Wohin möchten Sie reisen?

Reiseziel Hotel

Reiserecht Veranstalter muss Ausländer über Visapflicht informieren

Die Sonne scheint, das Hotelzimmer ist gebucht, doch dann der Schock am Flughafen: Die Einreise wird verwehrt. So ging es einem Paar in den USA. Der italienischen Frau fehlte ein Visum. Nicht ihr Fehler, urteilte nun ein Gericht.

Ein Reiseveranstalter muss einen ausländischen Reisenden über Einreiseformalitäten informieren. Das hat das Landgericht Frankfurt am Main entschieden (Az.: 2-24 S 181/12). In dem verhandelten Fall hatten der Kläger und seine italienische Ehefrau eine Reise nach New York gebucht. Zur Abwicklung der Formalitäten schickten sie auch Kopien der Pässe. Das Reisebüro informierte sie nicht über Pass- und Visaerfordernisse für italienische Staatsangehörige bei der Einreise in die USA. Beim Boarding wurde der Frau die Beförderung mit der Begründung verweigert, dass ihr ein gültiges Visum und ein Stempel im Reisepass fehle. Das Ehepaar trat die Reise nicht an und forderte vom Reisebüro den Reisepreis und eine Entschädigung wegen entgangener Urlaubsfreuden. Das Landgericht gab dem Paar Recht. Der Veranstalter habe seine Informationspflicht verletzt..  
 
(26.04.2014, dpa)


Reisenews »
In den USA darf es beim Trinkgeld gerne etwas mehr sein.

In den USA darf es beim Trinkgeld gerne etwas mehr sein. Foto: Jens Kalaene/dpa-tmn

Andere Konventionen Globetrottel statt Globetrotter: Fettnäpfchen auf Reisen

In Thailand unbedacht die Füße ausstrecken, in den USA knauserig beim Trinkgeld sein, ein «Daumen hoch» im Orient - lieber nicht. Wer reist, sollte sich mit den Konventionen vor Ort beschäftigen.