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Auch bei schlechtem Wetter kann man in der Nebensaison auf der Insel Mallorca viel erleben

Auch bei schlechtem Wetter kann man in der Nebensaison auf der Insel Mallorca viel erleben

Spanien-Reise Mallorca-Tipps bei schlechtem Wetter in der Nebensaison 

Mallorca zur Nebensaison – da kann schon mal der ein oder andere Tag mit Regen oder kaltem Wind dabeisein. Doch es gibt genügend wetterunabhängige Attraktionen, bei denen man die Insel mal von ganz anderen Seiten kennenlernt.

Für den vergangenen August meldeten die Statistiker wieder ein Besucherplus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr – Mallorca boomt und boomt. Wer keine Lust hat auf hochsommerlich hohe Flugpreise, knackvolle Strände und überlaufene Sehenswürdigkeiten, kommt lieber zur Nebensaison. Schließlich lockt ab Ende Januar die Mandelblüte, und ab Mittag hat die Sonne meist genug Kraft, um einen Kaffee im Freien zu gestatten. Auch Strandspaziergänge haben in der Vorsaison ihren Reiz, wenn man nicht alle paar Meter Strandtennisspielern oder Sonnenbadenden ausweichen muss. Viele Veranstalter offerieren Sonderangebote, auch individuell gebuchte Hotels senken die Preise. Doch Achtung: In ausgesprochenen Urlaubsorten z. B. in der Bucht von Palma oder an der Ostküste haben im Februar und März noch viele Restaurants, Bars und Geschäfte geschlossen – wer nicht in einer »Geisterstadt« umherirren möchte, sollte sich darauf einstellen, auch mal per Bus oder Mietwagen belebtere Orte aufzusuchen. Es sei denn, man wählt ein Hotel, in dem man gern mal einen grauen Nachmittag vertrödelt, ob am knisternden Kamin oder im Wellnessbereich.

Shopping & Kultur in Palma

Mit mehr als 400.000 Einwohnern ist Palma eine vitale, pulsierende Großstadt – und eine bildschöne dazu. Absolutes Highlight ist natürlich die Kathedrale La Seu, eine der größten gotischen Kathedralen überhaupt. Anfang des letzten Jahrhunderts wurde sie durch den legendären katalanischen Modernisme-Architekten Antoni Gaudí umgebaut. Wer am 2. Februar kommt, kann erleben, wie die riesige Rosette der Kathedrale gegen acht Uhr morgens durch das einfallende Sonnenlicht eine Doublette auf die gegenüberliegende Wand wirft (Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–15:15 Uhr, ab April bis 17:15 Uhr, Sa 10–14:15 Uhr, Eintritt € 4).

In den Treppengässchen und den Fußgängerzonen Sindicat und Sant Miquel rund um den Plaça Major bleibt kaum ein Shoppingwunsch unerfüllt. Für die Kaffeepause bietet sich das »Gran Café Cappuccino« im Carrer Sant Miquel 53 an, das in einem herrlichen Palast des 18. Jh. untergebracht ist. Zwar sind die Preise hier recht gesalzen (Espresso € 2,20) – doch die Hausspezialität Café Diablo, je zur Hälfte Kaffee/heiße Schokolade, wärmt garantiert auf (€ 3,65). Übrigens: Auch die legendäre »Bar Bosch« am Plaça Rei Joan Carles I., deren Terrasse bei leidlich schönem Wetter immer gestopft voll ist, bietet im Inneren gar nicht so wenig Platz, die Tapas sind günstig und gut.

Gute Wahl: das Mittagsmenü

Mittags bieten viele Indoor-Restaurants (außer Sa/So) ein preisgünstiges Menú del Dia an (meist 3 Gänge inklusive 1 Getränk). Sehr schmackhaft fällt es im argentinischen »Bruselas« aus, vor allem die Fleischgerichte sind exzellent (€ 12, Carrer S’Estanc 4 nahe Passeig d’es Born). Derzeit recht angesagt ist das jüngste Lokal des umtriebigen Starkochs Marc Fosh: Die »Tasca de Blanquerna« liegt in einer neuen Fußgängerzone nahe dem Plaça Espanya und serviert Mittagsmenüs um € 15 (C. Blanquerna 6).

