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Die Strände mit dem puderzuckerfeinen hellen Sand zählen zu den schönsten der Karibik

Die Strände mit dem puderzuckerfeinen hellen Sand zählen zu den schönsten der Karibik

Karibik auf Holländisch

Wasseryoga an den Traumstränden von Aruba

Die Karibikinsel ist ein ideales Reiseziel, besonders in der kalten Jahreszeit. Dort herrscht bestes Badewetter.

»Einatmen und die Arme nach oben strecken. Ausatmen. Spürt in euch. Die Augen geschlossen halten.« Plumps. Zwei Bretter nebenan fällt Maria aus Venezuela ins badewannenwarme Wasser. »Macht nichts«, sagt Yogalehrerin Nathalie Vriesde aufmunternd, »probier's gleich noch mal«. SUP-Yoga lautet der Fachbegriff für das ungewöhnliche Yoga auf Paddelbrettern, die auf Englisch Stand Up Paddle Boards heißen.

Darauf aufmerksam wurde die gertenschlanke 38-Jährige nach einem Verkehrsunfall in Holland. »Mein Rücken war gestaucht. Yoga half, aber trotz Matte war es zu hart. Dann hörte ich von Yoga auf dem Paddelbrett. Das ist nicht nur weicher, es schult auch das Gleichgewichthalten enorm.« Vor sechs Jahren zog sie nach Aruba, wo das Wasser das ganze Jahr über zwischen 26 und 28 Grad hat. »Inzwischen liebe ich die Insel«, sagt Nathalie. »Hier ist alles viel entspannter als in Holland.« Ihre Kunden sind überwiegend gesundheitsbewusste Touristen aus den USA und Südamerika. Noch sind die Yoga-Adepten ein ungewohnter Anblick zwischen zahlreichen Wind- und Drachen-Surfern, röhrenden Jetskis und Bananaboats.

Die Strände der Südwest-Küstenlinie der westlichsten der niederländischen Antillen zählen mit dem puderzuckerfeinen hellen Sand zu den schönsten der Karibik. Dazu kommt das glasklare, samtweiche Wasser mit einem Farbspektrum von Helltürkis bis Aquamarinblau. Deshalb gehören auch Tauchen und Schnorcheln an Felsen und Korallen voller exotischer Fische zum Freizeitprogramm auf Aruba. Nicht jedermanns Geschmack sind die zahlreichen Casinos, die oft in die Lobbys der Hotels integriert sind. Die Spieltische und »einarmigen Banditen« werden hauptsächlich von den Touristen aus den USA frequentiert, die rund sechzig Prozent der Gäste Arubas ausmachen.

Ein Sechstel der Insel steht unter Naturschutz Park Ranger Salvador Franken vom Nationalpark Arikok kümmert sich um das ökologische Gleichgewicht der Insel. Rund 3000 Hektar im Süden stehen unter Naturschutz, knapp ein Sechstel der gerade einmal 180 Quadratkilometer großen Insel. »Unsere Vegetation ist karg«, erklärt der Ranger, »sie besteht überwiegend aus Kakteen und Dornengebüsch.« Bei Temperaturen um 33 Grad tagsüber und 27 Grad nachts bläst ein beständiger Nordost-Passatwind. Teilweise regnet es monatelang nicht. Als Folge wird das gesamte Süßwasser Arubas mittels einer großen Meerwasser-Entsalzungsanlage gewonnen. Erstaunlicherweise schmeckt es sogar aus dem Hotelzimmer-Wasserhahn frisch und gut.

Die meisten Tiere im Nationalpark sieht man morgens früh. Etwa die seltenen, quietschgrünen Prikichi-Papageien oder die tiefblau gepunkteten Männchen der Cododo-Eidechsen. Sonnenschutz, Moskito-Spray und Trinkwasser gehören zur Grundausstattung beim Besuch im Arikok-Nationalpark.

Interessant ist das restaurierte Farmhaus der niederländischen Ziegenbauernfamilie Kok. In dem niedrigen Lehmgebäude informieren Tafeln über die harten Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung vor mehr als hundert Jahren. Von der Farm führen angelegte Wege zum Highlight des Besichtigungsprogramms: den 3000 Jahre alten Höhlenzeichnungen der Ureinwohner Arubas.

110000 Menschen aus 96 Nationen leben auf der kleinen Vulkaninsel. So gemischt wie die Bevölkerung ist auch die Musik Arubas. Die Jugend tanzt nach Sonnenuntergang zu Soca, Calypso, Salsa und Merengue. An den Wochenenden spielen in den Strandbars der großen Hotels und kleinen Lokale Livebands. Auch Nathalie Vriesde ist ein Fan der Tanzmusik. Schließlich, so meint sie, ist »Bewegung einfach immer gut«.

Weitere Informationen über Aruba
Beste Reisezeit: ganzjährig.
Anreise: KLM fliegt Aruba und Curaçao täglich über Amsterdam an.
Unterkunft: Divi Aruba Phoenix Beach Resort, eigener Strand, ab 3. Stock alle Zimmer Meerblick, Doppelzimmer ohne Frühstück ab 200 Euro, Tel. 00297/5835000, www.diviresorts.com/divi-aruba-phoenix-beach-resort-aruba.htm. Boardwalk, rund 40 gemütliche Apartments in der zweiten Reihe, Doppelzimmer ab 160 Euro, Bakval 20, Palm Beach, Tel. 00297/5866654, www.boardwalkaruba.com. Zahlreiche Angebote im Internet, z. B. Expedia, Nebensaison für eine Woche inkl. Flug ab 1200 Euro pro Person.
Aktivitäten: SUP-Yoga, Surfen, Fahrradverleih über Vela, Rooi Santo 28, Noord, Hadicurari Beach, Tel. 00297/5863735, www.velaaruba.com.
Arikok National Park: San Fuego 71, Santa Cruz, Eintritt 10 US-Dollar, Tel. 0297/5851234, täglich 8-18 Uhr, Übernachtungen möglich, www.arubanationalpark.org.
Essen & Trinken: West Deck, Terrassenrestaurant mit guter Fischküche, HG um 15 Euro, Oranjestad, Linear Park, an der Governors Bay, Tel. 00297/5872667, täglich 10.30-23 Uhr, www.thewestdeck.com. Charlie's Bar, Kultkneipe von sammelwütigen Besitzern, Zeppenveldstraat 56, San Nicolas, Tel. 00297/845086, Mo-Sa 11-21 Uhr, www.de.aruba.com. Seasalt Grill, Oranjestadt, Renaissance Mall, gutes und preiswertes Seafood, L. G. Smith Boulevard 9, Suite 8, Tel. 00297/5820029, täglich, 11-22 Uhr, über Facebook. Musik: Mojito's, kubanische Küche, Drinks, Oranjestadt, Royal Plaza Mall 2. Stock, 00297/5833632, tägl. 10-24 Uhr.
Auskunft: Aruba Tourismusbüro, Tel. 069/24756184, www.aruba.de.

(07.02.2018, srt)

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