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Züge sollen zwischen EU-Staaten und Städten künftig schneller und öfter verkehren.

Züge sollen zwischen EU-Staaten und Städten künftig schneller und öfter verkehren. Foto: Marius Becker/dpa

Neues EU-Projekt Besser mit dem Zug von Berlin nach Kopenhagen

Neue Nachtzug- und Fernverkehrsverbindungen: Europäische Metropolen und Regionen sollen mit der Bahn in Zukunft besser vernetzt und erreicht werden. Die EU-Kommission setzt dabei auf die Zusammenarbeit staatlicher und privater Bahnunternehmen.
Wer mit seinem tierischen Liebling ins EU-Ausland reist, muss einen EU-Heimtierausweis mitführen.

Wer mit seinem tierischen Liebling ins EU-Ausland reist, muss einen EU-Heimtierausweis mitführen. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn

Tierisch verreisen Bei Urlaub mit Haustier frühzeitig Regeln checken

Wohin mit Hund oder Katze, wenn es in den Urlaub geht? Manch einer nimmt sein Haustier einfach mit. Innerhalb der EU gibt es einheitliche Regeln, aber auch länderspezifische. Früh planen hilft.
Ein einsamer Reisender geht durch den Bahnhof Montparnasse. Die französische Bahngesellschaft rät ihren Fahrgästen, wegen des Streiks zu Hause zu bleiben.

Ein einsamer Reisender geht durch den Bahnhof Montparnasse. Die französische Bahngesellschaft rät ihren Fahrgästen, wegen des Streiks zu Hause zu bleiben. Foto: Michel Euler/AP/dpa

Arbeitsniederlegung Zugverkehr nach Frankreich wegen Großstreik gestört

Streik beeinträchtigt Bahnverkehr: Im Westen Deutschlands und vor allem an den Bahnhöfen mit Verbindungen nach Frankreich ist heute mit Zugausfällen und Verspätungen zu rechnen. Gekaufte Tickets behalten bis Freitag ihre Gültigkeit.
Abbrechende Baumkronen und Äste, die der Schnee- und Eislast nicht mehr standhalten können, sind für Wintersportler ernstzunehmende Gefahren. Erste Loipen wurden bereits gesperrt.

Abbrechende Baumkronen und Äste, die der Schnee- und Eislast nicht mehr standhalten können, sind für Wintersportler ernstzunehmende Gefahren. Erste Loipen wurden bereits gesperrt. Foto: Wolfgang Thieme/dpa-Zentralbild/dpa

Winterwetter Warnung vor Eisbruch im Thüringer Wald

Wintersportler sollten gut aufpassen: Viele Bäume tragen derzeit eine stärkere Schnee- und Eislast im Thüringer Wald. Äste und Baumkronen kommen an ihre Belastungsgrenze und biegen sich bereits gefährlich über Loipen und Pisten.
Auch Skihelme altern. Nach drei bis fünf Jahren sollten sie daher ausgetauscht werden.

Auch Skihelme altern. Nach drei bis fünf Jahren sollten sie daher ausgetauscht werden. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn

Sicher auf der Piste So muss ein Skihelm sitzen

Ein Skihelm ist auf der Piste unerlässlich. Aber richtig passen muss er und zu alt darf er auch nicht sein. Nur dann ist der Kopf gut geschützt.
Der neue «WattnExpress» liegt im Hafen. Das Fährschiff ermöglicht den weitgehend tideunabhängigen Transport zwischen der Insel Spiekeroog und dem Hafen von Neuharlingersiel.

Der neue «WattnExpress» liegt im Hafen. Das Fährschiff ermöglicht den weitgehend tideunabhängigen Transport zwischen der Insel Spiekeroog und dem Hafen von Neuharlingersiel. Foto: Sina Schuldt/dpa

«WattnExpress» Neue Fähre: Spiekeroog unabhängig von Gezeiten erreichbar

Die Erreichbarkeit einiger Ostfriesischen Inseln per Fähre bestimmen Ebbe und Flut. Spiekeroog setzt nun auf ein neues Schiff, das die Insel flexibel erreichbar machen soll und folgt damit einem Trend.
Marco Wichert arbeitet in seinem «Zander Holzstudio» am liebsten mit den alten Feilen seines Großvaters. In der alten Werkstatt, in der schon sein Urgroßvater gearbeitet hat, stellt er Servier- und Schneidebretter in traditioneller Handarbeit her.

