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Die Schlucht Fjaðrárgljúfur war Schauplatz eines Justin-Bieber-Musikvideos. Islands Umweltagentur hat den Ort nun für Touristen geschlossen. Der Ansturm wurde zu groß

 

Die Schlucht Fjaðrárgljúfur war Schauplatz eines Justin-Bieber-Musikvideos. Islands Umweltagentur hat den Ort nun für Touristen geschlossen. Der Ansturm wurde zu groß

Zu großer AnsturmIsland sperrt Schlucht nach Justin-Bieber-Video

Wahre Fans folgen oft den Spuren ihrer Idole. Das kann dazu führen, dass mancher Ort unerwartet zum Hotspot wird. So etwa ein Canyon auf Island, den jüngst immer mehr Justin-Bieber-Anhänger ansteuerten. Doch damit soll nun Schluss sein.

Islands Umweltagentur hat den Schauplatz eines Justin-Bieber-Musikvideos für Touristen geschlossen. Die Schlucht mit dem Namen Fjaðrárgljúfur im Süden der Insel hatte in den vergangenen Jahren wachsende Besucherscharen angezogen, darunter viele Fans des kanadischen Popstars.

Um das empfindliche Ökosystem des Canyons zu schützen, bleibt der Weg dorthin bis zum ersten Juni gesperrt. Im Musikvideo zu «I'll show you» («Ich werd's euch zeigen») ist der 25-jährige Bieber auf einem Felsvorsprung über den etwa hundert Meter hohen Steilwänden der Schlucht zu sehen.

Das Video wurde seit 2015 von mehr als 440 Millionen Menschen angeklickt und löste einen Besucheransturm aus: Bereisten 2016 rund 160.000 Touristen den etwa zwei Kilometer langen Canyon, waren es ein Jahr später fast doppelt so viele. «Für 2018 haben wir noch keine endgültigen Zahlen», sagte Daníel Freyr Jónsson von der isländischen Umweltagentur, «aber wir gehen davon aus, dass die Gesamtzahl bei etwa 300.000 liegt.»

Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, dass die Schlucht mit Beginn des Tauwetters geschlossen wird. Das Hauptproblem sei der schlechte Zustand des Zugangsweges, sagte Jónsson. Demnach könne der noch gefrorene Boden Regen und Schmelzwasser nicht aufnehmen. Der Weg sei «sehr, sehr matschig», weshalb Besucher den markierten Pfad verließen und so die Vegetation beschädigten. Im vergangenen Jahr habe die Maßnahme positive Auswirkungen gehabt, sagte Jónsson. «Die Vegetation konnte im Frühling und im frühen Sommer nachwachsen, wodurch sich die Bedingungen für den Sommer deutlich verbessert haben.»

(01.04.2019, dpa)

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