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La Gomera, das Wanderparadies unter den Kanarischen Inseln, Spanien

La Gomera, das Wanderparadies unter den Kanarischen Inseln, Spanien (Foto: Flickr.com, Till Krech)

Kanaren-Spanien La Gomera - Ich bin dann mal wandern

Reisen nach La Gomera lassen es schnell entdecken: Diese Insel ist anders als die übrigen Kanaren. Die Hippies entdeckten die zweitkleinste Kanareninsel schon in den Siebzigerjahren. Heute kommen die meisten Reisenden – anders als auf den großen Kanaren – immer noch individuell statt pauschal, aber statt Blumenketten tragen sie Wanderrucksäcke. Ein Reisebericht über La Gomera.

Wettergegerbt ist die zweitkleinste der Kanarenschwestern. Jahrmillionen meißelten Wind und Wetter am Gestein und schufen die Barrancos, tiefe Schluchten, die sich fächerförmig vom Bergland hin zu den Küsten öffnen und der Insel ihr charakteristisches Gesicht verliehen. Dazu Lavaberge, dramatische Steilküsten, Palmentäler, steil bergaufwärts kletternde Terrassenfelder, auf denen Bananen, Papayas, Orangen oder Avocados reifen, und ein von der UNESCO geschützter Lorbeerwald, in dem Nebelschwaden für Gespensterstimmung sorgen – landschaftliche Highlights hat Gomera mehr als genug zu bieten. Und den stahlblauen Atlantik ringsum außerdem. Doch weil der meist ungestüm gegen die Felsen klatscht, statt in sanften Wellen an den Strand zu spülen, blieb Gomera die schnelle Tourismuskarriere der großen Kanarenschwestern verwehrt.


Schielen auch manche Gomerianer neidisch nach Teneriffa hinüber – die Tatsache, dass die Schönheit der Insel im Inneren blüht, bewahrte sie auch vor Bettenburgen und lärmenden Touristenscharen a la Ballermann. »Eigentlich hat sich Gomera gar nicht so sehr verändert«, stellt Josef Knoflach fest – seit mehr als 20 Jahren Deutsch-Gomerianer und Veranstalter von Wandertouren und Wander - Reisen im Valle Gran Rey. Er ist einer von rund 1.000 Deutschen, die im »Valle«, dem touristischen Zentrum der Insel, Wurzeln schlugen. Man spricht also Deutsch. Und neuerdings sitzt sogar ein Teutone im Gemeinderat. Kein Wunder, dass – vor allem im Winterhalbjahr – auch die meisten Besucher aus Deutschland kommen.


Nach den Hippies und den Esoterikern hat eine neue Klientel die Insel entdeckt: die Aktivurlauber, die die Insel meist mit Wanderstiefeln und manchmal auch mit dem Mountainbike entdecken. Weil Gomera klein ist, kann man die meisten Ecken von einem Standort aus entdecken. Aber wer sich lange Anfahrtswege auf kurvigen Straßen ersparen will, kann einen Aufenthalt im berühmten Valle Gran Rey mit ein paar Tage im sonnigen Süden von Playa Santiago und im ruhigen, grünen Norden verbinden. Und wer vollendete Ruhe auf Reisen nach La Gomera sucht, findet sie inzwischen auch in kleinen Landhäusern am Rande des Nationalparks.


Valle Gran Rey - Wo die Hippies auf La Gomera trommelten

Das Valle Gran Rey auf der Kanareninsel La Gomera, Spanien

Das Valle Gran Rey auf der Kanareninsel La Gomera, Spanien (Foto: Flickr.com, Ingo Ronner)


Erst mal Zeit nehmen zum Staunen auf Reisen nach La Gomera: Vom Aussichtspunkt Mirador de Palmarejo, gestaltet vom Stararchitekten César Manrique aus Lanzarote, überblickt man das gesamte Valle Gran Rey, das sich von einer schmalen Schlucht zum stattlichen Trichter weitet. Seine Wände säumen kunstvoll angelegte Terrassenfelder, und zwischen Bananenstauden, Avocado- und Orangenbäumen und den Kronen unzähliger Kanarenpalmen blitzen weiße Häuser auf. Am Ende des Tals liegt das tiefblaue Meer. In den 70er-Jahren machte das »Valle« Karriere als Hippiemekka, heute ist es das Tourismuszentrum Nr. 1 der Insel.


