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Transatlantik-Flüge, Gepäck

Bei Eurowings kosten weitere Gepäckstücke bis 23 kg je 150 €

Transatlantik-Flüge Handgepäck-Passagiere fliegen günstiger nach USA

Der eine freut sich, der nächste flucht: Bei vielen USA-Flügen wird schon der erste Koffer extra in Rechnung gestellt.

Nun führt auch British Airways einen neuen »Basic«-Tarif nach Nordamerika ein. Ab April ist bei den Briten im Preis überhaupt nichts mehr enthalten: kein Freigepäck, kein Umbuchen, die Sitzplätze werden erst beim Check-in vergeben. Mit an Bord dürfen ohne Aufpreis nur ein persönlicher Gegenstand und eine kleine Tasche, die unter den Sitz passt.

»Basic«, »Light«, »No Frills«: Das sind auch bei anderen Airlines die Schlagwörter für solche neuen Tarife. British Airways springt - gemeinsam und abgestimmt mit seinen Partnern American Airlines, Iberia und Finnair - nur auf einen Trend auf. Vorher hatten bereits Fluggesellschaften wie Air France, Alitalia, KLM und Delta vergleichbare »Light«-Tarife für Reisende nur mit Handgepäck aufgelegt.
Auch Lufthansa hat bereits im vergangenen Oktober fast unbemerkt seinen von Kurzstrecken bekannten Economy-Light-Tarif auf die Langstrecke gebracht. Vorläufig gibt es ihn allerdings nur im europäischen Ausland, wo die Konkurrenz noch härter ist, so etwa von Kopenhagen in die USA. Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings ist »Basic« dagegen auf der Langstrecke fast schon Standard.

Zahlreiche Extras treiben die Preise wieder hoch
Ihre neuen Billigsttarife erfinden die großen Fluggesellschaften natürlich nicht ohne Grund. Der ist in diesem Fall weiß und rot bemalt und heißt Norwegian Air Shuttle. Seit der norwegische Billigflieger beschlossen hat, das auf Kurzstrecken so erfolgreiche Low-Cost-Modell auch zwischen Europa und Amerika zu etablieren, treibt er die gesamte Konkurrenz vor sich her. Und da bleibt den klassischen Airlines nichts anderes, als mit eigenen Billigtarifen hinterher zu hecheln.
Natürlich erwartet keine der Fluggesellschaften ernsthaft, dass jetzt plötzlich alle Welt nur noch mit einer winzigen Handtasche auf Fernreisen geht. Es geht vielmehr wie immer darum, in den Flugportalen erst mal günstig auszusehen. Wenn der Fluggast dann konkret in die Buchung einsteigt, wird versucht, mit möglichst vielen Extras die Preise wieder nach oben zu treiben.
Ein paar Beispiele: Die neuen Basic-Economy-Tickets sind nicht rückerstattbar, erlauben keine Upgrades und können am Flugtag nicht geändert werden - eigentlich. Das alles, man ahnt es bereits, lässt sich gegen - teilweise durchaus saftige - Gebühren korrigieren. Natürlich kann man auch zwei dicke Koffer mitnehmen, für die dann allerdings oft mehr zu zahlen ist als für das Basisticket. Bei Eurowings beispielsweise kosten »weitere Gepäckstücke bis 23 kg je 150 €«.

Flug-Modetrend: Jacken mit extrem vielen Taschen
Wird damit der Konsument für dumm verkauft? Das kann man so oder auch andersherum sehen: Die Passagiere haben bewiesen, dass sie diese billigsten Ticketpreise haben wollen, auch wenn sie hinterher oft noch kräftig aufzahlen müssen. Und die Verbraucher passen sich an. Sie fliegen für ein verlängertes Wochenende privat nach New York und nehmen wirklich nur noch mit, was sie am Leib tragen.
Das kann inzwischen durchaus eine Menge sein: Mode-Ausrüster wie der britisch-bulgarische Spezialist Jaktogo offerieren ab unter 30 Euro extra für solche Flüge gefertigte Jacken und Kleider mit tausend Taschen, in denen man bis zu 15 Kilogramm Gepäck am Leib tragen kann. Das muss ja nicht für die gesamte Flugzeit sein. Im Flieger stopft man die vollgepackte »Outdoor-Safari-Weste« einfach ins Gepäckfach.

(15.03.2018, srt)

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