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Reiseersatz Hohe Kosten bei Umbuchung rechtens

Reisende einer Pauschalreise dürfen ohne Angabe von Gründen einen Ersatzreisenden benennen, der an ihrer statt die Reise antritt. Veranstalter stellen hierbei jedoch oft extrem hohe Kosten in Rechnung, die nicht selten höher sind als der eigentliche Reisepreis, was die Umbuchung wirtschaftlich sinnlos macht. Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass die Veranstalter alle ihnen durch die Benennung des Dritten entstehenden Mehrkosten in Rechnung stellen dürfen, auch wenn sie extrem hoch sind. BGH, Urteile vom 27.9.2016, Az. X ZR 107/15 und X ZR 141/15 (1-2017)

Sofortige Bezahlung Fluggesellschaften sind im Recht

Während bei der Buchung einer Pauschalreise zunächst nur eine Anzahlung fällig wird, verlangen Fluggesellschaften direkt mit der Buchung die Bezahlung des vollständigen Ticketpreises, auch wenn die Buchung lange vor dem Flug erfolgt.

Ersatzmieter Müssen Stornokosten trotzdem gezahlt werden?

Ich habe eine Ferienwohnung gemietet, konnte aber nicht anreisen und habe einen Ersatzmieter gestellt, der mit dem Vermieter auch schon einen Mietvertrag geschlossen hat. Jetzt hat mir der Vermieter mitgeteilt, dass er zwar mit dem Ersatzmieter einverstanden sei, ich aber trotzdem bis zu dessen Abreise noch Vertragspartner für ihn sei und haften würde. Wenn ich das nicht wolle, könne ich die Buchung ja stornieren, müsse aber dann 90 % Stornokosten zahlen. Ist das rechtens? SO IST DIE RECHTSLAGE Nein, sicher nicht. Zwar hat der Vermieter einen Anspruch auf Schadensersatz, w

Umbuchung Ausgleichszahlung bei Flugumbuchung?

Wir waren im Urlaub in Ägypten. Zwei Tage vor Urlaubsende teilte uns die Reiseleitung mit, dass unser Flug nach Frankfurt von der Airline gestrichen sei, wir nach Düsseldorf fliegen und von dort per Bus nach Frankfurt gebracht würden. Dadurch kamen wir fast 10 Stunden später an. Im Nachhinein erfuhren wird, dass unser Flug gar nicht gestrichen war und vermutlich wirtschaftliche Interessen des Reiseveranstalters der Grund für die Umbuchung waren. Können wir Entschädigung von der Airline oder vom Reiseveranstalter verlangen? SO IST DIE RECHTSLAGE Wird der Flug

Vorauszahlung Volle Zahlung weit im Voraus unzulässig

Eine zeitlich unbefristete Vorauszahlungspflicht bei Buchung eines Fluges, der erst Monate später stattfindet, ist unzulässig. Ein Flugunternehmen hatte in seinen AGB festgelegt, dass unabhängig vom Reisedatum sofort bei der Buchung der Reisepreis in voller Höhe fällig ist. Dies sei unzulässig, so die Frankfurter Richter. Müsse der Kunde den vollen Betrag sofort zahlen, auch wenn die Reise erst Monate später stattfinde, verliere er sein Druckmittel. Er könne z. B. nicht mehr bei Flugplanänderungen seine Leistung, sprich die Zahlung, verweigern

Irreführende Preisangaben Bußgelder werden fällig

Airlines und Reiseveranstaltern, die mit undurchsichtig gestalteten Flugschnäppchen locken, droht künftig eine saftige Strafe. Der Bundesrat hat am 18.9.2009 einer Änderung der Luftverkehrs- Zulassungs-Ordnung zugestimmt, die für irreführende Preisangaben Bußgelder von bis zu 25.000 Euro vorsieht. Demnach müssen künftig neben dem Endpreis auch die Steuern, Flughafengebühren und sonstige Zuschläge gesondert ausgewiesen werden.

Frist zur Nachzahlung Wenn die Kartenzahlung nicht funktioniert

Wer im Internet einen Flug bucht und mit Karte zahlen will, muss von der Airline darauf hingewiesen werden, wenn die Zahlung fehlschlägt. Die Tickets dürfen nicht ohne weiteres an andere Kunden vergeben werden. Es gebe keine Rechtfertigung dafür, einen Kunden nicht zumindest per E-Mail über das Problem zu informieren und ihm eine Frist zur Nachzahlung zu gewähren, so die Richter. Landgericht Dortmund, 15. Mai 2009, Az:8O400/08

Zu teuer bezahlt? Reisebüro muss nicht billigste Tour suchen

Eine Urlauberin war für € 15.000 auf die Bermudas gereist und erfuhr dann, dass es eine solche Reise auch für € 2.700 weniger gegeben hätte. Diese Differenz verlangte sie von ihrem Reisebüro zurück. Damit kam sie nicht durch: Ein Kunde muss sein Reisebüro ausdrücklich dazu auffordern, nach dem billigsten Angebot zu suchen (Amtsgericht München, AZ: 233 C 28416/06).

Absolute Vertragsänderung Vorverlegte Abreise

Eine Familie hatte einen Türkei-Urlaub gebucht. Drei Tage vor Abfahrt teilte der Veranstalter mit, dass es statt am Montag schon am Sonntag losginge. Da der verfrühte Reiseantritt für das Ehepaar aus geschäftlichen Gründen unmöglich war, stornierte es die Reise und verlangte den Reisepreis in Höhe von EURO 1.136 zurück. Die Richter gaben ihm recht, da es sich bei der Vorverlegung um eine »absolute Vertragsänderung« handele (Amtsgericht München, AZ: 272 C 6400/03).

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