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Sizilien Mafiafrei Urlaub machen

Urlauber haben es in Siziliens Hauptstadt Palermo nun selbst in der Hand, aus ihrer Reisekasse kein Geld mehr an die Mafia abzugeben. Ein neuer kostenloser Stadtplan der Bürgerbewegung Addiopizzo (Tschüss Schutzgeld) listet Geschäfte auf, die kein Schutzgeld an die dortige Cosa Nostra abführen. Es gibt auch eine Fassung auf Deutsch in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.

Insgesamt hat die - 2004 gegründete - Bürgerbewegung (www.addiopizzo.org) 415 Läden und Unternehmen als schutzgeldfrei erfasst. Darunter, so Gründungsmitglied Edoardo Zaffuto, seien auch »eine kleine Zahl von Hotels und Restaurants«. Über das seit November 2009 existierende Projekt Addiopizzo Travel (www.addiopizzotravel.it) lassen sich mittlerweile sogar mafiafreie Reisetouren buchen.

Dennoch zahlen laut Zaffuto in Palermo noch immer 80 Prozent aller Ladeninhaber Schutzgeld. Ein Bäcker entrichte »vielleicht 150 bis 200 Euro im Monat«, ein Kleiderladen »etwa 250 Euro« und ein Einkaufszentrum »2.000 bis 5.000 Euro«. Hotels und Restaurants dienen Mafiosi nach Angaben des Experten oft auch dazu, Geld zu waschen.

(Palermo, 25.1.10, tdt)

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