| Stimmen - vor Ort eingefangen |
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Stefan (58) und Renate (52) Loose aus Berlin, Reiseführer-Autoren auf Phuket-Recherche »Wer jetzt den Süden Thailands bereist, kann optimale Bedingungen vorfinden – allein schon durch die zahlreichen Sonderangebote und besonders freundlichen Menschen. Der Wiederaufbau geht erstaunlich schnell voran und führt vielerorts gleichzeitig zu Modernisierungen.« |
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John Everingham (55), Fotograf und Herausgeber von acht Touristik-Magazinen auf Phuket »Schon Ende März wird – bis auf wenige Ausnahmen – am Patong-Beach nichts mehr an die Tsunami-Flutschäden erinnern. Jetzt hierher zu reisen, ist der beste Weg, um den Betroffenen zu helfen. Denn nur dieses Geld kann gezielt dazu beitragen, die vorhandenen Strukturen zu retten.« |
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Steffen Kochan (34), Inhaber einer Tauchschule am Kata-Beach auf Phuket »Normalerweise werden unsere längeren Tauch-Exkursionen einige Monate im voraus gebucht, doch nun haben wir auch sehr viele kurzfristige Anfragen. Erfreulicherweise scheint sich allmählich herumzusprechen, dass die Korallenriffe kaum beschädigt worden sind.« |
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Nittaya Thongyai (30) und Preeya Rungruang (27), Reisebüromitarbeiterinnen auf Phuket »Wir arbeiten gern im Tourismus, weil wir gern mit anderen Kulturkreisen zu tun haben. Damals hatten wir den Ausländern geholfen, schnell nach Hause zu kommen. Doch nun sollten sie unbedingt zurückkehren – zumal wir im Job ja auch leider nur auf Provisionsbasis bezahlt werden.« |
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Ismail (41) und Kieatikorn (32), Bootsführer auf Phuket »Wer mit uns auf die Schnorcheltour zu den Phi-Phi-Inseln kommt, kehrt meist völlig begeistert zurück. Jedenfalls gibt es derzeit besonders viel zu sehen. Denn nach dem Tsunami ist das Wasser besonders klar und es schwimmen hier viel mehr Fische als zuvor herum.« |
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Panurat (45) und Worachat (47), Liegestuhl-Vermieter am Naiharn Beach auf Phuket »Nach der Flutwellen-Katastrophe haben wir viele besorgte Anrufe aus Europa erhalten. Denn wir leben ja nun schon 20 Jahre lang nicht nur von den Ausländern, sondern es sind inzwischen auch schon viele Stammgäste zu guten Freunden geworden.« |
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Chakid (22), Ataporn (25), Santi (24) und Uthai (28), Beach Guards am Naiharn Beach auf Phuket »Nach der ersten Welle sind wir hier sogar noch mit unserem Jetski durch die Tsunami-Fluten gefahren, um Badegästen aus dem Wasser zu helfen. Aber nun ist es an der Zeit, dass sie zu uns zurückkehren. Sonst könnte uns der Job hier ein bisschen zu langweilig werden.« |
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Suksee (40), freiberufliche Masseurin am Naiharn Beach auf Phuket »Normalerweise massiere ich vier bis fünf Kunden am Tag. Nun kommt es manchen Tagen leider auch vor, dass ich überhaupt keine Arbeit habe. Ich mag die Ausländer, weil sie so nett und höflich sind. Gern würde ich mich mehr mit ihnen unterhalten, aber ich spreche leider kein Englisch.« |
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Oy (39) und Song (39), Inhaber eines Erfrischungsstands am Kata Beach auf Phuket »Wir betreiben unser Geschäft nun schon seit zehn Jahren hier direkt am Strand und haben viele Stammkunden. Die sind immer sehr froh, wenn sie jetzt nach Phuket reisen und uns trotz der Naturkatastrophe noch immer an der gleichen Stelle vorfinden.« |
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Nok (23) und Noi (34), Souvenir-Verkäuferinnen am Patong Beach auf Phuket »Wir hatten durch die Tsunami-Fluten leider unser gesamtes Warenlager verloren und mussten in unserem Basar einen neuen Verkaufsstand bauen lassen. Ich würde mich freuen, wenn bald noch mehr Urlauber zurückkehren. Sie bringen uns Glück und ich möchte ihnen auch Glück bringen.« |