Marco Wichert arbeitet in seinem «Zander Holzstudio» am liebsten mit den alten Feilen seines Großvaters. In der alten Werkstatt, in der schon sein Urgroßvater gearbeitet hat, stellt er Servier- und Schneidebretter in traditioneller Handarbeit her. Foto: Oliver Gierens/dpa

Holz, Keramik und Posamente Altes Handwerk ist in Brandenburg beliebt

Manch traditioneller Handwerksberuf droht in Brandenburg auszusterben. Doch im Kunsthandwerk oder in kleinen Manufakturen findet altes Handwerk eine Nische zum Überleben.
Jürgen Veith war früher Kriminalbeamter. Heute führt der Pensionär auf der «Krimi Tour» durch Hannover.

Jürgen Veith war früher Kriminalbeamter. Heute führt der Pensionär auf der «Krimi Tour» durch Hannover. Foto: Wolfgang Stelljes/dpa-tmn

Sightseeing mit Gruselfaktor Mörderische Stadttouren: Dem Verbrechen auf der Spur

Kriminalfälle sind das Thema vieler Stadttouren. In Hannover gibt es gleich drei - natürlich auch zu Fritz Haarmann. Voyeurismus wolle er nicht bedienen, sagt einer der Führer. Aber was ist es dann?
Was für eine Konzertkulisse: Anfang März steigt in den Dolomiten zum 25. Mal das Musikfestival Dolomiti Ski Jazz.

Was für eine Konzertkulisse: Anfang März steigt in den Dolomiten zum 25. Mal das Musikfestival Dolomiti Ski Jazz. Foto: Gaia Panozzo/Visit Trentino/dpa-tmn

Neues aus der Reisewelt Jazz genießen in den Dolomiten und andere Tipps

Schöne Musik zur Mittagspause auf der Skipiste, offene Häuser, ein deutscher Superstar auf Kreuzfahrt und eine Schneemobil-Achterbahn in Südkalifornien: Es gibt wieder Neues aus der Reisewelt.
Geduld: Wegen eines Warnstreiks kam es zu Verspätungen und Flugausfällen.

Geduld: Wegen eines Warnstreiks kam es zu Verspätungen und Flugausfällen. Foto: Roberto Pfeil/dpa

Flüge verspätet und gestrichen Streik am Düsseldorfer Airport: Diese Rechte haben Reisende

Am Düsseldorfer Flughafen sorgt ein Warnstreik von Mitarbeitenden eines Abfertigers am Freitag für viele Flugausfälle. Welche Rechte haben Reisende, die deshalb stranden?

Inselidylle: Bettenburgen wie auf Teneriffa oder Gran Canaria gibt es auf La Gomera nicht.

Inselidylle: Bettenburgen wie auf Teneriffa oder Gran Canaria gibt es auf La Gomera nicht.

Foto: Brzoska/dpa/tmn

LA GOMERA Mit den Hippies im ewigen Frühling

Im Winter bevölkern Deutsche das Valle Gran Rey auf La Gomera. Das sonnenverwöhnte Tal auf der Kanareninsel ist ein Zufluchtsort für die Blumenkinder von einst geblieben.

Es ist ein Ritual, mit dem das Valle Gran Rey den Tag verabschiedet: Wenn die Sonne im Atlantik versinkt, ziehen sie an den Strand, die Bongo-Trommler, die Klarinetten- und Gitarrenspieler. Diesmal postiert sich ein Jongleur in Leinenhose vor dem Publikum. Barfüßig und bärtig kommt er daher, die Dreadlocks zum stattlichen Kopfknäuel getürmt. Eindrucksvoll schwingt der Hippie brennende Seile durch die salzige, warme Luft. Flammen züngeln in den Himmel und schwingen kleine Kreise.