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Viel los: Von Kneipen bis Kino

Am meisten los ist in Palmas lebendiger Kneipenszene dienstags und mittwochs: Dann bieten viele Bars rund um die Altstadtplätze Plaça del Coll und Plaça Quartera bei der Aktion Ruta Martiana jeweils eine Tapa plus Getränk für € 2 an (www.rutamartiana.com). Einen Überblick über die vielen kulturellen Veranstaltungen der Stadt bieten das Gratis-Heft »On anar«, erhältlich in allen Touristenbüros, und die deutschsprachigen Wochenzeitungen »Mallorca Magazin« und »Mallorca Zeitung«. Filme werden meist im Original mit spanischen Untertiteln gezeigt, kenntlich am Kürzel »VOS«. Eine beliebte Adresse ist das Programmkino Cine Renoir auf dem Gelände eines ehemaligen Schlachthofs im Norden der Stadt (www.cinesrenoir.com).

Erster Überblick: Rundfahrt im Doppeldecker

Wer an einem Tag möglichst viel von Palma sehen möchte, nimmt die touristische Buslinie 50 (Bus Ciutat). Die roten Doppeldeckerbusse halten u. a. nahe der Kathedrale, am Plaça Espanya (Busbahnhof) und klappern im 20-Minuten- Turnus auch außerhalb gelegene Sehenswürdigkeiten wie das »spanische Dorf« Poble Espanyol ab, in dem man typisch spanische Gebäude im Kleinformat bewundern kann. Der Bus hält auch im Shoppingzentrum Porto Pí, das rund 150 Läden, Bars und Restaurants unter einem Dach versammelt. Wer zu viel ausgegeben hat: Auch das Kasino von Mallorca ist gerade von Magaluf hierher gezogen. Info: Fahrtzeiten bis 30. April 10–16:40 Uhr, danach ausgedehnter. Reine Fahrtdauer 1 Std. 20 Min., Stopps und Zustieg jederzeit möglich, Ticket (24 Std. gültig) € 15, Kinder € 7,50. www.emtpalma.es

Stadtspaziergänge: Architektonische Perlen

Das Fremdenverkehrsamt von Palma veranstaltet eine Reihe hochinterressanter geführter Rundgänge. Die Tour »Konvent der Kapuzinernonnen« bietet u. a. Einblicke in ein architektonisch reizvolles, mit Antiquitäten gefülltes Frauenkloster, bei der »Modernisme«-Tour kann man das Bürgerhaus Can Marquès besichtigen, das einen Eindruck vom Lebensstil der zu Beginn des 20. Jh. zu Wohlstand gekommenen Großbürger bietet. Info: Dauer ca. 2 Std., auch auf Englisch und Deutsch, Anmeldung Tel. 0034-971 720720, www.palmademallorca.es, € 10/Pers.

Atelierbesuch: Fundació Miró

Cala Major im Westen von Palma ist als Urlaubsort keine Schönheit, aber Pflichtziel für Bewunderer des bedeutenden Surrealisten Joan Miró. Bereits in den 50er-Jahren zog der in Barcelona geborene Künstler nach Cala Major und ließ sich dort ein Atelier errichten, das seit seinem Tod 1983 unverändert blieb; man kann aber nur von außen hineinsehen. 1992 eröffnete das Museum, in dem wechselnde Exponate aus seinem 6.000 Werke umfassenden Nachlass gezeigt werden. Info: Carrer Joan de Saridakis 29 nahe Gènova, Di–Sa 10–18 Uhr, So 10–15 Uhr, http://miro.palmademallorca.es, € 6.

Palma Aquarium

Tauchen mit Haien im Palma Aquarium

Unter Haien: Palma Aquarium

Die 2007 eröffnete Anlage hat sich zur vielbesuchten Attraktion entwickelt. Zwei bis drei Stunden hält man sich gern auf zwischen den 55 Meerwassertanks mit insgesamt 700 Spezies und dem 8,50 Meter tiefen, 30 mal 22 Meter großen Hauptbecken, in dem man Haie und Rochen aus nächster Nähe beobachten kann. Die Themenpalette der weiteren Ausstellungen reicht von der Fauna des Mittelmeers über Schiffswracks bis zu Amerikas Unterwasserwelt und einem imposanten Dschungel mit Wasserfall. Info: Landeinwärts von Balneario 14 an der Straße nach C’an Pastilla gelegen, Stadtbusse ab Palma z.B. Linie 23 Haltestelle Ses Fontanelles € 1,25, Eintritt € 20,50, Kinder 4–12 J. € 16, www.palmaaquarium.com.

