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In Südostasien konnten keine erhöhten Strahlungswerte festgestellt werden.

In Südostasien konnten keine erhöhten Strahlungswerte festgestellt werden.

Foto: Christian Knospe (panthermedia.net)

Atomunglück Fukushima Auf Asien-Reisen vor Strahlung sicher?

Gegen eine radioaktive Wolke lässt sich kein Durchflugverbot verhängen und für radioaktiv belastetes Meerwasser kein Einreisestopp verhängen. Wie groß ist die Strahlengefahr bei Reisen nach Asien?

Da auf der Erde auf die Erdrotation zurückzuführende Westwinde vorherrschend sind, ist die radioaktive Wolke Richtung Osten auf den offenen Pazifik gezogen. Ähnlich verhält es sich unter Wasser. Grund dafür sind die Strömungsverhältnisse. Radioaktive Substanzen, die sich an andere Partikel binden und nicht auf den Meeresboden sinken, treiben mit dem Kuro-Schio-Strom von der Ostküste Japans in nordöstliche und östliche Richtungen und gelangen zunehmend verdünnt an die Westküste der USA. Dort wiederum herrschen südliche Strömungen vor, die dann zwischen nördlichem Wendekreis und Äquator nach Westen driften und letztlich wieder nach Asien führen. Dort schließt sich der Kreislauf, d. h. Südostasien und der Indische Ozean sind auf Grund der Haupt-Meeresströmungen weitgehend abgeschirmt.

In Thailand, Vietnam, Singapur, Indonesien, Hongkong und Südkorea konnten keine erhöhten Strahlungswerte festgestellt werden. Im Julli ließen Regierungsvertreter der USA verlauten, dass auch auf Hawaii keine Grenzwertüberschreitungen zu erwarten sind.

Die Angst vor Reisen nach Südostasien und Fernost scheint demnach unbegründet zu sein. Die Reiseländer Asiens sind, wenn man die Wind- und Strömungsverhältnisse zugrunde legt, weniger gefährdet als die Länder östlich des Pazifiks. Die radioaktive Wolke hat sich längst im abgemilderten Ausmaß verbreitet, vornehmlich in östlichen Richtungen und in der nördlichen Hemisphäre. Auch Europa ist davon nicht ausgenommen. Die sogenannte Hintergrundstrahlung, die sich im Laufe der letzten Jahrzehnte immer weiter erhöht hat, wird aufgrund der Fukushima-Katastrophe weltweit weiter steigen. Wer seine Reisewünsche zurückstellt, geht der Strahlung letztlich also nicht aus dem Weg. Das französische Kernforschungsinstitut IRSN hat die Ausbreitung der Wolken zwischen dem 11. Und 30. März berechnet und in einer Animation dargestellt http://www.irsn.fr/