Die Besucher auf Reisen nach Gomera verteilen sich auf vier Ortsteile: La Calera liegt zwar nicht direkt am Meer, gehört aber zu den hübschesten Orten den Insel. Die weißen Häuser, über Treppengassen verbunden, kleben eindrucksvoll am Fels. Und: Hier kann man noch ein Stück weit in den Inselalltag eintauchen. Die Straße schlängelt sich von La Calera hinab zum Strand, wo der Ortsteil La Playa gewachsen ist. Die hübsche kleine Strandpromenade mit Restaurants, Geschäften und Restaurants ist beliebter Treffpunkt. Ein Fußweg führt zum beliebten Strand Playa del Inglés, gelegen zu Füßen einer Felswand. Der Szenetreff zum Sonnenuntergang ist wie schon in den 1970er-Jahren die Bar »Casa Maria«. La Puntilla ist ein Straßendorf zwischen La Playa und dem Hafenviertel Vueltas mit Hotels, Apartmenthäusern und perfekter touristischer Infrastruktur und punktet durch die verkehrsgünstige Lage. In Vueltas kann man noch Hafenatmosphäre schnuppern auf Reisen nach La Gomera. Abends spielt sich hier das (bescheidene) Nachtleben der Insel ab.


Unterkünfte - Gut schlafen auf La Gomera

Gut untergebracht in Vueltas, Valle Gran Rey auf der Kanareninsel La Gomera, Spanien

Gut untergebracht in Vueltas, Valle Gran Rey auf der Kanareninsel La Gomera, Spanien (Foto: Wikimedia Commons, Gomera-b)


LA CALERA »Hotel Jardín Concha« €€
Ein Kleinod ist das »Hotel Jardín Concha« mit hübschen Zimmern und Gemeinschaftsterrassen mit schönem Meerblick.
LA PLAYA Bungalows »Oasis« € In einem wunderschönen Garten verstecken sich die Bungalows »Oasis«, meist mit großzügigen Terrassen ausgestattet.

»Gomera Lounge« €€ Studios und Bungalows, Apartments, mal im marokkanischen, mal im balinesischen Stil, und ein Spa auf dem Dach bietet die »Gomera Lounge« an der Promenade.
PUNTILLA »Charco del Conde« €€ Eine zentrale Lage am gleichnamigen Strand hat die Apartmentanlage »Charco del Conde«. Sie wirkt auf den ersten Blick etwas steril, hat aber geräumige Apartments, z. T. mit herrlichem Meerblick, und einen großen Pool im Innenhof.

La Gomera - Die schönsten Wanderungen

Vallehermoso, Ziel vieler Wanderungen auf der kanarischen Insel La Gomera, Spanien

Vallehermoso, Ziel vieler Wanderungen auf der kanarischen Insel La Gomera, Spanien##Foto: Wikimedia Commons, Rebexho


Der Königsweg
Vom oberen Valle Gran Rey (El Guro) geht’s hinauf zum Töpferdorf El Cercado mit herrlichem Talblick. Zurück mit dem Bus. Oder weiter auf einem Panoramaweg nach Las Hayas. Der wilde Nordwesten Vom Ausflugslokal »Chorros de Epina« schlängelt sich der Weg zur Ermita de Santa Clara und weiter mit Superblick auf die Steilküste zum Playa Vallehermoso, dann 3 km auf der Straße nach Vallehermoso. Zurück mit dem Taxi.

Im Nationalpark Vom Parkplatz Alto de Contadero taucht man direkt in die faszinierende Welt des Lorbeerwaldes ein. Einkehren kann man unterwegs im Lokal »La Vista«. Über die Waldkapelle Señora de Lourdes zurück. Durchs Palmental nach Santiago Vom Plateau des Roque de Agando hinab ins Hochtal von Benchijigua. Weiter durch eine archaische Landschaft mit zahlreichen Palmenhainen zum Dorf Pastrana, dann an der Straße nach Playa Santiago. Zurück mit Bus oder Taxi.

 

Nationalpark Garajonay - Immergrüner Zauberwald auf La Gomera

Unterwegs im Nebelwald des Nationalparks Garajonay auf der Kanareninsel La Gomera, Spanien

Unterwegs im Nebelwald des Nationalparks Garajonay auf der Kanareninsel La Gomera, Spanien (Foto: Wikimedia Commons, Thorsten Bachner)


Es grünt so grün im Zauberwald des Nationalparks Garajonay. Das Bergmassiv im Inselherzen bedeckt einer der letzten immergrünen Lorbeerwälder weltweit. Der Wald ist ein natürlicher Wasserspeicher, in dem hohe Luftfeuchtigkeit und konstante Temperaturen dafür sorgen, dass die Bäume rund ums Jahr Mooskleider und lange Flechtenbärte tragen, Riesenfarne und baumartige Erika wuchern. Seit 1986 gehört der Lorbeerwald, in dem meist dichte Nebenschwaden für mystische Stimmung sorgen, außerdem zum UNESCO-Weltnaturerbe.


