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TUI Reiseriese stoppt Elefanten-Ausflüge

Erst distanzierte sich Deutschlands größter Reiseveranstalter von Delfinarien: Weil die Tiere meist nicht artgerecht gehalten werden, nahm TUI fast alle Angebote aus dem Programm.

Jetzt wendet sich der Tourismuskonzern aus diesem Grund auch von den Elefanten ab: Der Verkauf von Ausflügen zu den Dickhäutern oder Ausritte auf ihnen werden bis Ende 2015 nach und nach eingestellt. Denkbar seien in Zukunft »allenfalls Walking-Safaris«, so der zuständige Manager Harald Zeiss. Insgesamt verzichtet TUI dem Tierschutz zu liebe weltweit auf »mehrere Dutzend Angebote«.
Elefanten hautnah erleben ist für viele Touristen in Indien, auf Sri Lanka und Thailand ein großes Vergnügen - nicht jedoch für die Tiere. »Sie werden in Gefangenschaft mit roher Gewalt gefügig gemacht«, heißt es dazu bei der Tierschutzorganisation Pro Wildlife. Sie würden angekettet, mit Haken geschlagen und mit dem Entzug von Wasser, Nahrung und Schlaf gequält. Touristen ahnten nicht, dass ihre Tierliebe »Tierquälerei und oft sogar Wilderei unterstützt«.
Um den Elefantentourismus am Leben zu erhalten, werden wilde Elefanten sogar illegal gefangen. In Myanmar etwa bringen Schmuggler Jahr für Jahr bis zu 100 Elefantenkinder nach Thailand. Um an sie heranzukommen, werden häufig sogar Mütter und andere Herdenmitglieder getötet. Auch in Sri Lanka werden immer wieder Elefantenkälber aus freier Natur entführt.
Selbst Auffangstationen und Waisenhäuser sind mitunter fragwürdig: Seriöse Einrichtungen ketten Elefanten nicht an, gebrauchen keine Gewalt, betreiben keine Zucht - und bieten keinen direkten Kontakt zwischen Touristen und Tieren. Grund: Werden die Tiere wieder ausgewildert, dürfen sie sich nicht an den Menschen gewöhnen.

(11.11.14, tdt)

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