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Sicherheitsmaßnahmen Politiker stören Hotelgäste

Die Sicherheitsmaßnahmen wegen des Urlaubsaufenthalts von Politikern in einem Hotel können einen Reisemangel begründen. Im vorliegenden Fall verursachte der Aufenthalt eines hohen türkischen und eines kasachischen Politikers und deren Familien in einem Ferienclub in der Türkei Unruhe und Anspannungen, die sich störend auf die übliche Ferienatmosphäre auswirkten. Das Gericht entschied auf einen Minderungsanspruch von 10 % des Reisepreises (AG Düsseldorf, AZ 58 C 3213/98).

Standard nicht erreicht Versprochen ist versprochen

Statt der Suite gab es ein Doppelzimmer, statt der Sportanlage Baulärm. Weil das gebuchte Urlaubshotel dem versprochenen Standard nicht entsprach, verklagte ein Reisender den Veranstalter und bekam eine Preisminderung von 60 % zugebilligt. Außerdem sprach das Gericht dem Kläger 30,– Euro pro Ferientag für entgangene Urlaubsfreude zu (LG Bonn, AZ S 161/97).  

Kein Reisemangel Fehlende Heizung

Ein landestypisches Mittelklassehaus mit einfacher Ausstattung auf den Kanarischen Inseln muss nicht mit einer Heizung ausgestattet sein. LG Bonn, AZ: 5 S 167/97).

Gewaltübergriff Veranstalter haftet

Eine Touristin, die in einer Hotelanlage von einem Gärtner vergewaltigt worden war, verklagte den Reiseveranstalter auf Minderung des Reisepreises und erhielt Recht. In der Begründung heißt es, dass der Veranstalter eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen habe, in der gewaltsame Übergriffe seitens der Mitarbeiter unterbleiben. Die Touristin erhielt den gesamten Reisepreis (DM 999,–) und eine Ersatzzahlung für »nutzlos aufgewendete Urlaubszeit« von DM 100,– pro Urlaubstag, insgesamt DM 700,–, zugesprochen. (AG Neuss, AZ: 42 C 6702/9

(K)ein Reisemangel All-inclusive-Armband

Urlauber, die eine All-inclusive-Reise buchen, müssen sich zum Tragen von Armbändern oder Ausweisen bereit erklären. Von einem Reisemangel könne nicht die Rede sein, schließlich behindere ein Armband den Reisenden ja bei keinerlei Urlaubsaktivitäten. (AG Bad Homburg, AZ. 2 C 276/99 [22]) Damit widersprachen die Richter ihren Kollegen vom Frankfurter Landgericht, die Klägern Recht gegeben hatten, die das Tragen der Armbänder verweigert und auf eine »Einschränkung ihres Persönlichkeitsrechts« verwiesen hatten. (LG Frankfurt am Main,

Streifrage Strittige Strandnähe

Laut Prospekt stand die strittige Ferienanlage »direkt am Strand«. Der Bungalow des klagenden Urlaubers allerdings befand sich am Ende der Anlage, 800 m vom Wasser entfernt. Das müssen Urlauber hinnehmen, befanden die Richter. (LG Kleve, Az. 4 S 195/98). Fünf Prozent des Reisepreises musste der Veranstalter in einem Fall vor dem gleichen Gericht zurückzahlen, als es um die wahrheitsgemäße Angabe der Entfernung zum Strand ging. Die im Katalog genannten 300 m waren tatsächlich Luftlinie, zu Fuß waren zum Strand mindestens 600 m zurückzulegen

Rolli-Zimmer Nicht unbedingt ebenerdig

Hätte er doch einfach gesagt, was er möchte! Ein Rollstuhlfahrer hatte geklagt, da er in seinem Urlaubshotel nicht im Erdgeschoss untergebracht worden war. Die Richter konnten seine Argumentation nicht teilen, denn weder war im Hotelprospekt für spezielle Rollstuhl-Zimmer im Erdgeschoss geworben worden, noch enthielt seine Buchungsbestätigung eine derartige Zusage. Der Mann hätte von vorn herein ausdrücklich ein Zimmer auf dem gewünschten Flur buchen müssen. (AG Hamburg, AZ: 17 A C 586/99)

Fahrlässig? Kein Geld für Wanzen

Eine Parisreisende wurde in ihrem Urlaubshotel von Bettwanzen mit zahllosen Stichen an Hals und Armen übersät. Die Reiseleitung brachte sie daraufhin in einem anderen Hotel unter. Wegen des verdorbenen Urlaubs und der gesundheitlichen Beeinträchtigung, die noch mehrere Wochen anhielt, verlangte sie einen Teil des Reisepreises zurück. Dem Veranstalter konnte allerdings nicht nachgewiesen werden, dass er fahrlässig ein verwanztes Hotel gebucht hatte - Klage abgewiesen (AG Bensheim, AZ: 6 C 154/01).  

Zerstörtes Hotel Ersatzhotel inakzeptabel

Ein Mann erfuhr bei der Landung in der Dom. Republik, dass sein gebuchtes Hotel bei einem Wirbelsturm zerstört worden war. Die Straßen zu dem vorgesehenen Ersatzhotel, das 100 Kilometer entfernt lag, waren durch das Unwetter weitgehend unpassierbar geworden. Der Urlauber verlangte einen sofortigen Rückflug und verklagte den Veranstalter auf Entschädigung. Die Entfernung des Ersatzhotels, in dem der Tourist dann wegen der Straßenverhältnisse festgesessen hätte, rechtfertigte eine 35-prozentige Reisepreisminderung (AG Homburg, AZ: 2 C 1138/99).

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