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Gesamtkosten des Fluges Der Endpreis muss von Beginn an angezeigt werden

In Buchungsportalen im Internet muss der Endpreis eines Fluges von Beginn an inklusive aller Kosten wie Steuern und Gebühren angegeben werden. Die leider oft gängige Praxis, dass ein zunächst vermeintlich günstiger Flug nach Eingabe der persönlichen Daten deutlich teurer wird, ist unzulässig. SO IST DIE RECHTSLAGE Der Europäische Gerichtshof stellt in seinem Urteil klar, dass Verbraucher in der Lage sein müssen, auf einen Blick die tatsächlichen Preise verschiedener Flüge miteinander vergleichen zu können. EuGH, 15.1.2015, C-573/13 (

Hotelpreise Irreführende Werbung

Internetportale, die Hotelübernachtungen vermitteln, müssen bereits im ersten Buchungsschritt klar darauf hinweisen, wenn zu den angegebenen Übernachtungspreisen noch Vermittlungsgebühren hinzukommen. Ansonsten ist die Werbung irreführend. So wurde ein Webseitenbetreiber zur Unterlassung der Werbung mit Netto-Preisen verurteilt. Der Hinweis auf die Gebühr bei späteren Buchungsschritten käme zu spät, so das Gericht. Landgericht Berlin, 15.3.2011, Az:15O 276/10

Flugzeitänderung Kunde muss sich selbst informieren

Wer Monate im Voraus über ein Reisebüro einen Flug bucht, muss sich selbst über eventuelle Flugzeitänderungen informieren. Zwar ist ein Reisebüro verpflichtet, Flugzeitänderungen an den Kunden weiterzugeben. Verpasst der Reisende seinen Flug, muss er sich allerdings ein Mitverschulden von 30 % anrechnen lassen, wenn er sich nicht selbst schlaugemacht hat. Amtsgericht Hamburg-Altona, 19.1.2010, Aktenzeichen: 316 C 151/09

Pass-Fragen Keine Reisebüro-Haftung

Nun ist es amtlich. Ein Reisebüro haftet nicht, wenn ein Pauschalreisender wegen eines fehlenden Passes oder Visums am Flughafen stehenbleibt. Der X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs entschied in letzter Instanz, dass einzig der Reiseveranstalter in der Pflicht ist, Urlauber über notwendige Ausweis- und Einreisebedingungen zu informieren (Zivilsenat des Bundesgerichtshofs, AZ: X ZR 198/04, Bestätigung von LG Bremen, AZ: 2 S 122/ 04).

Visumfragen Informationspflicht

Eine in Deutschland lebende Frau aus Nicaragua hatte einen Sprachurlaub auf Malta gebucht. Die Reise endete jedoch am Düsseldorfer Flughafen, da sie kein Visum für die Insel hatte. Sie verlangte daraufhin den Reisepreis von rund EURO 4.300 zurück, da weder das Reisebüro noch der Reiseveranstalter sie über die Visumpflicht aufgeklärt hätten. Doch die Richter wiesen die Klage ab. Reiseveranstalter seien grundsätzlich nicht für solche Auskünfte haftbar (Landgericht München, AZ: 6 S 578/04).

Abflugzeiten Mitteilung bei Änderung erforderlich

Ein Reisender ist über jede Abweichung der Abflugzeiten von den Angaben in der Reisebestätigung mit einer besonderen Mitteilung zu informieren. Im konkreten Fall war der Abflugtermin um drei Stunden vorverlegt worden. Das ausgehändigte Ticket enthielt zwar die neue Abflugzeit, die Kunden wurden aber nicht ausdrücklich darauf hingewiesen und verpaßten ihr Flugzeug. Das Landgericht Kleve verurteilte den Veranstalter zu Schadenersatz, weil die kommentarlose Übersendung des Flugtickets, trotz der darin enthaltenen neuen Abflugzeiten, keine besondere Mitteilung ist (

Günstigerer Flughafen Informationspflicht des Reisebüros

Liegt der Wohnort eines Pauschalreisenden von zwei möglichen Abflugorten gleich weit entfernt, muss das Reisebüro ungefragt den preislich günstigeren Flughafen nennen. Im vorliegenden Fall buchte ein Ehepaar eine Pauschalreise mit Abflugort Frankfurt für insgesamt  2.059,- Euro. Von Nürnberg aus hätte die Reise nur  1.668,- gekostet. Nach Ansicht des Amtsgerichts Bad Homburg v.d.H. hat das Reisebüro seine Informationspflicht verletzt und ist in Höhe der Differenz von  364,- schadenersatzpflichtig (AZ 2 C 431/97-19).

Versicherungsbedingungen Der Kunde muss sich selbst informieren

Ein prozesswütiger Reisender hat sein Reisebüro wegen 25,– Euro verklagt. Der Kunde hatte eine Reiserücktrittskostenversicherung abgeschlossen. Das Reisebüro hatte ihn nicht auf den Selbstbehalt in Höhe von 25,– Euro aufmerksam gemacht. Als der Versicherungsfall eintrat, musste der Kunde 25,– Euro aus eigener Tasche bezahlen und verlangte Schadenersatz. Das Gericht wies die Klage ab, der Reisende hätte sich selbst um die Versicherungsbedingungen kümmern müssen. Außerdem ist der Selbstbehalt branchenüblich (AG Köln,

Reklamation Katalogangaben gehen vor

Reisebürokunden können sich im Zweifelsfalle bei Reklamationen nicht auf die mündlichen Angaben des Reiseverkäufers berufen. Ein Kunde verklagte den Reiseveranstalter, weil ein vom Reisebüro als »Hotel in ruhiger Lage« empfohlenes Hotel zu laut war. Der Veranstalterkatalog hatte jedoch ausdrücklich auf eine 50 m vom Hotel entfernte Ski-Bushaltestelle hingewiesen und nicht behauptet, es handele sich um ein ruhiges Haus. Klage abgewiesen (LG Frankfurt a. M., 2-24 S 290/97).

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