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Bei einer Reise nach z. B. Auckland leiden Urlauber bis zu einer Woche unter der Zeitumstellung

Bei einer Reise nach z. B. Auckland leiden Urlauber bis zu einer Woche unter der Zeitumstellung

Jetlag auf FernreisenSo bekommst Du den Jetlag nach dem Flug in den Griff!

Mit diesen Tricks kommst Du nach Langstreckenflügen am schnellsten wieder in den passenden Rhythmus.

Superstar Johnny Depp hat ein einfaches Rezept gegen Jetlag: Champagner. »Das ist das Einzige, was mich dann wieder auf Trab bringt«, gab der Schauspieler einst zu Protokoll. Die Sängerin Madonna dagegen sitzt zwar auch ständig im Flieger, setzt aber auf Sauerstoff. Inhalationsgeräte stehen dafür angeblich in jeder ihrer Immobilien bereit.

Fest steht: Jetzt bricht die Zeit der Fernreisen an. Und wer nur wenige Wochen im Urlaubsland verbringen kann, der freut sich, wenn er den Jetlag möglichst rasch in den Griff bekommt. Gerade wenig erfahrene Flugreisende leiden besonders unter dem »Flugsyndrom«. Dabei helfen einige recht simple Tricks.

Die besten Aussichten auf schnelle Erholung nach dem Stress eines langen Fluges haben jüngere Menschen. Auch wer Richtung Westen fliegt, hat meist geringere Probleme. Und Reisende, die abends lange wach sind, passen sich schneller an. Alle anderen müssen mit den typischen Symptomen des Jetlags rechnen: Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Abgeschlagenheit, Depressionen, Kopfschmerzen, Magenprobleme. Und das umso stärker, je länger der Flug dauert, je größer also der Zeitunterschied zwischen Heimat und Urlaubsziel ist.

Der Grund ist die innere Uhr des Menschen, die den persönlichen Rhythmus bestimmt. Die Tageszeiten im Reiseland stimmen nicht mit dem eigenen Taktgeber überein. Der Körper reagiert verstimmt. Bis der Organismus diese Lücke geschlossen hat, dauert es eine Zeit lang.

Experten gehen von etwa einem Tag für eineinhalb bis zwei Zeitzonen aus. Für das Fernreiseziel Auckland in Neuseeland bedeutet das: Bis zu einer Woche lang leiden Urlauber unter der Zeitumstellung. In Thailand läuft in den ersten drei Tagen kaum mehr, als im Schatten zu faulenzen.

Damit aus Sightseeing in exotischen Regionen keine Schlummerkur im Hotelzimmer wird, sollten Fernreisende sich vorbereiten. Schon einige Tage vor dem Abflug kann man die Schlafphasen stundenweise an die Nacht im Urlaubsland anpassen. Wer nach Westen fliegt, geht eine Stunde später ins Bett, bei Reisen nach Osten eine Stunde früher.

Während des Fluges hilft es, viel zu trinken, um den Körper zu entlasten – aber keinen Alkohol und keinen Kaffee. Außerdem stellt man die Uhr am besten schnell auf die Zeit des Urlaubslandes um. Die Mahlzeiten sollte man im Flugzeug, wenn möglich, etwa dann einnehmen, wenn sie im gebuchten Hotel serviert werden. Und vor allem bei Reisen nach Asien oder Australien gilt: Wer im Flieger länger wach bleibt, kann abends besser einschlafen.

Problematisch ist die Einnahme von Hormonpräparaten, die den biologischen Rhythmus koordinieren sollen. Melatonin macht müde und kann unter Umständen die Anpassung des Körpers noch erschweren. Mediziner sind sich uneinig darüber, ob die Tabletten wirklich helfen und nicht womöglich unerwünschte Langzeitfolgen haben.

Wer schon einmal autogenes Training probiert hat, sollte sich ein paar Übungen für die Zeit in der Luft vornehmen. Das wirkt entspannend und hilft, den inneren Ausgleich möglichst rasch wieder herzustellen. Und schon einige Wochen vor dem Abflug kann es sinnvoll sein, den Körper auf diese Weise darauf vorzubereiten, dass er gewissermaßen bewusst und »konditioniert« zur Ruhe kommt.

Nach der Ankunft am Urlaubsziel sollten vor allem frische Luft und viel Licht auf dem Programm stehen. Gerade Sonnenschein hilft dem Körper, sich rascher wieder einzupendeln. Auch eine gezielte Ernährung unterstützt den Organismus dabei. So eignet sich kohlenhydratreiches Essen (Brot, Reis, Kartoffeln, Nudeln, Müsli) vor allem fürs Abendessen, eiweißreiche Kost (Milchprodukte, Eier, Fisch, Fleisch) sollte auf dem Frühstückstisch stehen. Tabu sind Schlaf- oder Aufputschpräparate, die fürs innere Gleichgewicht eher schädlich sind.

Wer einigermaßen fit ist, gut vorbereitet zur Fernreise aufbricht und sich vor Ort nicht zurückzieht, der hat die Folgen der Zeitzonen-Müdigkeit rasch im Griff – der Champagner ist dann nur noch eine genussreiche Zugabe.

( 11.01.2019, srt Marc Reisner)

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