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Boote an der Kabira-Bucht auf der Okinawa-Insel Ishigaki

Boote an der Kabira-Bucht auf der Okinawa-Insel Ishigaki

Japan auf eigene Faust Von Tokio in die japanische Südsee

Auf Okinawa – im tiefen Süden Japans – leben Menschen, die das Geheimnis des langen Lebens hüten. Ein Platz fürs sanfte Ankommen in Japan – Aloha-Feeling am Palmenstrand inklusive. In der alten Kaiserstadt Kyoto dagegen pocht das spirituelle Herz Japans. Tokio schließlich, eine der Megametropolen der Erde, glitzert, fasziniert und verwirrt.

Der Business-Anzug auf Okinawa ist bunt: Der Hotelrezeptionist be grüßt mich im grell geblümten Kariyushi- Hemd, dem Pendant zum Aloha- Shirt Hawaiis. Dem Klima angepasst und gleichzeitig ein Symbol für die legere Le - benseinstellung der Menschen im subtropischen Süden Japans. Die Hauptinsel Okinawa Honto und der gleichnamige Archipel gehörten zum Königreich Ryukyu, bis die Japaner 1879 den König in Rente schickten. Okinawa ist weiter von Tokio als von Taiwan entfernt. Auch kulturell. »Die Menschen hier sind die Südländer Japans«, sagt Till Weber, seit 20 Jahren Professor an der Universität der Inselhauptstadt Naha und deutscher Honorarkonsul. »Sie sind lässiger, entspannter – und sehr musikalisch.« Tatsächlich: Abends sind in einer der zahlreichen Musikkneipen Nahas alle Tische besetzt. Eine Mutter-Tochter-Band spielt Okinawa-Volksmusik mit Trommeln und Sanshin, einer Art Banjo, das mit Giftschlangenhaut bespannt ist. Für westliche Ohren etwas schräg, aber sehr fröhlich und mitreißend. Ein bisschen wie Country & Western auf japanisch. Das Publikum, meist Urlauber aus Tokio und Osaka, klatscht und tanzt ausgelassen dazu. Und bechert Awamori, den Reisschnaps Okinawas.

Okinawa ist das Mallorca der Japaner. Vor allem Besucher vom Mainland kommen, um Puderzuckerstrände und glasklares Wasser zu genießen. Was die Einheimischen nicht verstehen können. Wenn man der Kinder wegen an den Strand geht, dann nur in Ganzkörperverhüllung. Ein heller Teint ist immer noch Statussymbol. So ist an den langen Stränden reichlich Platz. In den vielen kleinen Buchten, die man auf der Karte vergeblich sucht, sowieso. »Beach 51« zum Beispiel – ein echter Geheimtipp. Auf einem Trampelpfad klettere ich in die Traumbucht mit türkisgrünem Wasser, an der sich am Sonntagnachmittag nur zwei amerikanische Familien tummeln. Und ein paar Schnorchler treiben zwischen den Karstinselchen vor der Küste im Wasser, denn die Bucht ist gleichzeitig ein Lieblingsplatz für Fans der Unterwasserwelt.

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