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Beim Abschluss einer Reiseversicherung sollte man viele Dinge beachten

Beim Abschluss einer Reiseversicherung sollte man viele Dinge beachten

Foto: © istock.com/alexandrumagurean

Reiseversicherungen Das sollten Urlauber beim Abschluss beachten

Heutzutage kann man sich gegen beinahe alle Eventualitäten versichern. Auch der Reisebereich bildet hier keine Ausnahme. Wie bei anderen Versicherungen gilt aber auch hier: Längst nicht jede Police ist sinnvoll. Zudem unterscheiden sich die Leistungen der Anbieter stark voneinander. Wie treffen Verbraucher also die richtige Wahl?

Welche Versicherungen sollten Urlauber abschließen?

Kommen wir zuerst zum Grundsätzlichen, nämlich der Frage nach tatsächlich notwendigen bzw. sinnvollen Reiseversicherungen. Experten raten zum Abschluss von zwei Policen: der Auslandskrankenversicherung sowie der Reiserücktrittsversicherung.

Die Auslandskrankenversicherung greift Urlaubern etwa dann finanziell unter die Arme, wenn ein Arztbesuch oder ein Krankenhausaufenthalt am Urlaubsort nötig ist. Hierbei übernimmt sie nicht nur Kosten für Untersuchungen, Operationen oder Medikamente, sondern im Notfall auch einen Rücktransport in die Heimat. Dass bei Reisen innerhalb der EU die gesetzliche Krankenversicherung für die entsprechenden Kosten aufkommt, ist übrigens nur bedingt richtig, wie etwa in diesem Artikel nachzulesen ist. In der Praxis übernehmen die Krankenkassen die Kosten nämlich oftmals nicht in voller Höhe oder schließen einige Leistungen sogar gänzlich aus. Wirklich unverzichtbar ist die Auslandskrankenversicherung bei Fernreisen, denn in einigen beliebten Urlaubsländern, und dabei speziell in den USA, können durch Krankheit oder Unfälle entstehende Kosten schnell den finanziellen Ruin bedeuten.

Eine Reiserücktrittsversicherung kommt dann ins Spiel, wenn die gebuchte Reise aus einem versicherten Grund nicht angetreten werden kann. Ein solcher Grund kann unter anderem eine unerwartete schwere Erkrankung, eine Impfunverträglichkeit, ein Wiederholungstermin einer nicht bestandenen Prüfung oder eine Schwangerschaft sein. Im Idealfall beinhaltet die Police gleichzeitig eine Reiseabbruchversicherung, welche für den Fall gedacht ist, dass eine Urlaubsreise vorzeitig aus einem versicherten Grund abgebrochen werden muss. Hier erstattet die Versicherung sowohl nicht genutzte Reiseleistungen als auch die zusätzlichen Rückreisekosten. Auch eine unverschuldete verspätete Rückreise ist oftmals finanziell abgesichert.

Ein Sonderfall: Kostenlose Stornierung bei Terror im Urlaubsland möglich?

Angesichts der vielen Terroranschläge in beliebten Urlaubsländern, z. B. Frankreich, der Türkei und jüngst sogar Thailand, in den vergangenen Jahren fragen sich viele Urlaubswillige zu Recht, ob ihre Reiserücktrittsversicherung auch dann zahlt, wenn es im gebuchten Reiseland einen Anschlag mit terroristischem Hintergrund gab und man den Urlaub aus diesem Grund nicht antreten möchte. Tatsächlich gehören derartige Vorfälle bei den meisten Versicherern nicht zu den inkludierten Leistungen – Betroffene müssen dann auf die Kulanz ihrer Reiseveranstalter hoffen.

Es gibt jedoch Ausnahmen. So wirbt etwa die Europ Assistance bei ihrer Reiserücktrittsversicherung mit einem speziellen Terror-Schutz: Gibt es in den letzten zwei Wochen vor dem Reisebeginn einen Terroranschlag am Urlaubsort, so erstattet der Anbieter die durch die Stornierung entstandenen Kosten. Dies dürfte auch einer von vielen Gründen dafür sein, dass die Europ Assistance die Bestnote von Stiftung Warentest für Rücktrittsversicherung erhielt, und zwar im Bereich "Verständlichkeit und Transparenz der Kundenunterlagen". Überhaupt eignen sich derartige Tests von renommierten Zeitschriften und Online-Portalen sehr gut, um einen ersten Überblick über den Reiseversicherungsmarkt zu erhalten und den Leistungsumfang der verschiedenen Tarife miteinander zu vergleichen.

Übrigens: Buchen Sie Ihre Reiseversicherungen am besten immer direkt bei dem jeweiligen Anbieter. Zwar bieten viele Reiseveranstalter einen Abschluss der Policen bereits bei der Buchung an, jedoch sind diese Angebote häufig teurer. Mehr dazu lesen Sie hier.

Experten-Tipp: Jahrestarife und Familienangebote oftmals lohnenswert

Es lohnt sich jedoch nicht nur ein Blick auf die Angebote der verschiedenen Versicherer, sondern auch ein Vergleich der verfügbaren Tarife des favorisierten Anbieters. Insbesondere für Personen, die mehrmals im Jahr verreisen, ist dabei ein Jahresschutz interessant. Dieser schließt sämtliche Reisen ein, die man innerhalb von einem Jahr nach Vertragsabschluss unternimmt. Tatsächlich lohnt sich der Jahresschutz häufig bereits bei zwei Reisen pro Jahr. Wissenswert sind darüber hinaus die folgenden Punkte:

Reisedauer: In der Regel ist die Dauer der Reisen, die versichert sind, auf eine maximale Dauer beschränkt. Zumeist sind jedoch Urlaube von bis zu einem Monat kein Problem. Wer über einen längeren Zeitraum im Ausland verweilen will, muss nach speziellen Angeboten Ausschau halten.

Reisepreis: Versichert sind zudem immer nur Reisen bis zu einem im Vertrag festgelegten maximalen Reisepreis. Achten Sie also insbesondere beim Jahresschutz darauf, dass wirklich alle Ihre geplanten Urlaube preislich im Rahmen liegen. Im Zweifelsfall sollten Sie lieber eine Reiseversicherung mit höherem Maximalpreis auswählen – sie ist dann lediglich etwas teurer.

Reiseziel: Wer Urlaub auf dem Bauernhof im Nachbarort machen möchte, kann oft nicht von den Vorzügen einer Versicherung profitieren. Die Mindestentfernung vom Wohnort ist ebenfalls den Leistungsbedingungen der Versicherer zu entnehmen.

Paket aus verschiedenen Reiseversicherungen: Wenn Sie sowohl eine Auslandskrankenversicherung als auch eine Reiserücktrittsversicherung benötigen, sollten Sie sich immer auch die Paketangebote der Versicherer ansehen, da sie Preisvorteile gegenüber einzelnen Verträgen bieten.

Angebote für Familien: Sparen können Sie auch, wenn Sie die Versicherungen nicht für einzelne Personen aus Ihrem Haushalt abschließen, sondern einen Vertrag für alle. Vor allem Familien mit mehreren Kindern profitieren bei ihrem Urlaub von den niedrigeren Kosten.

 

(09.09.2016, rp)