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»One island – one resort«: Das ist und bleibt das Konzept fast aller Hotels auf den Malediven - wie hier das Resort »JA Manafaru«

»One island – one resort«: Das ist und bleibt das Konzept fast aller Hotels auf den Malediven - wie hier das Resort »JA Manafaru«

Foto: HTA/Tor Johnson

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Der Dollar – und mit ihm die Währungen der meisten anderen Länder – ist im vergangenen Jahr um fast 15 Prozent teurer geworden. Trotzdem unterbieten sich die Reiseunternehmen mit Preissenkungen. Wie ist das möglich? 

Fernreisen bestehen eben nicht nur aus den Kosten vor Ort, sondern auch aus dem Preis für den Flug. Und da herrscht aktuell ein gnadenloser Wettbewerb, vor allem Richtung Karibik: Dorthin setzt die neue Lufthansa-Billigflugtochter Eurowings sechs zusätzliche Flugzeuge wöchentlich ein. Zuvor hatten bereits Condor und Air Berlin ihre Kapazitäten Richtung Dominikanische Republik, Kuba und Mexiko erhöht. Auch Lufthansa selbst startet mit einer neuen Verbindung nach Cancún in Mexiko. Insgesamt sind wohl 50 Prozent mehr Flüge in die Karibik im Angebot als im vergangenen Winter. Und wo mehr Angebot ist als Nachfrage, da fallen die Preise. 



Hinzu kommt ein Preiskrieg zwischen den Veranstaltern: Die TUI, Marktführer bei den Mittelmeer-Urlauben, will den Fernreise-Primus DER-Touristik vom Thron stoßen und erhöhte ihr Angebot zum Winter massiv. Die Preise wurden ausgesprochen knapp kalkuliert – nicht nur für Urlaub in der Karibik, sondern auch in Asien und auf den Inseln des Indischen Ozeans. Speerspitze des Angriffs ist die TUI Preiswertmarke 1-2-fly, die neuerdings auch frühere Luxusziele wie Malediven, Tansania und Sansibar anbietet. Und die angegriffene DERTouristik hält natürlich dagegen. Andere Anbieter wollen im Fernreisegeschäft ebenfalls nicht zurückstehen, alle großen Anbieter haben ihr Fernreiseangebot deutlich ausgeweitet. Im Zentrum des Wettbewerbs stehen bei diesen Veranstaltern allerdings der Oman und die Emirate. Gerangelt wird aber auch um die Malediven und Thailand – und immer wieder um die Karibik. Als Gewinnerland der Wintersaison sehen die Reiseunternehmen unisono Kuba. Dorthin herrscht eine »riesige Nachfrage«: Alle wollen noch mal den Charme des dahinbröckelnden Tropen-Sozialismus erleben. Ab kommendem Jahr, so schätzt man, dürften die Amerikaner die größte Antilleninsel wieder zu ihrem Hausstrand machen. Erwartungsfroh haben die kubanischen Hotels bereits ihre Preise auf Dollar umgestellt. Frühzeitiges Buchen könnte dieses Jahr tatsächlich sinnvoll sein: Wenn der Dollar nicht noch unerwartet an Wert verliert, dann liegen die Veranstalterpreise deutlich unter den aktuellen Kosten vor Ort.

(18.03.2016, rp)