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Mit 596 Metern ist der Oceanside Pier in San Diego der längste Pier an der Westküste der USA

Mit 596 Metern ist der Oceanside Pier in San Diego der längste Pier an der Westküste der USA

DER SÜDEN VON KALIFORNIEN Reichlich Sonne, viel Sand
und hippe Städte

Der Song »It never rains in Southern California« könnte von Werbetextern des Tourismusbüros stammen. Klima und Naturszenerie zeigen sich von einer verführerischen Seite, hinzu kommen zwei hippe Millionenstädte.

Südkalifornien entspannt. Gleichgültig, ob man über den Pier in Santa Monica schlendert oder auf dem Walk of Fame in Hollywood seine Filmheroen sucht. Ob man an einem x-beliebigen Strand die Zehen in den Sand gräbt oder mit dem Auto über den legendären Highway 1 kurvt. Man wird das Gefühl nicht los, sich in einer Welt aufzuhalten, in der sich alles um Freizeit und Vergnügen dreht. Selbst in der Metropole Los Angeles verdichtet sich dieser Eindruck – wenn man nicht gerade im Highwaystau steckt oder zwischen Bankentürmen einen Parkplatz sucht.

Die Naturszenerien Südkaliforniens könnten reizvoller nicht sein: von schäumender Brandung umtoste Küsten, kilometerlange Strände mit Robinson- Crusoe-Feeling, Bergeinsamkeit, vor Hitze dröhnende Wüsten, exotische Palmoasen –Herz, was willst du mehr! In den Millionenmetropolen Los Angeles und San Diego hingegen schlägt Weltstadtflair mit allem Drum und Dran hohe Wellen, Museen, Theater, Ausstellungen, internationale Küche mit und ohne Sternchen, stilvolle Übernachtungsmöglichkeiten, todschicke Boutiquen und Malls fürs Shopping bis zum Umfallen.


Landkarte Kalifornien

Los Angeles – Megacity mit Füßen im Pazifik

Superstadt, Moloch, Betonwüste, Kulturhochburg? Die mit 18 Mio. Einwohnern größte Metropole Kaliforniens, ein gewaltiger Ballungsraum von der Fläche Schleswig-Holsteins, setzt sich aus ca. 100 Gemeinden zusammen, um die sich ein Knäuel von Autobahnen schlingt. Aber gemach! L.A. genießt man am besten häppchenweise, indem man sich die lohnendsten Stadtteile heraussucht. Hollywood und Downtown beispielsweise.

Zentrale Touristenmeile ist der Hollywood Boulevard mit dem berühmten Walk of Fame. Über 2.500 in Gehwege eingelegte Terrazzosterne mit Bronzeinschriften erinnern an Promis aus Film und Showbusiness. Neben dem im Pagodenstil erbauten TCL Chinese Theatre ist das Hollywood & Highland Center der touristische Mittelpunkt des Stadtteils. Im Dolby Theatrewerden jedes Jahr die Oscars verliehen (6801 Hollywood Blvd., Führung US$ 20).

Business-Atmosphäre herrscht zu Füßen der Banken- und Bürotürme in Downtown. Dazwischen verstecken sich renommierte Museen wie das Museum of Contemporary Art (152 N. Central Ave., US$ 12) und der brandneue Kunsttempel The Broad (221 S. Grand Ave., Eintritt frei). Kein Weg führt an der futuristischen Walt Disney Concert Hall vorbei, deren atemberaubende Architektur mit einer sich öffnenden Rose verglichen wurde (111 S. Grand Ave.). An Filmpremieren der 1920er- und 1930er-Jahre erinnern prachtvolle Filmpaläste wie das Million Dollar Theatre (307 S. Broadway) und das Los Angeles Theatre (615 S. Broadway).

In den Beginn der Stadtgeschichte zurück reicht El Pueblo de los Angeles. Wo sich 1781 die Gründer von Los Angeles niederließen, bilden heute Restaurants und Verkaufsstände ein »mexikanisches Dorf« (125 Paseo de la Plaza). Am Südrand der Stadt entstand mit Downtown L.A. Live vor wenigen Jahren um die Sport- und Konzertarena Staples Center (1111S. Figueroa St.) ein neuer Stadtteil u.a. mit dem Grammy Museum (800 W. Olympic Blvd., US$ 12,95), in dem Fans Notenblätter von Elvis und einen Handschuh von Michael Jackson bewundern können.

