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Wer mit der ganzen Familie Fernreisen unternehmen will, der muss ganz anders planen als bei normalen Urlauben

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Exotische Familienziele Was bei Fernreisen zu beachten ist

Manchmal wecken schon die Namen von fernen Ländern Sehnsüchte. Vor allem einstige Rucksackreisende, die heute mit Familie unterwegs sind, träumen mitunter von Zeiten, als sie noch ohne Kinder die Welt bereisten. 

Unter welchen Voraussetzungen ist es generell möglich, mit kleinen Kindern exotische Ziele anzusteuern – und was ist bei der Vorbereitung zu beachten?Das Planen beginnt mit dem Reiseziel. Manche Tropenärzte raten mitunter, Indien, wo die Dichte der Keime und Krankheitserreger größer ist als anderswo, allenfalls mit Säuglingen zu bereisen – oder mit Kindern, die ausschließlich mit aus Deutschland mitgebrachter Nahrung wie Brei oder Gläschen versorgt werden können. Zumindest die Gefahr einer Erkrankung durch die ungewohnte Nahrung könne somit ausgeschlossen werden.

Wer in Ländern wie Indien bereits ohne Kinder unterwegs war, wird diesem Rat dennoch mit Skepsis begegnen – selbst wenn nur die extremen Temperaturen als Argument zählen. Es dürfte aber auch schwierig sein, Kinder zwischen vier und zwölf Jahren spontan an die authentische indische Küche zu gewöhnen. Sie unterscheidet sich schon in ihrer enormen Schärfe ganz erheblich von dem, was in indischen Restaurants in Deutschland aufgetischt wird. Völlig anders stellt sich die Situation dagegen in Mittelamerika oder Thailand dar. Vor allem das einstige Siam ist auch aufgrund seiner vielseitigen Küche für Kinder ein kleines kulinarisches Paradies.

Erfahrene Reisende, die mit kleinen Kindern in Fernzielen unterwegs waren, wissen, dass sie sich auch auf die Zeitumstellung einrichten müssen. Die ist für die Kinder meist problemloser als für die Erwachsenen. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass zuhause eine erneute Umstellung nötig ist. Bei Babys dagegen kann der Schlafrhythmus komplett durcheinander kommen. Ob sich junge Eltern das antun wollen, müssen sie selbst entscheiden.
 
Im Idealfall, so die Erfahrung vieler Urlauber, ist eine Fernreise erst dann sinnvoll, wenn sich die Kinder artikulieren können. Wenn sie sagen können, ob der Hals kratzt, das Ohr schmerzt oder der Bauch zwickt. Vor allem die Mütter können dann meist sehr gut einschätzen, ob der Infekt harmlos ist oder nicht.
 
Ob ein Land, dessen hygienische Verhältnisse aus westlicher Sicht eher problematisch sind, unbedingt mit Kindern bereist werden muss, können nur die Eltern selbst beantworten. Das gleiche gilt für Regionen, in denen Malaria vorkommt. Die Prophylaxe ist zwar heute sicherlich gesundheitlich unbedenklicher als vor Jahren, als während des Einnehmens der Medikamente mitunter Herzprobleme auftraten. Die Mitnahme von Notfallmedikamenten wäre eine Variante. Zumal es sehr wohl Regionen gibt, in denen Malaria nur in der Regenzeit vorkommt. Die Frage ist aber, ob Eltern ihren Kindern tatsächlich zumuten wollen, im Ernstfall Chemiekeulen zu schlucken?
 
Ein wichtiger Punkt, der oft vergessen wird: Falls Kinder Medikamente gegen ADHS oder Antidepressiva nehmen müssen, sollte zur Sicherheit eine Bescheinigung des Arztes mitgeführt werden, dass das Kind die Mittel braucht. Schließlich fallen solche Medikamente teilweise unter das Betäubungsmittelgesetz.
 
Die Basisapotheke einer Fernreise mit Kindern ist umfangreicher als die für ein Mittelmeerziel. Es ist daher absolut notwendig, sich schon vor dem Buchen der Fernreise vom Kinderarzt beraten zu lassen. Sehr hilfreich sind auch die verständlich formulierten Informationen der Tropeninstitute zu den einzelnen Reiseländern, etwa von www.tropeninstitut.de. 
 
(05.12.2017, srt)
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