VIRTUELLE UNTERWASSERWELT: Gratis ins Meer eintauchen

Zugegeben, zur Nebensaison ist nicht viel los in Colònia de Sant Jordi. Doch macht ein Spaziergang am nahe gelegenen kilometerlangen Traumstrand Es Trenc auch bei durchwachsenem Wetter Spaß. Zudem besitzt Colònia seit wenigen Jahren ein interessantes Dokumentationszentrum, das dem vorgelagerten Meeresnationalpark Cabrera gewidmet ist und schon allein durch seine ungewöhnliche Architektur besticht: Hinauf geht’s auf schneckenförmig gewundenen Treppen oder sogar mit einer Art Hebelift. Die Ausstellung startet mit einer 3-DEinführung in die Unterwasserwelt, bei der man Schildkröten und Tintenfische auf sich zuschwimmen sieht. Info: Eintritt frei, geöffnet tgl. von 9:30–14 und 15–18 Uhr, letzter Einlass jeweils 1 Std. vorher. Montags manchmal außerplanmäßig geschlossen. ‘ Kultcafés wie die »Bar Bosch«, Aquarium , Miró-Museum: Palma de Mallorca 1 2 3 bietet auch bei kühleren Temperaturen viel Abwechslung

LANDGÜTER IM INSELINNEREN: Zeitreise ins 19. Jahrhundert

Die Landgüter La Granja (www.lagranja.net) und Els Calderers (www.elscalderers.com) bieten interessante Einblicke in das ländlich-luxuriöse Leben vergangener Zeiten, demonstrieren aber auch die verschiedenen Werkstätten, mit deren Hilfe sich die Güter praktisch selbst versorgen konnten – von der Käserei über die Webstühle bis hin zum Weinkeller. Die mehr als 200 Jahre alten Maschinen und Gerätschaften künden von der Mühsal der Arbeit. Ganz im Gegensatz dazu die fein ausgestatteten Wohnräume der Gutsherren. Wer sich mehr für den luxuriösen Lebensstil im 18. und 19. Jh interessiert, ist auf Els Calderers richtig, die vielfältigeren Werkstätten sind auf La Granja zu sehen. Info: La Granja liegt bei Esporles in der Serra de Tramuntana (geöffnet tgl. 10–18 Uhr, ab April bis 19 Uhr, Eintritt € 13; Mi und Fr 15:30–17 Uhr Vorführung alter Handwerkskünste, Eintritt dann € 14). Els Calderers liegt in der Inselmitte bei Vilafranca de Bonany (geöffnet tgl. 10–17 Uhr, Eintritt € 8).

ENTSPANNUNG MIT WEITBLICK: Ayurveda zum Ausprobieren

Erst im Mai 2011 eröffnete die Ayurveda-Finca »ElefanTorre« in der Inselmitte bei Montuiri. Das riesige, mit Palmen, Olivenbäumen und Obstgärten bestandene Gelände (über 30.000 qm) erstreckt sich auf dem Hügel Son Miró, von dem sich eine herrliche Rundum-Sicht bietet. Auch Nicht-Gäste sind zu Behandlungen willkommen (3-stündiges Programm »Elefan- Tiempo« mit mehreren Massagen € 195). Ein verlängertes Wochenende (2 Übernachtungen und diverse Anwendungen) kostet € 548. Ein Problem mit Elefanten sollte man aber nicht haben – das Wappentier der Finca findet sich einfach überall – vom kleinen Deko-Element bis zur massigen Statue. Auch als Unterkunft ist die Finca ein Tipp: Die geschmackvollen Zimmer mit Asia-Touch liegen in einem alten Natursteingebäude und besitzen Fußbodenheizung (EZ/DZ € 90/130, Ayurveda-VP zusätzlich € 40/Pers.). Info: Deutsche Leitung. Tel. 0034-971646620, www.ayurveda-mallorca.de.