Am besten lässt sich der Park, der zehn Prozent der Insel einnimmt, auf Reisen nach La Gomera zu Fuß erkunden, ein Netz von Wanderwegen ist ausgeschildert. Informativ ist das Besucherzentrum Juego de Bolas zwischen Hermigua und Agulo, interessant auch der Lehrpfad bei Laguna Grande, der sich zur Wanderung mit Schlenker über den Gipfel des Garajonay ausweiten lässt.


San Sebastian - Die »Hauptstadt« und der sonnige Süden

San Sebastian, die Hauptstadt der kanareninsel La Gomera, Spanien

San Sebastian, die Hauptstadt der kanareninsel La Gomera, Spanien (Foto: Wikimedia Commons, Oliver Raupach)


Kolumbus
war hier! Und mehr als 500 Jahre später zehrt San Sebastián immer noch vom Ruhm vergangener Zeiten. An das Zeitalter der Entdeckungen erinnern Festungsturm, Kolumbushaus, Zollhaus und andere alt- kanarische Häuser mit geschnitzten Holzbalkonen. Dörflich gemütlich präsentiert sich die kleine Inselhauptstadt mit ihren 8.000 Einwohnern, für die meisten Besucher bei Reisen nach La Gomera nur Durchgangsstation. Doch es lohnt sich, auf dem Plaza de las Américas oder dem Plaza de la Constitución unter Palmen und riesigen Lorbeerbäumen zumindest für ein paar Stunden den Inselalltag zu studieren. Im Südwesten Gomeras liegt mit Playa Santiago der sonnenverwöhnteste Ort der Insel. Kein Wunder, dass sich hier die einzige größere Hotelanlage der Insel ansiedelte. An der Hafenpromenade liegen kleine Pensionen, Apartmenthäuser und Fischlokale – zum vollendeten Urlaubsglück fehlt hier nur ein richtig schöner Strand.


Gut schlafen in San Sebastian: »Torre del Conde«, €€
Günstig wohnt man im zentral gelegenen »Torre del Conde«. »Parador de la Gomera«, €€€ Die eleganteste Unterkunft der Insel ist der »Parador de la Gomera«; herrlicher Garten, Pool, traumhafter Ausblick.

Gut schlafen in Playa Santiago: »Tapahuga« €€ Eine Dachterrasse mit Pool, aber etwas altmodisch eingerichtete Apartments hat das »Tapahuga« an der Hafenpromenade. »Jardin Tecina« €€ Das große Pauschalhotel »Jardin Tecina« thront in 1A-Lage auf den Klippen über einem schwarzen Kieselstrand.

Gut essen - Schlemmen auf La Gomera

Genießen und Schlemmen in San Sebastian auf der Kanarischen Insel la Gomera, Spanien

Genießen und Schlemmen in San Sebastian auf der Kanarischen Insel la Gomera, Spanien (Foto: Flickr.com, Leo-seta)


Die besten Restaurants - Stilvoll speisen in der »Hauptstadt« San Sebastian:
Ein Besuch von San Sebastián lohnt allemal – und sei es nur für einen Stadtbummel und ein anschließendes Abendessen im stilvollen »Parador de la Gomera«. Das hervorragende Hotelrestaurant bietet Kanarenküche in Vollendung. Zu den gomerischen Spezialitäten gehören Fischtopf, gefüllter Kaninchenrücken und Kresse-Suppe.

Gut essen im »Valle« Im »Mango« an der Strandpromenade von La Playa genießt man mit Meerblick fantasievoll variierte Kanarenküche. Die Lage des »El Baifo« in einer der Seitenstraßen von La Playa ist nicht ganz so idyllisch. Die Deutsch-Gomerianer schwören jedoch auf die raffiniert-exotische Küche des malaysischen Kochs. Günstige Fisch-Tapas und Hafenflair gibt es in der Kneipe der Fischergenossenschaft im Hafen von La Vueltas.

Hausmannskost in den Bergen Bei Reisen ins Bergland nördlich des Valle sollte man unbedingt im »Casa Efigenia« in Las Hayas einkehren, das längst Kultstatus bei Wanderern hat. Hier serviert Doña Efigenia seit 50 Jahren ein ländlich-vegetarisches Menü mit Zutaten aus dem eigenen Garten. Sie vermietet außerdem rustikale Landhäuser am Rande des Nationalparks


Hermigua - Der grüne Norden von La Gomera

Hermigua, der grüne Norden der Kanareninsel La Gomera, Spanien

Hermigua, der grüne Norden der Kanareninsel La Gomera, Spanien (Foto: Wikimedia Commons, CTHOE)


Menschenleer sind die Gassen, nur ein paar Katzen dösen in der Sonne. Agulo, mit seinen weißen Häusern auf einer Felskuppe über dem Meer für viele das schönste Dorf der Insel, wartet noch auf Investoren, die es wachküssen und die einstigen Herrenhäuser in schicke Boutiquehotels und Restaurants verwandeln.

