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Der Vierbeiner kann sich im Urlaub am Strand erholen oder eine Massage im Hotel genießen

Der Vierbeiner kann sich im Urlaub am Strand erholen oder eine Massage im Hotel genießen

Foto: © vi_blackberry - fotolia.com

URLAUB MIT HUND Wo der Hund Hund sein darf

Auf geht´s in Richtung Strandurlaub! Doch was ist mit dem vierbeinigen Freund? Es gibt zwar mittlerweile einige Hundepensionen, aber das Familienmitglied wird meist ungerne über Wochen zurück gelassen. Doch welche Länder sind besonders hundefreundlich und welche Unterkünfte bieten Entspannungsmöglichkeiten für Hund und Halter?

Mit dem Vierbeiner auf große Reise
Bevor die vollgepackten Koffer im Auto landen, sollte sich über die örtlichen Gegebenheiten informiert und sich unter anderem folgende Fragen gestellt werden: Wie hundefreundlich ist das Zielland? Erlaubt das Hotel die Mitnahme eines Hundes? An welchem Strand kann sich der Vierbeiner frei bewegen? Nach Klärung der Fragen können Herrchen und Frauchen ihre Koffer sowie das Lieblingsquietschspielzeug, den Napf und die Leine in das Auto laden und ab geht es in den wohlverdienten Urlaub! Oder? So schnell kann das Auto dann doch nicht bestiegen werden, denn im Vorfeld sind noch wichtige Reisevorbereitungen für den Vierbeiner zu treffen, die die Fahrt in das In- und Ausland für den Hund sicher machen. Denn vor Ort gibt es nicht nur bestimmte Strandabschnitte, die nicht für Hunde geeignet sind, sondern zudem je nach Zielland spezielle Einreisebestimmungen und Verordnungen. Werden diese beachtet, dann können sich Zwei- und Vierbeiner ohne Probleme in den Hotelanlagen, den Städten und auf den Stränden bewegen. Doch welche Orte im In- und Ausland sind besonders hundefreundlich und in welchen Hotels und auf welchen Stränden darf der Hund nun Hund sein? 

Die Hotelanlage als erholsamer Vergnügungspark

Das Hotel „Haus Waldeck“ liegt in der Nähe des bayerischen Walds. Hunde sind in allen Suiten und auch beim Essen im Restaurant durchaus erwünscht. Außerdem bietet das Hotel spezielle Hundeduschen, Hundehandtücher und ein Angebot an speziellen Workshops. Bei diesen steht den Besitzern und Vierbeinern eine Hundetrainerin oder Heilpraktikerin beratend zur Seite. Zudem gibt es die Möglichkeit, Hunde, die es gewohnt sind draußen zu schlafen, in hundefreundlichen Zwingern unterzubringen. Das Lieblingsfutter kann zudem in den Kühlschränken des Hotels gelagert werden.

In der Nähe eines Sees findet sich in Bayern ein weiteres hundefreundliches Hotel, welches in Postmünster liegt. Das „Seehotel Moldan“ bietet eine etwa 10.000 Quadratmeter große eingezäunte Spielwiese, eine Indoor-Hundehalle, Tiertrainer, Hundemassagen sowie das Angebot der Hundetrendsportart „Dogdance“. Darüber hinaus können sich die Hunde bei einer Massage oder einem Hundebad entspannen sowie bei gesundheitlichen Beschwerden bei einer der umliegenden und schnell erreichbaren Tierärzte vorstellig werden. Selbstverständlich gibt es aber auch Wellnessanwendungen für die Zweibeiner. Welchem Hund die Nähe zum See nicht ausreicht, kann seinen Halter vielleicht für einen Trip an den Strand von St. Peter-Ording überzeugen. Hundefreundlich gestaltet sind unter anderem das Hotel „Strandgut“, dort kann sich direkt vor Ort über Hundestrände informiert oder ein Dogsitter in Anspruch genommen werden, oder das Hotel „Ambassador Hotel & Spa“. In diesem ist das komplette zweite Stockwerk nur für die tierischen Besucher und ihre Halter ausgerichtet.

Urlaub in Stadtnähe: Hundefreundliche Stadt mit Auslauf für den Hund und Sightseeing für den Zweibeiner

Hundefreundlichkeit gibt es aber nicht nur in den Hotels der Städte, sondern zudem in den Städten selbst. Denn obwohl sich die naturnahe Umgebung für einen Hund besonders gut eignet, kommen die Aktivitäten für den Vierbeiner in städtischer Umgebung nicht zu kurz. Eine beliebte Stadt für einen Städtetrip im Inland ist die Elbmetropole Hamburg. Diese hat sich zunehmend auf ihre vierbeinigen Bewohner und Besucher eingestellt. Als hundefreundlichste Stadt wurde Hamburg mit dem DOGS AWARD 2016 ausgezeichnet. Die Stadt an der Elbe wartet mit weitläufige Auslaufflächen auf und alleine auf der Fläche der Außenalster können sich Hunde auf etwa 7,5 Kilometern austoben. In die Bewertung für die hundefreundlichste Stadt sind neben den Grünflächen, Angebote an Hundesalons, Hundepensionen oder Tierärzten mit eingeflossen. Insgesamt verfügt Hamburg über circa 230 verschiedene Auslaufflächen. Vergnügen können sich die Hunde im Urlaub an der Elbe außerdem am Hundestrand beziehungsweise am Hundebadeplatz am Wittenberger Ufer. An jeder Stelle des Ufers kann der Hund ins kühle Nass. Nach dem Ausflug an die Badestellen können sich Zwei- und Vierbeiner im nahegelegenen Café gemütlich machen.