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Porsche (27), Nongnapa (32), Amanda (32) und Sayamol (22), – Mitarbeiterinnen der FantaSea Show auf Phuket »Sogar am Tag des Tsunami und bis Silvester gab es noch jeden Tag Vorstellungen. Dann haben wir Gästemangel und zur Reparatur der Flutschäden für einige Wochen geschlossen. Wir mögen die ausländischen Urlauber gern, weil sie zumeist sehr nett, locker und höflich sind.« |
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Pensri (25) und Jaruwan (20), Kellnerinnen in einem Restaurant am Patong Beach auf Phuket »Seit dem Valentinstag haben wir wieder geöffnet. Unser Restaurant wurde überflutet, doch wir haben alles noch schöner wieder aufgebaut. Nun warten wir auf ausländische Gäste, denn wir wissen ja auch, wie sehr die unsere gute Thai-Küche lieben.« |
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Chingchai (30), Kellner in einem Restaurant am Patong Beach auf Phuket »Die Ausländer sollten sich beeilen, zu uns zurückzukehren. Denn viele Meeresfrüchte sind jetzt so preisgünstig wie schon lange nicht mehr. Die leckeren Hummer, Krebse und Garnelen zum Beispiel sind in unserem Restaurant jetzt rund 20 Prozent günstiger zu haben.« |
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Thawatchai Kasinram (28), Inhaber einer Reiseagentur auf Phuket »Viele meiner Kunden haben bei ihrer überstürzten Abeise nach der Naturkatastrophe versprochen, dass sie zurückkehren werden. Erfreulicherweise kommt nun schon wieder eine größere Anzahl von Reisegruppen. Doch wir brauchen hier auch die Individualtouristen.« |
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Hajo (43) und Ant (37) von Keller, Inhaber eines Luxushotels im Süden Phukets »Ich habe von Anfang an informative E-Mails und aktuelle Bilder in alle Welt verschickt, um ein Gegengewicht gegen übertriebene oder falsche Medien-Berichterstattung aufzubauen. Das hat sich offenbar ausgezahlt, denn unsere Belegungsquote liegt heute deutlich über dem Durchschnitt.« |
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Ai (22), Bargirl eines Vergnügungsbetriebs an der Soi Bangla in Patong »An einigen Abenden ist hier erfreulicherweise schon wieder gewaltig was los. Das ist auch wichtig, denn schließlich schlägt in unserem Viertel ja auch das Herz von Patong.« |
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Urs Aebi (37) aus Solothurn, Generaldirektor eines Hotels auf Koh Racha »Offenbar kursiert in Europa mitunter noch die irrige Auffassung, dass ganz Phuket zerstört sei. Viele entschuldigen sich sogar, bevor sie nach der Reservierung eines Bungalows fragen. Dennoch bin ich bin überzeugt, dass wir zur nächsten Hochsaison wieder ausgebucht sein werden.« |
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Matti Kallio (29) und Patrick Jokinen (28) von einer Tauchschule auf Koh Racha »Das Gebäude unserer Tauchschule ist zwar den Flutwellen zum Opfer gefallen, aber wir haben es schnell wieder aufgebaut. Nun können wir uns freuen, dass hier von Woche zu Woche schon wieder mehr los ist. Schließlich sind ja auch nur vereinzelt Korallenbänke beschädigt worden.« |
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Todd Barber (41) und Philipp Goh (40), Leiter des Korallenriff-Projekts Reefball auf Koh Racha »Wir werden diese Insel noch schöner machen. Unser Projekt der künstlichen Korallenriffe war schon lange geplant, hat jetzt aber durch Tsunami besondere Aufmerksamkeit erfahren – obwohl die Unterwasserlandschaften hier ja nur vereinzelt in Mitleidenschaft gezogen worden sind.« |
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Nachapongchai Yiram (51), Inhaber von Asia Safari Khao Lak in Ban Khao Lak »Meine fünf Elefanten waren als Glücksymbole und Fotomotive immer sehr begehrt. Aber sie vertilgen rund 1.000 Kilogramm Futter am Tag. Wenn die ausländischen Touristen hier auf längere Zeit ausbleiben, werden wir uns wohl leider von ihnen trennen müssen.« |
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Peter Stiller (52), Gründer von Holiday Service Khao Lak in Bang Niang/Khao Lak »Ich selbst war sehr schlimm von dieser Naturkatastrophe betroffen. Aber jetzt haben wir schon viele kreative, interessante Ideen für den Wiederaufbau. Diese ruhige, landschaftlich reizvolle Region ist ja auch viel zu schön, um nicht für den Tourismus genutzt zu werden.« |