Gut gebettet
€€ Nur zwei Blocks vom Walk of Fame liegt das »Trylon Hotel« (6515 Franklin Ave., Tel. 001-323- 8517036, www.trylonhotel.com, EZ/DZ ab US$ 86).
€€€ Das »Hollywood B & B« hat eine perfekte Lage für eine Besichtigung von Hollywood (1701 N. Orange Grove Ave., Tel. 001-323-8748017, www.hollywoodbandb.com, EZ/DZ ab US$ 165 ÜF).

Disneyland & Universal Studios - Bei Mickey Mouse und King Kong zu Hause

Der Prototyp aller Vergnügungsparks entstand 1955 in Anaheim bei Los Angeles auf Betreiben von Walt Disney. Heute besteht der Park aus zwei Teilen. Disneyland, die Heimat von Mickey Mouse & Co, richtet sich mit seinen acht Themenbereichen an Kinder, der benachbarte Disney California Adventure Park garantiert mit Fahrbetrieben wie »California Screaming« und »Tower of Terror« Erwachsenen Nervenkitzel. Lange Warteschlangen lassen sich mit dem kostenlosen »Fast Pass Service« mit fixen Zeiten für einzelne Attraktionen vermeiden (pro Park Tagesticket ab 10. J. US$ 99, 2 Tage US$ 185, Parken US$ 18, https://disneyland.disney.go.com).

Vor dem Eingang der Universal Studios liegt mit dem CityWalk ein neonbuntes Entertainmentzentrum mit Restaurants, Musikkneipen, Bars, Nachtclubs und Kinos, das abends aus allen Nähten platzt. Die Studios selbst sind ein riesiger Vergnügungspark. Man lernt Kulissen bekannter Movies und Fernsehserien kennen, nimmt an Shows mit perfekt inszenierten Stunts und fantastischen pyrotechnischen Tricks teil. Dazu kommen nervenzerfetzende Fahrbetriebe. Man fährt per Boot in »Jurassic Park« durch einen unheimlichen Dschungel oder erlebt »King Kong« in 3-D (Tagesticket US$ 95, bis 11.2. für 2 Tage, Parken US$ 25, www.uni versalstudioshollywood.com).

Gut gebettet
€€€ Eine Alternative zu den teuren Disneyhotels ist das »Anaheim Camelot Inn & Suites« am Hauptparkeingang (1520 S. Harbor Blvd., Tel. 001-714- 6357275, www.camelotinn-anaheim.com, EZ/DZ ab US$ 174). Online DZ ab € 154, ehotel

San Diego - Eine Metropole zum Verlieben

Fantastische Küstenlage, prächtiges Wetter und tolle Sehenswürdigkeiten machen San Diego (1,3 Mio. Einw.) zu einem richtigen Hingucker. Der historische Stadtkern Gaslamp Quarter mit Ziegelgebäuden und viktorianischen Fassaden aus dem 19. Jh. lohnt sich hauptsächlich abends zum Bummeln und Einkehren in Restaurants, Bars und Kneipen. Mittendrin liegt das Einkaufszentrum Horton Plaza mit zahlreichen Boutiquen und Imbissen. An der Hafenfront lässt sich der einstige Flugzeugträger »USS Midway « besichtigen (910 N. Harbor Dr., US$ 20), im Maritime Museum liegen historische Schiffe wie die »Star of India«, ein Großsegler von 1863 (1492 N. Harbor Dr., US$ 16). Nach der Museumstour flaniert man im Seaport Village auf der Promenade am Wasser, streift durch autofreie Gassen mit Shops und Restaurants.

Zur Entspannung bietet sich auch der Balboa Park an, eine üppig grüne Oase, in der sich über ein Dutzend Kunst-, Naturkunde- und Technikmuseen sowie ein spanisches Dorf mit Künstlerstudios verteilen. Gleich in der Nachbarschaft liegt der San Diego Zoo, der schönste Tierpark Amerikas (2920 Zoo Dr., US$ 48).

Einer Zeitreise in das frühe 19. Jh. kommt der Old Town San Diego State Historic Park gleich. Historische Anwesen mit bröckeligen Adobemauern und altersschiefen Dächern erinnern an ein ländliches Leben weitab von jeglichem Großstadttrubel (4002 Wallace St., kostenlos). Außerhalb des Parks reiht sich ein mexikanisches Restaurant ans andere. Im »Cafe Coyote« fließen abends Margaritas und Bier in Strömen (2461 San Diego Ave., Hauptgericht ab US$ 9).

