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Genervt von Dauerregen und Kälte flüchten die Deutschen in die Sonne

Genervt von Dauerregen und Kälte flüchten die Deutschen in die Sonne

Foto: Frank Rumpenhorst

Schlechtes Wetter

Pauschalreisen häufiger gebucht

Nichts wie weg: Viele Bundesbürger haben genug vom Novemberwetter mitten im Mai. Die Reiseveranstalter profitieren von der Flucht in den Süden. Doch es gibt auch Verlierer in der Tourismusbranche. Genervt von Dauerregen und Kälte flüchten die Bundesbürger in die Sonne - die Reiseveranstalter freut es. »Keine Frage, das schlechte Wetter treibt die Deutschen momentan in die Urlaubsflieger. Wir sind mit dem aktuellen Geschäft sehr zufrieden«, sagt eine Tui-Sprecherin. Kurzfristig gebuchte Reisen boomen. »Allein in den letzten zwei Wochen wurden 30 Prozent mehr Pauschalreisen als im vergangenen Jahr gebucht«, berichtet der Chef des Last-Minute-Anbieters L'Tur, Markus Orth. Insbesondere Ziele rund um das Mittelmeer, allen voran Spanien und Griechenland, profitierten vom schlechten Wetter hierzulande.



Wenig Freude bereitet der November mitten im Mai dagegen Hoteliers und Gastronomen in Deutschland. »Wer will jetzt schon an die Nord- und Ostsee«, sagt Markus Orth. »Am häufigsten zieht es die Sonnenhungrigen derzeit nach Mallorca, an die Türkische Riviera und nach Kreta«, berichtet der zu Thomas Cook gehörende Last-Minute-Anbieter Bucher. Wie stark das Wetter das Buchungsverhalten beeinflussen kann, hat der Deutsche Reiseverband DRV vor einigen Jahren gemeinsam mit den Konsumforschern von der GfK untersucht. Das Ergebnis: Die Buchungen für Sonnenziele stiegen in den regnerisch kühlen Wochen von Ende Mai bis Anfang Juni 2006 um bis zu 23 Prozent.


»Die Buchungszahlen sind im Mai im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen und das trotz vieler Feiertage und damit fehlender Buchungstage« heißt es bei den Veranstaltern ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg, die zu DER Touristik gehören. Für die Hauptreiseziele am Mittelmeer wie Türkei und Spanien gebe es angesichts der starken Nachfrage bereits zu Jahresanfang nur noch wenige Kapazitäten.

Außerhalb der Ferienzeit seien noch genügend Plätze frei für Traumziele und Flugkombinationen nach Wunsch, beruhigt die TUI-Sprecherin. Wer sich jetzt für eine Reise in den Sommerferien entscheide, müsse dagegen flexibler sein.

(31.05.2013, dpa)

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