Ein Hauch von Flower Power weht durch La Playa. Valle Gran Rey, das Tal im sonnigen Südwesten La Gomeras, gilt als Kultstätte der alten Hippies. Die nötige Lässigkeit scheint den Wiederkehrern über all die Jahre nicht abhanden gekommen zu sein: Frauen baden gern barbusig am schwarzen Steinstrand, bei Sonnenuntergang kreisen Weinflaschen und selbstgebaute Zigaretten. Sobald der Feuerschwinger mit seiner Vorstellung am Ende ist, wirft jeder ein paar Cent in die bunte Mütze - alte Rituale müssen gepflegt werden.

Am Ende der 1960er Jahre pilgerten die Blumenkinder auf die bis dahin noch völlig unerschlossene Kanarische Insel. Es war die Zeit des Vietnamkriegs; Kanadier und Amerikaner waren die ersten, die kamen. Sie kampierten am Strand von Valle Gran Rey, lebten monatelang in den zerklüfteten Felswänden der Schweinebucht. »Unsere Vollmondpartys waren legendär, sehr bewusstseinserweiternd«, erzählt die Londonerin Diana Clayton. Wenn sie in Erinnerungen schwelgt, lächelt sie selig.

Clayton, eine zierliche Frau mit toupiertem Pferdeschwanz, kam 1970 auf die Insel. Ihr Abenteuer begann sie im zarten Alter von 17. »Das Postboot fuhr mitten in der Nacht aus Teneriffa ab, erst acht Stunden später erreichte ich San Sebastián«, erzählt sie. Damals gab es keine Häfen, Passagiere wurden mit einem Kran an Land gehievt.

Der Weg von der Inselhauptstadt ins Valle Gran Rey war steinig. Es ging über hohe Berge und durch tiefe, von Kleinbauern bewirtschaftete Terrassentäler. »Wir waren auf der Suche nach Ursprünglichkeit, nach einem Leben fernab der Zivilisation«, sagt Clayton. Auf der Insel gab es verwunschene Lorbeerwälder und exotische Bananenplantagen, Schluchten, ausgedorrte Landstriche und Steinwüsten. Heute finden Touristen abgesteckte Wanderwege und gut geteerte Straßen mit Steinschlag-Warnungen vor. Damals war das anders: Auf dem einstigen Hippie-Trail sind noch Kreuze zu sehen, die an tote Pilger erinnern.

Die meisten Hippies aber fanden den Weg ins Valle Gran Rey, damals ein verschlafenes Fischerdorf. »Als wir ankamen, hatten wir das Gefühl, am Ende der Welt angekommen zu sein«, sagt Diana Clayton. Von der einstigen Ursprünglichkeit ist wenig übrig. Die Schweinebucht, in der ab und zu noch Hippies übernachten, wird einmal pro Jahr von der Polizei geräumt, auch wildes Campen ist verboten. Ebenso ungern gesehen: Wohnmobile oder Hunde am Strand. In den Wintermonaten kommen organisierte Wandergruppen, und seit Norweger den Hafen ausbauten, legen auch Kreuzfahrtschiffe an.

Dennoch hat sich die zweitkleinste Kanareninsel ihren Charme bewahrt. Bettenburgen wie auf Teneriffa oder Gran Canaria gibt es nicht, der Gomera-Tourist nächtigt stattdessen in Appartements. Knallbunt schmiegen sie sich in die Felshänge wie Legoklötzchen, umgeben von Palmenhainen und Bananenplantagen. Mittendrin in La Playa eine Taverna, aus der trotzig kanarische Musik erklingt. Das »Casa Maria«, ein Gasthaus mit Holzbalkonen, ist einer der wenigen Treffpunkte von Inselgästen und Einheimischen. Maria Gonzales dirigiert schon seit den 60er Jahren die Geschäfte - eine Senora mit weißen Locken, in züchtigem dunklen Rock, 84 Jahre alt.

