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Zahlen, Buchstaben oder Zonen drucken einige Airlines auf ihre Bordkarten, damit das Einsteigen geordneter abläuft. Die Rechnung geht nicht immer auf

Zahlen, Buchstaben oder Zonen drucken einige Airlines auf ihre Bordkarten, damit das Einsteigen geordneter abläuft. Die Rechnung geht nicht immer auf

Foto: Markus Scholz

Check-in Gruppenboarding bei Air Berlin

Kommt am Flughafen die Boardingansage, stürmen alle zum Schalter - und stehen dann noch eine halbe Stunde in der Schlange. Lässt die Airline gruppenweise boarden, geht es schneller.

Passagiere von Air Berlin steigen neuerdings gruppenweise ins Flugzeug. Die Fluggesellschaft teilt ihren Passagieren beim Check-in einen der Buchstaben A bis D zu. Jeder Buchstabe stehe für ein paar Reihen in der Flugzeugkabine, erklärt eine Sprecherin. Er sei auf den Boardingpass gedruckt. Beim Einsteigen werden die Buchstaben nach und nach aufgerufen. Die entsprechende Gruppe darf dann boarden. Die übrigen Gäste warten, bis ihr Buchstabe dran ist.

Ob ein Passagier zu der Gruppe gehört, die zuerst einsteigt, oder zu der, die zuletzt boardet, hängt von seinem Sitzplatz ab. Der neue Ablauf soll das Boarden beschleunigen. Als allererste - noch vor der Gruppe A - boarden die Passagiere der Business Class und Inhaber der Topbonus-Karten Gold und Platinum.

Auch andere Fluggesellschaften lassen ihre Gäste gruppenweise einsteigen. Auf den Boardkarten von United Airlines stehen keine Buchstaben, sondern die Nummern 1 bis 5. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Air Berlin. Davor ließ die amerikanische Airline auch schon gruppenweise boarden, rief dafür aber immer die entsprechenden Sitzreihen auf. United habe das Verfahren auf fünf Nummern reduziert, weil das wesentlich einfacher für die Passagiere sei. »Vor allem für Gäste, die nicht so gut Englisch sprechen ist das viel verständlicher.«

Germanwings teilt alle Passagiere einer Maschine nur in zwei Gruppen ein, es sei denn, ihr Flieger hat keine Brückenposition, und sie müssen ihn mit dem Rollfeld-Bus erreichen. Dann gilt das First-Come-First-Served-Prinzip, wer zuerst ansteht, kommt zuerst rein. So läuft es auch bei Easyjet und Lufthansa - ausgenommen davon sind Gäste, die Hilfe brauchen, Gäste mit Tickets für bessere Klassen und Gäste, denen besondere Boni zustehen, etwa Vielflieger.

Auch Lufthansa probierte eine Zeit lang das Gruppenboarding aus. Die Airline ließ ihre Gäste in der Reihenfolge Fensterplätze, Mittelplätze, Gangplätze einsteigen. Je nach Platz stand auf der Bordkarte eine »Zone«, die ein Mitarbeiter bei der Boardingansage aufrief. Lange hat die Airline nicht an diesem Verfahren festgehalten: »Klingt logisch und einfach, aber der Zonenaufdruck führte immer wieder zu Verwirrung und Fehlinterpretationen bei den Gästen«, heißt es bei Lufthansa.

Auf Interkontinentalstrecken boarden Lufthansa-Gäste in der Reihenfolge der Sitzreihen von hinten nach vorne. Auf Kontinentalstrecken gibt es das »Random-Boarding« - das Boarding nach dem Zufallsprinzip. 

(12.07.2013, dpa)

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