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Barzahlungen? Keine Gebühren für Kartenzahlung

Eine Airline darf zwar in ihren Allgemeinen Beförderungsbedingungen regeln, dass sie keine Barzahlungen für Flugscheine oder die Beförderung von Übergepäck und Sportausrüstung akzeptiert. Sie darf dann aber für Kartenzahlungen keine Gebühren verlangen. Bundesgerichtshof, 28.5.2010, Aktenzeichen: Xa ZR 68/09

Betrunkener Passagier Airline muss nicht befördern

Weigert sich eine Fluggesellschaft, einen alkoholisierten Passagier, der sich auffällig verhält, zu befördern, kann dieser keinen Anspruch auf eine Ausgleichzahlung wegen Nichtbeförderung geltend machen. Amtsgericht Rostock, 9.4.2010, Aktenzeichen: 48 C 292/09

Flugzeitänderung Kunde muss sich selbst informieren

Wer Monate im Voraus über ein Reisebüro einen Flug bucht, muss sich selbst über eventuelle Flugzeitänderungen informieren. Zwar ist ein Reisebüro verpflichtet, Flugzeitänderungen an den Kunden weiterzugeben. Verpasst der Reisende seinen Flug, muss er sich allerdings ein Mitverschulden von 30 % anrechnen lassen, wenn er sich nicht selbst schlaugemacht hat. Amtsgericht Hamburg-Altona, 19.1.2010, Aktenzeichen: 316 C 151/09

Zubringerflug BGH stärkt Rechte von Flugreisenden

Fluggästen, die wegen der Streichung ihres Zubringerfluges den Anschlussflug mit der gleichen Airline verpassen, steht eine Entschädigung nach der EU-Fluggastrechteverordnung für die gesamte Strecke zu. Nicht nur für den Zubringerflug. Geklagt hatte ein Reisender, der wegen der Annullierung seines Fluges von Berlin nach Amsterdam den Weiterflug nach Curaçao verpasste und dort erst einen Tag später ankam. Die Richter bestätigten einen Anspruch auf € 600. Bundesgerichtshof, 14.10.2010, Aktenzeichen: Xa ZR 15/10

Kleiderordnung Verpflichtung zu langer Hose kein Reisemangel

Wird ein Reisender in einem gehobenen Hotel aufgefordert, zum Abendessen statt einer dreiviertellangen Hose eine lange zu tragen, stellt das keinen Reisemangel dar, entschied das Amtsgericht München. Dies sei zur Schonung des ästhetischen Empfindens anderer Gäste üblich, im Reisekatalog müsse nicht extra darauf hingewiesen werden. Amtsgericht München, 16.6.2010, Aktenzeichen: 223 C 5318/10

Flexible Preisangaben Im Katalog zulässig?

Ein tagesaktuelles Preissystem, bei dem sich der Reiseveranstalter im Katalog für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge und -abschläge bis zu € 50 je Strecke vorbehält, verstößt nicht gegen geltendes Preisrecht. Bundesgerichtshof, 29.4.2010, Aktenzeichen: I ZR 23/08

Flugzeug beschädigt Airline haftet für Verspätung

Wird ein Flugzeug beim Schleppen zum Abfluggate beschädigt, muss die Airline für eine dadurch resultierende Verspätung haften. Die Vorbereitung des Flugzeugs ist kein außergewöhnlicher Umstand, der die Haftung für Verspätungen ausschließt. Amtsgericht Frankfurt am Main, 3.2.2010, Aktenzeichen: 29 C 2088/09

Meilen verfallen Unwirksame Klausel in Flugmeilenprogramm

Stellt eine Fluggesellschaft ihr Prämienprogramm ein und kündigt dem Kunden, dürfen die bis dahin gesammelten Punkte nicht innerhalb eines halben Jahres verfallen. Der Kläger hatte bereits 54.000 Meilen gesammelt und eigentlich fünf Jahre Zeit gehabt, diese abzufliegen. Die AGB der Airline sahen allerdings vor, dass die Meilen bei einer Kündigung nur sechs Monate Gültigkeit behalten sollten. Zu Unrecht. Diese Klausel benachteilige den Fluggast unangemessen und sei daher unwirksam. Bundesgerichtshof, 28.1.2010, Aktenzeichen: Xa ZR 37/09

Gepäckverlust Gepäckverlust - Airline haftet nur bis € 1.135

Airlines haften bei Gepäckverlust nur bis maximal € 1.135. Das hat der Europäische Gerichtshof im Falle eines Fluggastes entschieden, der € 3.200 eingeklagt hatte: € 2.700 für das Gepäck und € 500 für den immateriellen Schaden. Im Montréaler Abkommen sind jedoch € 1.135 festgelegt. Eine höhere Entschädigung komme nur in Betracht, wenn der Fluggast den höheren Wert seines Gepäcks extra versichern lässt. Europäischer Gerichtshof, 6.5.2010, Rechtssache C-63/09.

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