Mein RP
Finde die besten Reiseangebote
Alle Veranstalter vergleichen
Fair buchen: Finde die besten Reiseangebote
1 Erwachsener
hin und zurück
oneway
Gabelflug

Einspruch abgelehnt Einheimische als Reisemangel

Nachdem ein Ehepaar nach seiner Mauritius-Reise zunächst erfolglos gegen das angeblich »ekelerregende Essen« und die Fliegen am Frühstücksbuffet geklagt hatte, versuchte es es damit. Die Einheimischen am Strand seien eine Belästigung gewesen. Da wurde es den Richtern zu bunt. Fernreisende seien doch gerade »darum bemüht, andere Länder und Leute kennen zu lernen« – und daher könne ein »Lärmpegel« am Strand ja wohl »nicht ernstlich als Reisemangel vorgetragen« werden. Einspruch abgelehnt. (AG Aschaffen

Billigtouristen Menschen als Reisemangel

Die Anwesenheit von »Billigtouristen« in einem 5-Sterne-Hotel kann zu einer Minderung des Reisepreises führen. Ein Urlauber hatte sich über russische und polnische Touristen beklagt, die im Unterhemd im Speisesaal gesessen hätten und mit schlechten Manieren »genervt« hätten. Das Amtsgericht Düsseldorf gab dem Mann recht: Der Erholungswert sei tatsächlich erheblich gemindert worden. (AG Düsseldorf, AZ: C 21193/94)

All-inclusive-Reise Besoffene im Preis inbegriffen

Wer eine All-inclusive-Reise bucht, kriegt das Ballermann-Flair gratis dazu. Eine Urlauberin hatte sich beklagt, dass in ihrem Hotel nicht nur die kostenfreien Mahlzeiten, sondern vor allem Gratis-Bier und -Wein bei den anderen Gästen übermäßigen Zuspruch gefunden hatten. Ständig wurden Partys gefeiert, Urlauber von Angetrunkenen belästigt. Die Touristin klagte auf Minderung des Reisepreises, doch die Klage wurde abgewiesen: Es sei vorhersehbar gewesen, dass der Alkoholkonsum auf All-inclusive-Reisen wesentlich höher liege als bei Reisen, auf denen Getr&aum

Verschiedene Mängel Das Kreuz der Kreuzfahrer

Was man aus einer Schiffsreise herausholen kann, hat ein Urlauber am Amtsgericht Frankfurt aufgezeigt. Der Mann hatte eine 5.600,- Euro teure zweiwöchige Fahrt entlang der norwegischen Küste gebucht. Die gebuchte Klimaanlage funktionierte nicht, ein Ersatzgerät wurde erst zwei Tage vor Reiseende installiert. Dieser Reisemangel war den Richtern 20 Prozent des Reisepreises wert. Für die nächtliche Lärmbelästigung durch das Putzpersonal legte das Gericht noch einmal 10 Prozent drauf. (AG Frankfurt, AZ 32 C 3345/00-48)

Krach statt Ruhestätte Urlaub an der Europastraße

Eine Familie hatte einen Kreta-Urlaub in einem Hotel gebucht, das laut Prospekt abseits der Küstenstraße drei Kilometer entfernt vom nächsten Ort lag. Tatsächlich aber fand sie sich direkt an der Europastraße 75 wieder, die rund um die Uhr von Reisebussen und LKWs befahren wird. Die Richter gaben der Familie Recht und verdonnerten den Veranstalter zur Rückzahlung von einem Fünftel des Reisepreises (EURO 350). Der Veranstalter hätte im Prospekt auf den Verkehrslärm hinweisen müssen (AG München, AZ: 191/3762/01).

Ruhestörung? Schnarcher an Bord

Nervtötend, aber nicht ausreichend als Reisemangel sind Schnarcher im Flugzeug. Ein Ehepaar war in der Business Class nach Südafrika geflogen und mokierte sich beim nächtlichen Flug über die Schlafgeräusche der Mitreisenden. Weil zudem nur englischsprachige Filme gezeigt wurden, forderten die Urlauber vom Veranstalter Geld zurück. Die Klage wurde zurückgewiesen. Dass bei einem Langstrecken-Übernachtflug (nicht immer geräuschlos) geschlafen werde, sei völlig normal und hinzunehmen. Außerdem würde die ausländische Airline normale

Pass-Fragen Keine Reisebüro-Haftung

Nun ist es amtlich. Ein Reisebüro haftet nicht, wenn ein Pauschalreisender wegen eines fehlenden Passes oder Visums am Flughafen stehenbleibt. Der X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs entschied in letzter Instanz, dass einzig der Reiseveranstalter in der Pflicht ist, Urlauber über notwendige Ausweis- und Einreisebedingungen zu informieren (Zivilsenat des Bundesgerichtshofs, AZ: X ZR 198/04, Bestätigung von LG Bremen, AZ: 2 S 122/ 04).

Visumfragen Informationspflicht

Eine in Deutschland lebende Frau aus Nicaragua hatte einen Sprachurlaub auf Malta gebucht. Die Reise endete jedoch am Düsseldorfer Flughafen, da sie kein Visum für die Insel hatte. Sie verlangte daraufhin den Reisepreis von rund EURO 4.300 zurück, da weder das Reisebüro noch der Reiseveranstalter sie über die Visumpflicht aufgeklärt hätten. Doch die Richter wiesen die Klage ab. Reiseveranstalter seien grundsätzlich nicht für solche Auskünfte haftbar (Landgericht München, AZ: 6 S 578/04).

Abflugzeiten Mitteilung bei Änderung erforderlich

Ein Reisender ist über jede Abweichung der Abflugzeiten von den Angaben in der Reisebestätigung mit einer besonderen Mitteilung zu informieren. Im konkreten Fall war der Abflugtermin um drei Stunden vorverlegt worden. Das ausgehändigte Ticket enthielt zwar die neue Abflugzeit, die Kunden wurden aber nicht ausdrücklich darauf hingewiesen und verpaßten ihr Flugzeug. Das Landgericht Kleve verurteilte den Veranstalter zu Schadenersatz, weil die kommentarlose Übersendung des Flugtickets, trotz der darin enthaltenen neuen Abflugzeiten, keine besondere Mitteilung ist (

Unterkategorien

Toogle Right