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Der malerische, fast 1.600 Meter hoch gelegene Atitlánsee gehört zu den touristischen Highlights von Guatemala

Der malerische, fast 1.600 Meter hoch gelegene Atitlánsee gehört zu den touristischen Highlights von Guatemala

Reisebericht Guatemala Unterwegs im Land der Pyramiden und Vulkane

Guatemala liegt im Herzen des einstigen Maya-Reiches. Die Nachfahren des faszinierenden Volkes kämpfen bis heute um den Erhalt ihrer Kultur. Besucher erleben Zeremonien und quirlige Märkte – und können sogar bei Maya-Familien wohnen.

Das Schauspiel beginnt! Zunächst ist es nur ein zarter rötlicher Schimmer am Horizont, der langsam in ein rotes Glimmen übergeht. Dann taucht nach und nach die umliegende Landschaft aus dem Dämmerlicht: die Wipfel der gewaltigen Ceiba-Bäume, die den Urwald überragen; die Nebelschwaden, die über dem dichten Grün aufsteigen; und die Spitzen von drei gigantischen Pyramiden.

Schweigend sitzt ein Dutzend Besucher auf den Stufen des Templo IV, mit 65 Metern die höchste Pyramide in der Ausgrabungsstätte Tikal. Sonnenaufgang an einem der beeindruckendsten Relikte des Maya-Reiches. Den Brüllaffen, deren Krakeel aus dem Dschungel schallt, ist dieser besondere Moment egal. Ebenso wie dem Nasenbären, der sich in der Hoffnung auf einen Leckerbissen die Stufen hochgewagt hat.

Der Urwald hat im Laufe der Jahrhunderte von Tikal Besitz ergriffen – im 10. Jahrhundert verlassen, wurde die Stadt erst 1840 wiederentdeckt. Jaguare und Pumas, Wildschweine und Gürteltiere leben dort, wo sich einst eine gigantische Stadt erstreckte, in der zur Blütezeit von 600 bis 900 n. Chr. mehr als 100.000 Menschen gelebt haben sollen. Überreste von über 3.000 Gebäuden wurden auf dem Gelände gefunden: Pyramiden, Tempel, Paläste, Wohnhäuser.

Die UNESCO erklärte Tikal 1979 zum Weltnatur- und kulturerbe. »Der doppelte Schutztitel macht es nicht leicht«, sagt Guide Luis Ramirez. »Die Archäologen wollen ausgraben, die Biologen die Pflanzenwelt intakt halten. « Ramirez erklärt nicht nur die Bauwerke, sondern schärft auch den Blick seiner Gäste für die Vegetation: So stammen viele Gewächse von Kulturpflanzen ab – die Maya züchteten hier Piment- und Brotnussbäume, ernteten Kautschuk, Vanille, Weihrauch und Honig.

Das Maya-Reich erstreckte sich einst bis nach Yucatán und Honduras. Eine Hochkultur mit ungewöhnlichen Kenntnissen in Astronomie und Mathematik, mit einer eigenen Schrift, einem Zahlensystem und einem ausgeklügelten Kalender – Basis nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für religiöse Zeremonien.

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