HOTELS FÜR KÜHLERE TAGE: Wellness oder Kuschelfaktor?

Zur Nebensaison kommt der Wahl des Hotels besondere Bedeutung zu, schließlich hält man sich länger darin auf. Umso angenehmer, wenn es außerhalb des Zimmers noch Räume gibt, in denen man sich wohlfühlt, sei es ein Wellnessbereich oder ein gemütlicher Salon.

»Robinson Club Cala Serena«

»Robinson Club Cala Serena«

Cala d’Or: »Robinson Club Cala Serena« bei Booking.com buchen

Mit Indoor-Pool, einem 2.000 qm großen Wellnessbereich, dem gut bestückten Fitness-Studio und einem breiten Kurs-Angebot von Yoga bis Indoor-Cycling kann man sich in der Anlage schon gut beschäftigen. Drumherum ist allerdings nichts geboten, Cala d’Or hat quasi bis Ostern geschlossen. Angenehme, große Zimmer, sehr abwechslungsreiches, vielfältiges Büffet, abends Shows (www.robinson.com).

»Valparaíso Palace & Spa«

»Valparaíso Palace & Spa«

Palma de Mallorca: »Valparaíso Palace & Spa« Pauschalreise buchen

Zwar nicht gerade zentral gelegen, dafür aber mit schönem Blick über die Bucht von Palma, einem temperierten Hallenbad und 2.400 qm großen Spa-Bereich mit diversen Saunen, Kneippgang, Ruhe-Patio etc (www.grupotelvalparaiso.com). Per Stadtbus ist man schnell im Zentrum.

»Hotel Es Port«

»Hotel Es Port«

Port de Sóller: »Hotel Es Port« bei Booking.com buchen

Das stilvolle Herrenhaus aus dem 17. Jh. ist mit 156 Zimmern (die meisten in einem Anbau) recht groß, wirkt durch die kleinen Salons, die urige Bodega und die Bar im alten Gewölbekeller jedoch sehr individuell. Schöne Gartenanlage, Spa, Fitness und kleiner Indoor-Pool. Port de Sóller ist auch zur Nebensaison nicht ganz verwaist, das Inlandsstädtchen Sóller zudem nur fünf Kilometer entfernt. Vom 21.1.– 11.2. sind Wanderwochen mit jeweils 5 deutschsprachig geführten, durchaus anspruchsvollen Touren inkl. HP im Angebot (€ 504/Pers. im DZ), ansonsten kosten EZ/DZ inklusive Frühstück € 92/104 (Tel. 0034-971-631650, www.hotelesport.com).

»Finca Sa Bassa Plana«

»Finca Sa Bassa Plana«

Bei Llucmajor: »Finca Sa Bassa Plana« Pauschalreise buchen

Umgeben von Mandel- und Zitronenbäumen, liegt der ehemalige Bauernhof aus dem 18. Jh. mitten auf dem Land, die Distanz nach Palma ist aber nicht groß, und auch das nahe Llucmajor zeigt sich recht lebendig. Geräumige, teils mit Antiquitäten eingerichtete Zimmer, Sauna; einer der drei Pools ist beheizbar (www.sabassaplana.com)

»Hotel León de Sineu«

»Hotel León de Sineu«

Sineu: »Hotel León de Sineu« bei Booking.com buchen

In dem alten Städtchen herrscht nicht nur zum berühmten Mittwochsmarkt Leben. Mitten im Zentrum übernahm der Deutsche Bastian Fritsche vor wenigen Jahren das liebevoll eingerichtete Hotel mit überdachter Terrasse, Sauna und schönem Garten (www.hotel-leondesineu.com).

»Hotel Segles«

»Hotel Segles«

Campos: »Hotel Segles« bei Booking.com buchen

Der etwas verschlafene Ort im Hinterland der Südküste ist vom Tourismus so gut wie nicht berührt. Erst seit 2008 gibt es hier dieses entzückende Stadthotel, dessen nicht allzu große Zimmer mit Art-Déco-Antiquitäten gestaltet sind. Jacuzzi, Sauna und schöner Indoor-Pool in einem Nebengebäude, WLAN gratis im ganzen Haus, kleine Cafeteria (www.hotelsegles.com).

Autorin: Anja Keul (1/2012)