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Badepause im Pool des Gunlom Falls im Kakadu National Park

Badepause im Pool des Gunlom Falls im Kakadu National Park

AUSTRALIEN – NORTHERN TERRITORY Spannende Abenteuer im Aborigine-Land

Sich von den Aborigines durch ihr Land führen lassen, faszinierende Eindrücke sammeln,in eine uralte Kultur eintauchen.

Für Neville sind die Touristen keine Bedrohung. Für ihn sind sie wie Fenster: Sie erlauben ihm einen Blick in eine Welt, die ganz anders ist als die seine. Und sie geben ihm als Guide die Chance, sein Land so zu zeigen, wie er es sieht: als ein viele Jahrtausende altes reiches Erbe seiner Ahnen, voller mythischer Bedeutung und kostbarer, schützenswerter Vielfalt.

Auf dem East Alligator River, der den Kakadu National Park vom Arnhem Land trennt, steuert er das kleine Motorboot den Fluss hinauf. An den Ufern schlummern Leistenkrokodile, Geier drehen am Himmel ihre Kreise, hier und da steht ein Jabiru-Storch am Ufer. Neville erzählt von alten Ritualen und Jagdmethoden, die zum Teil noch heute angewendet werden: Wie die Eingeborenen mit einer Akazienfrucht dem Wasser den Sauerstoff entziehen und so die Fische an die Oberfläche locken. Oder wie sie bis heute mit Speeren Krokodile jagen. Dabei fehlt seinen Erzählungen jegliche Prahlerei. Es geht um ein faires Gefecht im allgegenwärtigen Kampf ums Überleben.

Jahrtausende lang lebten die Aborigine-Völker im Einklang mit der Natur. Bis vor knapp 200 Jahren der weiße Mann Fuß auf das australische Top End setzte, die hier lebenden Leistenkrokodile als Alligatoren und die Eingeborenen als primitiv bezeichnete und schließlich ertragreiche Bodenschätze aufspürte. Damit begann ein ungleicher Kampf zwischen einer uralten und mittlerweile vom Aussterben bedrohten Kultur und dem westlichen, unersättlichen Streben nach Fortschritt, Macht und Wohlstand.

Neville steuert ans Ufer. Mit kindlicher Energie springt er von Bord: »Welcome to Arnhem Land«. Er strahlt über das ganze Gesicht und seine dunklen Augen funkeln. Ohne jedes weitere Wort spüren wir, wie besonders dieser Ort ist.

Als eines der wenigen Gebiete Australiens steht das Arnhem Land unter der Verwaltung seiner Ureinwohner, ein geschütztes Reservat von der Größe Portugals mit gerade mal 17.000 Einwohnern – größtenteils vom Stamm der Yolngu. Touristen dürfen die Region nur mit spezieller Genehmigung besuchen, auch wirtschaftliche Aktivitäten wie der Bergbau sind beschränkt. Ohne Permit ist uns hier nur eine kurze Zeit vergönnt, dann ruft Neville uns zurück an Bord. »Vielen Dank, dass Sie Ihre Fußspuren im Arnhem Land hinterlassen haben.« Eine kleine Geste – oder aber Nevilles Art der Völkerverständigung.

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