TIPP Fahren Sie mit Pkw oder Bus (wochentags, Route 84) auf die bergige Point Loma Peninsula zum Cabrillo National Monument. Von hier reicht an klaren Tagen der Blick über das gesamte Stadtgebiet bis ins 20 Meilen entfernte Mexiko hinüber. Vom Old Point Loma Lighthouse kann man in den ersten Monaten des Jahres die Wanderung der Wale ins Eismeer beobachten.

Gut gebettet
€€€ Im Herzen der Stadt, in Little Italy, liegt das italienisch angehauchte »La Pensione Hotel« (606 West Date St., Tel. 001-619-2368000, www.lapen sionehotel.com; EZ/DZ ab US$ 180).
€€€ Eine tolle Lage, zwei komfortable Studios und einen Pool hat das strandnahe »Beach Hut B&B« (3761 Riviera Dr., Tel. 001-858-2726131, http://beachhutbb.com; EZ/DZ ab US$ 204 ÜF).

Big Sur - Traumtrip auf Kaliforniens legendärer »Achterbahn«

100 Kilometer Naturtheater wie aus dem Bilderbuch und ein Kurvenabenteuer für Harley-Davidson-Apostel – das bietet der Küstenstreifen Big Sur. Startpunkt ist die gepflegte Kleinstadt Carmel- By-The-Sea, in der der frühere Bürgermeister Clint Eastwood u. a. dafür sorgte, dass die Gemeinde nicht durch Neonreklamen verunziert wurde. Prachtvoll ist die 1771 gegründete Mission San Carlos Borroméo, mit reizender Basilika und Museum inmitten von üppigen Gärten (3080 Rio Rd., US$ 6,50).

Wer auf windgebürsteten Trampelpfaden die zerklüftete Küste mit stillen Buchten und wellenumtosten Höhlen erkunden und Robben, Seelöwen und Seeotter beobachten will, stattet der Natur - oase Point Lobos State Reserve einen Besuch ab. Das kleine Whalers Cabin Museum, um das herum ausgebleichte Walgerippe verstreut liegen, erinnert an die Zeiten der Walfängerei (Pkw US$ 10).

Auf einem mächtigen Felsen thront das Point Sur Lighthouse (Führung April-Okt., US$ 12). Im Julia Pfeiffer Burns State Park zieht sich ein Canyon voller duftender Eukalyptusriesen in das Küstengebirge hinein.

TIPP An einem idyllischen Strand stürzen sich die 25 m hohen McWay Falls von einer Granitklippe direkt in den Pazifik – ein Naturtheater zum Niederknien, das man vom Overlook Trail perfekt vor die Kameralinse bekommt (47555 Hwy 1, Tel. 001-831-6672315, Parkgebühr US$ 10).

In Piedras Blancas führt vom Parkplatz ein Holzsteg am Strand entlang zur Elephant Seal Rookery, wo nur ein paar Armlängen entfernt Horden von See-Elefanten den Tag verpennen (Gratiszutritt). Noch ein paar Meilen weiter südöstlich endet Big Sur bei San Simeon in fürstlicher Pracht: Hoch über der Ortschaft ließ sich der Medienzar William Randolph Hearst in den 1920er-Jahren das mit Kunstsammlung, wertvollen Antiquitäten, Pools, Springbrunnen, Statuen und Mosaiken geradezu überladene Hearst Castle bauen (Tour US$ 25–36, Online-Reservierung empfehlenswert, www.hearstcastle.org).

Gut gebettet
FLAIR Unter den teuren Unterkünften im exquisiten Big Sur zählt die spektakulär an der Steilküste gelegene »Lucia Lodge« noch zu den preisgünstigsten. Von einigen Cabins bzw. Zimmern hat man von einer 100 m hohen Klippe aus den Pazifik direkt vor Augen (62400 Hwy 1, Tel. 001-831-6672718, www.lucialodge.com, US$ 194–317). Wer billigere Motels sucht, weicht nach San Simeon aus.

DER RESTAURANT-TIPP
Essen mit Aussicht
Auf der Terrasse des berühmten »Nepenthe Restaurant« (48510 Hwy 1, www.nepenthebigsur.com) genießt man einen fantastischen Blick auf den Stillen Ozean – und dazu z. B. einen Ambrosia Burger (US$ 15,25) oder ein Lolly's Roast Chicken (US$ 27,50).