Strandurlaub im Ausland: Die Strandverordnungen beliebter Urlaubsziele

Hundestrände gibt es mittlerweile an vielen Urlaubsorten. Hier können Halter gemeinsam Spaß haben.

Traumstrände und das Sonnenbad gehören für die meisten einfach zum Urlaub dazu. Jedoch sind die Vierbeiner nicht auf allen Stränden willkommen. Ferienorte an deutschen Stränden haben meist einige Abschnitte für Hunde freigegeben. In einigen Orten ist jedoch vor der Begehung mit einer einmaligen Gebühr zu rechnen. Obwohl Hunde an manch einem Strand gerne gesehen sind, gibt es in der Hauptsaison meist mehr Einschränkungen als in der Nebensaison. Auf den Deichen ist der Spaziergang in der Hauptsaison oft untersagt. Als besonders hundefreundlich gelten Fehmarn, Usedom oder Föhr. Auf der Insel Usedom können Hund und Halter auch im Ort Herinsdorf bei einem Spaziergang an der Strandpromenade die eine oder andere pompöse Villa begutachten - das Dorf gilt als "klein Nizza". Auf der Halbinsel Darß finden sich neben langgezogenen Sandstränden Flächen unberührter Natur, die zum Wandern einladen.

Ein Kurztrip, der meist keine allzu lange Autofahrt nach sich zieht, lohnt sich in die angrenzenden Niederlande. Dort gibt es einige Campingplätze in Strandnähe, auf denen Hunde erlaubt sind und die sich oft in unmittelbarere Nähe zum Strand befinden. Im Laufe der Nebensaison, die von September bis Mitte Mai geht, sind freilaufende Hunde willkommen. In den Orten Westkapelle und Breskens gibt es in der Hauptsaison dagegen spezielle Regelungen. Dort herrscht in den Sommermonaten zur Mittagszeit Anleinpflicht. Während sich in Texel oder Vlieland Hund und Halter auch in der Hauptsaison ohne Einschränkungen am Strand bewegen können.

In Italien gibt es insgesamt weniger Hundestrände als in Deutschland und den Niederlanden. Die meisten hundefreundlichen Strände liegen an der toskanischen Küste und in manchen Regionen sind die Vierbeiner generell an Stränden sehr ungerne gesehen, so dass häufig sogar Geldstrafen bei unbefugtem Zugang erhoben werden. Die meisten Hundestrände finden sich in der Toskana in den Provinzen Grosseto, Livorno oder Pisa. In der Hauptsaison - etwa von Juni bis August - sind Vierbeiner jedoch in den meisten Regionen Italiens am Strand verboten.

Weitere Hundestrände, die sich vor allem in der Hauptsaison nutzen lassen, finden sich zudem in Skandinavien oder Großbritannien. Mit den Jahren hat sich Großbritannien zu einem hundefreundlichen Land gemausert, das sogar viele küstennahe Wanderwege mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden für die Tour mit dem Hund ausgebaut hat.

Einige tierische Strände:

- In Südfrankreich sind die Strandabschnitte zugänglich, die in den kleinen Buchten zu finden sind. Zu den bekanntesten Stränden gehören Portiragnes und Narbonne Plage.

- Der Hundestrand in San Diego besteht seit 1972 und gehört zu den ältesten der USA. Der Strand besticht mit feinem Sand und sehr sauberem Wasser, welches nicht nur den Vierbeiner zum Plantschen einlädt.

- Grömitz in der Lübecker Bucht: Der feine Sandstrand verteilt sich auf einer Fläche von etwa acht Kilometern und der Vierbeiner kann sich auf einer Fläche von circa zwei Kilometern am Ende des Nordstrands (Richtung Lenste) auslaufen. Der Hundestrand ist sehr sauber und heißt Schnüffelnasen ganzjährig willkommen.

- Der erste Hundestrand Teneriffas ist ein bekannter und beliebter Treffpunkt für Hund und Halter. Der Strand liegt im nordöstlichen Güímar.

Tipps, für den Tag am Meer:

- Der Hund sollte möglichst kein Meerwasser trinken, denn das Salz erhöht den Flüssigkeitsverlust oder sorgt für Durchfall. Deshalb immer genügend frisches Wasser bereithalten.

- Hunde mit heller Haut oder wenig Fell mit einer parfümfreien Sonnencreme vor der UV-Strahlung schützen. Vor allem an den Ohren, der Nase, dem Bauch oder den Innenseiten der Beine.

- Sonnenschirm oder Strandmuschel mitnehmen, um dem Hund Schatten zu spenden.


(24.08.2016, rp) 
 

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