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Richard Doring (56), Tourismus-Pionier und Wiederaufbau-Helfer in Nang Tong/Khao Lak »Unser Khao Lak wird auf jeden Fall weiterleben. Man muss den Menschen hier Mut machen und ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie die Region neu begrünen und ihre Resorts wieder aufbauen können. Wir hoffen sehr, hier bald wieder viele Gäste begrüßen zu dürfen.« |
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Sert Sriburint (30), Lotterie-Verkäufer am Railey Beach/Krabi »Ich sehe es immer wieder gern, wenn Ausländer sich hier an unserem Strand vergnügen und erholen. Zwar verkaufe ich nur ganz wenige meiner Lose an sie, doch wenn das Geschäft mit den Touristen gut läuft, werden auch die Einheimischen spendabler.« |
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Pateharaporn Saengaroon (30), Kajak-Vermieterin am Railey Beach/Krabi »Ich habe 15 Boote zur Vermietung und leider wochenlang schlechte Geschäfte gehabt. Doch jetzt kommen glücklicherweise wieder mehr Touristen. Ich kann die Ausländer gut leiden, obwohl viele von ihnen versuchen, meine Preise zu drücken. Dabei sind die doch sowieso schon so günstig.« |
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Wiwat Piemjitsakul (42), Resort-Manager auf Koh Mook (Muk) »Obwohl es bei uns hier kaum Schäden gegeben hat, wollten sich am Tag nach den Tsunami-Flutwellen 90 Prozent der Gäste evakuieren lassen. Viele sind auf das überfüllte Koh Samui gereist, dann aber doch schnell wieder zurückgekehrt.« |
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Rewat Ongcharoen, Junior-Eigentümer eines Resorts auf Koh Ngai (Hai) »Wir haben hier gerade eine wunderschöne Hotel-Oase geschaffen und uns vorwiegend auf den Geschmack ausländischer Touristen eingestellt. Ich bin voller Hoffnung, dass sie schon bald auf diese reizvolle Insel zurückkehren werden.« |
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Parinya Kaoon (23) und Verayot Chukong (19), Ranger des Nationalpark-Hauptquartiers auf Koh Kradan »Offen gestanden langweilen wir uns derzeit ein bisschen. Denn im Moment dürfen wir den Tagesbesuchern nicht einmal mehr die 200 Baht Eintritt für unseren Nationalpark abknüpfen. Dabei präsentieren sich die Strände und Schnorchelgründe gerade jetzt so reizvoll wie schon lange nicht mehr.« |
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Jimmy Hoppe, Betreiber einer Second-Hand-Bibliothek auf Koh Lipe »Mein Geschäft leidet zwar sehr darunter, doch eigentlich finde ich die neue Einsamkeit auf dieser Insel gar nicht so schlecht…. Innerhalb des letzten Jahres waren für meinen Geschmack sowieso schon zu viele neue Bungalowanlagen gebaut worden.« |
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Michael Krobath (30), Tauchlehrer auf Koh Lipe »Die Tsunami-Fluten haben hier erfreulicher Weise weder über noch unter Wasser größere Schäden angerichtet. Wir rätseln allerdings darüber, warum auf der kleinen, geschützt liegenden Insel Koh Yaang so viel Korallenbruch angespült worden ist.« |
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Komut (30) und Aek (29), Bar-Betreiber auf Koh Lipe »Wir haben viele kleine Tische und Bodenkissen direkt auf dem Sand - und Glück gehabt. Wenn uns das Tsunami-Hochwasser nach Einbruch der Dunkelheit heimgesucht hätte, hätten unsere Gäste ganz schön nasse Füße bekommen.« |
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Suparath (24), Hotel-Rezeptionistin auf Koh Lipe »Wir hatten unsere neue Anlage gerade erst für zwei Wochen eröffnet, als der Tsunami kam. Bis auf zehn Gäste sind danach leider alle gleich ausgecheckt. Doch zur nächsten Hochsaison werden wir unsere 80 Zimmer hoffentlich wieder füllen können.« |
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Gui (16), Bui (15) und Ami (19), Kellnerinnen am Pattaya Beach auf Koh Lipe »Früher haben unsere Familien hier als See-Nomaden ein armseliges Dasein führen müssen, doch die ausländischen Touristen haben uns eine zusätzliche Einnahmequelle beschert. Ohne sie ist es uns auch ein bisschen langweilig.« |