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Es ist immer etwas Besonderes, einen Elefanten in Freiheit zu beobachten

Es ist immer etwas Besonderes, einen Elefanten in Freiheit zu beobachten

Reise-Planung Südafrika Im Kruger-Nationalpark ist was im Busch

Eine faszinierende Tierwelt inmitten wildschöner Landschaften: Der Kruger-Nationalpark ist größer als so manches deutsche Bundesland. Das beliebteste Naturschutzgebiet Südafrikas bietet Safari-Abenteuer für jedes Budget.

Der halbe Mond steht tief am Himmel. Um halb sechs öffnet sich die Schranke des Camps im Kruger-Nationalpark. Nach ein paar Kilometern geht die Teerstraße in eine Schotterpiste über. Mit offenen Fenstern und abgeschaltetem Motor lauscht man, wie die Stille der Nacht verklingt und die Vögel übernehmen. Plötzlich ist da ein Rascheln im hohen Gras. Einen Katzensprung entfernt reckt sich ein Löwe. In Zeitlupe richtet er sich auf, gähnt, leckt das von vielen Narben gezeichnete Fell und die prächtige Mähne. Er genießt die Strahlen der Morgensonne, schaut zum Auto – und fokussiert auf den Menschen auf dem Fahrersitz. Nur Löwen schauen einen so an, mit messerscharfem Blick, der ohne Umwege direkt ins Herz geht.

Auf Safari in Südafrikas Kruger-Nationalpark: Das geht bequem und organisiert, mit einem lokalen Guide am Steuer. Dann sitzt man auf den hinteren Sitzen eines offenen Geländewagens und kann den Busch genießen. Es geht aber auch anders: Als Selbstfahrer im Mietwagen muss man die Tiere ohne Hilfe der Profis finden. So oder so: Eine Pirschfahrt ist hier oft unerwartet großes Kino. Der Kruger hat eine Fläche von zwei Millionen Hektar, etwa so viel wie Sachsen-Anhalt oder Rheinland-Pfalz. Eine Safari ist hier also immer auch eine Wette auf Glück, Zufall und den guten Willen der Natur – man fährt schließlich nicht durch einen Zoo. Wo einst Großwildjäger mit großem Ego den »Big Five« nachstellten, den für sie gefährlichsten Tieren im Busch, klicken heute nur noch die Kameras, wenn sich Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und mit Glück auch die scheuen Leoparden zeigen.

Wer sich indes nur darauf konzentriert, verpasst viel: 147 Säugetierarten, 507 Vogelarten, 114 Reptilien- und 34 Amphibienarten streifen durch die Arche Noah mit wunderlichen Baobab- und tausend Jahre alten Leadwoodbäumen.

Für viele Südafrikaner gehört die alljährliche Campingtour durch den Kruger-Nationalpark zum Lebensgefühl. Wer ein Reisemobil anmietet, kann es ihnen nachmachen. Bequemer ist es, ein Chalet in den staatlichen Rest Camps zu mieten. Sichtungen, mit denen man sich selbst beschenkt, sind zwar oft die schönsten. Einfacher aber ist es, sich einer Tour anzuschließen: Dann fahren einen kundige Ranger. So läuft es auch in den privaten Wildschutzgebieten, die an den Kruger- Nationalpark angrenzen. Diese Game Reserves bieten in ihren Lodges nicht nur einen exklusiven Rundum-Service. Die Guides dürfen auch offroad fahren, wenn sie ein besonderes Tier erspähen. Das ist Selbstfahrern im Park zum Schutz der Natur nicht erlaubt. Auch das Aussteigen ist verboten.

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