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Airlines und Reiseanbieter rechnen mit einem guten Sommergeschäft. Die Buchungen haben seit Ende vergangenen Jahres deutlich zugenommen. Foto: Clara Margais/dpa

Sommer 2022 Experten und Airlines erwarten Rückkehr der Reiselust

Die Corona-Zahlen sind weiter hoch - doch Airlines und Reiseanbieter sind mit Blick aufs Sommergeschäft trotzdem optimistisch. «Die Tendenz stimmt», heißt es.

Die Reiselust vieler Menschen in Deutschland scheint trotz der verschärften Corona-Lage zurückzukehren. Nach einer Auswertung des Analysehauses TDA haben die Buchungen seit Ende vergangenen Jahres Fahrt aufgenommen.

Im Mittelpunkt steht dabei der Sommerurlaub. Auch die Billigflieger Ryanair und Easyjet bereiten sich auf einen Sommer mit hohen Buchungszahlen vor.

Allein in den ersten zwei Januarwochen 2022 hätten die Neubuchungsumsätze im Reisevertrieb die des gesamten Dezembers 2021 deutlich übertroffen, teilte TDA mit. Der klassische Januar-Peak kehre in diesem Jahr zurück. Das Vor-Corona-Niveau hätten die Umsätze aber noch nicht wieder erreicht. Der Januar zählte vor Ausbruch der Pandemie traditionell zu den starken Buchungsmonaten für die volumenstarke Sommersaison.

Der diesjährige Sommerurlaub rückt demnach zunehmend in den Fokus Sonnenhungriger: Sein Anteil am gesamten Buchungsumsatz stieg bis Mitte Januar auf 64 Prozent. Zusammengerechnet erreichten die Buchungen in Reisebüros und auf Reiseportalen für die diesjährige Sommersaison zwar erst die Hälfte des Vor-Corona-Umsatzes 2019. Hoffnung mache aber die Entwicklung seit Anfang des Jahres. Die Buchungsumsätze seien von Woche zu Woche gestiegen. «Die Tendenz stimmt», teilte TDA mit.

In eine ähnliche Richtung gehen die Sommer-Prognosen der zwei großen Billigflieger Ryanair und Easyjet. Ryanair-Chef Michael O'Leary rechnet für seine Airline sogar mit mehr Flügen als vor der Corona-Krise: Die angebotene Sommer-Kapazität liege derzeit 14 Prozent höher als im Sommer 2019. «Wir sehen einen starken Sommer vor uns, mit einer aufgestauten Nachfrage», hatte Easyjet-Chef Johan Lundgren bereits am Mittwoch (27. Januar) gesagt. Für die Hauptreisezeit von Juli bis September will er daher fast so viele Flüge anbieten wie im Vorkrisen-Sommer 2019.

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