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Viele Lufthansa-Maschinen bleiben am Boden. Da der Warnstreik angekündigt war, kam es auf den Flughäfen nicht zum großen Chaos.

Viele Lufthansa-Maschinen bleiben am Boden. Da der Warnstreik angekündigt war, kam es auf den Flughäfen nicht zum großen Chaos.

Foto: Ulrich Perrey

Lufthansa-Streik Beschäftigte streiken an vielen Flughäfen

Bei der Lufthansa wird gestreikt, viele Maschinen bleiben am Boden. Da der Ausstand angekündigt war, bleibt das große Chaos in den Terminals aber zunächst aus.

An mehreren deutschen Flughäfen hat der Verdi-Warnstreik bei der Lufthansa begonnen. Am frühen Donnerstagmorgen legten Beschäftigte der Airline in Frankfurt, München und Düsseldorf die Arbeit nieder, wie Sprecher der Gewerkschaft und von Lufthansa bestätigten. »Da der Streik vorher angekündigt war, konnten sich die Fluggäste zum Glück darauf einstellen. Lange Schlangen an den Schaltern bilden sich derzeit noch nicht«, sagte Verdi-Sprecher Gerold Schaub am Morgen in Frankfurt.

Auch an weiteren Flughäfen waren Warnstreiks geplant. Schwerpunkt der Aktionen sollte die größte Lufthansa-Basis in Frankfurt sein. Die Fluggesellschaft hatte bereits vorsorglich für Donnerstag knapp 700 Verbindungen gestrichen. Betroffen sind nahezu alle Flüge in Deutschland und Europa. Der Interkontinentalverkehr sollte nach Möglichkeit aufrechterhalten werden, hieß es am Morgen bei Lufthansa.

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für rund 33 000 Lufthanseaten vor allem aus den Technik- und Serviceeinheiten. Verdi will vor der für Freitag geplanten zweiten Verhandlungsrunde den Druck erhöhen.

Fallen Flüge wegen eines Streiks aus, muss die Airline schnellstmöglich für eine Ersatzbeförderung sorgen. Das kann in der Praxis sowohl eine Umbuchung auf die Bahn oder einen anderen Flug bedeuten. Wie schnell das passieren muss, ist laut dem Reiserechtler Paul Degott allerdings umstritten.

Auf innerdeutschen Strecken habe sich eingebürgert, dass Passagiere auf die Bahn umgebucht werden. Das kündigte auch die Lufthansa für den Warnstreik an. »Innerdeutsch reisende Fluggäste, deren Flüge aufgrund des Streiks gestrichen wurden, können Züge der Bahn nutzen«, sagte ein Sprecher. Dazu müssten Passagiere ihr Ticket im Internet oder an einem Check-in-Automaten in einen Reisegutschein umwandeln. Ist das aus zeitlichen Gründen nicht möglich, könnten Betroffene auch einen Bahnfahrschein kaufen. Die Lufthansa ersetze dann später den Wert des Flugtickets - unabhängig davon, wie viel das Bahnticket gekostet hat.

Etwas schwieriger ist die Situation bei Flügen zu Zielen außerhalb Deutschlands. Passagiere würden auf Alternativflüge umgebucht, so der Lufthansa-Sprecher. Dabei kämen auch andere Airlines in Betracht. Wie lange Passagiere jedoch auf einen Alternativflug warten müssen, ist laut Degott unklar. Die EU-Fluggastrechteverordnung spreche lediglich von einer angemessenen Wartezeit. Bei wichtigen Terminen sollten Passagiere das Lufthansa-Personal kontaktieren. Unter Umständen dürfe der Reisende sich dann auch selbst um einen Ersatzflug kümmern und die Kosten der Lufthansa in Rechnung stellen, erklärt Degott. Das gelte zum Beispiel, wenn die Reise durch eine längere Verzögerung zwecklos werde.

Service:

Informationen dazu, welche Lufthansa-Flüge von dem Warnstreik betroffen sind, gibt es auf der Homepage der Lufthansa: Fluginfos der Lufthansa.

 

 (21.03.2013, dpa)

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