Die Kanarierin blickt etwas verlegen auf ihre Filzpantoffeln, wenn sie auf die ersten Hippies angesprochen wird. Männer und Frauen, die gerne nackt am Strand tanzten: »Wir haben uns sehr gewundert.« Eine anstrengende Zeit sei das gewesen, in der Senora Gonzales die Speisetafeln bewachen musste. Die Hippies zählten eher zu den schnorrenden Gästen, »sie grapschten gierig nach den Essensresten.«

Inzwischen sei der deutsche Tourist aber erträglich, fasst Maria Gonzales es zusammen. Der Tourist kauft gern im Hafenviertel Vueltas: Delfin-Ohrringe, Batik-Shirts, Dinkelbrot oder Tofu aus deutschen Reformhäusern. Inzwischen gibt es deutsche Bäcker und Metzger. Wellness geht mit Sinnsuche einher: Bhagwan-Anhänger offerieren Meditationskurse, Heiler therapieren mit Bachblüten, legendär ist das Reiki bei Sonnenaufgang oder Steinmännchenkunst bei Sonnenuntergang.

Und wenn der Mond über dem Valle Gran Rey leuchtet, dann kehrt der Geist der alten Hippies zurück. Erfahrene Gomerianer kennen sie, die geheimen Treffpunkte an steilen Felsklippen, abgeschieden in den Bergen. Dort erklingt dann Musik von Jimi Hendrix oder Janis Joplin. Es kreisen Joints und Palmweinflaschen. Hier ist es fast wie früher, als die ersten Hippies glaubten, auf Gomera am Ende der Welt zu sein.

Web-Tipps

Tourismus-Webseite der Kanaren

Spanisches Fremdenverkehrsamt im Webv

Reisemagazin zu La Gomera

Pauschalreise nach La Gomera mit Pest-Price-Garantie

La Gomera Reiseziel
La Gomera ist die zweitkleinste der sieben Kanarischen Inseln. Sie liegt 400 Kilometer von Afrika entfernt und 25 Kilometer westlich von Teneriffa. Weiter südwestlich liegt El Hierro, nordöstlich La Palma. Die Inselhauptstadt ist San Sebastián.

Anreise und Formalitäten
Mehrere Fluggesellschaften fliegen von deutschen Flughäfen aus regelmäßig nach Teneriffa-Süd. Von dort aus geht es per Linienbus oder mit dem Taxi zum Fährhafen Los Cristianos im Südwesten Teneriffas. Mehrmals am Tag legen dort Fähren nach San Sebastián oder ins Valle Gran Rey ab. Der kleine Flughafen auf La Gomera wird von in Deutschland startenden Maschinen nicht angeflogen. Zur Erkundung der Insel empfiehlt sich ein Mietwagen. Reisende sollten einen Personalausweis oder Pass in der Tasche haben.

Klima und Reisezeit
Die Kanaren gelten als »Inseln des ewigen Frühlings«, und auch La Gomera ist ein Ganzjahresziel. Im November und Dezember kann es noch an die 25 Grad warm werden. Im Januar und Februar werden im Schnitt 20 bis 21 Grad erreicht. In den Sommermonaten kommen für gewöhnlich Spanier, es ist dann recht heiß.

Geld
Auf Gomera wird - wie überall in Spanien - mit Euro gezahlt.

Zeitunterschied
Zeit in Deutschland minus eine Stunde.

Informationen
Spanisches Fremdenverkehrsamt, Myliusstraße 14, 60323 Frankfurt, Telefon: 069/72 50 38, für Broschüren: 06123/991 34


(18.5.2011, Valle Gran Rey, dpa/tmn)

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{vsig_c}0|la-gomera-1.jpg|Lebendiges Ritual: Wenn die Sonne im Meer versinkt, treffen sich die Erben der Hippies am Strand von Valle Gran Rey. |(Foto: Brzoska/dpa/tmn){/vsig_c}
{vsig_c}0|la-gomera-2.jpg|Inselidylle: Bettenburgen wie auf Teneriffa oder Gran Canaria gibt es auf La Gomera nicht. |(Foto: Brzoska/dpa/tmn){/vsig_c}
{vsig_c}0|la-gomera-3.jpg|Als die ersten Hippies nach Gomera kamen, fanden sie eine Vulkaninsel mit üppiger Vegetation. Daran hat sich nicht viel geändert. |(Foto: Brzoska/dpa/tmn){/vsig_c}
{vsig_c}0|la-gomera-4.jpg|Positive Schwingungen: Steinmännchen am Strand machen den Sonnenuntergang auf Gomera noch schöner. |(Foto: Brzoska/dpa/tmn){/vsig_c}

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