TOP 5 HIGHLIGHTS
Los Angeles ist nicht nur ein Spaßparadies, sondern auch eine Kulturmetropole.
Im Death Valley National Park liegt die tiefste Stelle der westlichen Hemisphäre.
Der Küstenhighway 1 bzw. 101 verdient sich den Beinamen »Traumstraße Amerikas« mit jeder Kurve.
Der Joshua Tree National Park zählt zu den schönsten Wüstenreservaten der USA.
Zum berühmten San Diego Zoo gehört mit dem San Diego Zoo Safari Park in Escondido eine sehenswerte Dependance mit vielen gefährdeten Tierarten (15500 San Pasqual Valley Rd., http://sdzsafaripark.org, US$ 48).

Wüstenabenteuer - Hotspot-Trio für Hitzefans

Weite Teile nördlich der mexikanischen Grenze sind für Urlauber aus Europa wahre Abenteuerspielplätze, weil es vergleichbare Wüstengegenden in der Alten Welt nicht gibt. Drei vor Hitze glühende Hotspots sind besonders sehenswert.

Legendär ist der Death Valley National Park (Pkw US$ 20). Tiefer als bei Badwater mit 84 m unter Meeresniveau geht es nirgends in der westlichen Hemisphäre. Temperaturen von rund 45 °C sind an der Tagesordnung, daher be sucht man das Tal des Todes tunlichst frühmorgens oder spätnachmittags. Nur bei Sonnen - auf- bzw. -untergang werden die alten Lehmablagerungen um den Zabriskie Point zu einem atemberaubenden Naturschauspiel. Dasselbe gilt für die Sanddünen bei Stovepipe Wells. Ganz im Norden versteckt sich mit Scotty’s Castle ein Schlösschen im andalusischen Stil, um das sich zahlreiche Legenden ranken (Führungen US$ 15, Reservierung unter www.recreation.gov und Tel. 1-877-4446777).

TIPP Fahren Sie mit vollem Tank ins Tal. Die Tankstellen in Furnace Creek und Stovepipe Wells sind superteuer.

Man könnte meinen, eine Zivilisation von Riesen hätte im nördlichen Teil des Joshua Tree National Park mit gigantischen Murmeln gespielt. Von der Ortschaft Joshua Tree bis nach Twentynine Palm führt die asphaltierte Parkstraße durch ein Zauberreich aus bizarren Granitformationen, zwischen denen Tausende Joshua-Bäume für dekorative Abwechslung sorgen. Griffige Oberflächen machen die Felsen in der kühleren Jahreszeit zu einem Paradies für Kletterer (Zugang von Hwy 62 oder Interstate 10, Pkw US$ 20).

Nach ausreichend Niederschlägen im Winter entfaltet sich im Anza Borrego Desert State Park zwischen Februar und April ein Wildblumenzauber von seltener Pracht. Hauptsächlich im Coyote Canyon und den Desert Gardens verwandeln rotblühende Kerzensträucher, unterschiedliche Kakteenarten und eine Vielzahl an Blumen die trockene Landschaft in eine Farbpalette – ein Traum für Fotografen. Am Rand des State Parks stehen mitten in der Wüste 130 stählerne Riesenkreaturen des Bildhauers Ricardo Breceda (Besichtigung kostenlos, www.desertusa.com/ borrego/bs-art.html). Außer im Frühjahr ist der Besuch in Anza Borrego im kühleren Herbst am lohnendsten (zwei Autostunden östlich von San Diego).

DER BESONDERE TIPP
Kalifornien bizarr
In Südkalifornien fallen so manche Zeitgenossen aus dem normalen Rahmen. Der 2014 verstorbene Leonard Knight schüttete über Jahrzehnte hinweg im Niemandsland am Südende der Salton Sea aus Tonnen von Lehm und Stroh einen »Salvation Mountain« genannten Hügel auf, dessen Oberfläche er mit schrillen Farben und religiösen Botschaften in ein bizarres Open-Air-Kunstwerk verwandelte. 2002 wurde es zum Nationalen Kulturgut erklärt. »Germany’s-Next-Topmodel«-Kandidatinnen posierten 2013 in Hippie-Klamotten vor dem Berg (Beal Rd., Niland, kostenloser Zugang, www.salvationmountain.us).

einfach €€ einfache Mittelklasse €€€ gehobene Mittelklasse €€€€ anspruchsvoll

Autor: Manfred Braunger, REISE & PREISE 1-2016

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 1-2016. Mit vielen praktischen Infos, tollen Fotos und detaillierten Preisangaben für die Reiseplanung.

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