwarzen Zylinderh&uuml;ten stehen auf matschigem Boden.</p> <div> Einer der M&auml;nner, der Bankier Donald A. Smith, greift zum Hammer und rammt den letzten Nagel in die Holzschwelle. Geschafft. Die transkontinentale Eisenbahn ist fertig.<br /> <br /> {module=[311]}</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nach schwierigen Bauarbeiten haben die Arbeiter der Canadian Pacific Railway am Eagle Pass soeben den Br&uuml;ckenschlag von Ost nach West und damit die Einheit des Landes vollendet. Es ist das Jahr 1885, und kaum eine historische Szene ist in Kanada so ber&uuml;hmt wie jene mit dem letzten Nagel.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> Roberto Garito erz&auml;hlt die Episode mit einer Inbrunst, als h&auml;tte sie sich erst gestern zugetragen. &raquo;Der letzte Nagel war wie die Geburtsstunde unserer Nation, denn er brachte die Siedler im Westen in den Scho&szlig; der kanadischen Familie&laquo;, erkl&auml;rt er.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Garito arbeitet als G&auml;stef&uuml;hrer im &raquo;Banff Springs Hotel&laquo;. Das Schlosshotel im Banff Nationalpark liegt nur ein paar hundert Kilometer vom Ort des Br&uuml;ckenschlags entfernt und gilt als das ber&uuml;hmteste von mehreren Eisenbahnhotels, mit denen die Canadian Pacific Railway nach der Fertigstellung der transkanadischen Strecke neue Siedler und Touristen in das Land bringen wollte.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Garitos Touren sind gefragt, denn Kanada feiert in diesem Jahr 150. Geburtstag, und die legend&auml;ren Eisenbahnhotels wie das &raquo;Banff Springs&laquo; verk&ouml;rpern die Geschichte des Landes wie nur wenige Monumente. Mehr als ein Dutzend Chalets, Resorts oder Stadthotels hatten die Bahnmanager zwischen Atlantik und Pazifik bauen lassen, um die Vision einer Nation, die von K&uuml;ste zu K&uuml;ste reicht, zu verwirklichen. Manche Hotels wurden geschlossen, viele aber stehen noch und gelten heute als Ikonen Kanadas.</div> <div> &nbsp;</div> <div> In Qu&eacute;bec City im Osten checkten die ersten Trans-Kanada-Reisenden einst im majest&auml;tischen &raquo;Chateau Frontenac&laquo; ein, bevor sie sich auf ihre 5.500 Kilometer lange Bahnfahrt &uuml;ber den Kontinent machten. Das Hotel, 1893 er&ouml;ffnet, thront bis heute wie eine Trutzburg &uuml;ber der historischen Altstadt von Qu&eacute;bec, die zum Weltkulturerbe geh&ouml;rt.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Im Hotel selbst r&uuml;hmt man sich der vielen prominenten G&auml;ste, die hier abgestiegen sind. &raquo;Hier wimmelte es nur von VIPs&laquo;, erz&auml;hlt Tourguide David Mendel. Winston Churchill und Theodore Roosevelt stimmten 1943 unter dem ikonischen gr&uuml;nen Hoteldach ihre Strategien im Zweiten Weltkrieg ab. Alfred Hitchcock und Paul McCartney n&auml;chtigten dort.</div> <div> &nbsp;</div> <div> Nach vier Tagen Bahnfahrt in den holzvert&auml;felten Salonwagen der Canadian Pacific Railway &uuml;ber Toronto, Winnipeg und Calgary erreichten Trans-Kanada-Reisende schlie&szlig;lich das andere Ende des Kontinents am Pazifik. Heute bedient die Passagiergesellschaft Via Rail mit ihrem Zug &raquo;The Canadian&laquo; die Strecke bis nach Vancouver &ndash; allerdings auf einer n&ouml;rdlicheren Route &uuml;ber Edmonton und Jasper.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> In Vancouver angekommen wurden G&auml;ste gew&ouml;hnlich von M&auml;nnern wie David Reid empfangen. Reid arbeitet als Concierge im &raquo;Hotel Vancouver&laquo;, dem &auml;ltesten Stadthotel der Canadian Pacific Railway in Kanada. Er&ouml;ffnet wurde es zwei Jahre nach dem historischen Br&uuml;ckenschlag, und nach mehreren Umz&uuml;gen beherbergt es seine G&auml;ste heute in der Innenstadt gegen&uuml;ber der Vancouver Art Gallery.</div> <div> &nbsp;</div> <div> &raquo;Das &raquo;Hotel Vancouver&laquo; geh&ouml;rt zur Identit&auml;t der Stadt wie Chinatown oder der Stanley Park und hat zum Aufstieg Vancouvers beigetragen&laquo;, erz&auml;hlt Reid, w&auml;hrend er seinen G&auml;sten im hauseigenen Restaurant &raquo;Notch 8&laquo; frischen Tee eingie&szlig;t. Hier wird heute ein Klassiker der Bahnreisen von einst serviert: ein britischer Afternoon Tea mit Earl Grey, Scones und feinen Tee-Sandwiches.&nbsp;</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Anreise:</strong> Lufthansa, Air Canada und Condor fliegen mehrere Ziele in Kanada direkt an, unter anderem Montr&eacute;al, Toronto und Vancouver.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Einreise:</strong> B&uuml;rger aus den EU-Staaten ben&ouml;tigen zur Einreise nach Kanada die neue elektronische Einreisegenehmigung eTA. Sie muss vor der Reise im Reiseb&uuml;ro oder online beantragt werden.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Via Rail:</strong> Das Unternehmen bietet Fahrten auf Teilen der historischen Trans-Kanada-Route der Canadian Pacific Railway an. Der Zug &raquo;The Canadian&laquo; verbindet Toronto mit Vancouver und f&auml;hrt im Winter zwei Mal, im Sommer drei Mal die Woche. Die Fahrt dauert knapp vier Tage.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Fairmont Hotel &amp; Resorts:</strong> Bahnfans k&ouml;nnen zum 150. Geburtstag Kanadas Sonderreisen mit dem &raquo;Canadian&laquo; inklusive &Uuml;bernachtungen in ehemaligen Eisenbahnhotels buchen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Banff Springs Hotel:</strong> F&uuml;hrungen durch die historischen R&auml;umlichkeiten des &raquo;Banff Springs&laquo; finden jeden Tag um 13:00 Uhr statt und sind f&uuml;r Hotelg&auml;ste kostenlos. Treffpunkt ist die Heritage Hall.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Chateau Frontenac: </strong>Cicerone Tours bietet im Sommer mehrmals t&auml;glich historische Hotelf&uuml;hrungen in Englisch oder Franz&ouml;sisch an. Sie dauern eine Stunde und kosten 17,40 Kanadische Dollar (rund 11,70 Euro) pro Person. Treffpunkt ist die Terrasse Dufferin vor dem Hotel.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Hotel Vancouver:</strong> Im &raquo;Hotel Vancouver&laquo; erinnert unter anderem das Restaurant &raquo;Notch 8&laquo; an die Zeit der gro&szlig;en Eisenbahnreisen. Heute ist es auf Spezialit&auml;ten der Nordwestk&uuml;ste spezialisiert.</div> <div> <br /> (15.08.2017, dpa)<br /> <br /> {module=[1036]}</div>