Das touristische Zentrum des Nordens bleibt bis dahin Hermigua, dessen bunte Häuser Farbtupfer zwischen den Bananenplantagen des lang gezogenen Tals setzen. Ein idealer Standort für Individualisten bei Reisen nach La Gomera, die Ruhe suchen und die ausgezeichneten Wandermöglichkeiten in Nationalparknähe schätzen. Ein herrlicher Platz zum Relaxen: der versteckte kleine Playa de la Caleta.

Gut schlafen im Norden von La Gomera »Los Telares« € Schlichte Studios hat das »Los Telares«. »Ibo Alfaro« €€ Wunderschön ist das Landhotel »Ibo Alfaro, mit 17 Zim-mern in einem alten Herrenhaus. Viele Stammgäste – rechtzeitig buchen!

Informationen über Reisen nach La Gomera

La Gomera, die grüne, vielfältige Kanarische Insel, Spanien

La Gomera, die grüne, vielfältige Kanarische Insel, Spanien (Foto: Wikimedia Commons, Rafael Gomez)


ANREISE
Vom Flughafen Teneriffa-Süd zum Fährhafen Los Cristianos kommt man per Taxi zum Fixpreis. Oder man nimmt den Linienbus und läuft die restlichen 500 Meter. Die Fred-Olson-Fähren legen mehrmals am Tag ab Richtung San Sebastián und fahren von dort weiter nach Playa Santiago und Valle Gran Rey.


KLIMA UND BESTE REISEZEIT FÜR REISEN
Ganzjährig herrschen angenehme Temperaturen, im Winter 20–21 °C, von Juni bis Oktober 26–30 °C. Die regenreichsten Monate sind Dezember und Januar, dennoch ist das Winterhalbjahr Hauptsaison. Juni bis September schließen viele Quartiere. Zwischen Mitte März und Mitte Mai ist das Wetter ideal zum Wandern und die Nebensaisonpreise schonen den Geldbeutel In unserer Klima- und Reisewetter-Datenbank finden Sie die optimale Reisezeit für Reisen nach La Gomera.


UNTERWEGS AUF DER INSEL Bus
Überlandbusse verbinden die wichtigsten Orte mehrmals am Tag. Taxi Festpreise gelten für Fahrten von Ort zu Ort, z. B. von San Sebastián ins Valle Gran Rey € 55, nach Hermigua € 25. Mountainbikes bekommt man ab € 15/Tag bei der Bike Station Gomera in La Puntilla. Angeboten werden auch geführte Tagestouren für € 39. Fähre Die Fred-Olsen-Fähren fahren von San Sebastián nach Playa de Santiago oder ins Valle Gran Rey.


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UNTERKUNFT
Gomera hat nur wenige größere Hotels, dafür einige kleine Landhotels und eine große Auswahl an Studios, Apartments und Ferienhäusern. Einen guten Überblick liefert die Seite www.gomeralive.de. Schicke Ferienhäuser, auch auf dem Land ( casas rurales ), findet man über www.vallehermoso.de. Schick ist das »Casa Hupalupa« am Rand von La Calera, €€.
ESSEN & TRINKEN Die Inselkost ist deftig-einfach und gut. Grillfisch oder Grillfleisch (gern vom Schwein oder von der Ziege) stehen meist im Mittelpunkt, begleitet von papas arrugadas con mojo , kleinen, in der Schale im Meersalzwasser gekochten Kartoffeln, serviert mit einer pikanten Knoblauchtunke.


AUSKÜNFTE
Turespana, Spanisches Fremdenverkehrsamt, Lietzenburger Str. 99, 10707 Berlin, Tel. 030-8826543, www.spain.info/de

WEITERE INFORMATIONEN
Der vollständige Artikel über La Gomera mit vielen Tipps zur Urlaubsplanung, Preisen, Adressen, Telefonnummern, Nebenkosten und Kalkulation der Urlaubsreise ist erscheinen in REISE & PREISE 4-2010. Die Ausgabe können Sie sich für € 4,90 nach Hause schicken lassen (Heft bestellen)     

(ELKE HOMBURG, 4/2010)

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